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Gesellschaft

Berlin: Wirbel um vermeintliches Coca-Cola-Plakat gegen AfD

Julian Schernthaner

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Bild: Screenshot Twitter.

In der deutschen Bundeshauptstadt sorgte ein Plakat für Aufregung in sozialen Medien. Später stellte sich heraus, dass dies kein offizielles Coca-Cola-Sujet ist – hochrangige Vertreter der Firma mit dessen Aussage allerdings konform gehen. 

Berlin. – Das Plakat zeigt einen klassischen Weihnachtsmann in der Interpretation des amerikanischen Brauseherstellers, dazu Christbaumschmuck und das Logo der Firma. Ein Slogan schießt scharf gegen die größte deutsche Oppositionspartei: “Für eine besinnliche Zeit: Sag’ Nein zur AfD!” Da die Ersteller auch den firmentypischen Schriftzug benutzten, sollte wohl der Eindruck entstehen, der beliebte Getränkehersteller sei der Urheber der Grafik.

Kein offizielles Plakat – Zustimmung zu Inhalt

Dem aufmerksamen Beobachter fiel freilich auf, dass es sich um keine aktuelle Werbeschaltung der Firma handeln kann. Die Frankfurter Rundschau identifiziert die Macher des sogenannten “AfDentskalender” als potenzielle Akteure. Auf Anfrage der Tagesstimme bestätige eine Sprecherin von Coca-Cola den Befund, dass das Plakat nicht von Coca-Cola stammt.

Vielmehr habe jemand die Botschaft “auf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats” selbst gebastelt. Obwohl nicht dafür maßgeblich, verwies uns die Getränkefirma auch auf eine Twitter-Stellungnahme des Kommunikationschefs von Coca-Cola Deutschland. Dieser ließ darin anklingen, dass er der Kernaussage des Sujets offenbar durchaus etwas abgewinnen könne.

AfD-Pasemann: “Politische Hetze”

Keine Freude mit diesem Statement seitens eines Offiziellen des Unternehmens hatten unterdessen Mitglieder der betroffenen Partei. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann beklagte “politische Hetze” gegen eine vom Volk legitimierte Partei. Er habe seinerseits “nicht glauben” können, dass sich ein internationaler Konzern an solchen Handlungen beteilige.

Coca-Cola: Gratisgetränke bei #wirsindmehr

Damit bezieht die Firma nicht zum ersten Mal Stellung gegen Patrioten. Bereits im September sorgte der Getränkeriese für gesellschaftliche Debatten, als man sich mit Gratisausschank seiner Produkte beim umstrittenen #wirsindmehr-Konzert beteiligte. Zuvor war es in Chemnitz nach der Tötung eines deutsch-kubanischen Familienvaters mutmaßlich durch einen Messerangriff abgelehnter Asylwerber zu tagelangen Protesten aufgebrachter Bürger gekommen.

Bei diesem Konzert spielte unter anderem die mehrfach in Verfassungsschutzberichten des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwähnte linksextreme Band Feine Sahne Fischfilet. Die Hip-Hop-Gruppe K.I.Z. sorgte mit ihrer Darbietung einer geschmacklosen Textzeile (“Ich ramm’ dir die Messerklinge in die Journalistenfresse”) für einen handfesten Eklat – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen: 

#wirsindmehr‐Band: „Ich ramm dir die Messerklinge in die Journalistenfresse“ (4.9.2018)

#wirsindmehr: Antikapitalisten mit multinationalen Konzernen gegen rechts? (3.9.2018)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. Dezember 2018 at 14:55

    Alle Gutmenschen, die heute noch mit dem mainstream mitheulen, werden eines nicht so fernen Tages, nämlich dann, wenn die Resultate dieses irren Willkommenwahns noch viel deutlicher werden, sagen:

    “Wir wollten doch nur helfen.”

    Dass man auch dazu sein Gehirn einschalten sollte, sofern in ausreichender Menge vorhanden, konnten sie natürlich nicht wissen.

