Verbinde Dich mit uns

Meinung

Christchurch: Gute Instrumentalisierung, böse Instrumentalisierung

Patrick Lenart

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Premierministerin Jacinda Ardern im Hijab): Kirk Hargreaves / Christchurch City Council via Wikimedia Commons [CC BY 4.0] (Bild zugeschnitten)

Seit dem widerlichen Anschlag in Christchurch sind nun zehn Tage vergangen. Vergeblich kann man in den etablierten Medien nach den typischen Floskeln suchen, die dort nach islamistischen Anschlägen zu finden sind.

Kommentar von Patrick Lenart

Jedem sind die üblichen Beschwichtigungen nach islamistischen Terroranschlägen wohlbekannt. Wer diese jetzt auch nach dem Anschlag in Christchurch erwartete, wurde bitter enttäuscht. Stattdessen instrumentalisiert das Establishment den Anschlag gegen Patrioten und wirft sich dem politischen Islam um den Hals.

Zweierlei Maß

Nirgends konnte man solche Schlagzeilen lesen: „Wie Patrioten jetzt weltweit unter Heimatfeindlichkeit leiden“ (vgl. hier). Oder „Identitäre sind die ersten Opfer des Terrors“ (vgl. hier) Ebenfalls vermisst man Schlagzeilen wie: „Christchurch spielt den AfD‐Gegnern in die Hände“ (vgl. hier) oder: „Wie Multikulti den Rechtsterroristen in die Hände spielt“ (vlg. hier).  Im Gegenteil: Die etablierten Medien nutzten den Anschlag umgehend, um gegen Patrioten mobil zu machen.

Während sie bei islamistischen Anschlägen – zurecht! – darauf hinweisen, dass Muslime nicht pauschal verantwortlich gemacht werden können, konstruierten sie die absurdesten Verbindungen. Selbst in Europa – also auf der anderen Seite der Welt, 18.000 km entfernt – seien von AfD, FPÖ bis hin zu Identitären alle Mitschuld. Und das obwohl jede patriotische Organisation den Anschlag genauso umgehend und heftig verurteilte, wie Terrorismus im Allgemeinen.

Totale Enthemmung

Desto heftiger das Establishment diesmal jene Prinzipien über Haufen warf, die es sonst gerne auf den Lippen hat, umso stärker warf es sich – vor allem in Neuseeland – der Islamisierung und dem politischen Islam um den Hals. Im Parlament wurde aus dem Koran rezitiert, Nachrichtensprecherinnen traten mit Kopftuch auf, die Premierministerin eröffnete ihre Rede mit Salam und zitierte Mohammed, das Freitagsgebet fand öffentlich statt und wurde live im TV übertragen.

Das alles sind nur einige Beispiele, die längst nichts mehr mit Trauerbekundung oder Solidarität zu tun haben. Entweder sind sie Ausdruck pathologischer Komplexe oder die Etablierten wollten die Situation nutzen, um es denjenigen, die der Islamisierung kritisch gegenüberstehen, so richtig zu zeigen. In jedem Fall wird es die Gesellschaft weiter spalten und mithelfen, dass der Terrorist seinem Ziel – die maximale Spaltung der Gesellschaft – näher kommt.

Was in die Agenda passt

Jetzt könnte man natürlich fragen, wo die Schweigemärsche für die zwei Mädchen waren, die erst unlängst von Islamisten in Marokko kaltblütig ermordet wurden. Oder wo sich überhaupt die Information findet, dass von 17 Terroranschlägen im März, nur zwei nicht islamistisch motiviert waren – darunter auch der von Christchurch. Haben diese Opfer keine Stimme verdient und ist dieser Terror nicht so schlimm?

Warum hören wir also nichts von den fünfzehn islamistischen Terroranschlägen, die ebenfalls im März passierten, während der Christchurch‐Anschlag täglich gebracht wird? Natürlich – es wird wohl wieder einmal alles nur Zufall sein und hat ganz sicher nichts damit zu tun, dass es nicht in die Agenda passt.


