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Gesellschaft

#wirsindmehr: Antikapitalisten mit multinationalen Konzernen gegen rechts?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (Jan "Monchi" Gorchow 2017): Stefan Brending via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Aktualisiert (07.09.2018 00:44): Wie sich mittlerweile herausstellte, wurden offenbar ca. 22.000 Euro an Spendengeldern lukriert, von denen ein Teil den Hinterbliebenen von Daniel H. zukommen soll. 


Wir befinden uns im Jahre 2018 n. Chr. Ganz Sachsen ist von braunen Horden besetzt…ganz Sachsen? Nein! Eine von unbeugsamen Häuptlingen und aufrechten Barden getragene Zivilgesellschaft hört nicht auf, der Verrohung der Sitten Widerstand zu leisten. Und das Leben wird nicht leicht für die rechtsradikalen Stiefeltruppen, die als Besatzung in den befestigten Städten Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau liegen…

Kommentar von Julian Schernthaner

Dieses Narrativ kommt Ihnen gallisch beziehungsweise spanisch vor? Damit sind Sie, lieber Leser, nicht alleine. So ähnlich beginnt jedes Abenteuer der liebsten Comic-Serie meiner Jugend, von der ich über 30 Bände und zwei Dutzend Sammelfiguren besitze. Und ungefähr derart, so versucht man uns weiszumachen, erhebt sich am heutigen Montag eine breite Front an Demokraten. Geschwängert von Lautenklängen, beseelt von bestem Zaubertrank, wollen sie heute zeigen, dass ‚rechte Hetze’ keinen Platz in Sachsen habe.

Party statt Solidarität

Aber wie die glorreichen Asterix-Geschichten der beiden französischen Genies René Goscinny und Albert Uderzo eine reine Erfindung sind, so hält es sich mit dem Narrativ der #wirsindmehr-Bewegung. Denn selten zeigte die linksgerichtete Hegemonie in Kultur, Medien und Politik so deutlich ihr wahres Gesicht wie bei der heutigen Veranstaltung. Denn offenbar müssen Musikbegeisterte aus ganz Deutschland für ein Gratiskonzert angekarrt werden, um zu zeigen, wer angeblich das Sagen hat.

Das Ziel dabei ist nicht etwa, durch freiwillige Spenden seine sozialistische Solidarität darzulegen. Wäre ja durchaus möglich gewesen: Mit Sicherheit ließe sich der gewaltsame Tod eines mutmaßlich selbst die politische Linke bevorzugenden Familienvaters für die Sache an sich instrumentalisieren. Man könnte ein paar Euro Eintritt verlangen, welche zur Gänze dessen Hinterbliebenen zukäme. Oder: man könnte seiner würdevoll gedenken, anstatt für lau auf seinem Grab zu tanzen.

Mainstream-Musiker für Mainstream-Anliegen

Aber: vermutlich könnte man sich dann nicht mit Zigtausenden Menschen rühmen, welche nur dann nicht auf sich warten lassen, wenn es irgendwas „gratis” gibt. Der unbezahlbar hohe Preis des Lebens, den ein linker Deutscher mit ausländischen Wurzeln bezahlen musste, gerät da in den Hintergrund. Die Täter sind die „Falschen” – und es käme ja einem Eingeständnis der eigenen Irrwege gleich, müsste man zugeben, dass Trauer und Solidarität keine Ideologie kennt. Besser weglassen also…

Somit spannt man alles, was Rang und Namen hat vor den Karren, und lässt werbewirksam linke, linksradikale und linksextreme Musiker ‚gegen rechts’ auftreten. Und weil diese klare Kante so unheimlich wichtig ist, teilt sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Aufruf. Wen stören da schon Sympathiebekundungen mit Terrorgruppen in den Texten einer auftretenden Kapelle? Wen stört die ehemalige Verfassungsschutz-Beobachtung einer weiteren? Es geht ja um die gute Sache, der Zweck heiligt da die Mittel.

#wirsindmehr: Ein Hauch von Gaukelei

Dass auch die Bands dabei Morgenluft wittern, ist klar. Denn Künstler leben von der Aufmerksamkeit, sie leben von ihrer Erwähnung in den Medien. Die kommenden Tourneen sind vermutlich ausgebucht, gleichzeitig kann man sich in Selbstverblendung auf die Fahnen schreiben: Man ist nicht vollends kommerziell, sondern noch ein klein wenig „Punkrock für die geilen Leute”.