  2. Avatar

    starghost

    4. Dezember 2018 at 20:07

    coca cola scheint anso daran mitzuwirken abscheuliche straftaten zu akzeptieren und mit der verharmlosung dieser auf schiene zu sein .sich mit den stinkenden zu verbünden und die hetze der toten hosen mit gratis cola zu unterstützen ist ein scheißzug den vielen opfern gegenüber um die nicht offen getrauert werden darf. ich hoffe der konzern erleidet umsatzeinbußen die spürbar sind.

  3. Avatar

    Gerhard Jarosch

    4. Dezember 2018 at 21:48

    Wie scheinheilig zu sagen: Kein offizielles Werbeplakat von Coca Cola, aber mit dem Inhalt einverstanden. Für mich ist das ganz einfach: Entweder Coca Cola distanziert sich deutlichst vom Inhalt des Plakats, belangt den für dieses Plakat Verantwortlichen für den rechtswidrigen Mißbrauch der Marke und rügt öffentlichkeitswirksam seine Mitarbeiter dafür, daß sie für private Weltanschauungen und parteipolitische Präferenzen den Markennamen mißbrauchen oder aber jeder freiheitsliebende Demokrat hat allemal das Recht, öffentlich die Marke Coca Cola mit zwangsbeglückerischem, gesinnungsterroristischem, Rechtsstaat sabotierendem, selbstgerechtem, hassendem (predigen zwar Liebe, aber dann soll man sich mal die Gesichter der Exponenten aus dem Gutmenschlager anschauen), mit 2-erlei Maß messendem, ……. Gutmenschtum gleichsetzen. – Aber egal, ob die Gutmenschschaft nun diese Meinungsäußerung verbietet oder nicht, was Menschen denken und fühlen, kann man durch Terror trotzdem nicht verbieten. Coca Cola Werbefachleute waren richtungsweisend in Sachen Werbepsychologie; nachwievor geben die Milliarden dafür aus, daß das Getränk sympathisch schmeckt. Ich glaube, die erkennen sehr wohl, wie sehr ihre Bemühungen zunichte gemacht werden durch so ein Plakat, weil dadurch vielen Menschen Coca Cola nun tatsächlich nicht mehr schmeckt. Ich frage mich, was wohl die Coca Cola-Aktionäre davon halten, wenn man sich weltanschaulich und parteipolitisch positioniert (egal ob nun in die eine oder die andere Richtung), wo (vielleicht) sehr wenig zu gewinnen ist, aber mit Sicherheit sehr viel zu verlieren ist. Denn man überschätzt die Gutmenschlichkeit. Mehr sind sie nur an Gesinnungsterrormacht (auf der Straße und in konventionellen Medien), haben aber keineswegs die Mehrheit der Bürger (Wähler und Konsumenten) hinter sich. Sie schreien zwar am lautesten, machen erpresserisch immensen Druck, belegen Gegenmeinung mit Bösheitszuordnung und verhindern so, daß man sich traut, seine Meinung zu äußern. Insgeheim aber denken die Menschen ganz anders. Denn auch wenn man kein AfD-Wähler ist, auch wenn man es sich nicht aussprechen traut, insgeheim findet es jeder aufrechte Mensch widerlich, wenn eine Gesinnungspartei nicht den eigenen Vorteil anstrebt, sondern permanent immer nur den Schaden des Gegners im Auge hat. – Ich frage mich, ob diese Aktivismusgruppen und ihre parteipolitischen Vertreter überhaupt noch Ressourcen frei haben für Konstruktivität und Positives. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man es bei Coca Cola wirklich so gerne sieht, daß die Marke ständig in Verbindung gebracht wird mit gutmenschlicher Destruktivität, Haß, Häßlichkeit (mit belehrend erhobenem Zeigefinger ein Miesmachen, Schuldgefühleterror, emotionale Erpressung).