Weiterlesen:

Nach Attentat in Christchurch: Islamischer Staat will Vergeltung (19.3.2019)

Neuseeland: Dutzende Tote bei Anschlag auf Moschee in Christchurch (15.3.2019)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    DieParty

    24. März 2019 at 19:32

    islamisch motiviert”, nicht „islamistisch”. Es gibt keinen „Islamismus”.

  2. Avatar

    Gotthelm Fugge

    24. März 2019 at 21:58

    Vor allem:
    „WIR” MÜSSEN Zeichen setzen!
    Ja, wer ist eigentlich immer „WIR”?

    Die richtigen Antworten sind eben nur dem BT‐Altparteienkartell im Schleppverbund mit dem GRÜN‐LINKS‐lastigen politisch‐medialen Komplex vorbehalten, die auf die immer drängenden Probleme der globalen, komplexen Welt mit ihren zunehmend komplizierteren Lösungen NUR von diesem Zirkel der ungekrönten Modernisierungsgewinner und Globalisierungssieger, die die Lauterkeit der menschlichen Fortschrittsentwicklung mit eben IHRER Moralmeßlatte der ach so „bunten, weltoffenen Gesellschaft” gleich einer Erbpacht beanspruchen, mit nahezu übermenschlicher Genialität gelöst werden können.

    Das sind „WIR”!
    Und nur „UNSERE” Haltung gilt.
    Alles andere läuft unter der Rubrik „Hetze”
    Da kann noch so ein „rosafarbener Elefant im Raum stehen”, sprich, die wahrliche Realität vorliegen, sie wird halt mit der von UNS „gottgegebenen Haltung” glatt ausgeblendet und weggebügelt.

    Mantrahaft laufen die permanent kreischenden Propaganda‐Gebetsmühlen gleich früheren Feldlautsprecher heiß!
    „Nichts ist zu instrumentalisieren, „WIR” MÜSSEN immer ein Zeichen setzen.”
    „UNSERE” Zeichen sind etwa:
    Lichterketten, politisch aufgeblasene Trauermärsche zu den unsäglichen Terror‐Opfern von messernden Muslimen‐Flüchtlingsmördern, welche mit konstanter Regelmäßigkeit regierungsgestützte Demonstrationen eines „breiten, weltoffenen, toleranten Bündnisses” nach sich ziehen und in „vergammelten Fischflet” – Konzerten enden.

    An „EUCH”:
    Setzt doch endlich mal DEUTLICHE Zeichen für die schon hier länger lebende indigenen autochthone deutsche Bevölkerungsgruppe, zur nationalen DE‐Souveränität und deren sichere (Außen‐) Grenzen a la EADS‐Grenzumzäunung des gesamten Hoheitsgebietes von Saudi‐Arabien (an Merkel: HighTech vom Feinsten, 9.000 km Länge, damit man weiß, wie so etwas geplant, gebaut und betrieben wird) und schon hat der Spuk ein baldiges Ende!

    Selbst ein BAMF‐Präsident Hans‐Eckhard Sommer warnt in der ihm arteigenen übervorsichtigen PC‐Weise:
    „” … im vergangenen Jahr (wurden) 162.000 Asylerstanträge registriert.
    Das ist vergleichbar mit einer Großstadt, die jährlich zu uns kommt …
    Wir sehen also ganz deutlich, dass viele Menschen hierher kommen, ohne einen Asylgrund zu haben.””
    Ihm wird sicher auch bald der mit politischer Schmierseife ausgefüllte Weg eines Hr. Maaßen beschieden sein.

    Aber SIE werden keine derartigen Zeichen setzen
    Und um des unbedingten Machterhaltes Willen – ja nicht den Blick auf die Vergangenheit verlieren – Immer (empathisch) in Sack und Asche einhergehen.

