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Deutschland

Aus gesundheitlichen Gründen: Wagenknecht zieht sich zurück

Joshua Hahn

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Bild (Wagenknecht beim Bundesparteitag 2017): DIE LINKE via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Sahra Wagenknecht hat ihren Rückzug vom Amt als Fraktionschefin der Linken bekanntgegeben. Als Grund für die Handlung gibt sie ihre Gesundheit an.

Berlin. – Bereits am Sonntag gab die Fraktionschefin der Linken bekannt, nicht mehr bei der neugegründeten Sammlungsbewegung „Aufstehen“ aktiv zu sein. Nun folgt die Aufgabe ihrer Rolle als Fraktionschefin der Partei.

Krankheit, Stress und Überlastung

Gegenüber der „Bild” gab Wagenknecht an, sich weiterhin für ihre politischen Überzeugungen zu engagieren. Da sich der Stress jedoch negativ auf ihre Gesundheit auswirke, habe sie das zu akzeptieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Zuletzt zog sich die Fraktionschefin bereits zwei Monate aus der Öffentlichkeit zurück. In einem Schreiben an ihre Parteikollegen bedankt sie sich für die Genesungswünsche und versichert, dass es ihr gesundheitlich gut gehe. Da die Krankheit jedoch stressbedingt war und ihr ihre „Grenzen aufgezeigt“ habe, wolle sie bei der anstehenden Wahl der Fraktionsleitung nicht mehr kandidieren. 

Weiterhin für Überzeugungen und soziale Ziele engagieren“

Weiter betont die Mitgründerin der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, dass sie nicht vorhabe, ihre politische Aktivität komplett einzustellen. Vielmehr wolle sie sich „weiterhin für [ihre] Überzeugungen und sozialen Ziele engagieren“, so Wagenknecht wörtlich.

Immer wieder Unstimmigkeiten mit Parteispitze

Aufgrund weltanschaulicher Differenzen gab es zuletzt vermehrt Kritik innerhalb der eigenen Partei. Besonders mit der Parteichefin Katja Kipping kam es zu Unstimmigkeiten, besonders bezüglich der Ansichten in der Migrationspolitik. 

Weiter dazu beigetragen hat die Etablierung der Bewegung „Aufstehen“, an deren Gründung Sahra Wagenknecht maßgeblich beteiligt war. Ziele der Bewegung sind unter anderem eine Bündelung der politischen Linken sowie die Zurückgewinnung von Wählern aus dem konservativen Spektrum.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Klasube

    12. März 2019 at 13:50

    In vielen Punkten vertritt Frau Wagenknecht zwar eine Meinung, die nicht die meine ist, aber sie ist eine respektable Politikerin, die ohne Widersprüche konsequent ihren Weg gegangen ist. Man kann ihr nur alles Gute und beste Gesundheit wünschen.

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Deutschland

NRW: Reul will mehr auf radikalisierte Frauen und Kinder achten

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Herbert Reul): Petra Klawikowski [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will künftig einen Fokus auf radikalisierte Frauen und Kinder legen.

Düsseldorf. – Der nordrhein-westfälische Landesinnenminister Herbert Reul fordert Maßnahmen zur Entradikalisierung von Frauen und Kindern des „Islamischen Staat“. Besonders vor der aktuellen Lage in Nordsyrien soll nun verstärkt mit Schulen und Jugendämtern kooperiert werden.

Straftaten verhindern“

Der Landesinnenminister des einwohnerstärksten deutschen Bundeslandes, Herbert Reul, erklärte gegenüber der „dpa“, dass das Hauptziel sei, zukünftige Straftaten der Islamistinnen zu verhindern: „Auf Dauer müssen wir alles daransetzen, diese Leute wieder zu entradikalisieren, damit sie keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellen. 

Kampferprobten Menschen“ solle es nicht möglich sein, in Nordrhein-Westfalen straffällig zu werden. Um die Gefahr durch Kinder zu senken, soll nun zusätzlich eine Ausweitung der Zusammenarbeit vom Verfassungsschutz mit Schulen und Jugendämtern angestrebt werden, wie der „Spiegel“ berichtet.

