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Gesellschaft

Chemnitz: Ausschreitungen überschatten Trauerkundgebung

Stefan Juritz

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am

Pro-Chemnitz-Kundgebung am Montag, den 27. August 2018 / Bild: privat

Mehrere tausend Menschen nahmen an der Trauerkundgebung in Chemnitz teil. Überschattet wurde die Versammlung allerdings von Ausschreitungen zwischen Versammlungsteilnehmern und Gegendemonstranten, bei denen laut Polizeiangaben mehrere Personen verletzt worden seien. Der Großteil der Demonstranten habe sich jedoch friedlich verhalten.

[Beitrag wurde am 28.8.2018 um 10:50 Uhr aktualisiert]

Chemnitz. Nach dem tödlichen Messerangriff am vergangenen Wochenende, bei dem ein 35-jähriger Deutscher getötet wurde, fand am späten Montagnachmittag am Karl-Marx-Monument in der Chemnitzer Innenstadt eine Trauerkundgebung der Bürgerbewegung Pro Chemnitz statt. Laut Medienberichten nahmen daran etwa 5.000 Menschen teil. Das linke Bündnis „Chemnitz nazifrei” organisierte eine Gegendemonstration mit mehr als 1.000 Personen.

Stimmung kocht über

Die Polizei versuchte, die Teilnehmer beider Demonstrationen zu trennen, was den Beamten allerdings nicht vollständig gelang. Die erste brenzlige Situation entstand, als ein linker Gegendemonstrant versuchte, ein Banner auf der Pro-Chemnitz-Kundgebung herunterzureißen. Die Polizei konnte die Situation zunächst beruhigen. Später kochte die Stimmung allerdings offenbar immer wieder über:

Nach Angaben der Polizei sei es zu Würfen von Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen aus beiden Versammlungen gekommen. Deshalb seien einige Menschen verletzt und anschließend medizinisch behandelt worden. Nachdem sich mehrere Demonstranten vermummt hatten, stoppte die Polizei schließlich die Pro-Chemnitz-Demonstration.

Überwiegender Teil der Demonstranten friedlich

Danach konnte die Versammlung mit starker Polizeibegleitung fortgesetzt werden. Dennoch sei es laut Polizeiangaben weiterhin vereinzelt zu Würfen von Gegenständen „auf die und aus der Versammlung” gekommen. Der überwiegende Teil der Demonstranten habe sich jedoch friedlich verhalten.

Teilnehmer der Trauerkundgebung skandierten immer wieder „Widerstand”, „Volksverräter”, „Wir sind das Volk” und „Merkel muss weg”. Außerdem waren teilweise Rufe wie „Nationaler Sozialismus jetzt” und „Frei, sozial und national” zu hören.

Kurz nach 21 Uhr endete die Pro-Chemnitz-Demonstration mit einer Abschlusskundgebung vor dem Karl-Marx-Monument. Vereinzelt würden Teilnehmer aus beiden Lagern aneinander geraten, gab die Polizei weiter bekannt. Laut Polizei wurden am späten Abend vier Teilnehmer der Pro-Chemnitz-Demonstration von 15 bis 20 Gegendemonstranten angegriffen und verletzt.

Haftbefehl gegen Syrer und Iraker

Nach der tödlichen Messerattacke am Wochenende hatte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Montag Haftbefehl gegen zwei Ausländer wegen Totschlags beantragt. Laut Medienberichten handelt es sich bei den beiden Männern um einen 23-jährigen Syrer und einen 22 Jahre alten Iraker. Sie stehen im Verdacht, in der Nacht auf Sonntag „ohne rechtertigenden Grund” mehrfach auf einen 35-jährigen Deutschen eingestochen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montagnachmittag mit. Das Tatmotiv und der Tathergang würden noch ermittelt. Sie waren am Sonntag vorläufig festgenommen worden, als sie sich vom Tatort entfernt hatten. Noch am Montag wurden sie dem Haftrichter vorgeführt.

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Weiterlesen:

Tödliche Messerattacke in Chemnitz: Darum gehen Patrioten auf die Straße

Chemnitz: Tausend Menschen demonstrieren nach tödlichem Messerangriff

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    28. August 2018 at 19:30

    Die bürgerliche Mitte, sowie direkt die Polizei, wird nun zwischen rechten und linken Lagern aufgerieben. Nebenbei wurden/werden weiterhin die Gefängnisse im Nahen Osten und Afrika gen Europa geleert.
    Man hat es bald geschafft.

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Gesellschaft

Interkulturelle Schulung soll bei Polizei Verständnis für Afrikaner fördern

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild: Deutscher Polizeiwagen / Bild: pexels (CC0)

Mit der Veranstaltung sollen „gegenseitige Vorbehalte“ abgebaut werden. 

München. –  Um den Umgang mit Migranten zu schulen, will die bayerische Polizei künftig den „Tag der interkulturellen Kompetenz” abhalten. In Kooperation mit dem Afrikazentrum der Uni Würzburg sollen unter anderem Rollenspielen sowie Gespräche stattfinden.

Asylwerber und Studenten aus Afrika 

Die Auszubildenden der bayerischen Polizei sollen bei genannter Veranstaltung unter anderem mit Asylsuchenden sowie Studenten aus Afrika ins Gespräch kommen.

