Deutschland Politik

Rundfunkbeitrag: Söder (CSU) verlangt automatische Erhöhung

Symbolbild: Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender (Pixabay, CC0)

Die Debatte um den Rundfunkbeitrag bleibt aktuell. Nachdem in der Vergangenheit vor allem die Kritik im Vordergrund stand, fordert der CSU‐Vorsitzende Markus Söder nun eine Erhöhung der Abgabe.

Berlin. – In einem Interview mit dem „Spiegel“ sprach sich Markus Söder für eine grundlegende Reform des Rundfunkbeitrags aus.

Erhöhung zum Inflationsausgleich

Der CSU‐Vorsitzende befürwortet im Interview eine automatische Erhöhung des Beitrags. Dieser solle „automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise“ steigen. Mit der analogen Steigerung der Gebühr solle die Inflation ausgeglichen werden, so Söder weiter.

Den Unternehmen soll ein festes Budget zur Verfügung gestellt werden, welches in Eigenverantwortung der Sender verwaltet werden kann. 

Der Forderung der AfD, den Beitrag zumindest zu kürzen, entgegnet der Minister mit einer klaren Absage: „Sie und andere extreme Gruppen versuchen über den Finanzhebel das Programm zu beeinflussen. Das ist nicht akzeptabel.“ 

Natürlich systemrelevant“

Obwohl der bayerische Minister den öffentlich‐rechtlichen Rundfunk als „natürlich systemrelevant“ bezeichnet, übt er auch Kritik. Das unlängst veröffentlichte Framing‐Handbuch der ARD (wie bereits hier berichtet wurde), hält er für unnötig. „Der öffentlich‐rechtliche Rundfunk kommt damit unter Verdacht, die Zuschauerinnen und Zuschauer bewusst beeinflussen zu wollen“, so der CSU‐Vorsitzende. 

Den Inhalt an sich kritisiert Söder im genannten Interview jedoch nicht direkt. 

Unumgänglich“: Sender fordern Erhöhung

Wie die „Westfälische Rundschau“ berichtete, soll eine Steigerung der Gebühren laut ARD‐Vorsitzenden Ulrich Wilhelm notfalls sogar vor Gericht durchgesetzt werden.  Das „Qualitätsniveau“ solle so bewahrt werden, so Thomas Bellut, Intendant des ZDF. 

Derzeit beträgt die Zwangsabgabe in Deutschland 17,50 Euro im Monat. Diese ist unabhängig davon fällig, ob der Haushalt ein Empfangsgerät besitzt oder nicht. Verschiedene Intendanten der öffentlich‐rechtlichen Sender fordern eine Erhöhung um etwa 10 Prozent. 

2 Kommentare

Hier Klicken, um zu kommentieren

  • Wie soll denn nun auch der „Meister des gedrexelten Wortes” mit schlappen 400 000 € p.a. auskommen? Wie sollen weniger als drei Leute nachts die sich meist wiederholenden Nachrichten „lesen”? Es muss eine Mammutaufgabe darstellen. Abgesehen von dem Blödsinn, der mitunter – besonders nachts – auftaucht, aber in Nachrichten nun wirklich nichts verloren hat. Ein Beispiel? Es wurde im MDR welche von den Städten gleichen Namens für die „Simpsons” verwntwortlich zeichnet.

    Ich wundere mich bei etlichen Beiträgen über immer neue, mir unbekannte Gesichter von Korrespondenten. Sind die früheren etwa schon mehrheitlich im Innendienst hochgeklettert?

    Das gesamte finanzielle Aufkommen pro Angestellten lag, wenn ich mich nicht irre, so bei 9400€. Verdienen da die Reinigungskräfte etwa ein Vielfaches des Üblichem? Ansonsten müssen durchschnittliche Mitarbeiter ja auch deutlich über dem Normalen liegen. Nicht zu vergessen, die fürstliche „Zusatzrente”, die in vielen Fällen über der gesetzlichen liegt.

    So lässt es sich bestens leben und in Kommentaren Unsinn reden.

  • Ich glaube, es ist mittlerweile bekannt und unbestritten, dass das Öffentlich‐Rechtliche politisch einseitig geprägt ist. Das Framing‐Manual von Frau Wehling zeigt überdeutlich die Gefahr, die von so etwas ausgeht. „Gehirnwäsche” nennt man das.
    Solange sich das nicht ändert, bin ich nicht bereit, dafür einen Zwangsbeitrag zu entrichten. Zumal man ja auch hier nicht mehr von Werbung verschont bleibt. Sollen sie doch Ihre Sender verschlüsseln und nur für diejenigen freischalten, die sie unbedingt sehen wollen und bereit sind, dafür zu bezahlen…!

Newsletter

Jetzt in den Newsletter eintragen und wöchentlich die Top-Nachrichten erhalten!
Newsletter