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Gesellschaft

Brennpunkt Schule”: Wie die Integration im roten Wien scheitert

Redaktion

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Symbolbild (Pixabay / CC0)

Aufsehen erregte in den letzten Tagen das Recherche-Projekt „Brennpunkt Schule“ der Plattform Addendum. Im Mittelpunkt stand ein Interview mit einer Lehrerin an einer Neuen Mittelschule im zehnten Wiener Gemeindebezirk Favoriten. Es handelt sich um eine sogenannte „Brennpunktschule”, denn von den 300 Schüler haben fast alle einen Migrationshintergrund.

Kommentar von Peter Reuthofer

Frau Wiesinger, die seit 25 Jahren im Bezirk Favoriten unterrichtet, klagt angesichts des hohen Ausländeranteils, von den damit verbundenen Problemen mit der Integration. Von 25 Schülern in einer Klasse müssten 21 überhaupt erst in die Gesellschaft integriert werden – nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell. „Das kann keiner schaffen“, konstatiert sie zerknirscht und überhaupt: Wohin solle man diese Kinder integrieren? Denn abgesehen vom Lehrkörper gebe es keine Vertreter der österreichischen Mehrheitsgesellschaft mehr.

Besorgniserregende Entwicklungen

Auffallend sei für Wiesinger auch die starke Rolle, die der Islam bei den Schülern einnehme. Auswirkungen auf den Unterricht bleiben angesichts dieser Entwicklung nicht aus. Musik und Tanz würden im Unterricht oft abgelehnt. Ein guter Muslim bzw. eine gute Muslima zu sein, sei für viele dieser Schüler das Wichtigste. In diesem Zusammenhang spiele auch die Scharia eine immer wichtigere Rolle für die Schüler. „Da entwickelt sich etwas in eine Richtung, die nicht gesund ist für eine Gesellschaft“, resümiert die Lehrerin.

Von besonderer Bedeutung sind diese Aussagen angesichts der Tatsache, dass Frau Wiesinger selbst einen sozialdemokratischen Hintergrund hat. Im seit jeher rot regierten Wien würden die Probleme allerdings nicht gerne angesprochen. Auch auf sie selbst wurde eingewirkt und ihr davon abgeraten, mit Medien zu sprechen. Der Verdacht liegt nahe, dass man vor allem der FPÖ nicht in die Hände spielen und das Thema lieber aussitzen möchte. Für die engagierte Lehrerin war der Gang in die Öffentlich aber offensichtlich der letzte Ausweg, um Gehör zu finden.

Die Folgen der Massenzuwanderung

Es stellt sich die Frage, ob es sich hier um eine Einzelfallbeobachtung oder doch eher um ein flächendeckendes Problem handelt. Vor allem die Bundeshauptstadt Wien war in den letzten Jahrzehnten besonders stark von Einwanderung betroffen. Nach offiziellen Angaben der Stadt sind 39,30 % der Einwohner der Bundeshauptstadt ausländischer Herkunft. Eine vom Vienna Institute of Demography im Jahr 2017 herausgegebene Studie weist die Zahl der Muslime in Österreich mit 700.000 aus. Ihr Anteil hat sich somit innerhalb von 15 Jahren auf 8 % verdoppelt. In Wien sind es bereits 14 %. Dabei ist der Anteil an Muslimen bei der jüngeren Generation noch deutlich höher. An den Wiener Pflichtschulen stellen Schüler mit islamischem Glaubensbekenntnis mittlerweile die stärkste Gruppe dar.

Angesichts dieser demographischen Entwicklung bleiben Probleme bei der Integration zwangsläufig nicht aus. In einer ethnisch fragmentierten Gesellschaft werden ehemals als verbindlich angesehene Werte geschwächt. Dies trifft vor allem zu, wenn eine Gesellschaft von islamischer Zuwanderung betroffen ist, denn die Religion spielt in dieser Bevölkerungsschicht eine ganz zentrale Rolle. Eine Fundamentalismusstudie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass Muslime in Österreich stark zu fundamentalistischen Ansichten tendieren. Für 79 % der befragten Muslime gibt es nur eine korrekte Auslegung des Islam. Für 73 % sind religiöse Gebote wichtiger als staatliche Gesetze. 65 % halten eine Rückkehr zu den Wurzeln des Islam für erstrebenswert.

Ist Integration noch möglich?

Es ist davon auszugehen, dass der Bevölkerungsanteil der Menschen muslimischen Glaubens in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Die bereits zitierte Studie vom Vienna Institute of Demography geht bei anhaltender starker Zuwanderung davon aus, dass 2046 bereits jeder dritte Wiener ein Moslem sein könnte. Man kann angesichts dieser Zahlen davon ausgehen, dass in vielen Wiener Gegenden die Mehrheitsverhältnisse in den nächsten Jahrzehnten zugunsten der muslimischen Einwanderer kippen werden. Brennpunkt-Schulen, wie jene in Wien Favoriten, werden eher die Regel als die Ausnahme sein.