    Mit dem STÄNDIGEN Hinweis auf diese unsägliche historische Schuld wird spätestens am Ende IHRER Argumente mit der Nazikeule Deutschland (wieder einmal) mund‐ und wehrlos gemacht.
    Es lähmt die breite Masse, mit Schuldkomplexen lässt sie sich besser dirigieren.

    Und wofür:
    Damit diejenigen, die nichts erlitten haben, auch in Zukunft weiter durchregieren und abkassieren können, von denen, die nichts verbrochen haben.

    • Avatar

      Wolfgang

      31. März 2019 at 22:12

      Standing Ovation für diese präzise Formulierung.

  3. Avatar

    DAVID K ELKINS

    24. März 2019 at 22:41

    This excellent article points out the horrifying hypocrisy that promotes Islamization of the West. Well done, Patrick Lenart!

  4. Avatar

    Klasube

    25. März 2019 at 11:24

    Jeder Terroranschlag, egal wo und egal aus welchen Motiven, ist scharf zu verurteilen!
    Fakt ist aber bedauerlicherweise, dass die muslimische Glaubensgemeinde bei islamistischen Terroranschlägen weniger Anteilnahme zu zeigen scheint. Ich jedenfalls habe nach islamistischen Anschlägen oder Messermorden an jungen Frauen noch keinen Imam mit einem Gotteskreuz durch die Strassen ziehen gesehen. Frau Ardern aber zieht sich gleich den Solidar‐Hijab an. Gab es in einem islamischen Staat eine Gesetzesänderung oder ein neues Gesetz gegen Terror und Terrorunterstützung, so wie es in NZ ein neues Waffengesetz gegeben hat?
    Mit zweierlei Maß wird leider zu oft gemessen…!

  5. Avatar

    Lena Nagel

    25. März 2019 at 21:03

    Das ist der traurigste (#sarkasmus) Beitrag und Kommentar, den ich „als Christin ” zu Christchurch gelesen haben. Anstatt Gewalt jedweder Art (politisch, religiös, fundamentalistisch, ideologisch), ob gegen Individuen, Mehrheiten oder Minderheiten scharf zu verurteilen, beklagt dieser junger Mann , wie vernachlässigend die Medien des (oha trumpsche Manier!) Establishment (Verschwörungsansätzchen *hust) über bedrohte Weiße „privilegierten Menschen” berichten. Als Beispiel nennt er den Fall der enthaupteten Skandinavierinnen in Marokko, verschweigt beispielsweise aber die facts, dass ein radikalisierter Schweizer(!) in Marokko als tatverdächtig festgenommen gilt. Dieser Fall ist bedauerlich und höchst tragisch, keine Diskussion. Das Mitgefühl soll den Angehörigen der armen zwei Frauen ebenfalls gelten. Aber hier werden Informationen wohl auch wie vom Establishment selektiert.

    Was jedoch viel frappierender und gefährlicher ist, ist die „white privilege” Argumentationslogik des Autors. Seine These: Gewalt gegenüber westlichen wohlsituierten Weißen (Mehrheit) verdient mindestens genauso viel wenn nicht sogar mehr Aufmerksamkeit, Empathie und Solidarität der Medien und Gesellschaft wie Gewalt bspw. gegenüber Muslimen, religiösen Minderheiten etc.

    Mit solchen Argumentationen soll versucht werden, Zwietracht zwischen Menschen zusammenlebender Kulturen zu sähen. Es ist eben nichts falsches, sein Beileid und Anteilnahme Menschen zu bekunden, die ihren täglichen Alltag nachgegangen sind (zum Beten in ein Gotteshaus) und niemals damit gerechnet hätten, dort zu Tode zu kommen. Empathie sollte allen Menschen gelten, nicht vorzugsweise ausgewählten Gruppen oder Ethnien. Die Gemeinde von Christchurch zeigt dies umso deutlich, dort kümmern sich Nicht‐Muslime um die Betroffenene des Terroranschlages und versichern, die muslimische Minderheitengruppe ist Teil von Christchurch und wird es immer bleiben.

