Österreich Politik

Drogenkriminalität: Auch FPÖ‐Sippel fordert Zaun um Grazer Volksgarten

Hintergrund Symbolbild Volksgarten: von Christiana Moroz [CC BY-SA 3.0 de, CC BY-SA 3.0 oder GFDL], vom Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten] / Porträt Armin Sippel: FPÖ Graz / Collage: Die Tagesstimme

Die Parks in Graz zählen zu den beliebtesten Drogenumschlagsplätzen der Stadt. Im Volksgarten fanden Polizisten bei einer Razzia zuletzt auch harte Drogen. Nun will man den Park einzäunen und nachts absperren. Ein Vorschlag, den Klubobmann Armin Sippel (FPÖ) begrüßt.

GRAZ. In der steirischen Landeshauptstadt kämpft nicht nur die Polizei, sondern auch die Politik gegen das bestehende Drogenproblem. Die Parks, die sich über die gesamte Stadt verteilen, gelten als beliebte Orte für das Verkaufen von Drogen. Zu einem dieser Hotspots zählt der Volksgarten, der nun eingezäunt und in den Nachtstunden von 22 Uhr bis 5 Uhr abgesperrt werden soll. Der Vorschlag kommt von Gerhard Lachomsek, dem Chef der Grazer Kriminalpolizei. „Dann wäre zumindest in den Nachtstunden Ruhe. Die Ordnungswache könnte nächtens kontrollieren, bei Bedarf rücken wir aus“, so Lachomsek gegenüber der Krone. Neben Dealern aus Afghanistan würden verstärkt Iraner, Iraker, Pakistani und Somalier unterwegs sein.

FPÖ brachte drei Dringliche Anträge ein

Der Klubobmann der FPÖ Graz, Armin Sippel, begrüßt den Vorschlag des Kripo‐Chefs. In einer Mitteilung betont Sippel, dass er die Drogenproblematik bereits vor Jahren angesprochen habe. Zwischen den Jahren 2012 und 2016 habe die FPÖ sogar „drei Dringliche Anträge mit ebendieser Forderung in den Gemeinderat eingebracht“. Im Hinblick auf die unzureichend gesetzten Maßnahmen meint er, dass „das Schönreden und Wegsehen zu einem weiteren Gedeihen der Missstände“ führe. Insgesamt freue er sich aber über den Vorschlag Lachomseks und kündigt in wesentlichen Bereichen „die volle inhaltliche Unterstützung der Freiheitlichen in Graz“ an. Das Einzäunen von Parkanlagen nennt Sippel eine kleine, aber wirkungsvolle Maßnahme. Aus seiner Sicht müsse man aber zusätzliche Polizisten abstellen und weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel mobile Wachzimmer in den Grazer Parks, andenken.

Drogen‐Razzia im Volksgarten

Bei einer Razzia, die kürzlich im Volksgarten durchgeführt wurde, konnten die Beamten neben Cannabis auch harte Drogen wie Ecstasy und Kokain sicherstellen. Grünen‐Politiker und Bezirksrat Tristan Ammerer übte Kritik an der Razzia. Er warf der Polizei vor, mit „ethnischem Profiling“ vorgegangen zu sein. Laut Angaben Ammerers hätte die Polizisten nur dunkelhäutige Jugendliche kontrolliert. Der Chef der Kriminalpolizei wies diese Vorwürfe aber zurück. „Wir haben in der Gruppe am Sportplatz verurteilte Dealer gesichtet und Männer, die wir der Dealerszene zuordnen.“ Weil das Problem mit Drogen und den Dealern noch nicht gelöst ist, werden auch weiterhin Razzien stattfinden.

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