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Gesellschaft

Geiselnahme in Köln: Was wir bislang wissen

Redaktion

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am

Die Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof am gestrigen Montag fand ein blutiges Ende. Der Täter wurde mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Augenzeugen lassen auf einen möglichen islamistischen Hintergrund schließen.

Köln. Bis in die Abendstunden hinein blieb der Kölner Hauptbahnhof am Montag vollständig gesperrt. Grund dafür war eine Geiselnahme, die sich zunächst in einer Mc-Donalds-Filiale abspielte. Dann floh der Täter in eine naheliegende Apotheke, um dort erneut eine Geisel festzuhalten (Die Tagesstimme berichtete). Jetzt ist mehr zu den genauen Umständen bekannt.

  • Aussagen des Geiselnehmers lassen auf einen möglichen islamistischen Hintergrund schließen.
  • Der Täter versuchte, das Opfer mit einem Molotowcocktail in Brand zu setzen. Die Flammen wurden von der Sprinkleranlage gelöscht.
  • In einer naheliegenden Apotheke nahm der Täter erneut eine Geisel und wurde daraufhin von der Polizei erschossen.
  • Ausweisdokumente eines 55-jährigen Syrers wurden am Tatort gefunden, möglicherweise der Täter.

Geiselnahme mit islamistischem Hintergrund?

Der Täter gab sich nach Augenzeugenberichten als Anhänger der islamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat” zu erkennen. Demnach könnte die Geiselnahme auf einen terroristischen Hintergrund deuten. „Im Zusammenhang mit dem Betreten der Apotheke soll er Passanten zufolge auch gerufen haben, dass er zur Terrorgruppe Daesh gehört“, so der Einsatzleiter der Polizei Klaus Rüschenschmidt gegenüber dem Tagesspiegel. „Daesh” ist der arabische Name für den „Islamischen Staat”. Weitere Informationen hierzu gäbe es laut Polizei jedoch nicht.

Täter versuchte Geisel in Brand zu setzen

Auf mehr als eine „einfache Geiselnahme” deutet der Plan des Täters hin. Bevor er von der Polizei niedergeschossen wurde, hatte er versucht, in einer Mc-Donalds-Filiale die 14-jährige Geisel in Brand zu setzen – diese wurde dadurch leicht verletzt. „Eine von beiden (Geiseln, Anmerkung der Redaktion) hatte den Fuß am Brennen und die Flammen ragten schon bis zur Hüfte hoch.” – so schilderte eine junge Augenzeugin den Vorfall gegenüber dem EXPRESS. Passanten eilten der verletzten Frau schnell zur Hilfe.

Der Täter zündete einen Molotowcocktail, der jedoch recht schnell von der Sprinkleranlage des Schnellimbisses gelöscht wurde. Daraufhin floh der Täter in eine Apotheke in direkter Umgebung. Dort nahm der Angreifer erneut eine Geisel. Das Drama setzte sich fort.

Bewaffnet mit Gaskartuschen und Brandbeschleuniger

In der Apotheke nahm Täter eine Angestellte als Geisel. Er war laut Polizei mit mehreren Gastkartuschen, Brandbeschleuniger und einer Schusswaffe bewaffnet. Die Gaskartuschen hatte der Täter an seine Geisel gebunden und diese mit Brandbeschleuniger übergossen. Als er das anrückende SEK-Kommando sah, versuchte er, die Geisel in Brand zu setzen. Das SEK stürmte daraufhin die Apotheke und streckte den Täter mit mehreren Schüssen nieder. Aufgrund der Ausrüstung des Angreifers geht die Polizei von mehr als einer „einfachen Geiselnahme” aus.

Die Spurensicherung sicherte in der Apotheke ein Ausweisdokument eines 55-jährigen Syrers. Der syrische Staatsbürger ist polizeibekannt. Möglicherweise handelt es sich um die Papiere des Täters – eine Bestätigung dieser Information bleibt noch offen.

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Gesellschaft

Gotha: Mutmaßlich linksextremer Angriff auf AfD-Bürgerbüro

Julian Schernthaner

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Schon zum wiederholten Mal wurde das Bürgerbüro des AfD-Bundestagsabgeordneten Marcus Bühl zum Ziel mutmaßlich linksextremer politischer Gewalt. 

Gotha. – Wer gedacht hätte, zumindest während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen herrsche Ruhe von linksextremen Angriffen, der irrte. Denn zum wiederholten Mal schlugen bislang unbekannte Personen nun in Gotha zu. Dabei beschädigten sie eine straßenseitige Scheibe des Bürgerbüros von Marcus Bühl (AfD).  Festgestellt wurde die Beschädigung offenbar am Mittwochmorgen.

Fenster stark beschädigt

Der patriotische Mandatar berichtete in sozialen Medien vom Angriff, der sich nach Einschätzung seines Teams im Laufe dieser Woche ereignet haben müsse. Man geht davon aus, dass die Scheibe „ohne Splitterschutz wohl vollständig zerborsten wäre”.

 

Wiederholter Angriff auf dasselbe Bürgerbüro

Bühl selbst verweist darauf, dass es sich nicht um den ersten Angriff auf sein Büro handle. Erst im vergangenen Herbst – wenige Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen wurde beispielsweise das Schloss des Briefkastens aufgebrochen. Wenige Tage später fehlte er dann ganz, ebenfalls in diesem Zeitraum hinterließen Unbekannte auch Graffiti auf einer Scheibe.