    Bei den Terroranschlägen in Paris von 2015 haben die Medien und Menschen weltweit durch social media pausenlos ihre Solidarität und Empathie den Angehörigen der Toten bekundet, uanbhängig vom ethnischen Background, Pass, Identität, Glauben. Muslime, wie Politiker, Atheisten, wie Andersgläubige haben erkannt, dass es nicht der Glaube des Islams ist, der Gewalt propagiert, sondern stinknormale Menschen, die sich eine Ideologie suchen, sei es, rechtsradikaler Art oder fundamentalistischer islamischer Art oder linksradikaler Ideenlehre, um einfach nur Gewalt zu verüben.

    So war es auch im Fall von Christchurch.

    Der Täter hat wohl die widersprüchslichsten Gründe jedweder Ideologie und Art in seinem Manifest angegeben, um seine Gewalt zu verhüllen und zu legitimierten. Allein die Tatsache, dass sein Manifest sich in seinen logischen Begründungen in verheerende Widersprüche verstrickt, ist Hinweis genug, dieser Mann suchte nur Vorwände für Gewalt.

    Dieser Beitrag will nur kläglicherweise eine Tragödie, die den Muslimen von Christchurch widerfahren ist, für sich nutzen, um die Aufmerksamkeit auf verübte Gewalt von islamischen Terroristen gegenüber westlichen Menschen zu lenken. Das ist armselig. Entspricht aber ganz und gar dem vermuteten Typus einer rechtskonservativ gesinnten Mitteleuropäer.

    Vielleicht wird ja dieser Kommentar auch zensiert, dann würde es mich nicht wundern.

    Nach einem kurzen Check ergibt sich, dass der Autor seine mediale Präsenz auf Instagram, seinem Blog, Youtube etc. mit den Attributen #identitär und #patriot und #neoliberalkonservativ schmückt. Er zeigt sich auf Bildern in fremden Kulturen, betitelt sich als weltoffen, indem er schreibt, dass er durch die Reise in fremde Länder vorallem gelernt hat, wie wichtig es ist seine eigene Kultur zu schützen und zu erhalten. Gott sei Dank, gibt es viele Menschen in Europa, die fremdartige Kulturen sei es im Bereich der Gastronomie oder Glaubensfreiheit als Bereicherung für die eigene Kultur empfinden und diese Vielfalt sogar willkommen heißen.
    Ob er sich gegenüber fremden Menschen fremder Kulturen in seiner Heimat auch so weltoffen zeigt, wäre interessant herauszufinden.

    • Avatar

      Klasube

      26. März 2019 at 12:15

      Auch Ihr Beitrag, sehr verehrte Frau Nagel, ist traurig und beschämend, da einseitig schön gefärbt und viel zu kurz gegriffen. Sie kritisieren die <> und ignorieren bewußt die Ursachen und Gründe, weshalb der aufmerksame Leser verschiedenster Nachrichtenquellen zu einem derartigen Urteil kommen muss.
      Ja, Gewalt jedweder Art (politisch, religiös, fundamentalistisch, ideologisch), ob gegen Individuen, Mehrheiten oder Minderheiten ist scharf zu verurteilen – aber wer tut das, wer distanziert sich klar von den Tätern, wer entschuldigt ständig die „Einzelfälle”, wer relativiert und bagatellisiert, wer versucht der Öffentlichkeit die sichere und heile Welt, in der wir gut und gerne leben, vorzugaukeln?
      Versuchen Sie neutral und ideologiefrei diese Fragen zu beantworten und dann lesen Sie Ihren Beitrag noch einmal selbst…!

