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Warschau: Hunderttausende Patrioten feiern Unabhängigkeit Polens

Stefan Juritz

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Zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Polens verwandelten über 200.000 Menschen die Hauptstadt Warschau in ein rot-weißes Flaggenmeer. 

Warschau. Am Sonntag haben in Warschau Hunderttausende Menschen an einem Umzug zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Polens teilgenommen. Die Polizei sprach von über 200.000 Teilnehmern. Veranstaltet wurde der Unabhängigkeitsmarsch in diesem Jahr erstmals von der Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit” (PiS). Unter den Teilnehmern fanden sich Medienberichten zufolge auch Polens Präsident Andrzej Duda, Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und PiS-Parteichef Jaroslaw Kaczyński sowie zahlreiche patriotische, rechte und nationalistische Gruppen.

Streit um Unabhängigkeitsmarsch

Den Feierlichkeiten ging ein Streit um den von polnischen Nationalisten geplanten Marsch voraus. Die Bürgermeisterin von Warschau hatte die Veranstaltung wegen angeblicher Sicherheitsbedenken verbieten lassen. Ein Gericht hob die Entscheidung jedoch auf. Die konservative Regierungspartei PiS meldete daraufhin eine eigene Veranstaltung an und lud alle Polen zur einem gemeinsamen Marsch ein. Die Opposition warf der Regierung vor, damit nationalistische Gruppen unterstützt zu haben.

Als Bedingung hatte die Regierung laut Medienberichten gefordert, dass bei dem Marsch ausschließlich polnische Nationalflaggen gezeigt werden. Einem Bericht der deutschen Zeit zufolge bezeichnete die polnische Regierungssprecherin Joanna Kopcińska den Umzug als „den größten Marsch freier Polen in einem freien Polen”.

Eindrücke vom Sonntag:

 

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Nahe Athen: Verletzte bei Protesten gegen Asyllager

Joshua Hahn

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In Griechenland haben Anwohner der Ortschaft Malaska eine Straße besetzt, um gegen ein örtliches Asyllager zu protestieren. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.

Malaska. – Die Anrainer protestierten laut Bericht der „Welt“, weil die im Lager untergebrachten Migranten sich nicht an die verhängten Ausgangsregelungen hielten – auch nicht, als ein Asylant positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Einheimischen wollten nun ihrem Unmut in Form einer Straßenblockade Ausdruck verleihen.

Im Rahmen des darauffolgenden Polizeieinsatzes kam es jedoch zu Zusammenstößen, bei denen auch Demonstranten verletzt wurden. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Der Bürgermeister des Ortes, der selbst an den Protesten teilnahm, erklärte gegenüber einer lokalen Zeitung: „Es war ein friedlicher Protest, und wir wurden verprügelt.“

Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der ansässigen Polizei aber auch sechs Beamte verletzt.

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Nach Krawallen: Trump will Antifa als Terrororganisation einstufen

Stefan Juritz

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Der US-Präsident macht linkextreme Antifa-Gruppen für die Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten verantwortlich.

Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter einmal mehr angekündigt, die linksextreme „Antifa” als Terrororganisation einstufen zu wollen. Hintergrund sind die seit mehreren Tagen anhaltenden Ausschreitungen und Plünderungen in unzähligen Städten, nachdem ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz getötet worden war. Trump vermutet hinter den Krawallen vor allem linksextreme Gruppen. „Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt“, hatte der US-Präsident bereits am Samstag gesagt. Auch US-Justizminister William Barr schlägt in dieselbe Kerbe. In einer Rede meinte Barr, die Gewalt bei den Protesten werde häufig „von anarchistischen und linksextremistischen Gruppen geplant, organisiert und angetrieben“.

Umsetzung fraglich

Ob es aber überhaupt möglich ist, die Ankündigung Trumps umzusetzen, scheint zumindest fraglich. Denn es existiert keine einheitliche „Antifa”-Organisation, sondern verschiedene Gruppen und Strömungen innerhalb der linken bis linksextremen Szene verwenden diesen Begriff als Selbstbezeichnung.