Dass es mit der vermeintlichen Wurzeltreue mancher der auftretenden Bands allerdings nicht weit her sein kann, zeigte die ‚Wutrede’ eines sächsischen Sozialarbeiters auf Facebook. Denn: dieselben Gruppen können sich offenbar nicht gleichzeitig zur Finanzierung tatsächlicher kleiner, linker Independent-Venues durchringen. Hat halt keine Breitenwirkung, und eine Revolution, die ihre Kinder nicht frisst, ist eben keine echte Revolution.

Groteske Werbeveranstaltung

So verwundert es auch kaum, dass die Unterstützung finanzstarker Marktführer aus der Wirtschaft gerade billig ist. Für einen Moment vergessen sind die harten Arbeitsbedingungen von Fernbusfahrern. Ebenso vergessen ist der ewige Feind der Globalisierung und des Großkapitals. So ist die Freude groß: Flixbus chauffiert die Leute gratis nach Chemnitz. Und Coca-Cola stellt Gratisgetränke bereit – für ein Konzert, das ursprünglich vor dem Riesenkopf von Karl Marx hätte stattfinden sollen.

Offenbar: Wer braucht schon Prinzipientreue, wenn es geile Mucke gibt? Für einen Moment geraten alle Umweltsünden des multinationalen Konzerns in den Hintergrund. Gerüchte über die Unterstützung von Diktatoren im südlichen Afrika – für einen Tag ebenso egal wie Menschenrechtsverletzungen in unzähligen Ländern. Wer am Samstag noch Memes gegen Mitbewerber Nestlé für seinen kuriosen Ansatz zu Trinkwasser teilte, trinkt am Montag Softdrinks einer Firma, die einst in Großbritannien industrieverschmutztes Flusswasser teuer verkaufte.

Linker Verrat – an sich selbst

Und so sonderbare Blüten dieses Spektakel treibt: Verwundern tut das im Jahr 2018 eigentlich keinen mehr. Eine Linke, welche einst quasi auf brennenden Barrikaden gegen die Springerpresse kämpfte, frisst dieser längst aus der Hand. Sie stellt heute sogar die Mehrzahl ihrer Journalisten. Dieselbe Linke, welche einst mit eigener Sub- und Gegenkultur das Lebensgefühl und den Protest einer Generation prägte, nutzt dieselben Akteure, um den Protest einer neuen Generation ersticken zu wollen. Der einfache Mann, aus dessen Bauernschläue man einst eine Bewegung baute, ist heute für diese Linke ungebildetes ‚Pack’.

Heute mögt ihr tatsächlich mehr sein – aber eines ist ebenso gewiss: Dasselbe Schicksal, welche einst die konservative Deutungshoheit ereilte, wird auch euch einst ereilen. Die Leute merken zunehmend, dass der Anspruch eurer Rhetorik und die Realität der Politik eurer Gesinnung meilenweit auseinander klaffen. Das Recht auf Gratiskonzerte kann euch niemand nehmen – aber wenn ihr die Sorgen der Menschen nicht langsam ernst nehmt, sind sie nur ein Abgesang auf eure schwindende Bedeutung.

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    W Rauch

    5. September 2018 at 10:05

    Super geschrieben ! Trifft´s auf den Punkt: nahezu unbemerkt hat sich die „Linke” mit dem Kapitalismus verbündet. siehe auch Islam. Wo die intelektuelle Linke früher gegen alles „Religiöse” zu Felde zog, kuschelt sie nun mit der – im Vergleich zum Christentum – geradezu mittelalterlichen Religion/Ideologie des Islam – Ich vesteh die Welt nicht mehr.…..

    • Avatar

      Rainer Seifert

      5. September 2018 at 21:46

      Und das Christentum, jedenfalls deren Oberhirten, kuschelt mit. Unglaublich, dieser Verrat.

      Ob die aufwachen, wenn, wie in Nigeria, Kirchen brennen und Christen vermehrt abgeschlachtet werden?

      Wie praktisch, dass Bedfort Strohm und seine Nachkommen alle auch die US Staatsbürgerschaft haben. Dann können sie dort weiter ihren Unsinn verbreiten.