  4. Avatar

    Gerhard Jarosch

    4. Dezember 2018 at 21:56

    Nachtragen möchte ich noch: Ein Lob an “Die Tagesstimme”! In den sonstigen konventionellen Medien (vor allem in den Fernsehsendern) habe ich über diese Thema gar nichts wahrgenommen. Dafür aber werden wir überschwemmt mit gutmenschlichem Gesinnungsterror in allen nur erdenklichen brachialgewaltlichen und subtilen Variationen. – Da brauchen die gar nicht auf beleidigt spielen über das Wort “Lügenpresse”.

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Gesellschaft

Freiheitliche Studenten gehen mit Doppelspitze in ÖH-Wahl

Stefan Juritz

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ASDF Bild Gebäude Universität Wien: Alexander Johmann from Freiburg im Breisgau, Germany [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten] Bild Schraml und Heim: © Ring Freiheitlicher Studenten / Collage: Die Tagesstimme

Das RFS-Spitzenduo will sich vor allem für Familienpolitik und “genderfreie Wissenschaft” an den Universitäten einsetzen.

Wien. – Bei der kommenden ÖH-Wahl, die von 27. – 29. Mai 2019 stattfindet, wird der patriotische und FPÖ-nahe Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) von der WU-Studentin Tatjana Schraml und dem Politikwissenschaft-Studenten Lukas Heim angeführt.

Familienpolitik und “genderfreie Wissenschaft”

Laut RFS-Aussendung liegen die Schwerpunkte der beiden 23-jährigen Studenten “im Bereich der Familienpolitik und im Einsatz für eine genderfreie Wissenschaft”.

„Wir wollen die ÖH verändern – der RFS machts möglich! Mit deiner Stimme bringen wir Transparenz und eine serviceorientierte Studentenpolitik in die Hochschülerschaft,“ erklärt Heim in der Aussendung.

Gegen ÖH-Pflichtmitgliedschaft

Auf der Homepage www.rfs.at findet sich das Programm der freiheitlichen Studenten. Darin heißt es etwa, dass der RFS sich gegen (Links-)Extremismus innerhalb der ÖH stark macht, die “ÖH-Gesellschaftspolitik” ablehnt und “durch eine unpolitische, neutrale Servicepolitik” ersetzen möchte.

Im Punkt “Soziale Absicherung für Studenten” fordert der RFS eine “Ausweitung der Studienbeihilfe inklusive einer jährlichen Inflationsanpassung”. Darüber hinhaus wünschen sich die Freiheitlichen eine “umfangreiche Betreuung von Studenten mit Kind” und Universitätskindergärten in Campus-Nähe.

Ablehnend stehen die blauen Studenten hingegen der ÖH-Pflichtmitgliedschaft für Studenten gegenüber. Stattdessen fordert man “die Einrichtung einer Interessenvertretung mit freiwilliger Mitgliedschaft”.
(Das gesamte RFS-Programm hier).

Wahl von 27.-29. Mai 2019

Die ÖH-Bundesvertretung besitzt insgesamt 55 Mandate und wird alle zwei Jahre direkt von den Studenten gewählt. Bei der vergangenen ÖH-Wahl erreichte die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) mit 15 Mandaten Platz eins. Dahinter kommen der SPÖ-nahe Verband sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) und die Liste Grüne & Alternative Student_innen (GRAS) mit 12 bzw. 9 Mandaten. Die Exekutive der ÖH-Bundesvertretung besteht momentan aus VSStÖ, GRAS und der Fachschaftslisten Österreich (FLÖ). Der RFS hält derzeit bei einem Bundesmandat.

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Gesellschaft

Sonntagstrend: AfD stärkste Partei in Ostdeutschland!

Joshua Hahn

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ASDF Bild: Reichstagsgebäude Berlin / By Cezary Piwowarski [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5 ], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid wurde erneut nach der präferierten Partei gefragt, wäre Sonntag Bundestagswahl. Die AfD wäre in Ostdeutschland die stärkste Partei.