    • Avatar

      DieParty

      26. März 2019 at 13:16

      Es geht hier nicht um Kulturen, es geht um eine ganz bestimmte „Kultur”, die überall auf der Welt Ärger macht. Worin die „Bereicherung” durch diese „Kultur” bestehen soll, erschließt sich uns nicht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meinung

Wort zum Sonntag: Es gibt nur zwei Geschlechter

Gastautor

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild (CC0)

Im Vatikan dreht sich nicht nur alles um Migration und Klimaschutz, hin und wieder setzen sich auch Ansätze durch, die der Christenheit des 21. Jahrhunderts Anlass für Hoffnung geben. So geschehen durch die Veröffentlichung des Grundsatzdokumentes „Als Mann und Frau schuf er sie“.

Kolumne von Raphanus

Dabei wendet sich das etwa dreißigseitige Vatikanpapier unter anderem gegen die Tendenz, Unterschiede zwischen Mann und Frau auszulöschen, denn wer für eine Gesellschaft ohne Geschlechtsunterschiede eintrete, zerstöre die Basis der Familie.

Ehe als Bund zwischen Mann und Frau

Das Dokument unterstreicht, dass die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau sei, und nennt die Familie eine anthropologische Tatsache, die man vor ideologisch motivierten Zersetzungsversuchen schützen muss, da Kinder ein Recht darauf haben, in einer Familie aufzuwachsen – mit Vater und Mutter.

LGBTQ‐Aktivisten vermuten hinter dieser Stellungnahme in gewohnter Untergriffigkeit „einen Krieg, den der Vatikan trans und inter Menschen erklärt“ hätte. Der Verband New Ways Ministry, der für die LGBTI‐Rechte in der katholischen Kirche einsteht, kritisiert das Papier als schädliches Werkzeug und verortet den Vatikan mit seinen Ansichten in der Zeit des Mittelalters. Er spreche für Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten. Lustig, dass gerade Gender‐Ideologen von Mythen sprechen, sehen sie sich doch selbst immer wieder mit dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit konfrontiert.

Gender‐Kritiker

Kritiker sehen, dass die Gender‐Ideologie mit der wissenschaftlichen Wahrheitssuche von Biologie, Medizin und Gehirnforschung gebrochen hat und wissenschaftlichen Institutionen für ihre revolutionäre Agenda missbraucht. Mit Sorge wird darauf aufmerksam gemacht, dass Aktivisten sich der Manipulation und totalitärer Durchsetzungsmethoden bedienen, was sich in juristischer Einschränkung der Meinungsfreiheit, der Beschneidung der Religionsfreiheit und der Sexualisierung der Kinder durch den Staat festmacht.

Auch die Gender‐Ideologie sei tief in die Kirche eingedrungen, sie entwickelte keine christliche Alternative zur staatlichen Sexualerziehung und überließ das Territorium weitgehend kampflos den Zerstörern christlicher Kultur. Eltern, die versuchten, ihre Kinder zu beschützen, fanden kaum Unterstützung.

Doch das alles hätte auch sein Gutes: Denn unter dem Verfall des westlichen Europas sprosst neues Grün in Form unzähliger großer und kleiner Initiativen, die glauben, dass der Kampf zwischen dem rebellischen Menschen und Gott von Gott gewonnen wird.

Das klingt fast wie ein Aufruf: Christen, holt euch eure Kirchen zurück!

Das Originaldokument „Als Mann und Frau schuf er sie” kann hier – momentan leider nur auf Englisch – gelesen werden: https://zenit.org/articles/new-vatican-document-provides-schools-with-guidance-on-gender-issues

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Meinung

Kolumne: „Öffentliche Grabenkämpfe bedrohen die patriotische Wende”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Höcke 2016): Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Nach der geschickten Inszenierung des Flügeltreffens rund um Björn Höcke rumort es in der Gesamtpartei. Sogenannte ‚gemäßigte’ AfD‐ler wittern nun Morgenluft – und schnell vergessen Handelnde beider Lager, dass der eigentliche Gegner nicht innerhalb der Partei steht.