Es stellt sich die Frage, wie die neue Bundesregierung mit dieser Situation umgeht. Kritisiert wurde in den letzten Tagen vor allem die Entscheidung, die Integrationsmittel an den Schulen um die Hälfte zu kürzen. Was dabei übersehen wird, ist, dass für eine gelingende Integration nicht nur Deutsch- oder Wertekurse notwendig sind, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass es sich um eine Minderheit handelt, die man in eine Mehrheitsgesellschaft integrieren möchte. Um Frau Wiesinger nochmals zu zitieren: Wohin möchte man diese Menschen integrieren, wenn die österreichische (Noch-)Mehrheitsgesellschaft langsam aber sicher verschwindet?

Tendenzwende in der demographischen Entwicklung

Bevor man also über Maßnahmen zur Ausländerintegration nachdenkt, wird man sich Gedanken machen müssen, wie man es schafft, den österreichischen Bevölkerungsanteil zu stabilisieren und eine Tendenzwende bei der demographischen Entwicklung zu erreichen. Eine Politik der sicheren Grenzen und der effektiven Rückführung von Illegalen ist daher das Gebot der Stunde. Daran wird man diese Bundesregierung messen müssen.

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Deutschland

Seehofer (CSU) will „Gamerszene“ beobachten – und erntet Spott dafür

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle will der Innenminister Horst Seehofer künftig verstärkt die „Gamerszene“ beobachten. 

Berlin/Halle. – Einige Menschen nähmen sich Videospiele „geradezu zum Vorbild“, so Seehofer. Dieser Rundumschlag des CSU-Bundesinnenministers sorgte im Internet nicht nur unter Anhängern der Szene für teils heftige Kritik.

Verdeckte Planung für einen Anschlag“

Immer wieder kocht die Debatte um Videospiele als vermeintlichen Auslöser für Gewaltakte auf. In einem Videointerview äußerte sich Horst Seehofer zu Videospielen und der „Gamerszene“. Er erklärte: „Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene“.

Der Innenminister warf ein, dass es sich bei Videospielen in einigen Fällen auch um eine „verdeckte Planung für einen Anschlag“ handeln könne. Darum betonte er, man müsse die „Gamerszene stärker in den Blick nehmen“.

Kritik und Spott zu Seehofer- Äußerungen

Im Internet erntete Seehofer Kritik. Auf Twitter wurde ihm aufgrund seiner Äußerungen zum Spielen von Videospielen vorgeworfen, dieses unter Generalverdacht zu stellen. Gerade die Pauschalerklärung stieß dabei auf Spott und Häme. So versuchten manche Nutzer, diverse historische Ereignisse mit der

Andere versuchten die empfundene Fehleinschätzung Seehofers mit teils absurden Vergleichen ins Lächerliche zu ziehen. Ein Nutzer etwa stellte – wohl im Hinblick auf die große Verbreitung von Videospielen – fest, dass so gut wie alle Verbrecher den Konsum von Lebensmitteln gemein hätten.

Attentäter streamte Tat im Internet

Der Attentäter Stephan B. streamte seine Tat im Internet. Aufgrund der Perspektive, welche durch die Helmkamera bedingt war, sahen die Bilder teilweise denen eines Videospiels ähnlich. Stephan B. war offenbar außerdem in diversen Foren aktiv, in welchen er teilweise einschlägiges Material gepostet haben soll.

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Gesellschaft

176 Migranten an Bord: Italien lässt „Ocean Viking“ anlegen

Joshua Hahn

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ASDF Bild (Ocean Viking 2011): Daniel Leite Lacerda via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Die „Ocean Viking” nahm kürzlich Migranten von zwei Schlauchbooten auf, welche nun in Italien an Land gehen durften.

Marseille. – Das Schiff „Ocean Viking“ der französischen NGO „SOS Méditerranée nahm unlängst 176 Migranten auf. Daraufhin suchte es erneut nach einem „sicheren Hafen“, um diese an Land bringen zu können. Wie der Standard am Dienstagmorgen berichtet, erteilte Italien mittlerweile eine Landeerlaubnis.

Vor Libyen aufgesammelt

Wie die „Welt“ berichtete, sammelte die NGO insgesamt 176 Asylbewerber vor der Küste Libyens auf, angeblich gerieten diese auf zwei separaten Schlauchbooten in Seenot.  Wie in vergangenen Fällen suchte die französische Organisation darauf einen „sicheren Hafen“, um anzulegen.

Der Sprecher Frédéric Penard forderte dabei in einer Stellungnahme von der EU, dass sich diese „umgehend“ um das Problem kümmern solle. Dies schrieb unter anderem die „Junge Freiheit“. Das Schiff wird neben „SOS Méditerranée auch von „Ärzte ohne Grenzen“ betrieben. 

