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Gesellschaft

Augsburg: Aus der „Mannschaft” wird das „Team”

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Rathausplatz in Augsburg / Guido Radig [CC BY 3.0], von Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Ein Leitfaden soll in Augsburg künftig dafür sorgen, dass Frauen und Männer durch Verwendung gendergerechter Sprache gleich behandelt werden. In Hannover und der Gesellschaft sorgt dieses Thema bereits seit einigen Tagen für Diskussion.

Augsburg. Nach Hannover will nun auch die Stadt Augsburg in Zukunft mehr auf „geschlechtersensible” Sprache setzen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, sollen die Mitarbeiter der Stadt Augsburg ab Februar einen Leitfaden erhalten, in dem es um das Thema Gleichbehandlung und Gleichstellung von Frauen und Männern geht. Diese sollen sich auch in der Sprache wiederfinden. Aus „Wählern” werden also „Wählende” und aus „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern” schlicht „Mitarbeitende”.

Nicht mehr „jeder”, sondern „alle”

In der Broschüre finden sich noch weitere Beispiele. Der „Geburtsname” soll zukünftig den „Mädchennamen”, die „Elternberatung” die „Mütterberatung” und Begriffe wie „Team, Gruppe oder Belegschaft” das Wort „Mannschaft” ersetzen. Die Broschüre weist außerdem darauf hin, dass auch nicht mehr „jeder” zu etwas eingeladen werden soll. Stattdessen heißt es: „Alle sind eingeladen”. Laut Richard Goerlich, dem Sprecher der Stadt, hat die Broschüre „reinen Empfehlungscharakter” und „soll nicht reglementiert werden”.

Frauen nur „mitgemeint”

Goerlich meint, dass „männliche Formulierungen wie ‚Bürger’ ” das weibliche Geschlecht nur mitformulieren. ” Damit wird der Eindruck erweckt, Frauen wären nur mitgemeint“, sagt Goerlich. Mit dem Leitfaden will man erreichen, dass Frauen und Männer durch die Verwaltung gleichermaßen mit Respekt und Höflichkeit angesprochen werden. Für Hilke Elsen, Professorin vom Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg, ist der Leitfaden längst überfällig.

Kritik an der Entscheidung

Uwe Brandl (CSU), Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes hingegen kritisierte die Entscheidung. „Ich persönlich finde das reichlich überzogen. Jeder Mensch (übrigens… der, die das Mensch?) hat einen Wert in und an sich und das unabhängig von Geschlecht, Religion oder Abstammung. Wir alle ärgern uns über die Verbürokratisierung unseres Alltags, aber in der Schaffung von immer neuen Regeln und Anweisungen scheinen wir perfekt“, so Brandl.

Neben Hannover und Augsburg gibt es aber auch in anderen deutschen Städten ähnliche Regelwerke bzw. Empfehlungen. So etwa in München, Nürnberg und Regensburg, wie die WELT berichtet.

Weiterlesen:

Hannover und die Genderdebatte: Frauen, Feuer und gefährliche Ideologie (24.01.2019)

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Gesellschaft

Interkulturelle Schulung soll bei Polizei Verständnis für Afrikaner fördern

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Deutscher Polizeiwagen / Bild: pexels (CC0)

Mit der Veranstaltung sollen „gegenseitige Vorbehalte“ abgebaut werden. 

München. –  Um den Umgang mit Migranten zu schulen, will die bayerische Polizei künftig den „Tag der interkulturellen Kompetenz” abhalten. In Kooperation mit dem Afrikazentrum der Uni Würzburg sollen unter anderem Rollenspielen sowie Gespräche stattfinden.

Asylwerber und Studenten aus Afrika 

Die Auszubildenden der bayerischen Polizei sollen bei genannter Veranstaltung unter anderem mit Asylsuchenden sowie Studenten aus Afrika ins Gespräch kommen.

Gerd Enkling, Leiter der Aus- und Fortbildung im Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei, erklärte laut Bericht der „Jungen Freiheit“, dass derzeit Polizeieinsätze teilweise aufgrund von „kulturellen Missverständnissen“ nicht zufriedenstellend ablaufen würden. 

Mit der Veranstaltung wolle man den angehenden Polizeibeamten daher dabei helfen, sich besser in das „polizeiliche Gegenüber“ hineinversetzen zu können.

Wollen vielfältiges Bild von Afrika zeigen“

Der Literaturwissenschaftler Julien Bobineau vom Afrikazentrum der Uni Würzburg sagte zum Seminar laut „RTL“, dass man den Auszubildenden ein „differenziertes und vielfältiges Bild von Afrika“ zeigen wolle. So könnten man dann auch Vorurteile identifizieren und diese „überwinden“. 