Kommentar von Julian Schernthaner

Man kann von pompösen Veranstaltungen mit gewaltiger Bildsprache halten, was man möchte. Einerseits sind pathetische Inszenierungen, welche mitreißen, sowohl wirksam als auch oftmals traditionsgebunden und gemeinschaftsbildend, deshalb völlig legitim. Andererseits schwingt ihnen – gerade vor der historischen Aversion konservativer Kräfte in der Nachkriegszeit gegen allerlei Selbstdarstellung und Personenkult – immer eine gewisse, auch Sympathisanten schwer erklärbare Peinlichkeit mit.

Innerparteiliche Korrektive statt Grabenkämpfe

Aber um diese Bewertung, deren Trennlinien nicht einmal an den üblichen Frontverläufen innerhalb des AfD‐Dunstkreises verlaufen müssen, geht es nicht. Denn interne Meinungsverschiedenheiten, kleine Machtkämpfe über die Ausrichtung der Gesamtpartei, sind in politischen Parteien gang und gäbe. Bei den momentan gehypten Grünen bekriegen sich beispielsweise „Fundis” samt ihrer Maximalforderungen und kryptokonservative „Realos” seit Jahrzehnten. Aber am Ende ziehen sie trotzdem am selben Strang.

Und genau deshalb sind einige Signale Höckes genauso fatal wie die Antwort mit dem Appell von etwa 100 Sektierern aus vornehmlich bürgerlich‐liberalen Parteiteilen. Der „Flügel” sollte als national‐konservatives Korrektiv innerhalb der Partei agieren und seinen Kritikern keine unnötigen Steilvorlagen bieten. Und ebendiese wiederum tun sich im Glauben, einen unsichtbaren cordon sanitaire quer durch die Partei errichten zu müssen, auch keinen Gefallen.

Establishment wird keine gemäßigte AfD akzeptieren

Denn wer sich distanziert, der verliert. Für die Akteure innerhalb etablierter Parteien und Medien kann es nämlich keine ‚akzeptable’ AfD geben, sofern sie sich nicht vollends um ihre Alleinstellungsmerkmale als patriotische Partei kastriert. Und selbst dann würde man ihnen den Zugang zum Futtertrog aus Angst um die eigenen Pfründe nicht gönnen. Diese Weisheit sollte eigentlich jedem noch so „bürgerlich‐liberalen” West‐AfDler hinlänglich bekannt sein.

Denn selbst ein Uwe Junge, der sich beim Ausscheiden des Ex‐Flügel-Manns Poggenburg über den Abschied des „Narrensaums” freute und nun den Aufruf der „Gemäßigten” unterschrieb, wurde unlängst im Mainstream gegrillt, weil er im öffentlich‐rechtlichen Fernsehen Redezeit bekam. Sogar konservative Unionsleute wie Otte oder Maaßen erhalten im politischen Diskurs mehr als nur den gebührlichen Gegenwind. Oder wie es ein Twitter‐User treffend auf den Punkt brachte:

Schützenhilfe für Flügelkritiker aus dem Blätterwald

Und diesen Fehler macht leider auch ein Gutteil der liberal‐konservativen Ausläufer der patriotisch‐kritischen Publizistik. Und das in völliger Vergessenheit, dass sie von den Etablierten bei jeder Gelegenheit mitunter selbst als ‚Brücke zum Rechtsextremismus’ – ohnehin längst ein Buzzword, oft ohne präzise Definition – verunglimpft werden und sich mitunter ihre Nichterwähnung im Verfassungsschutzbericht einst erst gerichtlich erstreiten mussten.

Insbesondere tut sich hier der Chefredakteur der Jungen Freiheit, Dieter Stein, wie bereits im März, als scharfer Höcke‐Kritiker hervor. Er ist zwar eine Koryphäe, seine Wochenzeitung ein erfrischender Fixstern im patriotischen Blätterwald, seine Verdienste unbestritten. Allerdings setzte er bereits in der Vergangenheit mehrfach auf das falsche Pferd – zunächst Lucke, dann Petry und Pretzell – anstatt den Konsens zu unterschiedlichen Denkrichtungen im patriotischen Mosaik zu billigen.

