Deutschland Politik

Seehofer will linksextreme Rote Hilfe verbieten

Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Die am schnellsten wachsende linksextreme Gruppe in Deutschland, zu deren Mitgliedern oder Unterstützer auch linke Politiker zählen, will Horst Seehofer nun verbieten.

Berlin.  Wie der Focus aktuell berichtet, will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die als verfassungsfeindlich eingestufte und linksextreme Oranisation Rote Hilfe verbieten. Die Gefangenenhilfsorganisation, die 1975 gegründet wurde und mittlerweile schon 9.000 Mitglieder zählt, unterstützt linksradikale Straftäter nicht nur juristisch, sondern auch finanziell.

Wichtiger Akteur bei gewalttätigen Demonstrationen

Im Gegenzug für die Unterstützung dürfen die Straftäter keine Aussagen bei der Polizei machen. Weiters müssen sie sich dazu verpflichten, auch nach verbüßter Strafhaft den „revolutionären Straßenkampf” fortzusetzen. Die Organisation tritt außerdem bei allen größeren gewalttätigeren Demonstrationen auf, unter anderem bei den Ausschreitungen rund um den G20‐Gipfel im Juni 2017 in Hamburg. Nach Beendigung des Gipfels rief die Rote Hilfe auf ihrer Webseite zur Solidarität mit jenen Personen auf, die im Rahmen der gewalttätigen Ausschreitungen festgenommen wurden beziehungsweise mit Strafverfahren rechnen mussten.

Auch linke Politiker bei der Roten Hilfe

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes handelt es sich bei der Organisation um die am schnellsten wachsende linksextreme Gruppe in Deutschland. Für Anwälte gebe die Rote Hilfe pro Jahr bis zu 250.000 Euro aus, die Straftätern zur Seite gestellt werden. Dabei zahlen einzelne Mitglieder Jahresbeiträge zwischen 90 und 120 Euro. Unterstützt wird die Rote Hilfe auch von zahlreichen Politikern, überwiegend aus dem linken Spektrum. So gehören laut Focus zu den Mitgliedern oder Unterstützern der Organisation die Linke-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Pia Zimmermann und Norbert Müller. Auch die Vorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, wird im Focus-Bericht genannt. Dem widerspricht hingegen der stellvertretende Pressesprecher der Linken, Martin Bialluch, in einer E‐Mail an die Tagesstimme: „Frau Kipping ist inzwischen wieder ausgetreten.”

Ebenfalls unterstützt wurde die Rote Hilfe in den vergangenen Jahren von zahlreichen Mitgliedern der SPD und der Jungsozialisten.

Rote Hilfe auch in Wien

Seit 14. Jänner 2018 gibt es auch in Österreich einen Ableger der Organisation. Die Rote Hilfe Wien – Solidaritätsorganisation nahm laut eigenen Angaben am 18. September 2018 „am Vorabend der Proteste gegen den EU Gipfel in Salzburg” ihre Arbeit auf. Außerdem stellte sich die Organisation im Rahmen des Antifa Café der Autonomen Antifa [w] (Anm. d. Red. Autonome Antifa Wien), die als linksextrem eingestuft werden kann, vor.

Die Rote Hilfe hat sich bis heute nicht von den Attentaten der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF) distanziert. Weiters bezeichnet sie die Fahndung nach drei der seit Jahren flüchtligen RAF‐Tätern als „unnachgiebige Menschenjagd”.

 

(Artikel aktualisiert am 04.12.2018, 13:57 Uhr)

2 Kommentare

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  • Da wacht der Horst ja spät auf.
    Augenöffnung aus einer Hebellwirkung: hat ihm der Sensenmann bereits einmall auf die Schulter geklopft?
    Ich sags ja immer: Geldhahn zudrehen.
    Gibt es für diese geistigen Brandstifter keine Gefängnisse?

    Das Problem ist hausgemacht und hausgesteuert.

    • RAF – Das ist lange her. Ich bin kein Freund schneller Antworten, wo es um menschliche Dinge geht, egal welcher Menschen. Die Kausalketten sprechen eigentlich jeden Menschen frei, denn sobald du irgendeine Entscheidung triffst, hast du deine Freiheit aufgegeben und wirst bestimmt, sei es auch durch das Gefüge deiner Psyche, das eben auch von außen beeinflußt worden war, und hier kann die Schuld eben an einem negativen Außen liegen, nicht bei der sich entschließenden und dementsprechend handelnden Person. Zu welchen Zeiten war dieses Außen für ausnahmslos alle so positiv und hilfreich, daß man die Schuld mit völliger Sicherheit dem Innen zuschreiben könnte. Ich werde niemals urteilen: Dieser oder jener war von Geburt an ein Verbrecher, unheilbar, man bestrafe oder töte ihn, vielleicht gar schon im frühesten Kindesalter, falls man es erkennen sollte. Unter Garantie: Der übelste Mensch, lebt er auch nur ein einziges Jahr mit Guten zusammen, die ihm helfen und ihn lieben, wird exakt so wie seine Umgebung; denn Glück und Wohlbefinden weiß jedermann von Leid und Unzuverlässigkeit zu unterscheiden. Ich heile also prinzipiell und strafe nicht! Letzteres ist Dressur! Wer es nicht lassen kann, mag Tiere bewußt dressieren, ihrer Natur Gewalt antun, aber Menschen doch wohl NIEMALS ! Für Menschen trägt man Sorge, aber dressiert sie nicht! Oder?

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