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SPD will mehr Großzügigkeit beim Familiennachzug

Symbolbild: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Obwohl die Nachfrage nach Visa für Familienangehörige von Migranten mit subsidiären Schutz weiter steigt, fordern immer mehr Politiker einen Ausgleich des Defizits von den insgesamt 5000 geplanten Ausstellungen für den Zeitraum vom August 2018 bis Anfang 2019. 

Berlin. – Wie bereits berichtet, übersteigen die aktuellen Visa‐Vergaben die monatlich gesetzte Höchstgrenze von 1000. Trotzdem werden nun auch bei der SPD Stimmen laut, welche einen Ausgleich des Defizits der ersten fünf Monate nach der Wiedereinführung des Familiennachzugs fordern.

1.740 überschüssige Visa‐Vergaben

Da für den genannten Zeitraum nur insgesamt 3.260 der als Maximum angesetzten 5.000 Vergaben durchgeführt wurden, sollte laut SPD‐Innenpolitiker Lars Castellucci die Differenz im Jahr 2019 zusätzlich genehmigt werden. 

Der „WELT“ sagte Castellucci wörtlich, es wäre „schön, wenn auch den mehr als 1700 Menschen aus dem Jahr 2018 ein Wiedersehen mit ihren Familien ermöglicht werden könnte“. Somit schließt sich der Bundestagsabgeordnete den Forderungen der „Linken”-Fraktion an. 

Seehofer (CSU) offen für Verhandlungen

Bereits im Januar äußerte sich der Bundesinnenminister nicht abgeneigt im Bezug auf einen Ausgleich des Vergaben‐Defizits. „Da bin ich nicht ganz verschlossen, aber dann müssten wir schauen, ob wir uns den noch notwendigen Dingen in der Migrationspolitik auch an anderer Stelle noch verständigen“, so Horst Seehofer auf Anfrage während einer Pressekonferenz.

Unlängst sprach sich auch Ulla Jelpke von der Fraktion „Die Linke” für die Übernahme des Rest‐Kontingents aus. Ob es einen Beschluss geben wird, bleibt jedoch abzuwarten. Seehofer betont: „Sachbestand ist, dass die Plätze aus 2018 nicht übertragen werden.“

3 Kommentare

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  • Die spd fordert und das volk soll gehorchen und natuerlich zahlen . Hilft eigentlich nur noch eine gesunde wahlschlappe , so um die 0,5 % , oder ist das noch zuviel ? Fuer den mist, den diese partei seit ueber hundertzwanzig jahren verzapft ist jede stimme zu viel …

  • …Castellucci wörtlich, es wäre „schön, wenn auch den mehr als 1700 Menschen aus dem Jahr 2018 ein Wiedersehen mit ihren Familien ermöglicht werden könnte“.
    Ja Hallo, geht’s noch? Während gleichzeitig die Zahl derer steigt, die in ihr Heimatland zurückfliegen, um dort Urlaub zu machen…? In das Heimatland, aus dem sie aus Angst um Leib und Leben geflohen sind und bei uns „Schutz” gefordert haben…?
    Wenn ein „Wiedersehen” ermöglicht werden soll, dann bitte allenfalls ein Freiflugticket nach Hause. Alternativ könnte man auch über ein Besuchervisum für die engsten Angehörigen nachdenken. Aber bitte nicht länger als 30 Tage – und danach wieder zurück in die Heimat.
    Denjenigen mit Flüchtlingsschutz (GFK) und mit Asylberechtigung (§16 GG) steht meines Wissens ohnehin der Familiennachzug rechtlich offen. Bei der Obergrenze von zusätzlich 1000 pro Monat geht es also nur um diejenigen, auf die eigentlich keiner dieser „Schutzmechanismen” zutrifft (subsidiärer Schutz). Alle Nachgezogenen fallen übrigens durch die Statistiken, wenn man nach der Zahl der gestellten „Asylanträge” schaut, denn diese kommen per Visum und stellen keinen eigenen Asylantrag…! Man möge dies richtigstellen, falls ich hier falsch liegen sollte – ich lerne gern dazu.

  • Der einzig positive Aspekt des Familiennachzugs wäre für Deutschland, dass sich die Zusammensetzung von 70% männlichen jungen angeblichen „Flüchtlingen” zu einem etwas ausgeglichenerem Geschlechterverhältnis ändern würde. Interessant ist in diesem Zusammenhang zudem, dass in einer Umfrage zum Familiennachzug die deutliche Mehrheit der befragten Frauen diesen ablehnt im Gegensatz zu den befragten Männern:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article168126248/Mehrheit-der-Deutschen-lehnt-Familiennachzug-von-Fluechtlingen-ab.html

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