Gesellschaft

Terrorverdacht in Deutschland: Drei Iraker festgenommen

Bild: Symbolbild Polizei / Bild: privat

Die drei Männer, die im Herbst 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein sollen, stehen unter dem Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Am Mittwochmorgen haben Beamte des Bundeskriminalamtes im Kreis Dithmarschen in Schleswig‐Holstein drei Iraker festgenommen. Sie sollen einen Anschlag in Deutschland geplant haben. Zwei Männern im Alter von 23 Jahren wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, einem dritten, 36 Jahre alten Mann Beihilfe dazu, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Anschlagspläne seien islamistisch motiviert gewesen.

Bombenbauanleitung aus dem Internet

Vom Generalbundesanwalt hieß es, dass die Beschuldigten noch kein konkretes Ziel für einen Anschlag ins Auge gefasst hätten. Weitere Ermittlungen müssen nun klären, ob die Männer in eine terroristische Vereinigung eingebunden waren. Polizeieinheiten aus mehreren Bundesländern durchsuchten ab 6 Uhr mehrere Wohnungen in Mecklenburg‐Vorpommern und Baden‐Württemberg. Auch Spezialeinheiten seien dabei gewesen. Die drei verdächtigen Iraker hatten nach Erkenntnissen der Ermittler bereits eine Bombenbauanleitung heruntergeladen und damit begonnen, aus Silvesterraketen Schwarzpulver zu gewinnen. Außerdem hätten sie auch Zündvorrichtungen in Großbritannien bestellt. Deren Auslieferung an den Beschuldigten wurde allerdings von den britischen Strafverfolgungsbehörden vereitelt, wie es in einr Pressemittelung heißt. Auch der Einsatz von Waffen war zunächst geplant. Einer der Männer habe sogar Fahrstunden genommen, um bei einem Anschlag ein Fahrzeug einzusetzen.

Anschlag sollte möglichst viele „Ungläubige” treffen

Einer der Verdächtigen soll laut Spiegel geäußert haben, möglichst viele „Ungläubige, aber keine Kinder” treffen zu wollen. In dem Bericht heißt es weiter, dass die Männer ihre Pläne erst nach ihrer Ankunft im Herbst 2015 in Deutschland entwickelt hätten. Über den verschlüsselten Messenger „Telegram” hätten sie dafür Hilfe von einem Unbekannten bekommen. Das BKA hatte dem Spiegel zufolge bereits seit Dezember eine Ermittlungsgruppe auf das mutmaßlich islamistisch motivierte Trio angesetzt.

Die Berliner Imamin und Juristin, Seyran Ates, übt auf Twitter Kritik: „Früher hätte eine solche Meldung – völlig zurecht – für mehrere Tage das deutsche Nachrichtengeschehen dominiert. Nicht so 2019. Da ist das eine Randnotiz”, so Ates.


3 Kommentare

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  • Interessant wäre zu erfahren, in welchem Umfang der deutsche Steuerzahler in den letzten Jahren per Steuer an der Alimentierung dieser drei angeblichen „Flüchtlinge” mit Sozialhilfe beteiligt gewesen ist. Und vor allem: Warum?

    • Natürlich handelt es sich hier eindeutig um Facharbeiter. Denen muss nun mal geholfen werden sich hier zu integrieren. Da schaut man nicht in schnöder Geizmanier auf die hierfür ausgegebenen Euros sondern ist dankbar, dass sie zumindest keine Kinder verstümmeln und ermorden wollten.

  • Welch ein Glück: Sie bestellten Zündvorrichtungen in UK und nicht in Deutschland.

    Da könnten doch glatt unsere Kriminaler einen Tip von jenseits des Kanals erhalten haben. Nur ist davon nichts zu lesen.

    Undank ist des BKA Lohn.

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