Gesellschaft

Bild”-Asylberichterstattung: Migranten‐Journalisten schaffen Negativpreis

Ferda Ataman (li.) - hier auf der re:publica 2014 mit der türkischstämmigen Journalistin Kübra Gümüşay (re.) - ist Vorstandsmitglied der Interessensgruppe Neue Deutsche Medienmacher. Bild (Ataman/Gümüşay 2014): re:publica/Sandra Schink via Flickr [ CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Ein Journalistenclub für Medienschaffende mit Migrationshintergrund plant die Auszeichnung des Bild-Chefredakteurs Julian Reichelt mit dem neu geschaffenen Preis „Goldene Kartoffel”.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit am Dienstag berichtet, schufen die Neuen Deutschen Medienmacher zu ihrem zehnjährigen Bestehen den Negativpreis „Goldene Kartoffel”. Dieser soll künftig „besonders einseitige” Berichterstattung „über Aspekte unserer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft“ auszeichnen. Als ersten Preisträger für diese fragwürdige Ehre schlägt man Bild-Chefredakteur Julian Reichelt vor.

NDM: Bild steht für „Unsachlichkeit, Vorurteile und Panikmache”

Unter dessen Ägide, so der Vorwurf, stünde das Blatt nämlich für „Unsachlichkeit, Vorurteile und Panikmache”. Insbesondere sei dies bei den Themenkomplexen Integration, Migration und Asyl der Fall. Hier schaffe die Boulevardzeitung „doppelte Standards” in ihrer Berichterstattung. Die Größe einer Geschichte über Kriminalität oder Terrorismus hänge vom fehlenden oder vorhandenen Migrationshintergrund ab.

Außerdem habe die Bild einen „stark ethnozentrischen Blick” auf die deutsche „Einwanderungsgesellschaft” und deren Herausforderungen. Die Zeitung erwecke den Eindruck, der Staat sei zu schwach „um geltendes Recht gegenüber Geflüchteten durchzusetzen”. Den „sichtbaren Rechtsruck” rede man in der Bild-Redaktion „bedenklich” klein. Ein „mangelndes Durchgreifen […] gegenüber Rechtsextremen” werde nämlich nicht thematisiert.

Interessensvertretung für „Medienschaffende mit Migrationsschaffende”

Bei den Neuen Deutschen Medienmachern handelt es sich um einen Verein, der sich als „Interessenvertretung für Medienschaffende mit Migrationsgeschichte” sieht. In diesem Bereich möchte man für eine „ausgewogene Berichterstattung” eintreten, welche das „Einwanderungsland Deutschland adäquat wiedergibt”.  Im Vorstand befindet sich unter anderem die Spiegel‐Kolumnistin Ferda Ataman, welche in einem Beitrag für die einschlägige Amadeu‐Antonio‐Stiftung Deutschland in einer „rassistischen Abwärtsspirale” wähnte.

Im August sorgte der Verein außerdem für Befremdung, weil sie dem Südtiroler Journalisten Lukas Steinwandter eine Mitgliedschaft verweigerte. Das vermutlich nicht vollends ernsthaft gemeinte Gesuch des Junge Freiheit-Autors wurde mit der Begründung abgelehnt, man habe „begründete Zweifel”, dass die „Ziele und Werte” des Vereins nicht geteilt würden.

1 Kommentar

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  • Die Linksextremen nutzen die angeblichen „Flüchtlinge” lediglich als Ramme gegen das System, wie man in ganz Europa schon länger beobachten kann.
    Der erste Hinweis darauf ist immer, wenn die angeblichen „Flüchtlinge” elaborierte Parolen auf ihren Schildern schwenken, die noch dazu akkurat gedruckt sind.
    Die angeblichen „Flüchtlinge” werden als Kapital betrachtet, das die linksextremen „Revolutionsführer”, also die hiesigen Hetzer, nach Belieben ausgeben können.
    Hilfreich dabei ist, dass die geistige Ausstattung der angeblichen „Flüchtlinge” in den meisten Fällen nicht genügt, um diese Heimtücke zu erkennen.

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