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Deutschland

Neue Umfrage: Merkel und Seehofer stürzen in Wählergunst ab

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Der deutsche Koalitionskrach wirkt sich offenbar vor allem auf Kanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer aus.

Berlin. Laut Ergebnis einer vom Spiegel in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage von „Kantar Public” haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der Wählergunst massiv verloren.

Seehofer verliert zwölf Prozent

Wie Der Spiegel berichtet, wurden dazu vom 24. bis 26. September insgesamt 1.039 Bürger befragt. Sie mussten angeben, welchen der ihnen genannten Politikern sie „eine wichtige politische Rolle” wünschen würden.

Waren im September 2017 noch 68 Prozent der Befragten für eine starke Rolle Merkels, sind es in diesem Jahr nur noch 47 Prozent. Auch Seehofer verlor stark bei den befragten Wählern. Der Bundesinnenminister kommt nur noch auf 27 Prozent. Das ist ein Minus von zwölf Prozent seit der letzten Umfrage im Juni 2018.

FPD-Chef Linder legt zu

Grund zur Freude hat hingegen FDP-Chef Christian Lindner. Er konnte sich um acht Prozent steigern und liegt nun fast gleichauf mit Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Auf Platz eins bleibt weiterhin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – er führt die Liste mit 70 Prozent Zustimmung deutlich an.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    30. September 2018 at 0:45

    Die 68% für Merkels Stärke waren wohl allenfalls 2017, wenn überhaupt. Mit Statistiken ist das so eine Sache.

  2. Avatar

    Gotthelm Fugge

    1. Oktober 2018 at 8:09

    Neue Umfrage: Merkel und Seehofer stürzen in Wählergunst ab” – Warum wohl?

    AfD in DE – Die Partei der Populisten.
    Populisten sind doch per Main-Stream-Medien-Definition immer die, die auf ach so komplexen, sehr komplizierten gesellschaftlichen Fragen eben nur einfache Antworten haben.
    Beten die täglichen Merkel-Propaganda-Gebetsmühlen.

    Alle Kritik an den jetzigen Zuständen im Lande mündet auch immer in die ewig gleichen Argumentationsschleife:
    AfD und ihre Sympathisanten, das sind eh ja alles NUR böse Nazis, Rechte, Modernisierungsverlierer, nationalistische Globalisierungsverweigerer, die auf die komplizierte Fragen nur simple populistische Rattenfänger-Lösungen haben.

    Die richtigen Antworten dagegen bleiben den „„Eliten der Repräsentativen Demokratie”” vorbehalten, NUR sie können auf die immer drängenden Probleme der globalen, komplexen Welt mit ihren zunehmend Lösungen mit nahezu übermenschlicher Genialität lösen.

    Wie etwa:
    – „Ein Land ohne Grenzen”,
    – „Wir schaffen das” ,
    – „Scheitert der Euro, scheitert Europa” ,
    – „Die Sonne schickt keine Energierechnung”,
    – „Der Islam gehört zu Deutschland”.
    – (Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen)

    Das sind die „KOMPLEXEN” Lösungen der Altkartell-Parteien.

    So ist das eben, wenn im Bundestag etliche verkorkste Studienabbrecher / Ausbildungslose plötzlich sich mit einer sehr kompetenten, fachlich gut aufgestellten Opposition auseinandersetzen müssen, die sich dann statt fundierten Argumenten in der Mehrheit als pöbelnde, schreiende, beleidigende und gar verleumderische Altparteien-Mandatsträger (Herausragend: Britta Hasselmann – Grüne) rekrutieren!

    Der gemeine deutsche Bürger und Wähler äußert sich sowieso von vornherein unqualifiziert (Stammtischgebaren) und erkennt diese Zusammenhänge nicht, deswegen muß man ihm diese immer noch besser, immer noch genauer, immer noch umfangreicher erklären.
    Man merkt es einfach nicht:
    Eine falsch betriebene, wider dem Volke agierende Politik wird dadurch auch nicht richtig.

    Und doch gibt es ihn, den Lichtschimmer am Horizont des z.B. FAZ-Journalisten-Dunstes:
    Er heißt aber nicht Justus Bender, Jasper von Altenbockum oder Patrick Bahner.
    FAZ / Rainer Hank / Demokratie in der Krise? – Keine Angst vor Populismus / 20180930

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Deutschland

Hamburg-Wahl: FDP scheitert an Fünf-Prozent-Hürde

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Das vorläufige Ergebnis der Wahl in Hamburg steht fest: Die Freien Demokraten haben mit 4,9 Prozent den Einzug in die Bürgerschaft verpasst, die AfD bleibt auch künftig vertreten.