Schlammschlachten” versus „Sturm auf Berlin”

Den absoluten Vogel in diesem Sektor schießt allerdings einmal mehr der Publizist David Berger ab. Zuletzt bereits Architekt eines erbitterten Grabenkampfs im einwanderungskritischen Lager, glaubt er nun gar an eine Art Kriegserklärung des Flügels. Eine Infoveranstaltung eines konkurrierenden patriotischen Magazins, welches nicht in die „Bom Aye”-Rufe der West‐AfD einstimmen will, verklärt er gar zum „Sturm auf Berlin”.

In Wirklichkeit summiert der auslösende Artikel nur die Problematik der jüngsten Geschehnisse. Völlig zurecht kritisiert Compact darin die drohenden „Schlammschlachten” mit Erfahrungswerten. Ebenso treffend ist die Feststellung dass ein internes Schriftstück, welches unterstellt, die Partei würde „von Rechtsextremisten unterwandert”, in Wahrheit „wie eine Bestätigung der Nazi‐Vorwürfe der Altparteien wirkt”.

AfD muss drei Kardinalfehler vermeiden

Auch weiterhin darf die AfD folgende drei Kardinalfehler keinesfalls machen: Sie darf sich freilich nicht nach dem Prinzip des ruinierten Rufes radikalisieren. Aber genauso wenig soll sie auf die Gabe von Bonbons hereinfallen, in der Hoffnung, mit dem Ruck in die weit nach links verschobene Mitte irgendwelche Bonuspunkte zu kassieren. Es funktioniert auch deshalb nicht, weil die Diskurswächter die Torpfosten nach Belieben verschieben können. Und drittens – und das ist der wichtigste Punkt: Sie darf einen Richtungsstreit nicht öffentlich austragen.

Schon gar nicht, indem man interne Infos an feindlich gesinnte Akteure spielt. Das einzige, was das Volk noch mehr verachtet als Wendehälse, sind nämlich Streithähne. Dies gilt doppelt vor wichtigen Landtagswahlen – und schon dreimal, wenn dabei genau jene Landesverbände zur Wahl stehen, gegen die man nun intrigiert. Öffentliche Grabenkämpfe bedrohen das Projekt der patriotischen Wende. Gauland und Weidel haben das bereits verstanden und zu Mäßigung aufgerufen. Bei etwa hundert Mitstreitern fehlt diese Erkenntnis noch.


Weiterlesen:

Verfassungsschutz: Diese drei Fehler muss die AfD nun vermeiden (17.1.2019)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Wort zum Sonntag: Piusbrüder über Papst erschüttert

Gastautor

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild: Casa Rosada (
Argentina Presidency of the Nation
)
[CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Wie in der Welt, rumort es auch ganz besonders in der Kirche. Papst Franziskus polarisiert, viele Gläubige sehen in ihm einen Populisten mit Kniefall vor dem liberalen Zeitgeist. Die Piusbruderschaft ist über den jetzigen Papst „zutiefst erschüttert”.

Kolumne von Raphanus

Der Generalobere der Piusbruderschaft Pagliarani erwarte sich vom Papst, was er sich von jedem Katholiken erwartet: Glaube. Er sieht den Papst in der Pflicht, das Glaubensgut treu weiterzugeben und der schrecklichen Krise ein Ende zu bereiten, durch die die Kirche seit 50 Jahren erschüttert wird. Ein großer Wunsch an den aktuellen Papst, gilt Franziskus nicht als Traditionalist.

Katholische Traditionalisten

Wenn es nach den Piusbrüdern geht, dann soll die Katholische Kirche in Fragen bezüglich Religionsfreiheit, Ökumenismus und ihrer göttlichen Verfassung wieder zu dem zurückkehren, was die Päpste vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrt haben. Ein zentrales Anliegen der Piusbrüder an den Papst ist daher Glaubenstreue zum katholischen Glaubensgut.

