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Gesellschaft

Wegen rechter Bücher: Spiegel‐Kolumnistin sagt Lesung in München ab

Redaktion

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Margarete Stokowski // Foto von Harald Krichel [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Die Spiegel -Online‐Kolumnistin Margarete Stokowski sagte ihre Lesung in einer Münchener Buchhandlung ab. Grund dafür ist, dass in der Buchhandlung Bücher des neurechten Verlages Antaios angeboten werden. 

München. Die Bestseller‐Autorin Margarete Stokowski ist mit ihrem aktuellen Buch „Die letzten Tage des Patriachats” auf einer Lesetour in Deutschland unterwegs. Geplant war eine Lesung in der Münchener Buchhandlung Lehmkuhl. Begründet hat Stokowski ihre Absage damit, dass die Buchhandlung Bücher des rechten Verlages Antaios im Angebot hat. Der Besitzer der Buchhandlung zeigt sich überrascht.

Buchhandlungen sollen Orte der Debatte sein”

Der Geschäftsführer der Buchhandlung, Michael Lemling, reagierte umgehend auf die Entscheidung Stokowskis. Die Buchhandlung verstehe sich selbst als linksliberal, darüber hinaus sei es notwendig, die Texte der politischen Rechten zu kennen, wenn man sich mit ihr auseinandersetzen wolle, so Lehmling.

In einem Interview mit Süddeutschen Zeitung begründete Lehmling seine Kritik an Frau Stokowskis Vorgehen: „Die Meinungsfreiheit ist international immer stärker bedroht, Journalisten, Autoren und auch Buchhändler landen im Gefängnis, die Debatten sind hysterisch und vergiftet.” Auch in Deutschland ist die gesellschaftliche Auseinandersetzung auf einem sehr schlechten Niveau, meint Lehmling, denn: „Niemand will mehr miteinander sprechen.” Die Bücher des Antaios-Verlags habe man deshalb im Sortiment, um sich authentisch mit den Positionen der Rechten auseinanderzusetzen und deren Argumentation nachvollziehen zu können. Wir sollten wissen, „wie diese Leute denken und argumentieren, sonst ist die Debatte so hilflos, wie wir es gerade erleben”, ist Lemling überzeugt.

Falsche” Bücher im Sortiment

Margarete Stokowski sieht den Sachverhalt jedoch gänzlich anders. Die Kolumnistin, die sich in ihren Kolumnen vordergründig den Themen Rassismus und Feminismus widmet, kritisiert vor allem, dass das Angebot solcher Bücher zur Normalisierung von rechtem Denken beitragen würde.

In einer Pressemeldung auf der Homepage ihres Verlages meint Stokowski, es gebe einige „rechte Autoren und Autorinnen und Verlage, die man meines Erachtens nicht anbieten sollte, wenn man sich gegen Rechts engagieren will.” Eine Auseinandersetzung mit den Originaltexten der Rechten solle man in Archiven unternehmen, dafür müsse man die Verlage nicht finanziell unterstützen, so Stokowski weiter. Sie halte es für „sehr falsch, diese Titel im Angebot zu haben.”

Zuspitzung der Debatte

Seit gut zwei Jahren findet die Auseinandersetzung zwischen der politischen Linken und Rechten auch auf der Buchmesse statt. Mittlerweile reicht die Debatte aber auch in die Buchhandlung hinein. Zuletzt lieferte das Buch „Finis Germania” von dem Historiker Rolf Peter Sieferle eine anhaltende Debatte in den deutschsprachigen Feuilletons. Die Skandalisierung bestimmter Bücher und Themen trägt dabei weniger zum gegenseitigen Verständnis und einer möglichen Diskussionen bei, sondern zu dem Gegenteil, wie der Fall um Frau Stokowski jüngst zeigt.

 

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Saure Gurke

    6. November 2018 at 11:08

    Krass aber offensichtlich zeigen grad die sich so, die immmer auf Toleranz pochen.
    Wehe, wenn diese ans Ruder kommen.
    Nur ein Beispiel, das sich nicht verheimlichen lässt.

  2. Avatar

    Dr. JWBraun

    6. November 2018 at 12:23

    Eine Auseinandersetzung mit den Originaltexten der Rechten solle man in Archiven unternehmen”
    In Archiven wird man die Bücher schwerlich finden, die Person schreibt welche und kann Archive nicht von Bibliotheken unterscheiden!
    Und warum nicht gleich verbrennen wie 1933, da doch die Letzten Tage der Menschheit – pardon, des Patriarchats – schon gekommen sind.