Hamburg. – Aufgrund eines Auszählungsfehlers wurden der FDP in einem Bezirk zunächst Stimmen der Grünen zugerechnet. Die Berichtigung der Panne ist nun mitverantwortlich, dass die Liberalen wieder aus der Bürgerschaft fallen. Eine einzige Mandatarin sitzt dort künftig für die FDP – sie errang ein Direktmandat.

5,3 Prozent für die AfD

Die Befürchtung, dass die Alternative für Deutschland den Einzug in die Hamburger Bürgerschaft verpassen könnte, hat sich nicht bestätigt. Mit 5,3 Prozent der Wählerstimmen ist sie auch künftig vertreten – im Gegensatz zu den Liberalen. Dass das in ersten Prognosen und Medienberichten beschworene Schreckgespenst eines Ausscheidens aus der Bürgerschaft nicht eintreten würde, stand allerdings schon am Montag so gut wie fest – Die Tagesstimme berichtete.

Zunächst wurden der FDP offenbar in einem Stimmbezirk fälschlicherweise Stimmen der Grünen zugerechnet. Nachdem der Fehler korrigiert wurde, kommt diese jedoch auf nur noch 4,9 Prozentpunkte. Damit scheitert sie an der Fünf-Prozent-Hürde. War sie zunächst noch mit etwas mehr als 100 Stimmen drin, fehlten am Ende doch mehr als 1.000 Stimmen auf den Einzug.

SPD stärkste Kraft

Wie unter anderem der Spiegel berichtet, geht aus dem Endergebnis, welches vom Statistischen Amt Hamburg und Schleswig-Holstein veröffentlicht wurde, hervor, dass die Sozialdemokraten auf insgesamt 39,2 Prozent der Stimmen kamen. Damit stellen sie auch in den nächsten fünf Jahren die stärkste Partei dar. Absteigend folgen die Grünen (24,2 Prozent), die CDU (11,2 Prozent) sowie die Linke mit 9,1 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 63.2 Prozent. Das Hamburger Wahlrecht ist einzigartig, indem die Wähler insgesamt fünf Stimmen haben, die sie entweder über die Kandidaten und/oder Parteien verteilen oder auf einen Wahlvorschlag konzentrieren können.


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Hamburg-Wahl: AfD schafft Wiedereinzug wohl knapp (24.2.2020)

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Deutschland

Hamburg-Wahl: AfD schafft Wiedereinzug wohl knapp

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Erste Prognosen hatten die patriotische Partei unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde gesehen. Die bisherige rot-grüne Koalition hat hingegen wohl eine gemeinsame Zwei-Drittel-Mehrheit.

Hamburg. – Mit Spannung war die Bürgerschaftswahl in der Hansestadt von allen Seiten erwartet worden. Der für traditionell viele Wechselwähler bekannte Stadtstaat war einerseits der erste Stimmungstest nach den Geschehnissen in Thüringen – und andererseits hatten einige Beobachter ein vermeintliches rot-grünes Duell um Platz eins vorhergesagt.

Linke Parteien erreichen über 70 Prozent

Diese Revolution blieb dann am Wahltag aus: Die SPD blieb trotz starker Verluste mit 39,0 Prozent (minus 6,6) voran, die Grünen verdoppelten sich dennoch auf 24,2 Prozent (plus 11,9) laut vorläufigem Ergebnis. Der in Umfragen absehbare Abwärtstrend der CDU, die in Hamburg noch 2008 bei über 40 Prozent lang, setzte sich fort: Die Union kommt nur mehr auf 11,2 Prozent (minus 4,7). Die Linkspartei bleibt mit 9,1 Prozent stabil auf ihrem Niveau bei leichten Zugewinnen (+ 0,6 %). Rot-Grün schafft mit voraussichtlich 82 von 121 Sitzen somit die Zweidrittelmehrheit an Mandaten.

Spannender wurde allerdings die Frage, ob die FDP und die AfD den Wiedereinzug schaffen würden. Erste Prognosen sahen die Liberalen knapp über der Fünf-Prozent-Grenze, die patriotische Partei hingegen knapp darunter. Dies sollte sich im Laufe der abendlichen Auszählung noch ändern: Die AfD ist nun mit 5,3 drinnen. Die FDP hingegen bangt mit 5,0 Prozent noch, wie bereits in Thüringen im Oktober könnten wenige Dutzend Stimmen entscheiden.

