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Technik

Hacker‐Angriff auf südkoreanische Kleinbörse: Zweimonatstief für Bitcoin & Co.

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Für einige Unsicherheit sorgte am Montag ein Hacker‐Angriff auf die kleine südkoreanische Kryptobörse Coinrail. Obwohl hauptsächlich unbekannte Währungen erbeutet wurden, führen Beobachter den jüngsten Kurseinbruch auch bei den wichtigsten Assets auf die Attacke am Wochenende zurück. 

Bei dem Angriff auf die Handelsplattform wurden diverse Kryptowährungen im Wert von etwa 40 Mio. US‐Dollar gestohlen. Coinrail gehört jedoch nicht zu den 14 südkoreanischen Unternehmen, welche sich der Selbstregulierung verpflichteten. Das ostasiatische Land gilt als Hochburg für den Handel mit digitalen Währungen. Auf der Vergleichsplattform Coinmarketcap (CMC) rangiert Coinrail nur um Platz 90 der größten Tauschbörsen weltweit.

$40 Mio. an Tokens erbeutet

Bei den gestohlenen Werten handelt es sich TechCrunch zufolge ausschließlich um Tokens. Unter diesem Terminus versteht man Kryptowährungen, welche im Gegensatz zu Coins über keine eigene Blockchain verfügen, sondern eine fremde mitbenützen. Die bekannteste unter den entwendeten Tokens ist TRON, mit einer Marktkapitalisation von 3,1 Mrd. US‐Dollar derzeit die zehntwichtigste Digitalwährung. Allerdings fehlen beim chinesischen Token vergleichsweise geringe Vermögenswerte in Höhe von $1,1 Mio.

Der größte Teil der erbeuteten Summe beläuft sich auf das Bezahlprojekts Pundi X. Von dieser jungen Kryptowährung (auf CMC erst seit März 2018 gelistet) entwendeten die Hacker NPXS‐Tokens im Wert von $19.5 Mio.; weitere $13.8 Mio. auf das noch jüngere Aston X. Das erst seit einem Monat gelistete Projekt arbeitet an einer Plattform zur Dezentralisierung von Dokumenten. Der Verlust am Dent‐Token, einem Projekt für mobilen Datenverkehr beläuft sich auf $5.9 Millionen, außerdem fehlen dem Vernehmen nach kleinere Summen von fünf weiteren Tokens.

Auswirkungen auf gesamten Krypto‐Markt

Obwohl es sich also vornehmlich um derzeit relativ unbedeutende Tokens handelt, reagierten die Märkte empfindlich. Beinahe alle großen Digitalwährungen erlebten in der Folge Einbrüche, teilweise im zweistelligen Prozentbereich. Insgesamt schrieben in den vergangenen 24 Stunden gleich 97 der 100 höchstbewerteten Kryptowährungen rote Zahlen. Die bedeutendste und bekannte Münze Bitcoin fiel dabei auf ein Zweimonatstief von etwa 6.650 Dollar. Ethereum als zweitwichtigstes Asset fiel auf vorerst 530 Dollar.

An ihrem wertvollsten Punkt Mitte Dezember 2017 war ein Bitcoin knapp unter $19.000 wert, Ethereum erreichte seinen Höchststand einen Monat später mit knapp über 1.400 US‐Dollar. Seitdem ist die Preisentwicklung im gesamten Markt tendenziell rückläufig, dennoch ist die Wertentwicklung über 12 Monate gesehen positiv. Experten sind sich indes uneinig, ob es sich dabei um das allmähliche Abebben des mehrjährigen Hypes oder eine gesunde Konsolidierung des Marktes handelt.