      • Avatar

        Dr W. Rauch

        6. September 2018 at 12:40

        Erklärungsversuch meinerseits für das Kuscheln der christlichen Kirchen mit dem Islam: Beide profitieren von Steuergeldern, welche die Allgemeinheit bezahlt, also auch die Konfessionslosen – wie ich. Beispielsweise werden Gehälter von Bischöfen und Kardinälen auch von mir bezahlt ebenso wie der Betrieb (sogenannter!) Islamwissenschaftlicher (was gibt es da wohl an Wissenschaftlichkeit?) Lehrstühlen. Beides möchte ich nicht von mir mitfinanziert wissen !!! die Angst, dass diese Querfinanzierung abgeschafft werden könnte, scheint mir christliche Kirchen und Islam zu einigen.

  2. Avatar

    Hier kommt Alex

    5. September 2018 at 13:56

    Bis jetzt der beste Artikel den ich zum Thema #Wirsindmehr gelesen habe.

  3. Avatar

    lechtsrinks

    5. September 2018 at 14:45

    Hätten die blutroten Kommunisten keine Doppelmoral hätten sie garkeine!

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Gesellschaft

Neues von rechts: Schnellroda, Telegram & Wahlkampf

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Dr. Erik Lehnert eröffnet die 20. IfS-Sommerakademie. Bild: Twitter / Sezession im Netz [Bild zugeschnitten]

Bei der IfS-Akademie in Schnellroda sprach die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel vor 150 jungen Patrioten. Das Bürgernetzwerk Ein Prozent stellt eine Auswahl der wichtigsten patriotischen Telegram-Kanäle vor. Und der Wahlkampf in Österreich hat natürlich sein „identitäres Phantom”.

Am vergangenen Wochenende fand im deutschen Schnellroda die 20. Sommerakademie des Instituts für Staatspolitik statt. Thema war dieses Mal „Das politische Minimum”. Vor 150 jungen Rechten sprachen neben IfS-Leiter Erik Lehnert und dem Verleger Götz Kubitschek auch mehrere Prominente aus der Parteipolitik: etwa die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel, der EU-Abgeordnete Maximilian Krah (ebenfalls AfD) sowie die ehemalige FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz.

Weiters geladen waren die Autorin und Philosophin Caroline Sommerfeld-Lethen, der Jungjournalist Roman Möseneder, der Autor und Ex-Strache-Pressesprecher Konrad Weiß sowie der Politikwissenschaftler und Verlagslektor Benedikt Kaiser.

Ein erstes Video mit Eindrücken von der Akademie kann man hier ansehen. In den kommenden Wochen wird noch der eine oder andere Vortrag folgen:

Wie jedes Jahr versuchte auch diesmal das Antifa-Bündnis „IfS dichtmachen” gegen die Akademie mobil zu machen. Allerdings kamen laut Augenzeugenberichten nicht einmal mehr 40 Personen zu dieser Gegendemonstration. Unterdessen soll aber laut Angaben von Recherche Halle in Halle zeitgleich die Privatwohnung eines Patrioten mit Buttersäure angegriffen worden sein.

„Weinrausch, Dean & Kositza”

An diesem Wochenende wurde in Schnellroda aber nicht nur fleißig gelernt und – weniger fleißig – demonstriert. Es ist vor Ort, am berüchtigten Rittergut, auch eine neue Folge des Anbruch-Podcasts „Wer redet, ist nicht tot” aufgenommen und bereits veröffentlicht worden. Neben den beiden Anbruch-Autoren ist diesmal Ellen Kositza, Literaturredakteurin der Zeitschrift Sezession, mit dabei. Anhören lohnt sich!

„Heimatliebe ist kein Verbrechen!”

Auf sich aufmerksam gemacht haben am vergangenen Wochenende auch die Identitären in Oberösterreich. Anlässlich der aktuellen Diskussion rund um ein mögliches Verbot der Identitären entrollten mehrere Aktivisten ein Banner mit der Botschaft „Heimatliebe ist kein Verbrechen” (Die Tagesstimme berichtete).

„Bleiberecht für alle?”

Ebenfalls aktiv wurden die Identitären in Berlin: Aktivisten stellten sich mit einem „satirischen Infostand” vor die Ausländerbehörde im Stadtteil Moabit und verteilten dort „freie Aufenthaltsdokumente”.

Einen Aktionsbericht der Identitären gibt es hier.

Wie identitär ist die ÖVP?

Passend zum diskutierten Identitären-Verbot im österreichischen Wahlkampf veröffentlichte das Freilich-Magazin aus Graz ein Dossier über die „gelben Flecken der ÖVP” und geht dabei der Frage nach, wie „identitär” die türkise Politik eigentlich ist (Die Tagesstimme berichtete). Dabei werden Aussagen und Forderungen von ÖVP und IBÖ gegenübergestellt.

