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Deutschland

Twitter: Linke-Politikerin verspottet deutsche Bombenopfer

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Eine Äußerung der Hamburgerin Sarah Rambatz mit Bezug auf die Bombenopfer in Dresden rief einen Shitstorm auf Twitter hervor. Bereits im Vorfeld der Bundestagswahl im Herbst sorgte die damalige Kandidatin der Linken mit einem umstrittenen Facebook-Post für Aufregung im Netz, als sie nach „antideutschen Filmempfehlungen” fragte. 

Rambatz bekleidet derzeit eine Funktion im Koordinationskreis der Emanzipatorischen Linken, welcher sich als „innerparteilicher Zusammenschluss in und bei der Partei DIE LINKE” versteht. Darüber hinaus fungiert sie nach eigenen Angaben als Sprecherin des BAK Shalom, einer „Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus” innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend.Solid. Außerdem sitzt sie für die Gruppe Unicorns im Studentenparlament der Universität Hamburg. Vor dem ähnlich gelagerten Skandal befand sie sich außerdem auf Platz 5 der Linken-Landesliste in Hamburg für die Bundestagswahl 2017.

Spott über Bombenopfer

In einem Tweet spottete sie am Donnerstagabend über das Andenken deutscher Bombenopfer in Dresden am 13. Februar 1945. Damals kamen durch den Abwurf von Phosphorbomben tausende Zivilisten ums Leben, die Schätzungen der Opferzahlen variieren seit Jahren je nach Quelle zwischen 20.000 und 250.000 Toten, die jüngere Forschung geht von etwa 25.000 aus.

Scharfe Kritik an Rambatz-Aussage

Für diese Aussage erntete die Jungpolitikerin, deren Titelbild die Phrase „Communism will win” schmückt, postwendend teils heftige Kritik der Twittergemeinde. Selbst einige Personen, welche eigentlich derselben Gesinnungsgemeinschaft angehören, gingen mit der Mittzwanzigerin hart ins Gericht. Ein User befand, sie leiste linker Politik damit einen „Bärendienst” und wünschte sich ein „ernstes Wörtchen” seitens der Partei.

Auch den Vertretern des Mitbewerbers blieb das Posting nicht lange verblieben. Der Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann (AfD) forderte eine Stellungnahme der Partei Die Linke zu den Aussagen Rambatz’. Er verwies dabei auf deren ehemalige Reihung auf der Bundestags-Wahlliste der Partei sowie auf frühere umstrittene Äußerungen der Jungpolitikerin.

September: Rambatz wollte „Deutsche sterben” sehen

Damit spielt Pasemann auf einen Facebook-Beitrag Rambatz’ wenige Wochen vor der Bundestagswahl an. Damals wollte Rambatz von ihren Freunden „antideutsche Filmempfehlungen” erfragen. Infrage käme dafür „grundsätzlich Alles wo Deutsche sterben”. Nachdem sie aufgrund dieser Aussage erheblichen – teilweise auch geschmacklosen – Gegenwind erfuhr, entschuldigte sie sich für diese „unbedachte Aktion”. Ihre Partei reagierte prompt und strich sie vom Wahlvorschlag. Auf andere offizielle Positionen innerhalb von Parteiorganen musste sie damals jedoch nicht verzichten.

Als sich die Wogen glätteten, versuchte sie aus der Aktion politisches Kapital zu schöpfen, indem sie sich als Opfer „rechter Frauenfeinde” inszenierte. In einem Interview vertrat sie die Ansicht, diese würden an ihr „ein Exempel” statuieren wollen. Sie beklagte darin, dass ihr Posting an die Öffentlichkeit gekommen war. Sie habe ihre Anfrage „satirisch” formuliert, das liege lediglich am „Sprachjargon” der betroffenen Facebook-Gruppe, welcher „bewusst polemisiert”. Eine Stellungnahme der Partei Die Linke zum jüngsten Vorfall steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    R. Hentschel

    12. Mai 2018 at 8:36

    Geschmacklos und unwürdig für eine Person, die politische Ämter bekleidet. Überlege dir mal lbst, ob du so weiter machen willst ? Für Linke eine Schnade. – Dir fehlt die „sittliche” Reife !

    • Avatar

      Schiefelbein

      14. Mai 2018 at 15:29

      Ich bin entsetzt über dieses soziale Totalversagen…über diese unfassbare Dummheit. Diese unverschämte Göre ekelt mich an und die Linken sollten schleunigst reagieren .…
      Von ihrer Sorte gibt es leider noch mehr und ich frage mich langsam, wie der Geschichtsunterricht heutzutage aussieht…

    • Avatar

      Christian Leue

      8. Dezember 2018 at 17:47

      @R. Hentschel

      Niemand bekleidet politische „Ämter” in diesem Land! = Privatperson.

