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Kultur

Manhunt: Unabomber – Briefbomben gegen den Fortschritt

Redaktion

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Symbolbild: By Turbanmann (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Zwischen den Jahren 1978 und 1995 wurden in den USA drei Menschen durch Briefbomben getötet und 23 weitere verletzt. Täter war der sogenannte Unabomber, der vor allem die Veröffentlichung seines Manifest „Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft“ erzwingen wollte. Auf Netflix gibt es jetzt die passende Serie, die sich diesem Fall annimmt –  Manhunt: Unabomber.

Eine Besprechung von Tano Gerke.

Unter bürgerlichem Namen ist der Unabomber (University and Airline Bomber) als Theodor ‚Ted‘ Kaczynski bekannt. Er lebte zurückgezogen in den Bergen von Montana in einer Holzhütte, ganz ohne fließend Wasser und Strom. Abgeschottet von Zivilisation und menschlichen Bindungen bastelte Ted dort seine Bomben und verfasste sein fortschrittsfeindliches Manifest. Der als hochintelligent und Genie bekannte junge Ted wurde jedoch nicht in die Abgeschiedenheit getrieben, sondern wählte den Bruch mit der Gesellschaft selbst. Im Jahr 1967 erhielt Ted für seine Promotion noch die Auszeichnung als bester Mathematiker seines Instituts (Universität Berkeley). Eine große Karriere als Professor der Mathematik wurde ihm vorausgesagt, doch er wandte sich ab, von seinem Institut, von seiner Familie und vor allem von der industrialisierten, modernen Gesellschaft.

Das System ist nicht in der Lage, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen. Vielmehr muß das menschliche Verhalten den Bedürfnissen des Systems angepaßt werden.” T.K.

Der Kampf gegen die industrailisierte Gesellschaft

In der Serie Manhunt: Unabomber wird der Fall aus Sicht eines jungen, aufstrebenden Polizisten erzählt, der all seinen Kollegen methodisch meilenweit voraus ist. Dabei kommt die klassische Polizeiarbeit nicht gut weg, sie ist starr und festgefahren in veralteten Denkmustern und deshalb nicht in der Lage den Unabomber zu fassen. Nicht so jedoch der motivierte Jim Fitzgerald, der über die Methode der vergleichenden Linguistik das Manifest zu entschlüsseln versucht, um das Ideologem des Verfassers herauszuarbeiten. So entwickelt sich die Serie zu einem Duell zwischen Jim und Ted, die beide versuchen, dem anderen einen Schritt voraus zu sein. Zugleich sympathisiert Jim aber auch mehr und mehr mit den Inhalten des Manifests, sodass dieses unmittelbare Auswirkung auf sein Leben hat. Auch er wendet sich von seiner Familie ab und lebt letztlich einsam im Wald.

Der Zuschauer wird geführt und empfindet den Prozess der Industrialisierung und die moderne Welt wie ein Gefängnis, dass das Individuum vernichtet. Stimmungsmäßig befindet sich die von Einzelschicksalen geprägte Serie in einem Spannungfeld zwischen Mitleid mit den Opfer der Attentate und Sympathie mit den Ideen Teds. Auch in Anbetracht des faktischen Terrors gegenüber Unschuldigen überwiegt die Sympathie mit einem Lebensstil, der die industrielle Gesellschaft verneint.

Der Grad der persönlichen Freiheit, der in einer Gesellschaft vorhanden ist, wird eher durch die wirtschaftliche und technologische Struktur dieser Gesellschaft festgelegt als durch ihre Gesetze und die Art ihrer Regierung.” T.K.

Kritik an der New‐Left‐Bewegung

Unabhängig von der Serie lohnt sich ein Blick in das anarcho‐libertäre Manifest von Ted Kaczynski. Vieles dreht sich um das Thema Freiheit, die in der modernen Lebenswelt nicht mehr zu finden ist. Zugleich ist das ganze System dem menschlichen Leben gegenüber unwürdig, da es dem Menschen eine falsche Lebensweise aufzwingt. Neben einer Fortschrittskritik ist vor allem die Kritk an der “New‐Left” interessant, die seiner Zeit weit voraus ist:

“Bemerkenswert ist die masochistische Tendenz linker Vorgehensweisen. Linke protestieren, indem sie sich vor Autos auf den Boden legen, sie provozieren absichtlich die Polizei oder Rassisten, sie zu mißhandeln, usw. Diese Taktiken sind oftmals wirkungsvoll, werden aber von vielen Linken nicht als Mittel zum Zweck angewendet, sondern weil sie masochistisches Verhalten BEVORZUGEN. Selbsthaß ist ein Charakterzug des Linken.” T.K.

Trailer zur Serie:

 

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Kultur

Werner Olles zeigt „Grenzgänger des Geistes” im Porträt

Redaktion

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ASDF Symbolbild. Hintergrund Bibliothek (CC0) / Buch: privat / Collage: Die Tagesstimme

Unter dem Buchtitel „Grenzgänger des Geistes – Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20.Jahrhunderts“ versammelt der Autor Werner Olles in 66 Beiträgen 68 Kurzbiografien.

