Gesellschaft

Antifa bekennt sich zu Anschlag auf Haus von AfD‐Politikerin

Hintergrund: Symbolbild Dresden (Pixabay/CC0) / Bild Karin Wilke (AfD): Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

Vor wenigen Tagen haben bisher unbekannte Täter in Dresden das Haus der AfD‐Politikerin Karin Wilke mit Farbe angegriffen. Dabei entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Auf einem linksextremen Blog bezeichneten man den Angriff als „einen kleinen Anfang für eine sachsenweite militante Kampagne” gegen die AfD.

Die AfD‐Landtagsabgeordnete Karin Wilke war am Freitag mit Familie und Freunden ihren 65. Geburtstag feiern. Das nutzten mutmaßliche Linksextreme, um Wilkes Wohnhaus unbemerkt mit schwarzer Farbe zu verunstalten. Die Dresdner Polizei wollte auf Anfrage den Vorfall nicht weiter kommentieren, verwies aber auf eine Pressemeldung vom 16. April 2018. Darin heißt es: „In der Nacht zum Samstag beschmierten Unbekannte ein Wohnhaus an der Klarastraße mit Farbe. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.”

Der AfD auf allen Ebenen den Kampf ansagen!”

Bereits am Samstag, den 14. April, veröffentlichte ein linksextremer Blog ein Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter aus dem militanten Antifa‐Milieu. Darin begründete man die Tat mit Wilkes politischer Arbeit als AfD‐Abgeordnete im Landtag. Zudem habe sie ihm Rahmen des 13. Februar 2018 auf dem Heidefriedhof Dresden der „deutschen Täter*innen” gedacht. Das Bekennerschreiben endet mit dem Aufruf: „Der AfD auf allen Ebenen den Kampf ansagen!”

Außerdem verwiesen die anonymen Schreiber darauf, dass es „viele Möglichkeiten” gebe, um die Monate bis zur Landtagswahl für Aktionen gegen die AfD „aktiv zu nutzen”. „Neben Demonstrationen, Flyern, Gesprächen und weiteren, muss auch ein militanter Kampf gegen diese Partei und ihre Unterstützer*innen geführt werden”. Nur so könne man ihnen das Leben „so unangenehm wie möglich” machen. „In der Nacht vom Freitag den 13. April haben wir in Dresden einen kleinen Anfang für eine sachsenweite militante Kampagne gemacht.”

Hier zeigt sich das ‚bunte Dresden’ ”

In einer ersten Reaktion auf den Antifa‐Anschlag schrieb Wilke auf ihrer Facebook‐Seite: „Das war eine echte Geburtstagsüberraschung nach einem gemütlichen Abend im Kreise meiner Freunde und Familie.” Darunter ein Bild vom Farbanschlag mit dem Text „Anschlag auf AfD‐MdL: Hier zeigt sich das „bunte Dresden”. Schwarz auf Weiß.”

Gegenüber der Tagesstimme sagte die AfD‐Landtagsabgeordnete über den Vorfall: „Mein denkmalgeschütztes Wohn‐ und Bürohaus wurde in der Nacht großflächig mit schwarzer Farbe besprüht, vom Souterrain bis zum 1. Obergeschoss. Wahrscheinlich geschah dies mit umfunktionierten Feuerlöschern. Die Nachbarhäuser (Reihenhäuser) wurden deshalb auch mitgeschädigt.”

Der Schaden liege laut Schätzung der Polizei bei ca. 10.000 Euro. „Das Facebook‐Posting war bislang die einzige öffentliche Reaktion, um die  Geltungssucht der Täter nicht unnötig zu belohnen”, so Wilke abschließend.

 

1 Kommentar

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  • …militanter Kampf” heißt zugleich Aufruf zur Straftat. Es stellt sich die Frage, weshalb der Blogbetreiber dafür nicht rechtlich zur Verantwortung gezogen wird. Oder ist diese „Toleranz” im Interesse derer, die sich nicht selber die Hände schmutzig machen wollen? Auch hier gilt: Die Summe der Einzelfälle kennzeichnet das System.

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