      Oder besser gesagt: Berufsverbrecher!

  2. Avatar

    Torben P.

    12. Mai 2018 at 12:05

    Sarah Rambatz hat nichts gelernt aus ihrer Aktion auf Facebook und aus den vielen Strafanzeigen die sie deswegen erhalten hat. Aber wahrscheinlich sind Intelligenz und soziale sowie gesellschaftliche Reife in ihrem Umfeld nicht erforderlich. Wäre sie bei der AfD oder CDU, wären schon längst Forderungen nach Parteiausschluss usw. gestellt worden, ebenso wäre schon der Verfassungsschutz aktiv geworden.

    • Avatar

      Christian Leue

      8. Dezember 2018 at 17:44

      Welche Verfassung schützt der VS denn überhaupt?!

      Die Weimarer Reichsverfassung? Das Grundgesetz kann ja wohl nicht gemeint sein, da ungültig seit 1990.

      Würde mal sagen, die sind arbeitslos, richtig? Richtig.

  3. Avatar

    M. Sachse

    15. Mai 2018 at 20:41

    Eine widerliche Aussage, die unentschuldbar ist.

  4. Avatar

    Gesamttiroler

    29. August 2018 at 21:51

    Die Frau ist blind und dumm vor lauter Machtgier.

    Nun hätte sie wohl gerne Wählerstimmen der Enkel der Großväter, die in Stalingrad, Dresden und Hamburg gestorben sind?
    Ich hoffe sie bekommt keine einzige Stimme.

    • Avatar

      Christian Leue

      8. Dezember 2018 at 17:41

      @Gesamttiroler

      Gibt so oder so keine Wahlen in diesem Land, da interessiert niemanden, ob sie eine Stimme bekommt oder nicht. Demokratische Wahlen, innerhalb einer Diktatur?! ^^

      = nichtig.

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Deutschland

Thüringen will 500 Migranten aus Griechenland aufnehmen

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Die Regierung in Erfurt hat sich nach langem Hin und Her auf eine Zahl geeinigt. Dem Plan müssen aber sowohl der Thüringer Landtag als auch die Bundesregierung erst noch zustimmen.

Erfurt. – Die rot-rot-grüne Koalition in Thüringen hat sich darauf geeinigt, 500 zusätzliche Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen. Diese Zahl nannte Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) der Thüringer Allgemeinen. Die Kosten für das zusätzliche Aufnahmeprogramm sollen bis zu 31 Millionen Euro betragen, wie die ZEIT berichtet. Die Bundesregierung und der Thüringer Landtag müssten diesem Vorhaben allerdings erst noch zustimmen. Der CDU-Landtagsfraktionschef Mario Voigt ist aber ebenso wie die AfD und die FDP eigentlich gegen das Vorhaben.

Adams hofft auf Gespräche mit Bundesinnenministerium

Erst Mitte April waren 47 unbegleitete minderjährige Migranten in Hannover angekommen, die man später auf die Bundesländer verteilt hat. Wie Adams erklärte, sollen nun Frauen, Schwangere und ältere Menschen ab 65 Jahren bevorzugt werden. Für unbegleitete Kinder und Jugendliche sowie für Schwerkranke soll es jeweils zwei Kontingente von bis zu 25 Menschen geben.

Am Dienstag nach Pfingsten werde sich das Kabinett mit dem Thema befassen, sagte Adams. Nach dem Regierunsbeschluss sei dann der Weg frei für Gespräche mit der Bundesregierung. Ohne deren Zustimmung ist die Aufnahme nicht möglich. „Wir hoffen, dass das Bundesinnenministerium nicht wie bisher einfach nur mit einem Nein reagiert, sondern mit uns in Gespräche eintritt”.

CDU, AfD und FDP gegen Aufnahme

Auch der Landtag in Erfurt muss seine Zustimmung geben. Die rot-rot-grüne Minderheitsregierung ist dort auf die Zustimmung der CDU angewiesen. Allerdings hat deren Landtagsfraktionschef Mario Voigt bereits mehrfach erklärt, dass er das Vorhaben grundsätzlich ablehne. Auch AfD und FDP sind dagegen. Selbst innerhalb der Koalition war das Aufnahmeprogram über Wochen umstritten gewesen. Seit Mitte April hatte Adams mehrere Entwürfe für das Aufnahmeprogramm vorgelegt. Zwischenzeitlich erhöhte sich die Zahl der Migranten dabei von 500 auf 2.000 und sank danach auf 1.000.

