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Advocates Abroad’: So reagiert NGO-Sprecherin auf die Vorwürfe

Julian Schernthaner

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In einer Aussendung bezog die Sprecherin der NGO Advocates Abroad, Ariel Ricker, nun Stellung zu den Vorwürfen in einem Video eines kanadisch-britischen Dokumentarfilmteams. 

Athen/Mytilini. – Am Montagabend ließen die Macher der kommenden Borderless-Doku, Lauren Southern und George Llewelyn-John, eine mediale Bombe platzen. Letzterer fertigte den Mitschnitt eines Vieraugengesprächs mit der Organisationsleiterin Ricker an. Diese soll darin zugegeben haben, Migranten zu Falschinformationen bei Einwanderungsbehörden angestiftet zu haben – Die Tagesstimme berichtete.

Wollten „Trauma wahrheitsgetreu darstellen”

Nun kommt die ausführliche Reaktion. In einer Stellungnahme, welche der Tagesstimme vorliegt, äußerte sich Ricker zu den Vorwürfen. Die Unterstellung des Videos, man habe die Migranten zu unehrlichen Angaben überredet, entspräche nicht der Wahrheit. Man habe die Einwanderungswilligen niemals überzeugt, falsche Darstellungen oder Lügen darzubieten, und werde dies auch weiterhin nicht tun. Vielmehr habe man sie angeregt, ihr Trauma in aller Tiefe und „möglichst wahrheitsgetreu” darzustellen.

Man beschäftige sich damit, das Leben und die Sicherheit auch der Migranten zu schützen. Man sei nach Griechenland gegangen, um Menschen jenen Frieden zurückzugeben, der ihnen „gestohlen” wurde. Damit verbinden sei auch ein Bekenntnis zur Integrität des griechischen Asylsystems. Dieses habe in vielen Fällen zu einer Verleihung des Asylstatus geführt. Man habe die Gelegenheit bekommen, das dortige System verbessern zu helfen. Advocates Abroad zeigten sich glücklich, dass eigene Vorschläge in diesem Feld oftmals zur Umsetzung kamen.

Extremisten”: Unterstellungen gegen Dokufilmer

Gleichzeitig kritisierte Ricker sowohl die Enthüllungen als auch die Reaktionen der Öffentlichkeit darauf scharf. Die Darstellung im Video präsentiere ihre informellen Kommentare „außerhalb ihres Kontexts”. Auf diese Weise scheine es, als ob man nicht für die eigenen Prinzipien einstehe. Die Macher des Videos hingegen seien angeblich „Extremisten”. Deren einziges Ziel sei es, zu „gewaltsamer Opposition gegen Flüchtlinge” und deren Unterstützer „aufzustacheln”.

Aus welchen Beweggründen sie zum Schluss kam, dass es sich bei den beiden patriotischen Dokufilmern um „Extremisten” handle, ließ Ricker gleichzeitig offen. Bereits im Vorjahr unterstellten linke Gruppierungen Southern aufgrund ihrer Teilnahme an einer Aktion gegen asylfreundliche NGOs in Italien, derartige Ziele zu verfolgen. Southern hingegen verteidigte ihre Standpunkte damit, dass ein Ende der einwanderungsfreundlichen Politik vielmehr „Leben rette”.

Angeblich tausende Drohungen gegen NGO

Dem nicht genug: Seit Bekanntwerden der Vorwürfe habe man angeblich nicht weniger als 37.000 Drohbriefe erhalten. Die enthaltenen Drohungen seien zwar „herzzerreißend” – bestärkten die Organisation allerdings nur in ihrem „Engagement”. Die Migranten hätten ein „Recht auf Zuflucht”, man wolle dieses weiterhin bewahren. Natürlich respektiere man dabei die jeweiligen Rechtssysteme.

Ihre Aussagen im Mitschnitt, wonach die Offiziellen des Europäischen Asylzentrums für Asylfragen (EASO) ‚verdammt dumm’ wären, entkräftet sie damit allerdings nicht. Möglich also, dass es sich um eine Schutzbehauptung handelt, damit sich wichtige Partneruniversitäten und ‑organisationen nicht von der NGO distanzieren. Einem Tweet Southerns zufolge hätten die Vereinten Nationen die Enthüllungen jedenfalls als „alarmierend” bezeichnet.


Weiterlesen: 

Aufgedeckt: NGO‐Anwälte sollen Migranten zum Lügen angestiftet haben (13.11.2018)

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Randalierer schießt auf Polizisten: Gewalt in den USA eskaliert weiter

Stefan Juritz

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Bei den Protesten in Las Vegas fiel plötzlich ein Schuss und ein Polizist ging zu Boden. Der Beamte liegt nun im Krankenhaus und ringt mit dem Leben.