110 Personen in IS-Gebieten

Die „Rheinische Post“ berichtet, dass sich derzeit 110 den Behörden bekannte Islamisten aus dem Bundesland in „Dschihad-Gebieten“ aufhalten sollen. Dazu zählten vor allem Syrien und der Irak. Das NRW-Innenministerium erklärte, dass laut einer aktuellen Einschätzung von weiblichen Rückkehrern auf lange Sicht „genau so große Risiken“ ausgehen würden, wie von männlichen Islamisten.

Die Kinder der Terroristen seien Opfer der Terrormiliz sowie der „Ideologie ihrer Eltern“. Laut Angaben des Ministeriums befinden sich circa 300 mit der BRD in Verbindung gebrachte Minderjährige in den genannten Kriegsgebieten. 

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Deutschland

Nazis und Faschisten”: Göring-Eckardt beschimpft AfD

Stefan Juritz

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ASDF Bild (Göring-Eckardt 2017): Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Für die Grünen-Fraktionschefin besteht die patriotische AfD zum Großteil aus „Nazis und Faschisten”. In Richtung der Wähler meint Göring-Eckardt: „Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen.”

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, in einem Interview mit der Rheinischen Post heftig in Richtung AfD ausgeteilt. „Die AfD besteht heute, in ihrer dritten Phase nach Lucke und Petry, in weiten Teilen aus Nazis und Faschisten, die das demokratischen System abschaffen und Zwietracht säen wollen”, behauptete Göring-Eckardt am Freitag gegenüber der Zeitung.

„Echte Gefahr für unsere Demokratie”

Darüber hinaus sei die AfD „eine echte Gefahr für unsere Demokratie”. „Es muss klar sein: Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen – auch nicht, wenn man sich abgehängt fühlt”, so die Grünen-Politikerin in Richtung der Wähler.

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Deutschland

Seehofer (CSU) will „Gamerszene“ beobachten – und erntet Spott dafür

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle will der Innenminister Horst Seehofer künftig verstärkt die „Gamerszene“ beobachten. 

Berlin/Halle. – Einige Menschen nähmen sich Videospiele „geradezu zum Vorbild“, so Seehofer. Dieser Rundumschlag des CSU-Bundesinnenministers sorgte im Internet nicht nur unter Anhängern der Szene für teils heftige Kritik.

Verdeckte Planung für einen Anschlag“

Immer wieder kocht die Debatte um Videospiele als vermeintlichen Auslöser für Gewaltakte auf. In einem Videointerview äußerte sich Horst Seehofer zu Videospielen und der „Gamerszene“. Er erklärte: „Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene“.

Der Innenminister warf ein, dass es sich bei Videospielen in einigen Fällen auch um eine „verdeckte Planung für einen Anschlag“ handeln könne. Darum betonte er, man müsse die „Gamerszene stärker in den Blick nehmen“.

Kritik und Spott zu Seehofer- Äußerungen

Im Internet erntete Seehofer Kritik. Auf Twitter wurde ihm aufgrund seiner Äußerungen zum Spielen von Videospielen vorgeworfen, dieses unter Generalverdacht zu stellen. Gerade die Pauschalerklärung stieß dabei auf Spott und Häme. So versuchten manche Nutzer, diverse historische Ereignisse mit der

Andere versuchten die empfundene Fehleinschätzung Seehofers mit teils absurden Vergleichen ins Lächerliche zu ziehen. Ein Nutzer etwa stellte – wohl im Hinblick auf die große Verbreitung von Videospielen – fest, dass so gut wie alle Verbrecher den Konsum von Lebensmitteln gemein hätten.

Attentäter streamte Tat im Internet

Der Attentäter Stephan B. streamte seine Tat im Internet. Aufgrund der Perspektive, welche durch die Helmkamera bedingt war, sahen die Bilder teilweise denen eines Videospiels ähnlich. Stephan B. war offenbar außerdem in diversen Foren aktiv, in welchen er teilweise einschlägiges Material gepostet haben soll.

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