Gesellschaft

Deutsche Welle plant türkischsprachiges TV‐Angebot

Bild: Deutsche Welle in Bonn / Christian Wolf, www.c-w-design.de [CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der küftige Leiter sieht in dem geplanten Kanal eine anspruchsvolle Aufgabe, die Brücken schlagen soll.

Bonn. Die Deutsche Welle (DW) ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland. Er sendet in rund 30 Sprachen und ist über Fernsehen, Radio und Internet empfangbar. Wie in einer Pressemitteilung zu lesen ist, plant die DW nun ein türkischsprachiges TV‐Angebot, das zunächst als Youtube‐Kanal auf Sendung gehen soll.

Türkischer Kanal

Die Leitung der Türkisch‐Redaktion übernimmt der 49‐jährige Erkan Arikan, wie die DW gestern in Bonn mitteilte. Bisher hat er beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) das türkischsprachige Angebot des internationalen und interkulturellen Hörfunktprogramms Cosmo verantwortet. „Erkan Arikan ist ein erfahrener Journalist, ein leidenschaftlicher Reporter und langjähriger Redaktionsleiter. Ein ausgewiesener Kenner der türkischen Gesellschaft, ein Macher, ein innovativer Kopf – genau der richtige Mann zur richtigen Zeit für die DW. Er wird vor allem bei der Entwicklung unseres neuen türkischen Kanals Akzente setzen”, so die Programmdirektorin Gerda Meuer.

Anspruchsvolle Aufgabe

Angesichts rasanter politischer Veränderungen in der Türkei freue ich mich auf diese journalistisch höchst reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe bei der DW. Auch mit Blick auf die aktuell schwierigen und belasteten deutsch‐türkischen Beziehungen wird es eine große Herausforderung, einen türkischen Kanal an den Start zu bringen, der Brücken schlagen soll“, sagte Erkan Arikan.

Deutsche Welle will eigene Plattformen stärken

Nach Angaben des Senders bietet dieser bereits ein umfangreiches Online‐Angebot in türkischer Sprache. Dazu zählen auch Social‐Media‐Auftritte. Einzelne Beiträge werden von Partnerportalen übernommen. Aus Furcht vor repressiven Maßnahmen seitens der Behörden würden potenzielle neue Partner eine Zusammenarbeit mit unabhängigen westlichen Informationsanbietern immer häufiger ablehnen. Aus diesem Grund ist die Stärkung der eigenen Plattformen für den Sender von großer Bedeutung.

Erkan Arikan kam als Sohn türkischer Gastarbeiter nach Berlin, wo er an der Freien Universität Rechtswissenschaft studierte. Kommunikations‐, Sozial‐ und Politikwissenschaften hat er am Journalisten‐Kolleg der Freien Universität studiert. Seit 2003 arbeitete er bei n‐tv als Redakteur und Moderator. Arikan besitzt sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft.

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