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Österreich

Wirbel um angeblichen Drogenskandal in SPÖ-nahem Jugendtreff

Redaktion

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am

Ein mutmaßlicher Drogenskandal, der in den Räumlichkeiten eines SPÖ-nahen Jugendtreffs stattgefunden haben soll, sorgt derzeit für Wirbel in Wels. Die FPÖ fordert restlose Aufklärung und Konsequenzen. Für die SPÖ hingegen handelt es sich lediglich um ein „plumpes Ablenkungsmanöver”.

Die Landespolizeidirektion Oberösterreich veröffentlichte am Dienstag eine Aussendung, wonach im vergangenen Jahr in Wels gegen eine größere Anzahl von Suchtgifthändlern sowie Abnehmern ermittelt wurde. In dem Fall ging es um den Verkauf von insgesamt rund 115 Kilogramm Marihuana. Die Polizei konnte 14 Großdealer ausforschen. Ein Großteil der Beteiligten ist mittlerweile rechtskräftig zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Minderjährige konsumierten Drogen im Jugendtreff

Wie die Polizei weiters festhält, stellte sich im Zuge der Ermittlungen heraus, dass der überwiegende Teil der ausgeforschten, vor allem österreichischen Konsumenten sowie teilweise die späteren Großdealer ihre ersten Erfahrungen mit Drogen in den Jahren 2014 und 2015 in einem Jugendtreff gemacht haben. Mehrere Beschuldigte gaben an, dass die damals 14- bis 16-Jährigen in den Räumen des Jugendzentrums Marihuana konsumieren konnten. Teilweise sollen die Jugendlichen sogar von den anwesenden Aufsichtspersonen angestiftet worden sein.

Auch die ersten „Gehversuche” als Kleindealer fanden laut Polizei-Bericht angeblich unter Duldung der erwachsenen Aufsichtspersonen statt. Die Polizei konnte einen 31-jährigen Mann und eine 41-jährige Frau als Verantwortliche ausforschen. Beide verweigerten jedoch gegenüber der Polizei die Aussage, weswegen auch kein Motiv ermittelt werden konnte. Die beiden Beschuldigten wurden auf freien Fuß angezeigt.

Ausgewachsener Skandal”

Noch am Dienstagvormittag reagierte die FPÖ auf den Bericht der Landespolizeidirektion Oberösterreich. In ihrer Presseaussendung behaupteten die Freiheitlichen, dass es sich bei dem Jugendtreff um die Räumlichkeiten des Vereins Aktion kritischer Schüler (aks) gehandelt hätte. Dieser wiederum befände sich an der Adresse der Bezirksgeschäftsstelle der SPÖ Wels. LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) sprach von einem „ausgewachsenen Skandal, der restlos aufgeklärt werden muss”.

Ebenfalls zu Wort meldete sich FPÖ-Generalsekretärin Marlene Svazek: „Der heute aufgedeckte Drogenskandal im SPÖ-nahen Bereich ist schockierend und bedarf einer lückenlosen Aufklärung. Es ist völlig unglaubwürdig, dass in einer Welser SPÖ-Geschäftsstelle offenbar jahrelang im großen Stil gedealt und konsumiert wurde und niemand von der SPÖ etwas mitbekommen hat.“

Es sei tragisch genug, wenn Kinder und Jugendliche zum Drogenkonsum verleitet werden, „dass dies anscheinend bei einer SPÖ-Vorfeldorganisation aktiv betrieben wurde, bringt das Fass zum Überlaufen”.

SPÖ: „Plumpes Ablenkungsmanöver” der FPÖ

Die SPÖ Oberösterreich sieht in den FPÖ-Vorwürfen eine Verdrehung der Tatsachen. Wie der ORF berichtet, handle es sich laut Angaben der SPÖ-Geschäftsführerin Bettina Stadlbauer um einen offenen Jugendtreff, zu dem alle Zugang habe. Im Herbst 2014 seien dort Jugendliche aufgetaucht, die man aber aufgrund ihres auffälligen Verhaltens des Hauses verwiesen habe. Es handle sich bei den Anwürfen um ein „plumpes Ablenkunsmanöver” der FPÖ. Nach Angaben der Krone überlegt sich Stadlbauer sogar eine Klage gegen Haimbuchner.