Immer wieder Hacker‐Aktivität

Immer wieder kommt es zu bösartigen Angriffen auf digitale Handelsbörsen. Erst im Jänner erbeuteten Hacker Anteile der als innovativ geltenden Währung NEM im Wert von über $500 Mio. von der Tokyoter Kryptobörse Coincheck. Die Währung erreichte Anfang des Jahres ein Allzeithoch von knapp unter $2, ist mittlerweile aber nur mehr ein Zehntel davon wert. Erst vor zehn Tagen wurden die Entwickler des dem allgemeinen Jahrestrend trotzenden Tokens EOS Opfer einer Phishing-Attacke.

Auch Bitcoin selbst war in seinen Anfangszeiten immer wieder Ziel von Hackern. Bei der größten derartigen Aktion auf die früher weltweit wichtigste und mittlerweile insolvente Tauschbörse Mt. Gox im Jahr 2014 gingen – auch beim damaligen Wert von ca. $1.000 eine beträchtliche Summe – etwa 850.000 Bitcoins verloren. Auch aufgrund solcher Vorfälle wird Anlegern empfohlen, ihre digitalen Assets nicht auf Tauschbörsen, sondern in ihren verschlüsselten Offline‐Wallets aufzubewahren.

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Gesellschaft

YouTube löschte Kanal von „Neverforgetniki”

Stefan Juritz

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am

ASDF Der 19-jährige YouTuber "Neverforgetniki". Bild: Facebook / Neverforgetniki

Mittlerweile hat YouTube den Kanal des patriotischen Bloggers mit über 72.000 Abonnenten wieder freigeschaltet.

YouTube hat diese Woche den Kanal des 19‐jährigen Bloggers Niklas Lotz alias „Neverforgetniki” aufgrund angeblicher „Hassrede” ohne Vorwarnung gelöscht. Gemeinsam mit dem bekannten Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel will der YouTuber nun gegen die Löschung vorgehen. „Wir haben YouTube eine Frist zu dessen Wiederherstellung gesetzt. Erfolgt dies nicht fristgerecht, leiten wir gerichtliche Schritte ein”, kündigte Steinhöfel auf Twitter an.

Patriotischer YouTuber mit über 72.000 Abonennten

Auslöser für die Löschung dürfte ein kritisches Video über die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg gewesen sein, das „Neverforgetniki” auf seinem YouTube‐Kanal mit über 72.000 Abonnenten hochgeladen hatte. In anderen Videos kritisierte der YouTuber wiederum die deutsche Asyl‐ und Migrationspolitik sowie die sogenannten „Mainstream‐Medien”. Laut eigener Aussage setzt er sich darüber hinaus für ein „patriotisches, sicheres und konservatives Deutschland” ein.

Auch Islamkritiker Abdel‐Samad war schon betroffen

Bereits vor zwei Monaten hatte YouTube den Kanal des Islamkritikers Hamed Abdel‐Samad – ebenfalls ohne Vorwarnung – zwischenzeitlich gesperrt. Nachdem in den sozialen Medien Kritik daran laut geworden war, gab der US‐Konzern den YouTube‐Kanal jedoch am nächsten Tag wieder frei (Die Tagesstimme berichtete).

Kritiker warnen auch wegen solcher Fälle bereits seit längerer Zeit vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und YouTube.

Aktualisiert (15:12 Uhr):

Am Donnerstagnachmittag vermeldete Rechtsanwalt Steinhöfel, dass YouTube den Kanal von „Neverforgetniki” wieder freigeschaltet hat. „Wichtiger Erfolg gegen YouTube: Vorgestern wurde der Kanal ’neverforgetniki’ wegen angeblicher Hassrede rechtswidrig gelöscht. YouTube hat den Kanal jetzt vor Ablauf der von uns gesetzten Frist wiederhergestellt. Wir prüfen jetzt Schadensersatzansprüche”, so Steinhöfel.

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Deutschland

Ohne Richter‐OK: Verfassungsschutz soll in Wohnungen eindringen dürfen

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild ("Troianus ad Portas"): Martin aka Maha via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bildausschnitt)

Ein Gesetzesentwurf sorgt in Deutschland derzeit für hitzige Debatten: Damit könnte es dem Verfassungschutz in Zukunft möglich sein, Privatwohnungen zu betreten, um Spähsoftware zu installieren.