Eine sehr lesenswerte Analyse über das „identitäre Phantom” im Wahlkampf schrieb der österreichische Publizist Martin Lichtmesz für Sezession im Netz. Hier lesen: „Wahlkampf mit dem identitären Phantom

„Der politische Islam als Herausforderung für die innere Sicherheit”

Kurz vor der Nationalratswahl veranstaltete die Freiheitliche Akademie Wien am vergangenen Dienstag, den 17. September, im Palais Ferstel eine Podiumsdiskussion zum Thema „Der politische Islam als Herausforderung für die innere Sicherheit”. Am Podium vertreten waren der Ex-Dschihadist Irfan Peci, die Journalistin und Islamkritikerin Laila Mirzo, Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) sowie FPÖ- Stadtrat Maximilian Krauss. Ursprünglich hätte auch Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) teilnehmen sollen, er musste allerdings absagen. Für ihn sprang FPÖ-Sicherheitssprecher Hans-Jörg Jenewein ein. Die gesamte Diskussion kann man auf FPÖ-TV ansehen:

Das patriotische Bürgernetzwerk Ein Prozent hat wegen der anhaltenden Zensurmaßnahmen in den sozialen Medien den Messenger Telegram zur neuen „Plattform für Patrioten” erklärt. Bereits seit einigen Wochen zieht es deshalb immer mehr patriotische Akteure auf Telegram. Ein Prozent hat in der letzten Woche eine Auswahl an patriotischen Kanälen vorgestellt.

Im Telegram-Kanal von Ein Prozent findet man einige der interessantesten patriotischen Projekte: https://t.me/ein_prozent (auch die Tagesstimme befindet sich natürlich darunter).

Gesicht zeigen & der Aufstand der Völker

Der Journalist und Medienberater Stefan Magnet veröffentlichte vergangene Woche gleich zwei Videos auf YouTube. Im ersten Video mit dem Titel „Gesicht zeigen und nicht schweigen” geht Magnet auf die Auseinandersetzung zwischen – vereinfacht gesagt – Globalisten und Heimatverbundenen ein:

Im zweiten Beitrag spricht der freie Journalist über den „Aufstand der Völker”:

Recherche D: Ökologie & Ökonomie

Die kommende siebte Ausgabe des patriotischen Wirtschaftsmagazins Recherche D ist passend zur aktuellen Klimadiskussion ein Themenheft zu „Ökologie und Ökonomie”.

„Gleich am Anfang steht unser großes »Dossier Ökologie und Ökonomie«. Im Frage-Antwort-Stil diskutieren wir auf 20 Seiten sehr gründlich den Zusammenhang zwischen Klimaentwicklung und Zivilisation, betrachten die Klimaerwärmung in ihrem erdgeschichtlichen Kontext und beleuchten die Folgen der Überbevölkerung”, gibt die Redaktion einen Einblick, was die Leser unter anderem erwartet.

Die Ausgabe kann man hier bestellen.

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Gesellschaft

Deutschland: Drei von vier Syrern beziehen Hartz IV

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pxhere [CC0]

Auch die Arbeitslosenquote von Syrern in Deutschland generell fällt sehr hoch aus.

Berlin. – Eine neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass der Großteil der in Deutschland lebenden Syrer durch den Steuerzahler finanziert wird, indem sie Hartz IV erhalten.

Arbeitslosenquote von fast 50 Prozent

Die Arbeitslosenquote der in Deutschland ansässigen syrischen Migranten liegt bei derzeit 44,2 Prozent. Wie die „Welt“ berichtet, lag die Quote im Vorjahr noch bei 49,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit fällt jedoch de facto größer aus, da syrische Asylbewerber nicht in die Statistik eingehen, wenn sie einen Integrationskurs besuchen. Dann werden sie als „Unbeschäftigte“ eingestuft. 

Eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt nun, dass Syrer in Deutschland insgesamt die zweitgrößte Gruppe von Hartz IV-Empfängern darstellen. Vor ihnen befinden sich nur die deutschen Staatsbürger mit 63,6 Prozent (Stand: September). 10,5 Prozent aller Arbeitslosengeldempfänger sind syrischer Herkunft.

Hartz IV trotz Jobs

Trotzdem beziehen mehr Syrer Hartz IV, als es Arbeitslose gibt. Dies ist der Fall, da auch Menschen, die trotz Arbeit zu wenig Geld verdienen, um sich selbst ernähren zu können, per Gesetz ein Anrecht auf den Bezug von Arbeitslosengeld IV haben. 