Laut ORF-Bericht stellte zudem der Vorsitzende der Welser SPÖ, Klaus Hoflehner, fest, dass die Partei „illegalen Drogenkonsum und Rauschgifthandel ablehnt”. Demnach hätte die Sozialistische Jugend (SJ) gemeinsam mit der Aktion kritischer Schüler im Jahr 2014 eine Bezirksgruppe neugründen wollen. Dazu habe die SPÖ-Bezirksgeschäftsstelle einen Raum für Treffen zur Verfügung gestellt. Diese Gruppe habe sich jedoch weitgehend aufgelöst. Den restlich verbliebenen Jugendlichen habe die SPÖ die Räumlichkeiten nicht mehr überlassen. Seit Spätherbst 2014 nutze man die Räumlichkeiten nur mehr für eigene Zwecke.

 

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Österreich

FPÖ wirft ORF „offene Inländer-Diskriminierung“ vor

Marcel E. Senfter

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am

Die FPÖ hat den ORF einmal mehr scharf kritisiert. Der Grund: Praktikumsstellen exklusiv für Menschen mit Migrationshintergrund.

Wien. – „Der ORF Sport möchte mehr Menschen mit Migrationshintergrund in die Redaktion integrieren. Interesse an einem Praktikum ab Oktober 2020? Dann bewirb dich bis 24. Juli per Mail”, hieß es in der Ausschreibung von der ORF-Sportredaktion auf Facebook. Die Freiheitlich sehen darin eine Diskriminierung von Inländern.

Hafenecker fordert Abschaffung der ORF-Gebühren

„Man ist ja von den Herrschaften am Küniglberg und ihrer links-bunten Multikulti-Schlagseite schon einiges gewohnt, die gezielte Diskriminierung der heimischen Bürger bei der Suche nach Praktikanten in der ORF Sportredaktion schlägt dem Fass jetzt aber den Boden aus”, wetterte FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker in einer Aussendung. Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der jährlich auch noch 650 Millionen Euro GIS kassiere, dürfe kein Multikulti-Utopia sein, sondern habe bei Ausschreibung sowie Vergabe jeder Position die Qualifikation in den Vordergrund zu stellen und dazu zähle ein Migrationshintergrund definitiv nicht. „Dieser neue Inländer diskriminierende Auswuchs des linksgrünen Biotops am Küniglberg zeigt wieder einmal mehr, wie wichtig die von uns Freiheitlichen seit Jahren geforderte Abschaffung der ORF-Zwangsgebühren ist”, so Hafenecker.

Das Posting mit der Ausschreibung wurde mittlerweile von der Facebook-Seite des „ORF Sport” gelöscht.


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Österreich

Wien: ÖVP-Politikerin fordert Schließung von Antifa-Zentrum

Stefan Juritz

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Für die Wiener ÖVP-Integrationssprecherin Caroline Hungerländer führt an der Schließung des linksextremen Ernst-Kirchweger-Hauses kein Weg vorbei.

Wien. – Seit den Übergriffen von jungen Türken auf das besetzte Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) in Wien-Favoriten ist das attackierte Antifa-Zentrum in der vergangenen Woche wieder in den medialen, aber auch politischen Fokus gerückt. Die Wiener ÖVP-Integrationssprecherin Caroline Hungerländer forderte am Donnerstag im Rahmen eines Sondergemeinderats sogar die umgehende Schließung des EKH. „Das Ernst-Kirchweger-Haus ist ein Sammelbecken linksextremer Vereine. Offenkundig kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, zudem klagen Anrainer regelmäßig über Sachbeschädigungen. Auch im Rahmen der Auseinandersetzungen letzte Woche in Favoriten spielte das Haus eine zentrale Rolle”, erklärte Hungerländer in einer Presseaussendung.

Verwobenes Förderkonstrukt offenlegen

Der ÖVP-Politikerin geht es aber auch um die Finanzen des EKH. Entsprechende Anfragen zu Förderungen und Kosten für den Steuerzahler habe die rot-grüne Stadtregierung jedoch bisher immer abgeblockt. „Bereits der Stadtrechnungshof hat Kritik an diesem verwobenen Konstrukt geübt”, so Hungerländer. Deshalb brauche es aus ihrer Sicht eine umfassende Offenlegung aller Eigentümer, aller Fördermittel und Mieter sowie eine anschließende Neuaufstellung des Hauses. „Mit der Schließung des Ernst-Kirchweger-Hauses helfen wir nicht nur, das Grätzl wieder lebenswerter zu machen. Wir setzen damit auch ein klares Zeichen, dass Parallelgesellschaften nicht gefördert werden”, betont die ÖVP-Abgeordnete.

Das Ernst-Kirchweger-Haus ist ein seit 1990 besetztes autonomes Zentrum der Antifa-Szene. Aktuell befindet sich dort beispielsweise die linksextreme „Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich” (ATIGF), die wiederum dem kommunistischen Dachverband „Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa” (ATIK) angehört.