Gerd Enkling, Leiter der Aus- und Fortbildung im Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei, erklärte laut Bericht der „Jungen Freiheit“, dass derzeit Polizeieinsätze teilweise aufgrund von „kulturellen Missverständnissen“ nicht zufriedenstellend ablaufen würden. 

Mit der Veranstaltung wolle man den angehenden Polizeibeamten daher dabei helfen, sich besser in das „polizeiliche Gegenüber“ hineinversetzen zu können.

Wollen vielfältiges Bild von Afrika zeigen“

Der Literaturwissenschaftler Julien Bobineau vom Afrikazentrum der Uni Würzburg sagte zum Seminar laut „RTL“, dass man den Auszubildenden ein „differenziertes und vielfältiges Bild von Afrika“ zeigen wolle. So könnten man dann auch Vorurteile identifizieren und diese „überwinden“. 

Der „Tag der interkulturellen Kompetenz“ solle außerdem dazu beitragen, Verständnis aufzubauen. Dies geschehe beispielsweise, wenn die Teilnehmer von den Migranten hören könnten, „was sie auf der Flucht erlebt und auf sich genommen haben“. Forschungsschwerpunkt Bobineaus ist der „Kolonialrassismus“, welcher sich laut ihm unter anderem im sogenannten „Racial Profiling” von Beamten äußere.

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Gesellschaft

Schnedlitz diskutiert beim ‚Wochenblick’ über den FPÖ-Neustart

Julian Schernthaner

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ASDF Bilder: Hintergrund/Pixabay; Schnedlitz/Parlamentsdirektion Photo Simonis; Willacker/zVg; Mölzer/Wikimedia, Leila Paul, CC BY-SA 3.0 / Collage: Wochenblick

Am heutigen Dienstagabend, den 18. Februar um 18:30 Uhr diskutieren hochkarätige Gäste beim Wochenblick über die Zukunft der Freiheitlichen.

Mit einem interessanten Gast kann heute der oberösterreichische Wochenblick aufwarten. Für das hauseigene Videoportal gelang es dem Medium, keinen Geringeren als den neuen FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zur Live-Diskussion zu gewinnen.

Schnedlitz, Mölzer, Willacker: Hochkarätige Gäste

Der 35-jährige Nationalratsabgeordnete, der für den blauen Parlamentsklub außerdem als Bereichssprecher für die Jugend dient, wird ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV auftreten. Zum Gespräch über den „schweren Neustart der FPÖ” – so der Titel – bekommt er aber keine leichten Diskussionspartner: So ist Parteiurgestein und Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer als harter Knochen bekannt, der seit Jahren im Zweifelsfall auch das eigene Lager schonungslos zu kritisieren vermag.

Als dritter Gast bei der von Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert moderierten Sendung fungiert der Politikberater Robert Willacker. Der als Corpsstudent sozialisierte Mann sorgt seit einiger Zeit mit dem politischen Kamingespräch Kohlmarkt 4 (gemeinsam mit Christoph Pöchinger) durch seine unaufgeregte Art für Furore. Ein Auftritt beim ORF-Polit-Talk Im Zentrum im Dezember wurde durch die Lager als erfrischend aufgefasst.

Die Diskussion findet ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV als Live-Stream statt und kann zudem später in der dortigen Mediathek nachgeschaut werden.

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Gesellschaft

YouTube löscht Kanal des rechten Bloggers Nick Fuentes

Stefan Juritz

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ASDF Nick Fuentes nach seiner Sperre auf YouTube. Bild: Screenshot YouTube / "Nick Fuentes BANNED"

Über 76.000 Abonnenten folgten dem jungen Kopf der US-amerikanischen „Dissident Right” auf YouTube.

Seit vergangenen Freitag ist der YouTube-Kanal „America First” des rechten Bloggers Nicholas J. Fuentes nicht mehr abrufbar. Wie der 21-Jährige, der als Kopf der jungen „Dissident Right” in den USA gilt, auf Twitter bekannt gab, sei sein Kanal „fälschlicherweise” wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die „Hassrede”-Richtlinien von YouTube gelöscht worden.

Bereits vor wenigen Wochen hatte YouTube den Kanal, auf dem Fuentes seine Politsendung „First America” sendete, demonetarisiert und ihm damit die Möglichkeit genommen, mittels Werbung Geld zu verdienen.

„Dissident Right” gegen „Neocons”

Die sogenannte „Dissident Right” besteht aus jungen, vorwiegend in den 1990er-Jahren geborenen Rechten, die das neokonservative Establishment („Neocons”) rund um die republikanische Partei kritisieren. Fuentes selbst bezieht sich immer wieder auf paläokonservative Denker wie Paul Gottfried, Samuel Francis und Pat Buchanan. Abgelehnt werden jedoch nicht nur die „Neocons”, sondern auch die sogenannte „Alt-Right”: „Die ‘Alt-Right’ war rassistisch, atheistisch, post-amerikanisch, revolutionär und transnational. ‘America First’ ist traditionalistisch, christlich, konservativ, reformistisch und national orientiert“, wie Fuentes die Unterschiede zusammenfasst.

Mehr Informationen über Nick Fuentes und die „Dissident Right” findet man hier:

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil I” (Junge Freiheit)

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil II” (Junge Freiheit)

„Nick Fuentes, Groyper & was wir lernen können” (Roman Möseneder)

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