Berlin. – Der Entwurf des Innenministeriums unter Horst Seehofer (CSU) zur „Harmonisierung des Verfassungsschutzrechts” liegt bereits seit Monaten vor. Ein Passus sorgt nun dem MDR zufolge nun allerdings für besondere Aufregung: Künftig soll nicht nur die Polizei, sondern auch der Verfassungsschutz in Privatwohnungen eindringen dürfen. Und zwar völlig ohne richterlichen Beschluss.

Bundestrojaner: Installation in Wohnung ohne Richterbeschluss

Bereits länger ist bekannt, dass den Mitarbeitern der Behörde künftig möglich sein soll, Überwachungssoftware – einen sogenannten „Bundestrojaner” – einzusetzen. Schon diese Provision sorgte für heftige Kritik, dem SPD‐geführten Justizministerium gehen bereits diese Eingriffe zu weit. Man verweist bei den Sozialdemokraten auf den Koalitionsvertrag, welcher eine „maßvolle” Erweiterung der Kompetenzen vorsieht.

Wie die SZ bereits in der Vorwoche berichtete, stellte Fredrik Roggan, Rechtsprofessor an der Polizeihochschule Brandenburg, nun fest, dass die vorgesehenen Befugnisse noch weiter gehen. Und zwar könnte eine solche Software nicht nur im öffentlichen Raum aufgespielt werden – sondern jederzeit in der Wohnung eines Betroffenen. Das grüne Licht eines Richters bräuchte es in diesem Fall auch nicht mehr.

Debatte um Unverletzlichkeit der Wohnung

Gerade dort sehen Kritiker einen unzulässigen, weiteren Eingriff in die Unverletzlichkeit der Wohnung. Bereits im Jahr 1998 sorgte die damalige Novelle von Art. 13 des Grundgesetzes, welche die Abhörung von Wohnungen überhaupt ermöglicht, für einige Empörung. Allerdings ist nach dem bislang geltenden Recht hierfür eine richterliche Anordnung nötig. Und auch nur dann, wenn es um die „Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit” geht.

Konstantin Kuhle, innenpolitischer Sprecher der FDP, hält den Vorstoß für untauglich. Wenn der Verfassungsschutz heimlich in Wohnungen eindringe, sei dies eine „absolute Übertretung seiner Befugnisse”. Man wolle in Deutschland „keine Geheimpolizei” sondern einen Nachrichtendienst unter richterlicher Kontrolle. Auch die Grünen sehen einen „massiven Eingriff in die Bürgerrechte”, sie treten für eine völlige Reform des Verfassungsschutzes ein.

Verfassungsschutz hält Zahl der Handyortungen geheim

Gleichzeitig befindet sich auch die Praxis des Verfassungsschutzes in der Kritik. Dies ergibt sich laut Zeit aus der zweimal jährlich getätigten Anfrage des Linken‐Bundestagsabgeorndeten Andrej Hunko nach der Häufigkeit sogenannter „Stiller SMS” durch Behörden. Mit diesen können Personen geortet werden, ohne dass der ‚Empfänge’ davon etwas mitbekommt.

Bis einschließlich 2017 stellte sich dabei heraus: Mit durchwegs 100.000 bis 180.000 Ortungen pro Halbjahr bediente sich der Bundesverfassungsschutz am häufigsten dieser Möglichkeit. Seit einem Jahr wird diese Ziffer allerdings von der Bundesregierung zurückgehalten – und zwar „aus Gründen des Staatswohls”. Gerade die ständigen Anfragen könnten zu einer „Verdichtung […] eines umfassenden Lagebilds” beitragen.