AfD sieht „linksradikale Migrantenansiedelungspolitik”

AfD-Politiker Stefan Möller kritisiert indes, dass anstatt „den Thüringer Familien zu helfen, Schulen und Kindergärten sowie das Gesundheitssystem für die nächste Infektionswelle im Herbst und Winter fit zu machen oder der Wirtschaft zu helfen, die man mit überzogenen Maßnahmen bereits jetzt völlig überfordert hat, unter dem Deckmantel eines Corona-Hilfspakets linksradikale Migrantenansiedlungspolitik finanziert wird”. Die AfD befürchtet, dass sich die rot-rot-grüne Koalition mit dem Budget „klammheimlich” den finanziellen Spielraum verschaffen möchte, „um die von Justizminister Adams Woche für Woche geforderte Aufnahme von Migranten aus griechischen Aufnahmelagern zu finanzieren”. Der Politiker kritisiert auch, dass die Minderheitskoalition den Aufwand für die Unterbringung von Migranten „nicht konkretisieren kann oder will”.

Heute mal eine längere Überschrift:Wie das Corona-Hilfsmaßnahmepaket von Rot-Rot-Grün die linksradikale…

Gepostet von AfD Thüringen am Samstag, 30. Mai 2020

Deutschland und andere EU-Staaten hatten zugesagt, mindestens 1.600 unbegleitete Kinder und andere Migranten aus den überfüllten Lagern auf den Ägäis-Inseln aufzunehmen. Neben Deutschland haben mittlerweile auch Luxemburg und Großbritannien Migranten aus den griechischen Lagern aufgenommen.

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Deutschland

Politbarometer”: FDP sinkt unter fünf Prozent

Joshua Hahn

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am

Sollten sich die schlechten Umfragewerte bei der nächsten Wahl bewahrheiten, müssten die Liberalen aus dem Parlament ausziehen.

Berlin. – Nicht nur die AfD verschlechtert sich aktuell weiter in den Umfragen. Auch die FDP sinkt erneut ab, dieses Mal unterschreitet sie sogar die Fünf-Prozent-Hürde.

10,7 Prozent bei letzter Wahl für FDP

Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 erreichte die FDP noch 10,7 Prozent der Wählerstimmen. Mittlerweile haben sich diese jedoch halbiert: Laut dem aktuellen „Politbarometer“ kämen die Liberalen lediglich auf vier Prozent – damit wären sie nicht mehr im Parlament vertreten.

Neben der FDP büßt auch die AfD weiter ein. Erneut verliert die patriotische Oppositionspartei bei der Umfrage einen Prozentpunkt, womit sie auf lediglich neun Prozent der Stimmen kommt. Wie unter anderem die „Zeit“ berichtet, erreicht die Union 39 Prozent, gefolgt von den Grünen, welche einen Prozentpunkt hinzugewinnen und nun bei 19 Prozent liegen. Die SPD liegt bei 15 Prozent, die Linken bei acht Prozent.

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Deutschland

Bundeswehr: Högl will ‚Kampf gegen rechts’ verstärken

Joshua Hahn

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am

Gerade erst vereidigt, will die neue Wehrbeauftragte Eva Högl bereits vermeintliche Probleme anpacken. So sprach sie sich dafür aus, den Kampf gegen angeblich vorherrschenden Rechtsextremismus innerhalb der Truppe intensivieren zu wollen.  

Berlin. – Högl zufolge könne nicht mehr die Rede von „Einzelfällen“ sein, nachdem bei einem Soldaten des KSK Waffen in dessen Privatwohnung gefunden wurden.

Ganz gründlich über Rechtsextremismus diskutieren“

Die Wehrbeauftragte gab laut Zeit an, man müsse nun „wirklich ganz gründlich, ganz grundsätzlich und ganz generell über das Thema Rechtsextremismus in der Bundeswehr diskutieren. Früher habe man Verdachtsfälle innerhalb der Bundeswehr vernachlässigt – „Ich glaube, dass da noch Luft nach oben ist“.

Högl: Soldaten unterstützen, die sich „dagegenstellen”

Trotzdem dürfe man die Soldaten nicht unter Generalverdacht stellen. Vielmehr müsse man nun den Soldaten den Rücken stärken, welche sich „dagegenstellen“. Erst am Donnerstag legte Eva Högl vor dem Parlament ihren Amtseid ab. Sie folgte damit ihrem Parteikollegen Hans-Peter Bartels nach, der den Posten fünf Jahre lang bekleidete.

Ihre Wahl sorgte für Aufsehen, weil der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs nach der Abstimmung sein Mandat niederlegte. Offiziell weil er selbst das Amt besetzen wollte – kritische Beobachter munkeln aber, dass auch Gerüchte über Ungereimtheiten bei seinem Staatsexamen ihren Anteil am Rückzug hatten.


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