Hamburg: Einzigartiges Wahlsystem mit fünf Stimmen

Dass sich die Ergebnisse am Montag noch geringfügig verschieben können, ist auch ein Produkt des komplizierten Hamburger Wahlsystems. Dort haben Wähler insgesamt fünf Stimmen, die sie nach eigenem Gutdünken auf einen oder mehrere Kandidaten und/oder Parteien verteilen können. Stimmen, die mehr als fünf Stimmen bei derselben Partei angeben, sind aber nur vorläufig ungültig, werden aber nachträglich „geheilt”. Am ehesten dürfte die SPD von dieser Regelung profitieren. Ein Ausscheiden der AfD ist bei 20.000 vorerst ungültigen Stimmen (ca. 0,5 Prozent der abgegebenen Gesamtmenge) zwar rechnerisch noch möglich, aber höchst unwahrscheinlich.

Bürgerliches Profil richtiger Kurs für AfD?

Die Frage nach dem Einzug der AfD, die in Hamburg einen eher liberal-konservativen Kurs einschlägt, spaltete am Wahlabend die Gemüter. So jubelten bereits zahlreiche Kritiker der Partei, weil es möglich schien, dass diese vielleicht plötzlich nicht mehr in allen Landtagen vertreten sein würde – wohl etwas vorschnell. Auch bei ARD und ZDF dürfte man der Prognose zu viel vertraut habe – bei der Runde der Spitzenkandidaten sparte man AfD-Chef Dirk Nockemann einfach aus.

Dessen knappes Wahlergebnis löste dennoch auch im patriotischen Lager einige Diskussionen über die Ausrichtung der Partei aus. Denn die Hamburger Landespartei gilt innerparteilich als absolutes Gegenstück zum nationalkonservativen Flügel, dessen Vertreter in den neuen Bundesländern von Wahlerfolg zu Wahlerfolg eilen. Dass einige Spitzenfunktionäre wie der rheinland-pfälzische Ex-Landesvorsitzende Uwe Junge dennoch weiter auf ein bürgerliches Profil setzen wollen, führte zu Kritik des Politikwissenschaftlers und rechten Publizisten Benedikt Kaiser:

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Deutschland

Nach Amoklauf in Hanau: Seehofer will Polizeipräsenz erhöhen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Ein besonderes Augenmerk solle dabei laut Seehofer auf den Schutz „sensibler Einrichtungen” gelegt werden. 

Berlin. –  Nachdem Tobias R. (43) in Hanau insgesamt 10 Menschen und anschließend sich selbst ermordete, hat der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nun bekanntgegeben, die Polizeipräsenz in Deutschland generell erhöhen zu wollen.

Moscheen sollen verstärkt bewacht werden

Wie unter anderem die Tagesschau berichtet, sollen laut Seehofer künftig „sensible Einrichtungen“ verstärkt bewacht werden. In einer Pressekonferenz mit der Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sprach der Bundesinnenminister am Freitag von einer „Blutspur des Rassismus“, welche sich durch Deutschland ziehe. Die Gefährdung durch „Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus“ sei demnach gegenwärtig als „sehr hoch“ einzustufen. 

Um der vermeintlich erhöhten Gefahr entgegenzuwirken, sollen die Länder nun von der Bundespolizei personell unterstützt werden, um so die Polizeipräsenz in der Bundesrepublik beispielsweise an Flughäfen oder bei Großveranstaltungen zu erhöhen. 

Waffenbesitzer stärker überprüfen

Gegenüber der Bild sprach sich Seehofer zudem dafür aus, Waffenbesitzer in Zukunft stärker zu überprüfen. So wolle er gegebenenfalls die Überprüfung von Waffenbesitzern intensivieren: „Dabei geht es nicht um die Frage, ob jemand seine Waffe ordnungsgemäß untergebracht hat oder die Munition davon getrennt aufbewahrt hat, dabei muss es auch um ganz persönliche Dinge gehen.“

Tobias R. war Mitglied in einem Sportschützenverein und erwarb die Tatwaffe somit auf legalem Wege.


Weiterlesen:

Instrumentalisierung in Hanau: Totalitäre Träume kommen wieder in Mode (Kolumne, 21.2.2020)

Hanau: Gauland (AfD) weist Schuldvorwürfe zurück (21.2.2020)

Hanau: Elf Tote nach Schüssen – Ermittlungen wegen Terrorverdachts (20.2.2020)

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