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Umfrage: Acht von zehn Franzosen haben genug von Einwanderung

Redaktion

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Symbolbild (Muslimische Frauen am Champs-Elysées): zoetnet via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

In seiner letzten Ausgabe veröffentlichte die französische Wochenzeitung Le Journal du Dimanche (JDD) eine große Umfrage bezüglich der Migration in Frankreich. Das Ergebnis ist eindeutig: Acht von Zehn Franzosen sind gegen eine weitere Aufnahme von Ausländern.

Paris. – Eine von der JDD in Auftrag gegebene Umfrage belegt weiterhin, dass die Mehrheit der Franzosen (52%) findet, Frankreich habe bereits zu viele Ausländer aufgenommen. Weiterhin denken 27% der Befragten, dass ihr Land ausreichend Migranten aufnimmt. Im gleichen Sinne urteilen 64% der französischen Staatsbürger, dass man “bereits viele Ausländer in Frankreich hat und eine weitere Aufnahme nicht wünschenswert wäre“.

Die Sorgen der Franzosen

Woher kommt diese Haltung in der französischen Bevölkerung? Laut der JDD sind mehrere Befürchtungen und Sorgen dafür verantwortlich: Eine zu “einladende“ Politik ziehe noch mehr Ausländer an (77%), die Arbeitskraft von Zuwanderern lasse Löhne sinken (71%), und die unterschiedlichen Wertesysteme, die gesellschaftlich aufeinandertreffen, würden Probleme verursachen (60%).

So finden auch nur 25%, dass Migranten gut in die französische Gesellschaft integriert seien (letztes Jahr beantworteten diese Frage immerhin noch 29% positiv). Ferner denken 53% der Befragten, dass man nicht mehr Migranten aufnehmen sollte, da es die Terror‐Gefahr erhöhen würde und generell die Sicherheit herabsetzen würde (66%).

Migration – ein heikles Thema

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass für 84% der Franzosen das Thema Migration heikel ist, man also nicht gelassen darüber reden könne. Auch meinen fast Dreiviertel von ihnen, dass die Migration Frankreich weniger bringe als sie koste. Darauf aufbauend denken sieben von zehn Franzosen, dass ihr Land nicht mehr die finanziellen Mittel besäße, um Migranten aufzunehmen. Was also tun?

Franzosen wollen Grenzschließung

Laut der JDD gehen die Lösungsansätze der Franzosen Richtung Grenzschließung: Abschaffung des Rechts auf Familiennachzug, das seit den 70er‐Jahren in Frankreich in Kraft ist (52%), Abschaffung des Geburtsortsprinzips, das ausländischen Kindern, die in Frankreich geboren sind, automatisch die französische Staatsbürgerschaft zuspricht (52%), sowie die Wiedereinführung der Grenzen durch eine Eingrenzung des Schengener Abkommens (63%).

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    4. Dezember 2018 at 15:02

    Zu bedenken ist, dass bei der Umfrage ja sicher auch zahlreiche „eingefranzte” Nordafrikaner zu Worte kamen.
    Somit erweist sie sich als noch eindrucksvoller.

  2. Avatar

    Saure Gurke

    4. Dezember 2018 at 23:31

    Umfrage: 80% Prozent der Franzosen haben genug von Einwanderung”

    Und wählen doch anderes. Was solls?
    Was sind das für Leute? Bereits ein paar Monate stehen sie nicht mehr zu dem, was sie selbst zuvor angekreuzt haben.
    Kann ich leider nicht ernst nehmen.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Welt

Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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