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Welt

Migranten wollten Polizeiabsperrungen durchbrechen und über die Grenze

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Symbolbild: Grenzzaun / Photo: Délmagyarország/Schmidt Andrea [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Inspiriert wurden sie offenbar von einer Idee, die unter dem Titel „Marsch gen Norden” im Internet verbreitet wurde. Demnach würde die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien geöffnet, wenn sich Migranten massenweise dorthin begeben.

Athen/Thessaloniki. Aktuellen Medienberichten zufolge haben Hunderte Migranten versucht, Polizeisperren vor einem Flüchtlingslager nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki zu durchbrechen – wohl nicht zum ersten Mal. Ihr Ziel ist klar, sie wollen nach Europa. Auf ihrem Weg Richtung Mitteleuropa kam es zu Rangeleien mit der Bereitschaftspolizei, wie das griechische Fernsehen am Freitag berichtete.

Gewalt gegen Polizisten

Die Polizei kritisierte, dass die Migranten Frauen und Kinder als eine Art Vorhut einsetzten, um die Absperrung der Polizisten zu überwinden, berichteten Reporter vor Ort das Geschehen. Schon am Vortag hatten rund 500 Migranten versucht, die Polizeiabsperrung am Migrantenlager Diavata zu durchbrechen. Einige schleuderten Steine auf die Beamten. Die Bereitschaftspolizei wehrten sich daraufhin mit Pfefferspray und Blendgranaten.

Idee für „Marsch gen Norden” aus Internet

Offenbar wurde die Idee vom „Marsch gen Norden” im Internet verbreitet. Demnach würde die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien für Migranten geöffnet, wenn sich Migranten nur massenweise dorthin begeben. Das Flüchtingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte die Migranten allerdings davor, solche Gerüchte zu glauben. „Teilnehmer an diesen Bewegungen könnten in furchtbaren humanitären Bedingungen landen, darunter, ohne angemessene Unterkunft, Essen und andere grundlegende Dienste zu sein“, hieß es. Der irakische Kurde Darja Wus sagte der Nachrichtenagentur AP, sie würden trotz zu erwartender Abwehr durch die Polizei versuchen, nach Nordmazedonien zu gelangen. „Wir werden versuchen, sie zu überreden, uns nach Europa weiter gehen zu lassen“, sagte der 35‐Jährige.

Manche Migranten hatten Zelte aufgeschlagen und weitere kamen zu Fuß, wie die Welt berichtet. Manche der Migranten sagten, sie planten, zu der 60 Kilometer entfernten abgesperrten Grenze zu Nordmazedonien zu gehen und hindurchzubrechen.

Überwachung des Grenzzauns noch aufrecht

Zu Beginn der Asylkrise 2015 waren über die Staaten Nordmazedonien (vormals Mazedonien), Serbien und Ungarn Hunderttausende Migranten nach Mitteleuropa gekommen. Zur gleichen Zeit errichtete man zwischen Griechenland und Nordmazedonien einen Grenzzaun, der nach wie vor steht. Im März 2016 wurde von Österreich, Nordmazedonien, Serbien, Kroatien, Ungarn und Slowenien die Schließung der Grenzen für Flüchtlinge veranlasst.

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Peter Lüdin

    7. April 2019 at 11:09

    Diese Leute wollen nur in die Schweiz, nach Deutschland oder Österreich, in kein anderes Land. Die Sozialsysteme haben eine enorme Sogwirkung. Sie glauben, dass sie ein Anrecht darauf haben. Es sind Menschen, die sich um ihre Zukunft betrogen sehen und sie werden es vehement einfordern. Sie sehen nur nicht, dass die Sozialhilfegelder von den Menschen in der Schweiz, Deutschland und Österreich hart erarbeitet werden müssen, zum Teil auf Kosten des eigenen Familienglücks und erheblichen Entbehrungen.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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am

ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Welt

Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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