  3. Avatar

    Anton

    7. November 2018 at 20:27

    Die Kolumnistin, die sich in ihren Kolumnen vordergründig den Themen Rassismus und Feminismus widmet, ist da fehl am Platz. Sie sollte doch lieber in Freiburg, Kandel oder Neukölln hausieren gehen.

  4. Avatar

    Rainer Seifert

    7. November 2018 at 22:31

    Bei ihrer linken Kientel wird das sicher gut ankommen. Übrigens gewinnt man mit dieser dümmlichen Ausgrenzung auch mal den einen oder anderen nicht so schlecht dotierten Buchpreis. In gewissen Kreisen dürfte nun ihr Ansinnen gestiegen sein. Auch wenn diese bislang vielelicht überhaupt noch keine Notiz von der guten Frau nahmen.

    Leider hat sie aber absolut keine Ahnung, was Demokratie bedeutet. Die ist nämlich, genau wie die Champions ligue und die Börse kein Wunschkonzert. Vielelicht lernt sie ja noch dazu, wenn ihre Schützlinge ihr auch mal zu nahe treten. Zumindest darf sie sich dann fragen, was sie in dieser RHichtung auch falsch gemacht hat.

    • Avatar

      Zickenschulze

      8. November 2018 at 15:17

      Das grüne Früchtchen muß erst noch reifen.

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Gesellschaft

Würzburg: Unbekannte attackierten katholischen Verbindungsstudenten

Stefan Juritz

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am

ASDF Symbolbild (CC0)

Zwei Männer schlugen auf den 26‐Jährigen ein und entrissen ihm das Band seiner Studentenverbindung.

Würzburg. – In der Nacht auf Samstag haben zwei Unbekannte einen Verbindungsstudenten angegriffen und beraubt. Der 26‐Jährige – Mitglied der nichtschlagenden, katholischen Verbindung Markomannia Würzburg – wurde bei der Attacke leicht verletzt.

Polizei sucht nach Zeugen

Laut Polizeibericht befand sich der Verbindungsstudent gegen 01:20 Uhr nachts in der Sanderstraße. Dort sei es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Danach schlugen die zwei unbekannten Männer auf den 26‐Jährigen ein und entrissen ihm das Band seiner Studentenverbindung.

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief ergebnislos. Die Kripo Würzburg bittet deshalb um Zeugenhinweise. Telefonnummer: 0931/4571 732


Mitglieder von Studentenverbindungen werden immer wieder von Linksextremen angegriffen. Die Tagesstimme dokumentiert diese Fälle. Informationen und Hinweise kann man an [email protected] senden.

Weiterlesen:

Erneuter Angriff auf Burschenschafter in Jena” (18.06.2019)

Passau: Mutmaßliche Linksextremisten attackieren Burschenschafter” (13.06.2019)

Vermummte Linksextreme griffen patriotische Studenten in Lokal an” (04.05.2019)

Braunschweig: Mutmaßliche Linksextreme verprügeln Burschenschafter” (22.11.2018)

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Gesellschaft

Identitäre kritisieren „krasse Rechtsbrüche” der Polizeiführung

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Identitäre vor dem "Flamberg" in Halle. Bild: Identitäre Bewegung Deutschland

Die geplante Demo in Halle konnte nicht stattfinden. Die Identitären werfen der Polizeiführung vor, sich zu „Verbündeten des linken Mobs” gemacht zu haben.

Halle (Saale). – Eigentlich wollte die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) am Samstag in Halle unter dem Motto „Es bleibt unsere Heimat – Europa verteidigen” demonstrieren Doch dazu kam es nicht. Die Versammlungsbehörde entschied am Nachmittag, die genehmigte Demonstration abzusagen – aus „Sicherheitsbedenken”, wie es vonseiten der Polizei hieß. Das geplante Sommerfest der Identitären im patriotischen Hausprojekt Flamberg in der Adam‐Kuckhoff‐Straße konnte jedoch mit 350 Teilnehmern trotzdem stattfinden. Demgegenüber standen laut Medienberichten etwa 3.000 linke Gegendemonstranten.

Identitäre üben scharfe Kritik

In einer Aussendung beklagten die Identitären, dass viele Teilnehmer trotz einer angemeldeten Versammlung in der Adam‐Kuckhoff‐Straße stundenlang nicht zur Veranstaltung gelassen wurden. „Die Führung der Polizei in Halle hat hier wissentlich Recht gebrochen und sich zu Verbündeten des linken Mobs gemacht, um die Grundrechte für Patrioten einschränken.”