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Meinung

Millionen Opfer: Gerald Grosz schlägt Zusatztafeln für KPÖ-Büros vor

Redaktion

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In Graz streiten sich aktuell KPÖ und FPÖ über den richtigen Umgang mit der Grazer Stadtgeschichte (Die Tagesstimme berichtete). Während die Kommunisten im Zuge einer „Entnazifizierung” u.a. sogar ein Urnengrab exhumieren wollen, sprechen sich die Freiheitlichen gegen solche Änderungen aus. Aus ihrer Sicht soll der Schloßberg den Grazern seine Vergangenheit weiterhin „unverfälscht erzählen” können. „Denkmäler sind das Abbild unserer Geschichte. Um aus der Vergangenheit lernen zu können, muss eine objektive Darstellung historischer Personen und Ereignisse möglich sein. Das ist gelebter Bildungsauftrag“, erklärte FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. In die Diskussion eingebracht hat sich am Freitag auch der frühere Politiker und heutige Publizist Gerald Grosz. In einem offenen Brief an den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) nimmt Grosz den Vorschlag, Straßen und Denkmäler einer „historischen Kontextualisierung” zu unterziehen, auf. Grosz regt in diesem Zusammenhang an, die Büros der KPÖ ebenfalls mit Zusatztafeln zu versehen, um auch an die Millionen Opfer des Kommunismus zu erinnern.

Offener Brief von Gerald Grosz

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Aus langjähriger Erfahrung im Grazer Gemeinderat und dem daraus folgenden traurigen Wissen um die intellektuellen sowie rhetorischen Schwächen einzelner Mandatsträger ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt in periodischen Abständen von einer abstrakten Diskussion über die Historie einzelner Persönlichkeiten ja gleichsam heimgesucht wird und der Umgang mit deren Andenken auch dank des journalistischen Pendants zu den geistige Obdachlosen im Gemeinderat, also der Kleinen Zeitung, einmal mehr zur Causa Prima erhoben werden soll. Inmitten der verheerenden Auswirkungen der Corona-Krise, also der Aufarbeitung der finanziellen, sozialen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Schäden, initiieren der KPÖ zuzurechnende Mitglieder des Grazer Gemeinderates, auf den Spuren ihrer ideologischen Geschwister der GrünInnen, doch tatsächlich einmal mehr eine Diskussion über historische Persönlichkeiten der Stadt.

Auf die wechselhafte Geschichte des Ehrenbürgers Bartsch und des Heimatdichters Klöpfer möchte ich detailliert gar nicht näher eingehen, zumal es ja unredlich wäre, deren eindeutige Verfehlung einer Mitgliedschaft zur NSDAP – die auch aus der damaligen verheerenden Zeit zu verstehen ist – als Grundlage für eine endgültiges Urteil ihres Lebenswerkes zu verstehen. Diesem Maßstab entsprechend, müssten wir uns sonst als gesamtes Land Österreich ja ansonsten vom Andenken zweier Drittel des politischen Nachkriegspersonals entledigen. Bleiben wir in der Gegenwart: Ihr Finanzstadtrat machte den Vorschlag, die den betroffenen Persönlichkeiten gewidmeten Denkmäler, Büsten, Straßen, Gräber und dergleichen einer historischen Kontextualisierung zu unterziehen. Beginnend mit der mir zugestandenen Bemerkung, dass ausgerechnet Ihr Finanzstadtrat offensichtlich derzeit keine anderen Sorgen hat, bin ich durchaus der Meinung, dass man mit diesen, von mir unterstützten historischen Erklärungen auch gegenwartsbezogen ansetzen sollte.

Inmitten Ihres Gemeinderates befinden sich Mandatare, die sich in ihrer Gesinnung auf den Kommunismus beziehen, dies sogar in ihrem Parteinamen tragen. Daher rege ich eine Zusatztafel, sowohl beim Klub der Gemeinderäte der KPÖ, als aus auch bei deren zugehörigen Stadtratsbüros an. „Hier befinden sich die Büros von politischen Verantwortungsträgern der Kommunistischen Partei Österreichs. Der Kommunismus führte, wie der Nationalsozialismus, zum Massenmord an Millionen von Menschen, zu einer bis heute nicht überwundenen Spaltung der Welt, zu Kriegen und Terror. Die Stadt Graz gedenkt den weltweiten Opfern von Kommunismus und Faschismus!“.

In der Hoffnung keine Fehlbitte getan zu haben, verbleibe ich

mit den besten Grüßen

Gerald Grosz


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