Gesellschaft

Hannover: ASB‐Chef soll Flüchtlingsgelder veruntreut haben

Symbolbild (Einsatzwagen des Arbeiter-Samariter-Bundes in Pforheim/BW): Wikimedia Commons [CC0]

Der Hannoveraner Geschäftsführer des als SPD‐nah geltenden Arbeiter‐Samariter‐Bundes (ASB) wurde festgenommen. Er soll hohe Summen an Flüchtlingsgeldern abgezweigt haben.

Hannover. – Wie Bild und Junge Freiheit am Donnerstag übereinstimmend berichteten, ermittelt die Kriminalpolizei Hannover gegen Mohamed Abou‐Taam. Der Geschäftsführer der Hannoveraner Geschäftsstelle des Arbeiter‐Samariter‐Bundes soll insgesamt drei Millionen Euro aus dem Flüchtlingsetat veruntreut haben. Abou‐Taam bestreitet die Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.

Ermittlungen wegen Untreue und Bestechlichkeit

Die Vorwürfe sind das Ergebnis mehrerer Durchsuchungen im Raum Hannover am Mittwoch, einschließlich der Beschlagnahme zahlreicher Unterlagen. Der Tatverdächtige sitzt deshalb bereits seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen wegen Untreue in besonders schwerem Fall, Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr.

ASB: Keine Stellungnahme zu Vorwürfen

Beim ASB handelt es sich um eine der wichtigsten Rettungsorganisationen in Deutschland mit derzeit etwa 1,3 Millionen Mitgliedern. Neben dem Rettungsdienst engagiert sich der Arbeiter‐Samariter‐Bund insbesondere im Pflegebereich sowie beim Katastrophenschutz. Außerdem ist die Organisation in der Flüchtlingshilfe tätig.

Bezüglich der Ermittlungen gegen Abou‐Taam bekundete ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch dem Nachrichtenportal News38 zufolge, vorerst keine Stellung beziehen zu wollen. Mit den Behörden wollen man allerdings „vollumfänglich kooperieren”. Außerdem will man interne Kontrollmechanismen optimieren. Den Tatverdächtigen habe man jedenfalls bereits gekündigt.

ASB als SPD‐nahe Hilfsorganisation

Für Schlagzeilen sorgte der ASB zuletzt im Oktober, als er bereits gebuchte Erste‐Hilfe‐Kurse für Mitarbeiter der AfD‐Bundestagsfraktion absagte. Die Organisation begründete ihre Ablehnung damals mit einer „klaren Haltung” gegen vermeintliche „rechtspolitische und rechtsextreme Politik – Die Tagestimme berichtete.

Die Betroffenen vermuteten damals eine tiefgehendere politische Entscheidung – denn die Hilfs‐ und Wohlfahrtsorganisation gilt als ausgesprochen SPD‐nah. Seit 2013 fungiert etwa der ehemalige SPD‐Verkehrs‐ und Arbeitsminister Franz Müntefering als Bundesweiter Präsident. Dieser folgte seinerseits auf die ehemalige Bundestagspräsidentin Annemarie Renger (ebenfalls SPD).

4 Kommentare

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  • Geschäftsmodell Willkommenskultur
    Ist auch prima an den Flüchtlingsbürgen zu erkennen, die nun die Steuerzahler für ihre eigene angebliche Grosszügigkeit zahlen lassen.

  • Warum macht man es nicht so: Auf der Steuererklärung wird ein Kästchen angebracht mit dem Text: „Bin bereit für die Zuwanderung zu zahlen”. Das dürfen dann Bürger ankreuzen und weitere 10% Ihres Einkommens werden vom Finanzamt an das Bundesamt für Migration abgeführt. Weitere 9% gehen dann direkt an die Stadt wo sie wohnen. Das wäre unbürokratisch und nur die Bürger werden gemolken, die permanent den Zuzug von Scheinasylanten fordern. Wäre das nichts?

    • Ich finde Ihren Vorschlag super.
      Aber nachdem wahrscheinlich nicht so sehr viele das Häckchen machen werden, stellt sich die Frage, wer für die Differenz der so eingenommenen und den tatsächlichen Kosten aufkommen soll.
      Hier wäre wiederum eine Lösung, dass man diejenigen „zurückführt”, für die kein Geld mehr da ist. Ich könnte damit leben…!

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