Bereits im Vorjahr hatte Trump auf Twitter erwägt, die „die Antifa” als Terrororganisation einzustufen. Anlass dafür war ein linksextremer Angriff auf einen konservativen Journalisten in Portland. Gewalttäter der Antifa bezeichnete Trump anschließend bei einer Wahlkampfveranstaltung als „kranke, schlimme” Menschen (Die Tagesstimme berichtete).

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Kritik an Kulturamtsleitung: Uwe Tellkamp stellt sich hinter Jörg Bernig

Monika Šimić

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Im Streit um die Besetzung der Kulturamtsleitung in der sächsischen Stadt Radebeul hat sich Wahlsieger Jörg Bernig in einem Brief nun erstmals selbst zu Wort gemeldet.

Radebeul. – Vor gut einer Woche wurde der Autor Jörg Bernig in einer geheimen Wahl zum neuen Kulturamtsleiter der Stadt Radebeul in Sachsen gewählt. Nachdem bekannt wurde, dass die meisten Stimmen vermutlich von CDU und AfD kamen, wurde vonseiten linker Politiker und Akteure starker Protest laut. Die Stadtverwaltung Radebeul plant nun, die Wahl in einer nicht öffentlichen Sitzung zu wiederholen. Unterdessen kommt für Bernig Unterstützung von anderer Seite. Auch der Autor selbst meldete sich in einem Brief an die Präsidentin des Schriftstellerverbandes PEN, Regula Venske, erstmals zu Wort.

Bernig übte Kritik an Merkels Migrationspolitik

„Wegen meiner kritischen Beobachtung und Einlassungen zur Migrationspolitik der Bundesregierung und wegen der von mir kommentierten Rolle weiter Teile der Medien bei der Begleitung dieser Politik” gebe es Stimmen der Irritation zur Wahl, schreibt Bernig in dem Brief. Darin betont er auch, dass es in dieser Angelegenheit nicht um das PEN-Präsidium und die PEN-Charta gehe, der er sich verbunden und verpflichtet fühle, sondern „um das Gemeinwesen und die Dienste, die das Kulturamt ihm anbietet”, so Bernig. Er sehe die Aufgabe eines Kulturamtsleiters darin, „so viel Kultur in seine Stadt zu bringen, wie er nur kann”.

„Wir leben in einer schmerzlichen Zeit. Trennung, Spaltung, Riß – das sind gern herangezogene Wörter zur Beschreibung des Zustandes der Gesellschaft. Meine Hoffnung ist, daß wir einander auf dem kulturellen Feld mit Offenheit, Interesse und Anerkennung begegnen und damit der Zerrissenheit unserer Gesellschaft entgegensteuern”, schreibt Bernig in seinem Brief weiter. Es gehe auch darum, „was wir den uns Nachfolgenden vorleben und was wir ihnen hinterlassen”, erklärt der Autor, und „nicht wechselseitige Ausgrenzung, sondern die Suche nach Gemeinsamkeiten”. Darum hatte er sich für den Posten als Kulturamtsleiter beworben. „Nicht mehr, aber weniger auch nicht”, schließt Bernig.

Prominente Unterstützung für den Autor

Mittlerweile haben sich auch Prominente wie der Schriftsteller Uwe Tellkamp, der Chef der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, der Schauspieler Uwe Steimle, die Schriftstellerin Angela Krauß und andere mit einem Brief an den Oberbürgermeister von Radebeul, Bert Wendsche, gewandt und drückten darin ihre Unterstützung für Bernig aus.

„Kritische, von Gesetz und Meinungsfreiheit gedeckte Positionen zu unserer Einwanderungspolitik, zur Rolle bestimmter Medien und Politiker in der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre sind kein Grund, seine (Jörg Bernigs, Anm. d. Red.) persönliche und berufliche Integrität anzugreifen und damit zu versuchen, seine Berufung zum Kulturamtsleiter der Stadt Radebeul rückgängig zu machen”, schreibt Tellkamp. Zur Demokratie gehöre es, Wahlergebnisse auch dann auszuhalten, „wenn sie denen, die nicht gewählt worden sind, missfallen”, betont Tellkamp abschließend.

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