Gesellschaft Welt

Friedensnobelpreis geht an Aktivisten gegen sexuelle Gewalt

Bild: Stadthalle Oslo / By Jorge Láscar from Melbourne, Australia [CC BY 2.0 ], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Nadia Murad By U.S. Department of State from United States [Public domain], via Wikimedia Commons / Denis Mukwege Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons - cc-by-sa-3.0 [CC BY-SA 3.0 ], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Collage: Die Tagesstimme

Verschiedene Politiker und Flüchtlingsorganisationen beziehungsweise Hilfswerke wurden heuer als Favoriten für den Friedensnobelpreis gehandelt.

Oslo. In diesem Jahr geht der Friedensnobelpreis an zwei Aktivisten, die sich dem Kampf gegen sexuelle Gewalt widmen. Das norwegische Nobelkomitee gab am Freitag in Oslo bekannt, dass der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad mit dem Firedensnobelpreis ausgezeichnet werden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass beide Preisträger einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hätten, die Aufmerksamkeit der Welt auf derartige Kriegsverbrechen zu lenken. Mit dem Friedensnobelpreis soll ausgezeichnet werden, wer „am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat, für die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen”.

IS‐Gefangene

Bei der irakischen Menschenrechtsaktivistin handelt es sich um jene Person, die sich 2014 mehrere Monate lang in IS‐Gefangenschaft befand. Mitglieder des Islamischen Staates hatten die junge Frau versklavt und später missbraucht und vergewaltigt. Mittlerweile ist die 25‐Jährige UNO‐Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel. Sie setzt sich derzeit von Deutschland aus für die Strafverfolgung von IS‐Verbrechen und die Unterstützung der Opfer ein. Für diese Bemühungen erhielt sie bereits 2016 den EU‐Menschenrechtspreis.

Bereits mehrere tausend Frauen operiert

Der zweite Preisträger, Denis Mukwege, gilt weltweit als Spezialist für das Rekonstruieren von weiblichen Geschlechtsorganen. Schon seit Jahren operiert er Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden und deren Geschlechtsorgane völlig zerstört wurden. Der Arzt hat seine Ausbildung im Kongo und in Frankreich absolviert und mehrere tausend Frauen operiert, die während des Bürgerkriegs vergewaltigt wurden. Er setzt sich außerdem für die soziale und moralische Rehabilitation von Vergewaltigungsopfern im Kongo ein. Diese werden dort von der Gesellschaft oft an den Pranger gestellt. Auch er erhielt 2014 den EU‐Menschenrechtspreis.

Politiker und Flüchtlingsorganisationen auf Favoritenliste

Beide haben ihre eigene Sicherheit riskiert, indem sie mutig gegen Kriegsverbrechen gekämpft und sich für Gerechtigkeit für die Opfer eingesetzt haben”, argumentierte das Nobelpreiskomitee. Im Vorhinein wurden der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un als mögliche Kandidaten gehandelt. Auch der Präsident von Eritrea, Isaias Afwerki, und der äthiopische Präsident Abiy Ahmend galten als Favoriten. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), das bereits im vergangenen Jahr zu den Favoriten zählte, stand auch in diesem Jahr wieder auf der Favoritenliste.

2 Kommentare

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  • Anscheinend eine sehr gute Wahl in diesem Jahr. Für die beiden Koreaner wäre es viel zu früh für den Preis gewesen. Da müssen erst mal Taten folgen.

    Ein neuer Flop wie damals mit Obama sollte nicht wiederholt werden.

  • Das Waffengesetz muss aufgrund der ausufernden Migrantengewaltkriminalität dringend geändert werden.
    Jeder unbescholtene Bürger muss das Recht erhalten eine Schusswaffe überall verdeckt mitführen zu dürfen. Der Bürger muss sich im Notwehrfall selber schützen können, denn bis zum Eintreffen der Polizei vergeht immer Zeit in der der Bürger schutzlos ausgeliefert ist. Hier zählen nur Fakten. Und die sprechen für sich.

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