Im April 2019 kam es zu einer mutmaßlich linksextremen Sprühaktion an der Fassade – Überreste dieses Angriffes sind weiterhin an der Fassade zu finden. Ein weiterer Anschlag ereignete sich bereits im Oktober 2018. Auch damals hinterließen die Täter nach Auskunft der Partei einige Parolen in Sprühfarbe und eine beschädigte Fensterscheibe. Der mutmaßlich dafür verwendete Stein befand sich bei Auffinden damals sogar noch vor Ort…

Bühl fordert „Zeichen gegen politische Gewalt”

Der AfD-Abgeordnete verurteilte den Angriff „aufs Schärfste”. Er forderte in diesem Sinne den „politischen Mitbewerber auf, ein klares Zeichen gegen politisch motivierte Gewalt zu setzen”. Gerade Linksextremismus sei ein „Riesenproblem”, die Auswertung der Übergriffe während des Wahlkampfes im Vorjahr hätte dies dargelegt. Politische Gewalt sei insgesamt abzulehnen: „Jeglicher Vandalismus, gleich welcher Richtung, mit dem Ziel, den politischen Gegner einzuschüchtern, ist vollkommen inakzeptabel.”

Twitter-Nutzer relativieren Angriff

Auf Twitter demonstrierten unter dessen einige Nutzer, dass sie diese Meinung nicht teilten – und unterstellten der AfD, selbst für den Angriff verantwortlich zu sein. Einige forderten dabei sogar ein Parteiverbot. Bühl teilte auf Facebook am Donnerstagmorgen eine Auswahl von gehässigen Kommentaren, die er erhalten hatte:

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Hamburg: Bußgelder für Teilnehmer von unerlaubter Pro-Asyl-Demo

Julian Schernthaner

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Eine Demonstration für die Aufnahme von Migranten aus Griechenland im Hamburg kommt einige ihrer Teilnehmer jetzt teuer zu stehen. 

Hamburg. – Am Dienstag hatten sich etwa 200 Menschen an einer Kundgebung im Stadtteil St. Pauli beteiligt. Auf Fahrrädern fuhren die Teilnehmer umher, um für eine Öffnung der Grenzen und eine Verteilung der Asylwerber in griechischen Lagern zu werben. Weil dies aber einen Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen darstellt, kommt es nun zu Bußgeldern.

Pro-Asyl-Demo trotz Versammlungsverbot

Allerdings wollen die Ordnungshüter allerdings einige Milde walten lassen. Bei den Organstrafen in Höhe von 150 Euro für 21 Personen handle es sich um Bußen an der unteren Grenze. Weitere Teilnehmer hätten sich der Kontrolle durch ein Fortradeln vom Veranstaltungsort entzogen. In der Hansestadt herrscht wegen den Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus – wie auch im übrigen Staatsgebiet – derzeit ein Versammlungsverbot.

Verantwortlich für die unerlaubte Demo war die Initiative #LeaveNoOneBehind. Dieses Motto war bereits die Parole, unter welcher schon vor einigen Tagen in mehreren deutschen Städten ähnliche Proteste stattfanden. In Frankfurt fand dabei eine Menschenkette von etwa 400 Personen statt, die sich – kontaktlos und anderthalb Meter auseinander – aufgestellt hatten.

Seebrücke-Untergruppe empfahl Rechtsberatung der „Roten Hilfe”

Das Bündnis Seebrücke, welche sich hinter die Aufrufe stellte pochte auf seine Grundrechte und übte Kritik an der Vorab-Untersagung der Demonstrationen. Die Braunschweiger Untergruppe riet Personen, welche Repressionen erfahren hätten, in der Folge, sich mit der linksextremen Roten Hilfe bezüglich deren Rechtshilfeangebot in Verbindung zusetzen  In einigen Städten sollen sich laut Bericht der Jungen Freiheit auch „Fridays for Future“, „Sea-Watch“ und „Ende Gelände” an den Demonstrationen beteiligt haben.

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Bank kündigt AfD-Politiker Björn Höcke das Girokonto

Stefan Juritz

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Die Direktbank ING (früher ING-DiBA) hat dem Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke und dessen Frau die Girokonten gekündigt.

Das gab der AfD-Politiker am Montagabend auf seiner Facebook-Seite bekannt und veröffentlichte dazu den auf 23. März 2020 datierten Kündigungsbrief der Bank. Darin heißt es: „Sehr geehrte Frau Höcke, sehr geehrter Herr Höcke, hiermit kündigen wir ihre Konten nach Ziffer 19 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit einer Frist von 2 Monaten zum 29.05.2020.” Einen Grund für die Kündigung teilte die Bank nicht mit, „eine Rücknahme der Kündigung und eine Verlängerung der Frist” sei jedoch nicht möglich, wie es in dem Schreiben heißt.

Nicht der erste Fall

Es ist nicht der erste Fall, dass einem AfD-Politiker das Privatkonto gekündigt wird. Vor zwei Jahren war auch der EU-Abgeordnete Nicolaus Fest davon betroffen. Damals kündigte ihm die Deutsche Bank sämtliche Konten – auch damals ohne Angabe von Gründen. „Eine Kontenkündigung ohne erkennbaren Anlass ist extrem ungewöhnlich. Außer meinem Engagement für die AfD fällt mir nichts ein, was die Deutsche Bank zur Kündigung veranlasst haben könnte”, sagte Fest damals zur Jungen Freiheit.

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