Gesellschaft

Bill Gates: Kapitalismus als Mittel gegen Ungleichheit

Symbolbild: Bill Gates / Foto von Kuhlmann /MSC [CC BY 3.0 de], via Wikimedia Commons

Der Microsoft‐Gründer Bill Gates verteidigt den Kapitalismus. Er sei als einziges Wirtschaftssystem in der Lage, den Wohlstand richtig zu verteilen und Armut zu bekämpfen.

Berlin. Derzeit befindet sich Bill Gates in Deutschland. Es findet das diesjährige Treffen der von Gates gegründeten wohltätigen Initiative „Grand Challenges“ statt. Mehrere Milliarden Dollar hat er bereits für wohltätige Zwecke ausgegeben. Grund genug also für Gates das bestehende Wirtschaftssystem zu verteidigen.

Kapitalismus um Armut zu bekämpfen

Gates äußerte sich vor mehreren Journalisten vorwiegend positiv über den Kapitalismus. Er sei die beste Möglichkeit Armut zu bekämpfen. „In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem kann man Steuerniveaus festlegen, um Wohlstand zu verteilen“, so Gates. Weitere Argumente für das Wirtschaftssystem seien die hohe Grundversorgung in Medizin und Elektrizität. Kein anderes System habe bisher bewiesen, ebenso effektiv zu arbeiten.

Als Negativbeispiele nannte Gates Venezuela und Nordkorea. Dies seien Länder, die einen anderen Weg gehen und dabei grundlegend scheitern. So leben die Leute in Nordkorea laut Gates „ein schreckliches Leben”. Laut Gates gibt es also keine mögliche Alternative zu dem bestehenden Wirtschaftssystem, was auch in der Realität Erfolg hätte.

Weniger Armut durch Bildung

Um die globalen Probleme von Hunger und Überbevölkerung zu bekämpfen sei es nach Gates vor allem wichtig Infrastrukturen aufzubauen. Besonders hohen Stellenwert solle dabei die Bildung genießen, die es ermögliche, Armut zu überwinden.

Bill Gates führte lange Zeit die Liste der reichsten Menschen der Welt an. Sein Vermögen wird derzeit auf 90 Milliarden US‐Dollar geschätzt. Mittlerweile wurde er von Amazon‐Gründer Jeff Bezos auf den zweiten Platz verdrängt. Nicht unironisch also, dass gerade von diesen Personen zur Bekämpfung von Armut aufgerufen wird.

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