Berlin. – Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, konnte die AfD zwar auf Bundesebene nur wenig dazugewinnen, in Ostdeutschland ist sie laut der Umfrage jedoch vor den Christdemokraten.

AfD steigt kurz vor Landtagswahlen im Osten in der Wählergunst

Mit 23 Prozent der Wählerstimmen hat die Alternative für Deutschland die CDU überholt. Diese würde laut Emnid derzeit 22 Prozent erhalten.

In absteigender Reihenfolge reihen sich dann die Linke (18 Prozent), die SPD (14 Prozent) und die Grünen (12 Prozent) an. Die FDP würde mit 5 Prozent gerade die Hürde erreichen.

Besonders brisant ist das Ergebnis vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen in Ostdeutschland. So wird bald in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg ein neuer Landtag gewählt.

Union im Westen weiterhin stärkste Partei

Gänzlich anders fallen die Ergebnisse im Westen der Bundesrepublik aus. Dort ist weiterhin die Union mit 29 Prozent der Stimmen die stärkste Partei. Mittlerweile zweitstärkste Partei sind die Grünen (20 Prozent), die AfD schafft es mit 11 Prozent lediglich auf den vierten Platz der Umfrage.

Auf Bundesebene lässt sich erkennen: Der Wert der AfD steigt um ein Prozent auf 13, der der Grünen um 2 Prozent auf 19. Selbst die SPD gewinnt in den Umfragen wieder dazu, in den letzten Wochen verlor sie fast ausschließlich Prozentpunkte.

Die Befragung fand im Zeitraum vom 11. Bis zum 17. April 2019 statt. Befragt wurden 2.709 Menschen.

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Gesellschaft

So kontert Identitären-Chef Sellner umstrittene Filzmaier-Einschätzung

Julian Schernthaner

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ASDF Bild Sellner: Screenshot YouTube [@15:27 min] (zugeschnitten) / Bild Filzmaier: www.mediaconsult.tv via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (umrandet & zugeschnitten) / Collage: Die Tagesstimme.

Am Donnerstag gab der bekannte Politologe Peter Filzmaier in der Kronen Zeitung eine Einschätzung zu den Identitären zum Besten. Deren Sprecher Martin Sellner reagierte mit einer Entgegnung.

Wien. – Noch am selben Tag kommentierte der Leiter der Identitären Bewegung (IBÖ) die vermeintlich neutrale Analyse des Wiener Politkwissenschaftlers. Dabei zitierte er auch erstmals ausführlich aus dem Grazer Urteilsspruch. Der Mammutprozess in der steirischen Hauptstadt endete bekanntlich mit einem Freispruch für 17 Aktivisten und Sympathisanten der patriotischen Protestgruppe vom Vorwurf der Verhetzung und der kriminellen Vereinigung. – Die Tagesstimme berichtete.

Weitläufige Unterstellungen

In seiner Analyse behauptete Filzmaier zuvor etwa, die Identitären würden den “demokratiepolitischen Grundkonsens” im Land nicht akzeptieren. Er unterstellt ihnen sogar, das gewählte Parlament und die Gerichtsbarkeit nicht anzuerkennen. Er suggeriert außerdem, dass es sich bei der Gruppe um “islamfeindliche Rechtsextremisten” handelt, welche sich offenbar dennoch in der Nähe des Verhetzungsparagraphen befänden.

Als Beleg für eine angebliche Demokratiefeindlichkeit führt er vermeintliche Pläne für ein “Bürgerparlament” an, sowie angeblich anvisierte Besetzungen von Redaktionen. Letzeres zeige, dass die IBÖ die “Freiheit und Vielfalt der Medien” nicht anerkenne. Außerdem führt er jugendliche politische Seilschaften von Sellner – dieser distanziert sich seit Jahren allerdings scharf von der organisierten rechtsextremen Szene und deren Ideologie – erneut als Argument ins Feld.

