Gesellschaft

Unfassbar: Anschlag auf Wiener Friseur, weil er Patrioten die Haare schnitt

IBÖ-Leiter Martin Sellner mit frisch geschnittenen Haaren nahe seines Stammfriseurs. Weil er dies regelmäßig tut, beschmierten mutmaßliche Linksextremisten dessen Auslagen. Screenshot: Youtube [@00:10]

Ein Wiener Friseur musste unlängst unliebsame Bekanntschaft mit mutmaßlichen Linksextremen machen. Der Grund: Er schneidet dem österreichischen Identitären‐Chef Martin Sellner regelmäßig die Haare. 

Wien. – Der bekannte patriotische Aktivist berichtete in einem YouTube‐Video davon, dass ihm sein Stammfriseur im sechsten Wiener Gemeindebezirk von einem unglaublichen Vorfall erzählt habe. Dieser sei von einem Freund kontaktiert worden, dass seine Auslage mit einschlägigen Parolen beschmiert worden wäre. Bei diesem „Farbanschlag” auf den kleinen Friseurladen wurden offenbar die Worte „Nazi‐Sau”, „Identitären‐Sau” und „Freund der Identitären” hinterlassen.

Angriff auf Sellners Stammfriseur

Sellner zeigte sich über diesen Vorfall entsetzt. Der beliebte Coiffeur sei nämlich „komplett unpolitisch” und schneide jedem die Haare, der sich ordentlich benehme und dafür bezahle. Sogenannte „Antifaschisten” hätten den Laden nun anhand einer Instagram‐Story ausfindig gemacht. Diese – wie Sellner ironisch hinzufügt – „Helden der Arbeiterklasse” hätten jenem nun „eine Lektion erteilen” wollen.

Dieser Schuss sei allerdings nach hinten losgegangen: Der Friseur schneide ihm weiterhin die Haare und sei stattdessen wütend auf die „linke Szene und die Antifa”. Das freue Sellner zwar, gleichzeitig verärgere ihn aber der Vorfall. Denn dies zeige, dass diese „Gfraster” jeden Menschen in seinem Umfeld – und schneide er nur sein Haupthaar – als „Feind” betrachten würden.

Wutrede gegen „verrückte, fanatische Ideologen”

Sellner führte den feigen Farbanschlag auf eine kolportierte linksradikale Vormachtstellung zurück. Deren Akteure bezeichnete er als „verrückte, fanatische und geistesgestörte Ideologen”, die kleinen Unternehmern die „Existenzberechtigung” absprächen, wenn sie ihm auch nur die Haare schnitten. Diese Ideologen würden die „Unis besetzen” und auch die „Medien machen”.

Er bekomme einen Zorn auf „die ganzen miesen Sozialisten”, welche „diese Strukturen mittragen” würden, so Sellner in seiner Wutrede. Diese bekämen einerseits im Vieraugengespräch ihren Mund nicht auf. In der Nacht hingegen würden sie sich „Sturmhauben überziehen” und dem Friseur seines Vertrauens das Schaufenster beschmieren. Journalisten etwa würden in diesem Klima solche Strukturen „in ihrem Wahnsinn legitimieren” und „decken”.

Sellner wettert über „linken Sumpf”

Der Identitären‐Chef erinnerte weiter daran, dass sie mit solchen Aktionen das genaue Gegenteil ihres Planes bewirkten. Sein Friseur schneide jedem Menschen die Haare – auch „ehemaligen Sozialisten, Geheimräten und ganz normalen Arbeitern”. All diese Personen würden sich bei Bekanntwerden dieser Geschichte freuen, dass linke politische Kräfte nicht mehr an der Macht seien.

Leider, so Sellner, handle es sich hier um einen „linken Sumpf”. Wenn linksgerichtete Personen ihn im Fernsehen als „Neonazi” bezeichnen oder seinem Friseur das Schaufenster beschmieren, sei dies „ein und dieselbe Systematik”. Er ruft seine Follower auf, seinen Friseur – seiner Ansicht nach ein „leiwander Typ” – mit Aufträgen zu unterstützen. Damit zeige man ihm, dass es auch „normale” junge Menschen gäbe, nicht nur „linke Gfraster”.

Friseur: Derartige Vorfälle „gang und gäbe”

Der betroffene Friseur bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Tagesstimme am Donnerstag. Er selbst habe von der Untat tatsächlich durch den Anruf einer Kundschaft erfahren. Auf die Frage, ob er derartige Umtriebe in Österreich für möglich gehalten hätte, beklagte er, dass dies mittlerweile „leider gang und gäbe” wäre. Außerdem bat der Wiener darum, auf eine namentliche Nennung seiner Person oder Geschäfts zu verzichten. Möglicherweise auch aus Sorge, dass sich solche Untaten wiederholen könnten.

1 Kommentar

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  • Was hätten denn diese absolut Irren getan, wenn der Frisör ein Migrant wäre?

    Solche Leute – als Menschen mag man sie gar nicht mehr bezeichnen – sind keinen Deut besser als Hitlers und Mussolinis brandschatzende Banden.

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