Italien lässt Migranten von Bord

Weiter heißt es in der Stellungnahme, dass die „Männer, Frauen und Kinder“ eine „teilweise traumatisierende Flucht über das Mittelmeer“ hinter sich hätten. Eine gute Versorgung könne das Schiff der NGO nur kurzzeitig gewährleisten.

Der Geschäftsführer von SOS Méditerranée, David Starke, forderte von der EU eine „verlässliche Regelung” zum Landgang von Migranten auf NGO-Schiffen. Am Dienstagmorgen war es dann so weit: Die italienischen Behörden ließen das Schiff im Hafen von Tarent anlegen.

Salvini empört über Landgang der Migranten

Dieser Umstand sorgte bei Matteo Salvini, dem ehemaligen Innenminister, für großes Unverständnis. Der Lega-Chef war für eine strenge Migrationspolitik bekannt – von welcher die neue Mitte-Links-Regierung allerdings mittlerweile abrückt. Er wunderte sich auf Twitter: „Es ist eine französische NGO mit einem norwegischen Schiff. Man erkläre mir, weshalb sie nach Italien kommen müssen.”

Auch insgesamt äußerte er sein Ärgernis darüber, dass es zuletzt wieder einen Anstieg von Ankünften gegeben habe. So stünden im September 2.497 über das Mittelmeer eingereiste Migranten nur 947 im Vergleichsmonat des Vorjahres gegenüber. Auch nach dem halben Oktober gebe es bereits 700 – im gesamten Oktober 2018 waren es 1.007. Damals hatte Salvini gerade sein Dekret erlassen, welches seinerzeit das Asylrecht in Italien verschärfte.

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Gesellschaft

Oberösterreich: Bluttat in Asylwerberunterkunft

Monika Šimić

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ASDF Bild: Bus der österreichischen Polizei / Bild: Plani [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Ein 33-jähriger Afghane soll am Montagnachmittag in einer Asylwerberunterkunft in Wullowitz einen Betreuer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt und auf der Flucht einen Landwirt erstochen haben.

Linz. Der Verdächtige befindet sich bereits in Polizeigewahrsam und soll laut Polizeisprecher David Furtner voraussichtlich am Dienstag einvernommen werden. Gegenüber dem ORF Oberösterreich sagte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl: „Wir haben den mutmaßlichen Täter schon eine Weile verfolgt. In der Nähe des Linzer Bulgariplatzes konnte der Mann letztendlich in einer konzertieren Aktion dingfest gemacht werden.”

Landwirt bei Messerattacke gestorben

Furtner konnte noch nichts über das Motiv der Attacke in der Asylunterkunft in Wullowitz sagen. Wie der ORF Oberösterreich berichtet, dürfte der Mann, der ursprünglich aus Afghanistan stammt, nicht in der Unterkunft, sondern in einer privaten Wohnung mit seiner Lebensgefährtin und den zwei gemeinsamen Kindern gelebt haben. Voerst ist also auch noch unklar, warum sich der Mann am Montag in der Unterkunft aufhielt und den 32-jährigen Betreuer mit einem Messer lebensgefährlich verletzte. Der Betreuer wurde nach Linz ins Spital geflogen, so die Polizei.

Nur rund 300 Meter Luftlinie vom ersten Tatort entfernt soll der Verdächtige, der mit dem Fahrrad geflohen war, dann in der Garage eines Bauernhofs einen 63-jährigen Landwirt in der Nähe von dessen Auto erstochen haben und dann mit dem Fahrzeug davongefahren sein. Für den Landwirt kam jede Hilfe zu spät, er ist bei der Messerattacke gestorben.

FPÖ-Haimbuchner fordert Einberufung des Sicherheitsrates

Über die Tatwaffe war nur bekannt, dass sie nicht ident mit jener war, die im Asylheim vrewendet wurde. Beide wurden bisher noch nicht sichergestellt. Der verdächtige Afghane sei nach ersten Informationen aber zuvor schon einmal negativ aufgefallen. Der Bürgermeister von Leopoldschlag Hubert Koller (ÖVP) berichtete, dass der Afghane heuer im Juli im Zuge einer Führerscheinprüfung offenbar überreagierte. Dabei legte er auf dem Übungsplatz eine wilde Rennfahrt hin, offenbar um sein Können zu beweisen.

Nach dem Vorfall am Montagnachmittag forderte FPÖ-Landesparteiobmann LH-Stv. Manfred Haimbuchner „die umgehende Einberufung des Landessicherheitsarates”. Ein Gremium solle darüber beraten, „wie wir die Sicherheit gewährleisten und derartige Übergriffe mit Messergewalt verhindern können”, schrieb er in einer Aussendung.

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