Gesellschaft

Lehrergewerkschafter: „Wer unsere Werte ablehnt, soll das Land verlassen“

Symbolbild: Volksschule / von Isiwal (Diskussion) [CC BY-SA 3.0 at, GFDL oder CC BY-SA 3.0 ], vom Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Bild Muslimas / Biswarup Ganguly [GFDL, CC BY 3.0 , GFDL or CC BY 3.0 ], from Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

Der Lehrergewerkschafter erklärt in einem Gespräch mit der Krone, dass die Integrationsprobleme bereits seit längerem bestehen und fordert die Politik dazu auf sich dieser anzunehmen.

Die Debatte um Integrationsprobleme bei muslimischen Schülern wurde mit der Veröffentlichung des Buches „Kulturkampf im Klassenzimmer. Wie der Islam die Schulen verändert“ neuerlich entfacht. Seit dem meldeten sich mehrere Lehrer zu Wort, die sich über ähnliche Probleme beklagten. Der Lehrergewerkschafter Paul Kimberger gibt der Autorin des genannten Buches, Susanne Wiesinger recht. „Ich kann das nur bestätigen, das ist keine Übertreibung, sondern die Realität“, sagt er im Gespräch mit der Krone und bezieht sich damit auf die Integrationsprobleme, die Wiesinger in ihrem Buch anspricht. Er kritisiert weiter, dass die verantwortlichen Stellen bisher noch nichts dagegen unternommen hätten.

Geregelter Unterricht nicht möglich

Kimberger merkt im Gespräch weiters an, dass dieses Thema kein neues sei und dass schon seit Jahren auf die zunehmenden Probleme hingewiesen wird. Der Rechtsstaat wird von vielen in Frage gestellt. Das empfindet er als inakzeptabel und sieht sich damit mit Phänomenen konfrontiert, „die bei uns nichts verloren haben.“ Bisher sei die Politik noch nicht aktiv geworden. Es wurden lediglich Broschüren an Lehrer verteilt. Er erklärt, dass sich die Zustände an manchen Schulen bereits dahingehend entwickelt haben, dass an einen geregelten Unterricht kaum zu denken sei. Dass sich die bestehenden Probleme nicht kurzfristig lösen lassen, gibt Kimberger offen zu. Es brauche ein ganzes Bündel an Maßnahmen. Die Schulen sollen dabei aber nicht allein gelassen werden.

Auch Kimberger für Kopftuchverbot

Als mögliche Lösung für die bestehenden Integrationsprobleme sieht Kimberger die Aufstockung des Lehrpersonals, wobei Sozialarbeiter zu den Familien nach Hause gehen sollten. Das Gespräch zu suchen sei ein erster Schritt, doch oft sei es eben sehr schwer, die betroffenen Eltern zu erreichen. Er erklärt weiter, dass Menschen aus der zweiten oder dritten Generation in Österreich noch immer nicht Deutsch können. Es sollen daher mehr Ressourcen für die Sprachförderung geschaffen werden. Der Gewerkschafter spricht sich außerdem für ein generelles Kopftuchverbot bis zum 14. Lebensjahr aus. „Wer unsere Werte ablehnt, soll das Land verlassen“, sagte Kimberger im Gespräch mit der Krone. Er sagt außerdem, dass wir uns „gegen die radikalen Kräfte wehren und Konsequenzen ziehen“ müssen.  Insgesamt sei man jetzt aber an einem Punkt angelangt, wo man mit rein pädagogischen Mitteln nichts mehr ausrichten könne.

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