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Technik

Okzident News: Die patriotische Nachrichten‐App

Patrick Lenart

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ASDF

Vor wenigen Wochen erschien eine neue Version der Nachrichten‐App „Okzident News“. Mit ihr soll es ein Kinderspiel werden, über die wichtigsten Nachrichten patriotischer Medien und Influencer am Laufenden zu bleiben. Neue Funktionen lassen nun erstmals auch Interaktionen zwischen Kanälen und Nutzern zu. Wir haben uns die App für euch angesehen.

Vor einem Jahr löschten Facebook und Instagram willkürlich die Profile der Identitären Bewegung und ihrer Projekte. Seitdem wurden viele patriotische Akteure in allen großen sozialen Medien zum Opfer von Zensur und „deplatforming“. Daniel Sebbin und Daniel Fiß, letzterer selbst Leiter der Identitären in Deutschland, wurde damals klar: Patrioten brauchen eigene Informationsstrukturen.

Okzident –  Versuch einer Gegenmacht

Aus der Idee ist die Nachrichten‐App Okzident News entstanden: „Okzident News versucht als Grundgedanken kritischen, alternativen und patriotischen Medien ihre Kommunikationswege offen zu halten und die Gesamtheit der patriotischen Blogger und Medien zu bündeln und ihnen die Informationsverbreitung ohne Zensurfilter zu ermöglichen“, schildert Daniel Sebbin auf Anfrage der Tagesstimme.

Die Blogger und Medien werden von den Entwicklern einzeln ausgesucht, wobei linke Akteure ausdrücklich ausscheiden: „Wir glauben nicht an den ‚herrschaftsfreien Diskurs’ oder die ‚absolute Neutralität’, sondern wollen stattdessen eine eigene Gegenmacht aufzubauen.“ Gegenwärtig sind rund 40 Kanäle in der App gelistet: Von Achse des Guten über die Sezession bis hin zu Young German – auch Die Tagesstimme ist vertreten.

Ständige Weiterentwicklung

Die App ist in der aktuellen Version als Push‐Nachrichtendienst aufgebaut. Sie kontrolliert in Echtzeit, ob es neue Meldungen auf einem der Kanäle gibt und verbreitet die Information automatisch unter den Nutzern der App. Damit fungiert Okzident News als „Nachrichtenaggretator“ und zentrale Drehscheibe für Informationen. Die Nutzer können selbst entscheiden, welche Kanäle sie abonnieren möchten und wie oft sie benachrichtigt werden wollen.

Seit der neuesten Version können Nutzer die einzelnen Beiträge in der App auch mit einem „Like“ versehen oder direkt aus der App heraus in sozialen Netzwerken teilen. In Kürze soll es außerdem möglich sein, die Beiträge direkt in der App zu kommentieren. Geplant sind außerdem eine Chat‐Funktion sowie eine Funktion zum Versenden von Eilmeldungen.

So kommt ihr an die App

Die App ist im Google Play Store verfügbar, wo sie unlängst sogar Platz 1 in der Rubrik „Nachrichtenapps“ belegte. Für iPhone‐Nutzer ist de App über den Safari‐Browser verfügbar. Besucht man die App‐Website und klickt im Safari‐Menü auf „Teilen“ – „Zum Home‐Bildschirm hinzufügen“, wird sie wie eine herkömmliche App auf dem Startbildschirm angezeigt. Eine vollständige Kompatibilität mit iOS ist noch im Sommer 2019 geplant.

Sebbin und Fiss sind mit dem bisherigen Erfolg der App zufrieden. Noch nicht jeder würde die Notwendigkeit der App erkennen, solange er auch Nachrichten über die herkömmlichen Plattformen erhalte. „Die erwartbare Steigerung der Zensur wird jedoch auch schon bald weitere Medienmacher treffen, die ihre Beiträge über alternative Plattformen verbreiten und aussteuern müssen. Okzident News ist hierfür eine erste Option“, sind die Entwickler sicher.

Homepage: https://okzident.news

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