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Gesellschaft

Wien: Asylberechtigte dürfen bald in Gymnasien unterrichten

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild ("Zahra, a teacher from Syria"): DFID - UK Department for International Development via Flickr [CC BY 2.0]

In einem auf europäischer Ebene erstmaligen Pilotprojekt will die Stadt Wien ab dem kommenden Schuljahr asylberechtigte Lehrer an Neuen Mittelschulen (NMS) und Gymnasien unterrichten lassen. Damit möchte man gleichzeitig die Integration vorantreiben und dem drohenden Lehrermangel beikommen. 

Das Gemeinschaftsprojekt von MA 17 („Integration und Diverstität”, Fonds Soziales Wien, waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), Wirtschaftsagentur und Stadtschulrat wird zu 80 Prozent aus EU-Förderungen und zu 20 Prozent durch Projektpartner ausfinanziert. Damit ist das Gesamtbudget von etwa sechs Millionen für „CORE – Integration im Zentrum” gedeckt. Politisch zuständig für das Projekt sind die SPÖ-Bildungsstadträte Jürgen Czernohorszky und Sandra Frauenberger. Projektleiter Patricio Canete-Schreger gibt als Ziel aus, dass „traumatisierten Menschen der berufliche Wiedereinstieg ermöglicht” wird.

Einjährige pädagogische Ausbildung

Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt ist, dass die Personen bereits in ihrem Heimatland eine Lehrbefugnis hatten. Nach einer Fachprüfung bringt man ihnen ihn einem einjährigen Crashkurs die pädagogischen Standards in Österreich näher. Mithilfe von Begleitlehrern können sie dabei in 23 Wiener Schulen ihre Unterrichtspraxis sammeln. Zur Teilnahme am Zertifikatslehrgang ist neben Lehrpraxis und abgeschlossenem Lehramtsstudium ein aufrechter Asylstatus sowie Deutschkenntnisse auf B2-Niveau notwendig. In diesem soll ihnen auch Deutsch auf C1-Niveau beigebracht werden. Dies soll die Befähigung zum Unterricht von Mittelschülern und Gymnasiasten gewährleisten.

Wien hat zu wenige Lehrer

Die Maßnahmen soll dabei auch einen künftigen Lehrermangel in Wien verhindern. Wie der Standard im Jänner 2017 berichtete, droht Wiener Schulen in den nächsten zehn Jahren ein Manko von 2.000 Lehrpersonen. Die hohe Anzahl an bevorstehenden Pensionierungen könnten nur unzureichend durch Neubesetzungen aufgewogen werden. Auch in den Bundesländern herrscht dringender Aktionsbedarf, erst vor zwei Wochen beklagte der oberösterreichische Lehrergewerkschafter Paul Kimberger, dass ein Lehrermangel „längst Realität” sei.

Asylberechtigte Lehrer für Problemschulen?

Brisant ist das Projekt angesichts der sozialen Zustände in manchen Wiener Schulen. Erst vor zwei Wochen hatte sich ein NMS-Direktor in Floridsdorf über die problematische Situation in seiner Einrichtung beschwert. Dort würden sich Jugendliche mit verschiedenen Migrationshintergründen religiöse Streitfragen handgreiflich lösen, es gäbe einen gelebten Kopftuchzwang und neun von zehn Schülern hätten eine nicht-deutsche Muttersprache.

Es ist durchaus denkbar, dass die asylberechtigten Neubewerber auch in solchen Brennpunktschulen zum Einsatz kommen könnten. Immerhin ergab eine Erhebung der Bildungsstandards, dass rund 57 Prozent der Schüler in Wien „an Schulstandorten mit sehr großen oder großen Herausforderungen” frequentieren.

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    peter

    27. Februar 2018 at 9:14

    Haben wir dann die selbe Situation wie mit den Ärzten, dass sie entweder keine sind (Papiere gefälscht) oder die Ausbildung nicht annähernd mit unserer verglichen werden kann. Viel Spass, liebe Eltern.

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Gesellschaft

Interkulturelle Schulung soll bei Polizei Verständnis für Afrikaner fördern

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Deutscher Polizeiwagen / Bild: pexels (CC0)

Mit der Veranstaltung sollen „gegenseitige Vorbehalte“ abgebaut werden. 

München. –  Um den Umgang mit Migranten zu schulen, will die bayerische Polizei künftig den „Tag der interkulturellen Kompetenz” abhalten. In Kooperation mit dem Afrikazentrum der Uni Würzburg sollen unter anderem Rollenspielen sowie Gespräche stattfinden.

Asylwerber und Studenten aus Afrika 

Die Auszubildenden der bayerischen Polizei sollen bei genannter Veranstaltung unter anderem mit Asylsuchenden sowie Studenten aus Afrika ins Gespräch kommen.

Gerd Enkling, Leiter der Aus- und Fortbildung im Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei, erklärte laut Bericht der „Jungen Freiheit“, dass derzeit Polizeieinsätze teilweise aufgrund von „kulturellen Missverständnissen“ nicht zufriedenstellend ablaufen würden. 