Sellner kontert Darstellungen ausführlich

Die Ansicht, wonach die Identitären etwa einen “Umsturz” hätten bezwecken wollen, weist Sellner in einem mehr als 17-minütigen Video von sich. Man habe vielmehr “eine demokratische Veränderung” angestrebt, mit Mitteln wie es “linke und Ökobewegungen seit Jahrzehnten machen, nämlich friedlichem Aktivismus auf der Straße.” Zu diesem Zweck habe man auch deren Leitwerke studiert und in Seminaren dargestellt um als “Kraft der Deradikalisierung” wirken zu können – “friedlich, demokratisch und effektiv”.

Es seien auch solche Schulungsunterlagen, aus welchen die Behauptungen zu Bürgerparlamenten und Besetzungen stammen. Diese beziehen sich vielmehr auf theoretische Betrachtungen zu einem Buch des mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierten US-Politologen Gene Sharp zu Methoden des gewaltlosen Widerstands. Die Identitären hätten diese Maßnahmen jedenfalls “niemals intendiert oder vorbereitet”. Dies belegt er mit einer Gegenüberstellung zu tatsächlich angewandten Aktionsformen.

Sellner zitiert aus Gerichtsurteil

Er nahm das Video außerdem zum Anlass, erstmals aus dem Urteilsspruch des Grazer Gerichts zu zitieren. Dieses wertete nämlich die Darstellung, wonach es die Ausrichtung der Identitären sei, auf die Notwendigkeit einer “politisch sinnvollen politischen Debatte über Fragen der Zuwanderung und Migration […] mit friedlichen und gewaltfreien Aktionen […] aufmerksam zu machen” als “schlüssig, glaubwürdig und nachvollziehbar”.

Ebenso verhalte es sich mit der Behauptung, wonach man sich mit der Gestaltung seiner Aktionen etwa an Greenpeace oder Global 2000 orientiert habe. Außerdem gelte dies für die Darlegung, dass Aktionen “freilich provokant” sein sollten, aber Straftaten dabei stets zu vermeiden seien.

Politische Vergangenheit laut Gericht unerheblich

Die Glaubwürdigkeit Sellners würde dabei nach Ansicht des Gerichts auch nicht von dessen politischer Vergangenheit erschüttert. Filzmaier möge, so Sellner weiter, die “klare Distanzierung” und die Möglichkeit, sich politisch weiterzuentwickeln davon, gerade vor dem Hintergrund von Parallelen zu heutigen politischen Würdenträgern, goutieren.

Filzmaier attestiert Identitären “Geistesschwäche”

Dass er auch aus der Begründung des Gerichts zitierte, dürfte dabei kein Zufall sein. Denn Filzmaier behauptete, der Hinweis auf eine Verfolgung durch den Rechtsstaat sei im Hinblick auf diesen Freispruch “lächerlich”. Eine solche Darstellung sei “genauso typisch” für Extremisten aller Art. “Logisches Denken”, so Filzmaier weiter, sei nämlich eine “gewollte oder ungewollte Geistesschwäche” der Gruppe.

Sellner: Identitäre sind “keine Extremisten”

Auch gegen diese Behauptungen verwehrte sich Sellner. Er appelliert an den Politologen, auch “zur Kenntnis” zu nehmen, dass die Identitären “völlig legitim innerhalb des Verfassungsbogen” agieren würden und “keine Extremisten” seien. Sie seien “friedliche Patrioten, die auf ihre Straße gehen für ihre Heimat” – und wenn sie es nicht täten, täte es keiner. Seine Unterstützer sollen auch deshalb seine Stellungnahme verbreiten, um den jüngsten “Verzerrungen” entgegenzuwirken.


Mehr zum Thema “Identitäre und Extremismusvorwurf”:

“Rechtsextreme Identitäre”: Stigmatisierende Einstufung auf dem Prüfstand (28.3.2019)

Fallstudie: Ist die Identitäre Bewegung Österreich rechtsextrem (AK Nautilus 2018, 53S.)

Weiterlesen

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