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Putin-Sprecher: „Wir nehmen an Twitter-Diplomatie nicht teil”

Redaktion

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Russland kritisiert Donald Trumps Twitter-Drohung scharf. Der US-Präsident hatte zuvor Russland mit einem US-Raketenangriff in Syrien gedroht.

Russland hat am Mittwoch auf die Twitter-Botschaft des US-Präsidenten Donald Trump über einen bevorstehenden US-Raketenangriff in Syrien reagiert.

Wir setzen auf seriöse Handlungen”

Wir nehmen an dieser Twitter-Diplomatie nicht teil”, sagte Putin-Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. „Wir bevorzugen seriöse Handlungen.”

Trump hatte Russland zuvor mit einem Raketenangriff auf Syrien gedroht (Die Tagesstimme berichtete). „Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen”, schrieb der US-Präsident auf Twitter.

Mutmaßlicher Einsatz von Chemiewaffen

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein mutmaßlicher Giftgasangriff im syrischen Duma. Medienberichten zufolge sollen dort zwischen 40 und 80 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Westliche Staaten – allen voran die USA – und syrische Assad-Gegner machen die syrische Regierung dafür verantwortlich. Russland und die syrische Regierung weisen hingegen eine solche Beteiligung zurück. Die Vorwürfe seien erfundene Vorwände des Westens, um eine militärische Intervention in Syrien zu rechtfertigen. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) kündigte derweil an, „bald” ein Expertenteam nach Duma zu schicken, um dort den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen zu prüfen.

Nahost-Experte geht von „False Flag”-Aktion aus

Der deutsche Nahost-Experte Günter Meyer von der Universität Mainz geht unterdessen von einem Angriff „unter falscher Flagge” aus. Der Einsatz von Chemiewaffen würde nicht der syrischen Regierung, sondern nur der Opposition helfen, da dies die Gelegenheit für die USA und Trump wäre, um mit einem Militäreinsatz gegen die syrische Regierung vorzugehen.

Unter den aktuellen Bedingungen, nachdem Duma unmittelbar vor der Aufgabe steht, nachdem die Rebellen sich schon fertigmachen, abzuziehen – hier noch Chemiewaffen einzusetzen, ist absoluter Unsinn. Das widerspricht jeglicher Logik”, sagte der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin.

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Randalierer schießt auf Polizisten: Gewalt in den USA eskaliert weiter

Stefan Juritz

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Bei den Protesten in Las Vegas fiel plötzlich ein Schuss und ein Polizist ging zu Boden. Der Beamte liegt nun im Krankenhaus und ringt mit dem Leben.

Las Vegas. – Wie in zahlreichen anderen US-Städten finden auch in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada seit mehreren Tagen Proteste und Ausschreitungen statt. Am Montagabend erreichte die Gewalt in der Stadt einen neuen Höhepunkt. Wie Polizeichef Joseph Lombardo in einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen bekannt gab, wurde gegen 23 Uhr ein Polizist erschossen. Er befindet sich aktuell in einem „extrem kritischen Zustand” und benötigt lebenserhaltende Maßnahmen.

Ein Schuss und der Polizist ging zu Boden

Den Angaben der Polizei zufolge hatte eine große Gruppe von Randalierern zuvor Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. „Die Beamten versuchten gerade, einige der Demonstranten in Gewahrsam zu nehmen, als ein Schuss fiel und unser Kollege zu Boden ging”, erzählte der Polizeichef auf der Pressekonferenz. Der tatverdächtige Schütze wurde von der Polizei festgenommen, berichtet KTNV Las Vegas.

Fast zur gleichen Zeit kam es in Las Vegas zu einem weiteren Vorfall. Laut Bericht von ABC News waren Polizisten bei einem Gerichtsgebäude postiert, um es vor Demonstranten zu schützen, als ein bewaffneter Mann aufgetaucht sei. Als die Beamten sich dem Mann näherten, habe dieser zur Waffe gegriffen und sei deshalb von der Polizei erschossen worden. Der Verdächtige starb anschließend im Krankenhaus.

Gewalt eskaliert weiter

Mittlerweile finden an zahlreichen Orten gewalttätige Ausschreitungen – darunter Plünderungen und Brandstiftungen –  statt. 40 US-Städte haben deshalb bereits nächtliche Ausgangssperren verordnet. Auch bei den Protesten in St. Louis wurde am gestrigen Montag auf Polizeibeamte geschossen. Medienberichten zufolge wurden dabei vier Polizisten verletzt. „Die Leute kamen nur her, um zu stehlen, um Eigentum zu zerstören und um Beamte zu verletzen”, sagte Polizeichef John Hayden laut Bericht des St. Louis Public Radio.

Zu einer Eskalation der Gewalt kam es auch in Chicago. Laut Medienberichten wurden bei Unruhen in einem Vorwort zwei Menschen getötet. Mindestens 60 Personen wurden verhaftet, wie NBC Chicago berichtete.


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Nahe Athen: Verletzte bei Protesten gegen Asyllager

Joshua Hahn

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In Griechenland haben Anwohner der Ortschaft Malaska eine Straße besetzt, um gegen ein örtliches Asyllager zu protestieren. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.

Malaska. – Die Anrainer protestierten laut Bericht der „Welt“, weil die im Lager untergebrachten Migranten sich nicht an die verhängten Ausgangsregelungen hielten – auch nicht, als ein Asylant positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Einheimischen wollten nun ihrem Unmut in Form einer Straßenblockade Ausdruck verleihen.

Im Rahmen des darauffolgenden Polizeieinsatzes kam es jedoch zu Zusammenstößen, bei denen auch Demonstranten verletzt wurden. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Der Bürgermeister des Ortes, der selbst an den Protesten teilnahm, erklärte gegenüber einer lokalen Zeitung: „Es war ein friedlicher Protest, und wir wurden verprügelt.“

Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der ansässigen Polizei aber auch sechs Beamte verletzt.

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Nach Krawallen: Trump will Antifa als Terrororganisation einstufen

Stefan Juritz

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Der US-Präsident macht linkextreme Antifa-Gruppen für die Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten verantwortlich.

Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter einmal mehr angekündigt, die linksextreme „Antifa” als Terrororganisation einstufen zu wollen. Hintergrund sind die seit mehreren Tagen anhaltenden Ausschreitungen und Plünderungen in unzähligen Städten, nachdem ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz getötet worden war. Trump vermutet hinter den Krawallen vor allem linksextreme Gruppen. „Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt“, hatte der US-Präsident bereits am Samstag gesagt. Auch US-Justizminister William Barr schlägt in dieselbe Kerbe. In einer Rede meinte Barr, die Gewalt bei den Protesten werde häufig „von anarchistischen und linksextremistischen Gruppen geplant, organisiert und angetrieben“.

Umsetzung fraglich

Ob es aber überhaupt möglich ist, die Ankündigung Trumps umzusetzen, scheint zumindest fraglich. Denn es existiert keine einheitliche „Antifa”-Organisation, sondern verschiedene Gruppen und Strömungen innerhalb der linken bis linksextremen Szene verwenden diesen Begriff als Selbstbezeichnung.

Bereits im Vorjahr hatte Trump auf Twitter erwägt, die „die Antifa” als Terrororganisation einzustufen. Anlass dafür war ein linksextremer Angriff auf einen konservativen Journalisten in Portland. Gewalttäter der Antifa bezeichnete Trump anschließend bei einer Wahlkampfveranstaltung als „kranke, schlimme” Menschen (Die Tagesstimme berichtete).

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