Mit der Veranstaltung wolle man den angehenden Polizeibeamten daher dabei helfen, sich besser in das „polizeiliche Gegenüber“ hineinversetzen zu können.

Wollen vielfältiges Bild von Afrika zeigen“

Der Literaturwissenschaftler Julien Bobineau vom Afrikazentrum der Uni Würzburg sagte zum Seminar laut „RTL“, dass man den Auszubildenden ein „differenziertes und vielfältiges Bild von Afrika“ zeigen wolle. So könnten man dann auch Vorurteile identifizieren und diese „überwinden“. 

Der „Tag der interkulturellen Kompetenz“ solle außerdem dazu beitragen, Verständnis aufzubauen. Dies geschehe beispielsweise, wenn die Teilnehmer von den Migranten hören könnten, „was sie auf der Flucht erlebt und auf sich genommen haben“. Forschungsschwerpunkt Bobineaus ist der „Kolonialrassismus“, welcher sich laut ihm unter anderem im sogenannten „Racial Profiling” von Beamten äußere.

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Gesellschaft

Schnedlitz diskutiert beim ‚Wochenblick’ über den FPÖ-Neustart

Julian Schernthaner

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ASDF Bilder: Hintergrund/Pixabay; Schnedlitz/Parlamentsdirektion Photo Simonis; Willacker/zVg; Mölzer/Wikimedia, Leila Paul, CC BY-SA 3.0 / Collage: Wochenblick

Am heutigen Dienstagabend, den 18. Februar um 18:30 Uhr diskutieren hochkarätige Gäste beim Wochenblick über die Zukunft der Freiheitlichen.

Mit einem interessanten Gast kann heute der oberösterreichische Wochenblick aufwarten. Für das hauseigene Videoportal gelang es dem Medium, keinen Geringeren als den neuen FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zur Live-Diskussion zu gewinnen.

Schnedlitz, Mölzer, Willacker: Hochkarätige Gäste

Der 35-jährige Nationalratsabgeordnete, der für den blauen Parlamentsklub außerdem als Bereichssprecher für die Jugend dient, wird ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV auftreten. Zum Gespräch über den „schweren Neustart der FPÖ” – so der Titel – bekommt er aber keine leichten Diskussionspartner: So ist Parteiurgestein und Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer als harter Knochen bekannt, der seit Jahren im Zweifelsfall auch das eigene Lager schonungslos zu kritisieren vermag.

Als dritter Gast bei der von Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert moderierten Sendung fungiert der Politikberater Robert Willacker. Der als Corpsstudent sozialisierte Mann sorgt seit einiger Zeit mit dem politischen Kamingespräch Kohlmarkt 4 (gemeinsam mit Christoph Pöchinger) durch seine unaufgeregte Art für Furore. Ein Auftritt beim ORF-Polit-Talk Im Zentrum im Dezember wurde durch die Lager als erfrischend aufgefasst.

Die Diskussion findet ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV als Live-Stream statt und kann zudem später in der dortigen Mediathek nachgeschaut werden.

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Gesellschaft

YouTube löscht Kanal des rechten Bloggers Nick Fuentes

Stefan Juritz

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ASDF Nick Fuentes nach seiner Sperre auf YouTube. Bild: Screenshot YouTube / "Nick Fuentes BANNED"

Über 76.000 Abonnenten folgten dem jungen Kopf der US-amerikanischen „Dissident Right” auf YouTube.

Seit vergangenen Freitag ist der YouTube-Kanal „America First” des rechten Bloggers Nicholas J. Fuentes nicht mehr abrufbar. Wie der 21-Jährige, der als Kopf der jungen „Dissident Right” in den USA gilt, auf Twitter bekannt gab, sei sein Kanal „fälschlicherweise” wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die „Hassrede”-Richtlinien von YouTube gelöscht worden.

Bereits vor wenigen Wochen hatte YouTube den Kanal, auf dem Fuentes seine Politsendung „First America” sendete, demonetarisiert und ihm damit die Möglichkeit genommen, mittels Werbung Geld zu verdienen.

„Dissident Right” gegen „Neocons”

Die sogenannte „Dissident Right” besteht aus jungen, vorwiegend in den 1990er-Jahren geborenen Rechten, die das neokonservative Establishment („Neocons”) rund um die republikanische Partei kritisieren. Fuentes selbst bezieht sich immer wieder auf paläokonservative Denker wie Paul Gottfried, Samuel Francis und Pat Buchanan. Abgelehnt werden jedoch nicht nur die „Neocons”, sondern auch die sogenannte „Alt-Right”: „Die ‘Alt-Right’ war rassistisch, atheistisch, post-amerikanisch, revolutionär und transnational. ‘America First’ ist traditionalistisch, christlich, konservativ, reformistisch und national orientiert“, wie Fuentes die Unterschiede zusammenfasst.

Mehr Informationen über Nick Fuentes und die „Dissident Right” findet man hier:

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil I” (Junge Freiheit)

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil II” (Junge Freiheit)

„Nick Fuentes, Groyper & was wir lernen können” (Roman Möseneder)

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