In der kurzen Einleitung betont der Autor, dass die Auswahl der Schriftsteller bewusst auf subjektiven Gründen beruht und eine große Vielfalt gegeben ist. So reicht die Auswahl vom Nationalbolschewisten Ernst Niekisch über den antibürgerlichen „Kirchenvater“ Léon Bloy oder den Dadaisten Johannes Theodor Baargeld bis zum Pazifisten Erich Kästner.

Nonkonformisten gegen das System

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt auf „den linken Leuten von rechts“ und auf Autoren, die zum Katholizismus konvertiert sind. Die große Gemeinsamkeit aller Autoren findet sich jedoch in ihrem Nonkonformismus und Widerstand gegen das jeweils herrschende System.

Die Beiträge sind in den Jahren 1993 bis 2018 entstanden und wurden größtenteils in der Junge Freiheit veröffentlicht. Weiter Publikationsorte waren die sedisvakantistische römisch‐katholische Zeitschrift Einsicht, die Wochenzeitung Zur Zeit und die mittlerweile eingestellten Zeitschriften Criticón und Gegengift. Es handelt sich somit um einen Sammelband bereits zuvor publizierter, wenn auch überarbeiteter Artikel.

Kurze Porträts

Die Porträtbeiträge sind mit durchschnittlich vier Seiten sehr kurz gehalten und bieten in ihrer essayistischen Form nur einen ersten Einblick in Leben und Werk der Schriftsteller. Werner Olles hat bewusst auf einen lexikalischen Charakter verzichtet und erhebt auch keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Es geht ihm in erster Linie „um die Verteidigung von Idealen, Überzeugungen, Ideen, Werten und Träumen.“

Das Buch ist im Mai 2019 im Bublies‐Verlag erschienen und kann hier für 19,80 Euro bestellt werden: „Grenzgänger des Geistes. Vergessene, verkannte und verfemte Schriftsteller des 20. Jahrhunderts” (Werner Olles)

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Kultur

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Stefan Juritz

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ASDF Eberhard Straub bei einem Vortrag. © Simon Kaupert

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort.

Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend veranstaltet der Jungeuropa Verlag einen Vortragsabend mit Eberhard Straub. Der Historiker und langjährige FAZ‐Redakteur wird in der Villa der Marburger Burschenschaft Germania über sein neu aufgelegten Buch „Zur Tyrannei der Werte” sprechen.

Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”

Eberhard Straub wird in Marburg zu einem Thema referieren, das angesichts der Ausfälle von Peter Tauber, Katrin Göring‐Eckardt und der generellen Instrumentalisierung des Mordes an Walter Lübcke aktueller kaum sein könnte: die ‚Tyrannei der Werte’ und die Herrschaft der Moralisten. Das Wörtchen ‚Wert’ hat dabei nicht nur Konjunktur, es ist die inflationär genutzte Waffe der Etablierten zur Erhaltung der eigenen Macht. Mit dem Wert beginnt die Herrschaft der Moral”, heißt es im Veranstaltungshinweis des Jungeuropa Verlags.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr in der Lutherstraße 3, 35037 Marburg (Lahn). Anmelden kann man sich mit vollständigem Namen unter [email protected] Der Eintritt ist frei.

Dritte Station der Lesereise

Der Vortrag in Marburg ist die nun dritte Station der Lesereise. Davor sprach Straub bereits in Berlin und Dresden. Doch noch ist die Veranstaltungsreihe nicht vorbei. Wie die Tagesstimme erfuhr, können sich Veranstalter – auch aus Österreich -, die einen Vortrag mit Eberhard Straub organisieren wollen, beim Jungeuropa Verlag melden.

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Kultur

Neue „Herr der Ringe”-Serie soll „Game Of Thrones” übertreffen

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild "Der Herr der Ringe" (CC0)

Die erste Staffel der „Herr der Ringe”-Vorgeschichte wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Amazon Prime will eine eigene Serie produzieren, die es mit dem Fantasy‐Epos „Game Of Thrones” aufnehmen oder diesen gar übertreffen kann. Insgesamt 250 Million Dollar hat der US‐Konzern deshalb für die Rechte an der neuen „Herr der Ringe”-Serie auf den Tisch gelegt. Der größte Konkurrent Netflix hatte das Nachsehen.

Aufstieg und Fall Saurons

Geplant sind laut Medienberichten fünf Staffeln aus der Fantasywelt von J.R.R. Tolkien. Die Dreharbeiten müssen laut Focus-Bericht spätestens Ende November 2019 beginnen, ansonsten verliere Amazon die Rechte an der Serie wieder. Die erste Staffel wird voraussichtlich im Jahr 2021 starten.

Die Handlung der Serie spielt im Zweiten Zeitalter – also noch vor der „Herr der Ringe”-Trilogie und dem „Hobbit”. Genaue Details zum Inhalt sind aber noch kaum bekannt. Jedoch behandelt das Zweite Zeitalter in Tolkiens Werk den Aufstieg und Fall des Dunklen Herrschers Sauron.

Prime heizt Spekulationen an

Auf dem Twitter‐Profil „The Lord of the Rings on Prime” veröffentlichen die Macher nach und nach neue Details und heizen damit die Spekulationen weiter an. So ist etwa auf der letzten veröffentlichten Landkarte die Insel Númenor, die zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag, neu aufgetaucht – ein Zeichen dafür, dass das Inselreich in der Serie vorkommen wird.

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