Der „Tag der interkulturellen Kompetenz“ solle außerdem dazu beitragen, Verständnis aufzubauen. Dies geschehe beispielsweise, wenn die Teilnehmer von den Migranten hören könnten, „was sie auf der Flucht erlebt und auf sich genommen haben“. Forschungsschwerpunkt Bobineaus ist der „Kolonialrassismus“, welcher sich laut ihm unter anderem im sogenannten „Racial Profiling” von Beamten äußere.

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Gesellschaft

Schnedlitz diskutiert beim ‚Wochenblick’ über den FPÖ-Neustart

Julian Schernthaner

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ASDF Bilder: Hintergrund/Pixabay; Schnedlitz/Parlamentsdirektion Photo Simonis; Willacker/zVg; Mölzer/Wikimedia, Leila Paul, CC BY-SA 3.0 / Collage: Wochenblick

Am heutigen Dienstagabend, den 18. Februar um 18:30 Uhr diskutieren hochkarätige Gäste beim Wochenblick über die Zukunft der Freiheitlichen.

Mit einem interessanten Gast kann heute der oberösterreichische Wochenblick aufwarten. Für das hauseigene Videoportal gelang es dem Medium, keinen Geringeren als den neuen FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zur Live-Diskussion zu gewinnen.

Schnedlitz, Mölzer, Willacker: Hochkarätige Gäste

Der 35-jährige Nationalratsabgeordnete, der für den blauen Parlamentsklub außerdem als Bereichssprecher für die Jugend dient, wird ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV auftreten. Zum Gespräch über den „schweren Neustart der FPÖ” – so der Titel – bekommt er aber keine leichten Diskussionspartner: So ist Parteiurgestein und Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer als harter Knochen bekannt, der seit Jahren im Zweifelsfall auch das eigene Lager schonungslos zu kritisieren vermag.

Als dritter Gast bei der von Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert moderierten Sendung fungiert der Politikberater Robert Willacker. Der als Corpsstudent sozialisierte Mann sorgt seit einiger Zeit mit dem politischen Kamingespräch Kohlmarkt 4 (gemeinsam mit Christoph Pöchinger) durch seine unaufgeregte Art für Furore. Ein Auftritt beim ORF-Polit-Talk Im Zentrum im Dezember wurde durch die Lager als erfrischend aufgefasst.

Die Diskussion findet ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV als Live-Stream statt und kann zudem später in der dortigen Mediathek nachgeschaut werden.

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Gesellschaft

YouTube löscht Kanal des rechten Bloggers Nick Fuentes

Stefan Juritz

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ASDF Nick Fuentes nach seiner Sperre auf YouTube. Bild: Screenshot YouTube / "Nick Fuentes BANNED"

Über 76.000 Abonnenten folgten dem jungen Kopf der US-amerikanischen „Dissident Right” auf YouTube.

Seit vergangenen Freitag ist der YouTube-Kanal „America First” des rechten Bloggers Nicholas J. Fuentes nicht mehr abrufbar. Wie der 21-Jährige, der als Kopf der jungen „Dissident Right” in den USA gilt, auf Twitter bekannt gab, sei sein Kanal „fälschlicherweise” wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die „Hassrede”-Richtlinien von YouTube gelöscht worden.

Bereits vor wenigen Wochen hatte YouTube den Kanal, auf dem Fuentes seine Politsendung „First America” sendete, demonetarisiert und ihm damit die Möglichkeit genommen, mittels Werbung Geld zu verdienen.

„Dissident Right” gegen „Neocons”

Die sogenannte „Dissident Right” besteht aus jungen, vorwiegend in den 1990er-Jahren geborenen Rechten, die das neokonservative Establishment („Neocons”) rund um die republikanische Partei kritisieren. Fuentes selbst bezieht sich immer wieder auf paläokonservative Denker wie Paul Gottfried, Samuel Francis und Pat Buchanan. Abgelehnt werden jedoch nicht nur die „Neocons”, sondern auch die sogenannte „Alt-Right”: „Die ‘Alt-Right’ war rassistisch, atheistisch, post-amerikanisch, revolutionär und transnational. ‘America First’ ist traditionalistisch, christlich, konservativ, reformistisch und national orientiert“, wie Fuentes die Unterschiede zusammenfasst.

Mehr Informationen über Nick Fuentes und die „Dissident Right” findet man hier:

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil I” (Junge Freiheit)

„Ideologischer Bürgerkrieg – Teil II” (Junge Freiheit)

„Nick Fuentes, Groyper & was wir lernen können” (Roman Möseneder)

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