Las Vegas. – Wie in zahlreichen anderen US-Städten finden auch in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada seit mehreren Tagen Proteste und Ausschreitungen statt. Am Montagabend erreichte die Gewalt in der Stadt einen neuen Höhepunkt. Wie Polizeichef Joseph Lombardo in einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen bekannt gab, wurde gegen 23 Uhr ein Polizist erschossen. Er befindet sich aktuell in einem „extrem kritischen Zustand” und benötigt lebenserhaltende Maßnahmen.

Ein Schuss und der Polizist ging zu Boden

Den Angaben der Polizei zufolge hatte eine große Gruppe von Randalierern zuvor Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. „Die Beamten versuchten gerade, einige der Demonstranten in Gewahrsam zu nehmen, als ein Schuss fiel und unser Kollege zu Boden ging”, erzählte der Polizeichef auf der Pressekonferenz. Der tatverdächtige Schütze wurde von der Polizei festgenommen, berichtet KTNV Las Vegas.

Fast zur gleichen Zeit kam es in Las Vegas zu einem weiteren Vorfall. Laut Bericht von ABC News waren Polizisten bei einem Gerichtsgebäude postiert, um es vor Demonstranten zu schützen, als ein bewaffneter Mann aufgetaucht sei. Als die Beamten sich dem Mann näherten, habe dieser zur Waffe gegriffen und sei deshalb von der Polizei erschossen worden. Der Verdächtige starb anschließend im Krankenhaus.

Gewalt eskaliert weiter

Mittlerweile finden an zahlreichen Orten gewalttätige Ausschreitungen – darunter Plünderungen und Brandstiftungen –  statt. 40 US-Städte haben deshalb bereits nächtliche Ausgangssperren verordnet. Auch bei den Protesten in St. Louis wurde am gestrigen Montag auf Polizeibeamte geschossen. Medienberichten zufolge wurden dabei vier Polizisten verletzt. „Die Leute kamen nur her, um zu stehlen, um Eigentum zu zerstören und um Beamte zu verletzen”, sagte Polizeichef John Hayden laut Bericht des St. Louis Public Radio.

Zu einer Eskalation der Gewalt kam es auch in Chicago. Laut Medienberichten wurden bei Unruhen in einem Vorwort zwei Menschen getötet. Mindestens 60 Personen wurden verhaftet, wie NBC Chicago berichtete.


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Nahe Athen: Verletzte bei Protesten gegen Asyllager

Joshua Hahn

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In Griechenland haben Anwohner der Ortschaft Malaska eine Straße besetzt, um gegen ein örtliches Asyllager zu protestieren. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.

Malaska. – Die Anrainer protestierten laut Bericht der „Welt“, weil die im Lager untergebrachten Migranten sich nicht an die verhängten Ausgangsregelungen hielten – auch nicht, als ein Asylant positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Einheimischen wollten nun ihrem Unmut in Form einer Straßenblockade Ausdruck verleihen.

Im Rahmen des darauffolgenden Polizeieinsatzes kam es jedoch zu Zusammenstößen, bei denen auch Demonstranten verletzt wurden. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Der Bürgermeister des Ortes, der selbst an den Protesten teilnahm, erklärte gegenüber einer lokalen Zeitung: „Es war ein friedlicher Protest, und wir wurden verprügelt.“

Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der ansässigen Polizei aber auch sechs Beamte verletzt.

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Nach Krawallen: Trump will Antifa als Terrororganisation einstufen

Stefan Juritz

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Der US-Präsident macht linkextreme Antifa-Gruppen für die Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten verantwortlich.

Washington D.C. – US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter einmal mehr angekündigt, die linksextreme „Antifa” als Terrororganisation einstufen zu wollen. Hintergrund sind die seit mehreren Tagen anhaltenden Ausschreitungen und Plünderungen in unzähligen Städten, nachdem ein Afroamerikaner bei einem Polizeieinsatz getötet worden war. Trump vermutet hinter den Krawallen vor allem linksextreme Gruppen. „Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt“, hatte der US-Präsident bereits am Samstag gesagt. Auch US-Justizminister William Barr schlägt in dieselbe Kerbe. In einer Rede meinte Barr, die Gewalt bei den Protesten werde häufig „von anarchistischen und linksextremistischen Gruppen geplant, organisiert und angetrieben“.

Umsetzung fraglich

Ob es aber überhaupt möglich ist, die Ankündigung Trumps umzusetzen, scheint zumindest fraglich. Denn es existiert keine einheitliche „Antifa”-Organisation, sondern verschiedene Gruppen und Strömungen innerhalb der linken bis linksextremen Szene verwenden diesen Begriff als Selbstbezeichnung.

Bereits im Vorjahr hatte Trump auf Twitter erwägt, die „die Antifa” als Terrororganisation einzustufen. Anlass dafür war ein linksextremer Angriff auf einen konservativen Journalisten in Portland. Gewalttäter der Antifa bezeichnete Trump anschließend bei einer Wahlkampfveranstaltung als „kranke, schlimme” Menschen (Die Tagesstimme berichtete).

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