Gesellschaft

Berichte über sexuelle Belästigung: #120dB startet neue Kampagne

Bild: Aktivistinnen der Initiative #120dB bei einer Aktion in München / Bild: privat

Die Initiative #120dB macht durch symbolische Protestaktionen regelmäßig auf importierte Gewalt aufmerksam. Aktuell fordert sie Frauen dazu auf, über persönliche Erfahrungen mit sexueller Belästigung zu sprechen.

Die Initiative #120dB hat vor Kurzem eine neue Kampagne gestartet und ruft Betroffene dazu auf, über ihre „Erlebnisse mit importierter Gewalt oder sexueller Belästigung durch Merkels Lieblinge” zu berichten. Die Erfahrungsberichte werden auf der Webseite der Initiative und auf allen Social Media Kanälen geteilt. Im ersten und bisher einzigen Erfahrungsbericht spricht die 22‐jährige Michelle davon, wie sie von „drei arabischstämmigen jungen Männern” aufgehalten und belästigt wurde.

Von „drei arabischstämmigen Männern” belästigt

Die junge Frau lebt als Au‐pair‐Mädchen bei einer Familie in einer Kleinstadt im Münsterland. Wie sie in ihrem Bericht schreibt, fuhr sie vor Kurzem mit der 5‐jährigen Tochter ihrer Gasteltern ins Stadtzentrum, um einige Besorgungen zu machen. Als sich die zwei am Heimweg befanden, war es bereits dunkel, so die junge Frau. „Wir nahmen die schnellste Route am Bahnhof vorbei durch die Bahnunterführung hindurch.”

Zunächst waren sie allein beim Tunnel. „Dann aber tauchten auf der anderen Seite drei arabischstämmige junge Männer auf. Sie sahen uns und fingen an, mich mit ‚Süße’ anzusprechen”. Die junge Frau reagierte aber nicht. Daraufhin wurden die Männer wohl aggressiv und nannten sie „Schlampe”.

Männer hielten auch Kind fest

Als die 22‐Jährige erneut nicht reagierte und weiterfahren wollte, um einen Konftlikt zu vermeiden, hörte sie ihr Tageskind schreien. „Ich drehte mich um und sah, dass die drei Araber ihr Fahrrad gestoppt hatten und zwei von ihnen sie an den Armen festhielten.” Erst nachdem sie die Männer dazu aufforderte, die Kleine loszulassen, ließen sie von ihr ab. „Am Ende des Tunnels schnappte sich einer der drei Männer meinen Rucksack”, so die junge Frau. Durch Schreie machte sie schließlich auf sich aufmerksam, sodass die drei Männer den Tunnel verließen und den Rucksack zurückließen.

Mehrere Symbolaktionen in Deutschland

Die Betroffene erklärt in ihrem Bericht, dass die Lokalpresse zwar über den Vorfall berichtete, aus den ursprünglich drei Tätern aber „zwei junge Männer mit ’südländischem Aussehen’ ” machte. Die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei.

Immer wieder führen Aktivistinnen der Initiative #120dB symbolische Aktionen durch, mit denen sie vor allem auf „importierte Gewalt” aufmerksam machen wollen. Erst vor einer Woche fand eine Aktion vor der Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth statt (Die Tagesstimme berichtete). Grund für die Aktion waren sexuelle Übergriffe auf junge Frauen, zu denen es dort in den vergangenen Wochen und Monaten gekommen sein soll.


Weiterlesen:

#120dB: Symbolaktion vor Augsburger Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth (21.12.2018)

#120db protestiert gegen Folgen „unkontrollierter Masseneinwanderung” (10.12.2018)

Tote Mädchen lügen nicht“: #120db‐Aktion gegen Migrantengewalt (23.3.2018)

2 Kommentare

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  • Aus drei mach zwei. Ist man bei unserer Lokalpresse nun schon zu dumm, einen Bericht richtig wiederzugeben, oder muss ganz einfach etwas geändert werden, frei nach dem Motto, die Aussage war doch sicher übertrieben?

    Hätten Neonazis dort eine Vermummte belästigt, wäre die Sache vermutlich über alle Sender gegangen.

  • Terror gehört zum Lebensrisiko des 21. Jahrhunderts” hat ein hochrangiger europäischer Politiker kürzlich gesagt. Wenn das alles erklärt, macht das jede weitere Diskussion eigentlich völlig überflüssig…

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