Der Wunsch der Piusbrüder kommt nicht von ungefähr: Sie stehen für eine traditionelle katholische Weltsicht und die Weitergabe des geoffenbarten Glaubens. Ihrer Ansicht nach haben viele falsche Ideen das richtige Verständnis der Wahrheit verdunkelt und falsche Lehren die Seelen von Gott entfernt. Deshalb ist es der Piusbruderschaft ein besonderes Anliegen, „die großen Gefahren, die von diesen modernen Lehren ausgehen und die das ewige Glück sowohl der Individuen als auch der Gemeinschaft bedrohen, aufzudecken”. Nicht wenige Traditionalisten werfen dem Zweiten Vatikanischen Konzil Verrat an der Tradition vor.

Streit innerhalb der Kirche

Papst Franziskus hat bereits darauf reagiert: Die Kommission für das Gespräch mit traditionalistischen Gemeinschaften hat der Papst kurzerhand aufgelöst. Mit der Auflösung fehlt den Piusbrüdern nun eine direkte Anlaufstelle in Rom, falls ihre Rechte in den Ortskirchen beschnitten werden. Liberale Katholiken freut das, denn sie sind der Meinung, dass Traditionalisten unter dem Dach der katholischen Kirche keinen Platz (mehr) haben.

Der Gründer der Piusbruderschaft Erzbischof Lefebvre in einem offenen Brief: „Wer könnte leugnen, dass die Katholiken dieses zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts ratlos sind? Man hört in den Kirchen so viele erstaunliche Äußerungen, man liest so viele Erklärungen, die dem, was von jeher gelehrt worden war, widersprechen, dass sich allmählich Zweifel in die Seelen eingeschlichen haben. ”

Auch in dieser Frage gilt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Wahrlich spannende Zeiten – auch und gerade für Christen.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Werbung

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings deine Hilfe.

Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Kulturvor 4 Tagen

Zur Tyrannei der Werte”: Eberhard Straub spricht in Marburg

Eberhard Straub und der Jungeuropa Verlag setzen am Wochenende ihre Lesereise in Marburg fort. Marburg (Lahn). – Am kommenden Samstagabend...

Gesellschaftvor 2 Wochen

Alternative Entwicklungshilfe in Syrien”: Vortrag bei Burschenschaft Danubia

Ein Vertreter der Alternative Help Association wird über die Arbeit seiner Organisation und die Lage in Syrien berichten. München. –...

Gesellschaftvor 2 Wochen

Halle: Linksextremer Angriff auf Burschenschaft Germania

Gegen 1 Uhr nachts beschmierten Unbekannte das Haus der Burschenschaft mit linksextremen Graffitis und ließen anschließend mehrere Böller explodieren. Halle/Saale....

Gesellschaftvor 1 Monat

Linksextremer Angriff in Passau: So hat ihn der Burschenschafter erlebt

Der in Passau von mutmaßlichen Linksextremisten attackierte Burschenschafter recherchierte zuvor offenbar monatelang Undercover im militanten Antifa‐Milieu. Seine Erkenntnisse sind schockierend....

Deutschlandvor 1 Monat

Attacke auf Burschenschafter: AfD‐Jugend fordert „lückenlose Aufklärung”

Nach Bekanntwerden der Geschichte um einen Angriff von mutmaßlichen Linksextremisten auf einen Verbindungsstudenten in Passau will die AfD‐Jugendorganisation Konsequenzen. Passau....

Gesellschaftvor 1 Monat

Passau: Mutmaßliche Linksextremisten attackieren Burschenschafter

Im Umfeld eines von einer linksgerichteten Studentengruppe organisierten Vortrages soll es zu gewalttätigen Handlungen gegen einen Burschenschafter gekommen sein. Passau....

Beliebt