Nicht miteingerechnet ist das Geld vom Staat, welches Migranten mit Flüchtlingsstatus unmittelbar nach ihrer Ankunft erhalten. Dieses ist unabhängig vom Arbeitslosengeld. Die Alimentierung ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. 

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Gesellschaft

Heimatliebe ist kein Verbrechen”: Identitäre hissen Riesenbanner in Steyr

Julian Schernthaner

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am

ASDF Bild: Telegram-Kanal "Identitäre Bewegung Oberösterreich".

Mit einem weithin sichtbaren Transparent reagierte die Identitäre Bewegung (IBÖ) in Oberösterreich auf die gegenwärtigen Debatten rund um ein mögliches Verbot ihrer Vereine und Symbole.

Steyr. – Es ist Samstagabend in der drittgrößten Stadt Oberösterreichs. Plötzlich erhellt sich die Dunkelheit: Es sind circa 25 patriotische Aktivisten der Identitären, welche mit einem 20 Meter langen und zwei Meter hohen Banner an der Zwischenbrücke in der Nähe des dortigen Stadtplatzes Aufstellung nehmen. Ihre Botschaft ist dabei so deutlich wie einprägsam: „Heimatliebe ist kein Verbrechen”.

Heimatliebe „kein Verbrechen, sondern Lebensaufgabe”

In ihrem Telegram-Kanal nehmen die Aktivisten Stellung zur Motivation für die symbolträchtige Aktion. Man wolle der Öffentlichkeit zeigen, dass sich „Heimatliebe weder verbieten noch kriminalisieren” lasse. Seinen Antrieb nehme man nämlich nicht aus einer „nebulösen Ideologie”, sondern aus dem „Idealismus”, den eigenen Kindern „das Feuer unserer Bräuche und Sitten in einer intakten Heimat weitergeben zu können”.

Der identitäre Aktionismus sei stets friedlich und lasse sich „nicht heute, nicht morgen mundtot machen”. An diesem Umstand würden weder „ständige mediale Hetzkampagnen” noch „alberne Versuche, für politisches Kleingeld 150 Jahre alte Grundrechte” wie die Vereinsfreiheit „mit chirurgischer Präzision für Patrioten beschneiden” zu wollen, etwas ändern. Denn: Heimatliebe sei „eine Lebensaufgabe”, kein Verbrechen.

Identitäre: ÖVP will Symbole und Vereine verbieten

Damit bekunden die oberösterreichischen Identitären zum wiederholten Mal aktionistisch ihren Standpunkt zur aktuellen Debatte. Bereits als die ÖVP ein Verbot der programmatisch gewaltfreien Gruppe im Vormonat zur „Koalitionsbedingung” erklärte, sperrten sie in Schärding das dortige ÖVP-Bezirksbüro mit einem Baustellengitter, um vermeintliche „totalitäre Tendenzen” der Volkspartei anzusprechen.

Erst am heutigen Sonntag bekräftigte ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer die türkisen Pläne eines Identitären-Verbots anlässlich neuer Enthüllungen über kolportierte Verbindungen zwischen FPÖ-Politikern und den Identitären. Kickls Ex-Kabinettchef Reinhard Teufel kritisierte in diesem Zusammenhang die Weitergabe von Ermittlungsakten an Zeitungen als „Grundproblem” des Verfassungschutzes – Die Tagesstimme berichtete.

IBOÖ-Landesleiter: Leben in Zeiten „willkürlicher Repression”

Von der Tagesstimme darauf angesprochen, bestätigte Roland Moritz, der Leiter der oberösterreichischen Identitären, dass auch der wiederholte Durchstich von BVT-Informationen an die Presse ein Problem darstelle. Man lebe in „Zeiten der willkürlichen Repression und des Versagens des Rechtsstaates”, wenn der Verfassungsschutz Ermittlungsunterlagen als „verlängerter Arm der Medien” im Wahlkampf an die Öffentlichkeit spiele.

Gleichzeitig herrsche ein Klima, welches „Grundrechte von unbescholtenen Patrioten beschneiden” wolle. Offenbar gehe es darum, jeden zu kriminalisieren, der „den Bevölkerungsaustausch anspricht”. Als Identitäre gehe man dennoch weiterhin auf die Straße, um symbolisch zu erklären, dass „friedlicher patriotischer Aktivismus erlaubt sein” müsse.

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