Auto von IB‐Aktivisten angezündet

Schon am Vormittag hatten linke bis linksextreme Gruppen mit Sitzblockaden und spontanen Gegenprotesten begonnen, um die Demonstration der Identitären zu verhindern. Einige linke Gegendemonstranten versuchten schließlich, direkt zum patriotischen Zentrum Flamberg zu gelangen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Am Nachmittag zündeten bisher unbekannte Täter in der Hollystraße sogar ein Auto mit Berliner Kennzeichen an. Nach Angaben von IBD‐Sprecher Daniel Fiß gehörte das Fahrzeug einem identitären Aktivisten. Doch dem nicht genug: Laut Identitären sollen Linksextreme parallel zu den Gegendemonstrationen auch in drei Wohnungen von „patriotischen Akteuren” in Halle eingebrochen sein und Buttersäure versprüht haben.

Polizei: „Einige Straftaten”

Wie die Mitteldeutsche Zeitung in ihrem Liveticker berichtete, habe es laut Polizei neben Sachbeschädigungen auch „einige Körperverletzungen und Rangeleien gegeben – die aber nicht schwerwiegend gewesen seien”. Weiters habe die Polizei mehrere Platzverweise ausgesprochen und vereinzelt auch Zwang angewandt. Von der Polizei hieß es in einer Aussendung am Abend: „Ein Großteil der Versammlungsteilnehmer demonstrierte friedlich. Dennoch waren einige Straftaten zu verzeichnen.”

Linksextreme Gewalteskalation

Bereits vor dem Wochenende war es zu mutmaßlich linksextremen Angriffen auf Identitäre gekommen. So wurden in der Nacht auf Freitag in Leipzig und Rostock zwei Autos von identitären Aktivisten angezündet. „Dies ist das Ergebnis der wochenlangen Hetze und Radikalisierung linker und linksextremer Kräfte”, kritisierten die Identitären auf ihrer Homepage.

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Gesellschaft

IS‐Sympathisantin bittet um Heimkehr nach Österreich

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Flagge von Österreich / Ursularegina [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die junge Salzburgerin war Ende Juni 2014 über die Türkei nach Syrien gereist, um sich dort dem IS anzuschließen.

Salzburg. Die aus Salzburg stammende Maria G., die mit ihren beiden Kindern in einem kurdischen Internierungslager in Nordsyrien sitzt, bittet um Heimkehr nach Österreich. Die heute 22‐Jährige war vor fünf Jahren heimlich nach Syrien gereist, um sich der Terrormiliz „Islamischer Staat” (IS) anzuschließen. Nun sitzt sie im Vertriebenenlager Al‐Hol im Nordosten Syriens ein. In einem dort geführten Gespräch sagte sie über ihre Entscheidung, es tue ihr „unendlich leid”.

Kinder weiterhin radikalisiert

In Syrien heiratete die junge Frau laut profil-Bericht ein IS‐Mitglied und bekam von ihm zwei Söhne. Viele im Lager einsitzende Frauen würden noch immer die Ideologie des IS vertreten und ihre Kinder radikalisieren. „Viele werden von ihren Müttern, die im Kopf den ‚Islamischen Staat‘ noch nicht aufgegeben haben, richtiggehend darauf gedrillt, Terroristen zu werden”, so Maria G. Laut profil lebt die Familie in einem abgegrenzten Teil des Camps, das sie nicht verlassen darf. Die Zustände seien chaotisch, die hygienischen Einrichtungen katastrophal, Lebensmittel knapp. Lagerinsassen würden von Messerstechereien berichten.

Außenministerium prüft Fall

Ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums erklärte auf Anfrage des profil, dass man sich um eine „humanitäre und medizinische Versorgung der Kinder” bemühe. Außerdem prüfe das Außenministerium auch die Rückholung der beiden Kindern, die eineinhalb und dreieinhalb Jahre alt sind. Bereits Ende Juni teilte ein Sprecher des Außen‐ und Europaministeriums (BMEIA) der APA mit, dass man „alle Umstände des Falles” prüfe. Das Kindeswohl stehe für das BMEIA dabei im Mittelpunkt.

Ende Juni 2014 war die damalige Teenagerin Maria G. über die Türkei nach Syrien gereist, ein halbes Jahr nach ihrer Konversion zum Islam. Seit Juni 2015 ist sie mit Europäischem Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben.

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