Gesellschaft

Nach Mädchenmord in Steyr: Weitere Gedenkveranstaltung geplant

Bild: Rathaus am Stadtplatz in Steyr / Herbert Ortner, Vienna, Austria [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC BY 2.5], von Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

In der kommenden Woche will man sich in Steyr erneut zu einem gemeinsamen Gedenken versammeln. Man wolle nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, ist in der Erklärung auf der Facebook‐Veranstaltungsseite zu lesen.

Steyr. Am 18.12.2018 soll in Steyr eine weitere Gedenkveranstaltung stattfinden, um der getöteten 16‐jährigen Michelle F. zu gedenken. Sie wurde am 09.12.2018 mutmaßlich von einem 17‐jährigen Afghanen erstochen, der sich derzeit in U‐Haft befindet. Bereits am 11.12 fand eine erste Mahnwache statt, an der etwa 30 Menschen teilnahmen (Die Tagesstimme berichtete).

Eine Kerze für Steyr”

Bei der Gedenkveranstaltung, die am 18. Dezember am Stadtplatz in Steyr stattfinden soll, wollen die Teilnehmer ihre Trauer öffentlich machen und eine Kerze für Michelle entzünden, wie auf der Veranstaltungsseite auf Facebook zu lesen ist.

Offenbar haben die Betreiber der Veranstaltungsseite „Eine Kerze für Steyr.” bereits zahlreiche Nachrichten mit „Aufforderungen zur Rechtfertigung”, warum sie denn so ein Gedenken machen, erhalten. „Wir rechtfertigen uns sicher nicht dafür, dass wir mit unserem Gedenken an einen widerlichen Mord erinnern”, so die Betreiber in ihrer Stellungnahme. Jeder einzelne gute Gedanke, jedes einzelne Licht werde ein Licht für eine bessere, friedlichere Welt sein. „Dafür stehen wir ein. Und deshalb gehen wir nicht einfach zur Tagesordnung über.”

2 Kommentare

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  • Mal angenommen, dort wäre ein Wirtschaftsasylant schwer verletzt oder ermordet worden. Würden diese Dummfrager dann auch die vermutlich weit zahlreicheren Mitglieder von Mahnwachen und Lichterketten – vermutlich gar landesweit oder länderübergreifend – nach dem Grund fragen?

    Höchst wahrscheinlich wären diese Wirklichkeitsfremden genau mitten unter den Gedenkenden. Aber wehe, jemand käme dann auf die Idee, die Einäugigen nach dem Grund ihres Tuns zu fragen.

    Es braucht schon einen ganz gehörigen Linksdrall im Gehirn, um für die Denkweisen solcher Leute auch nur einen Hauch Verständnis aufzubringen.

  • Die Zentrale Ausländerbehörde in Essen (ZAB) hat für ihre Mitarbeiter 128 schuss‐ und stichfeste Westen bestellt. Nun wird es Zeit, dass auch die Bürger, vor allem Frauen und Mädchen an diesen Schutz denken. Dazu wären staatliche Zuschüsse sehr hilfreich.

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