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Österreich

Auch Drozda bleibt: Rendi-Wagner als SPÖ-Spitzenkandidatin in Neuwahl

Julian Schernthaner

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Keine Personalrochaden brachten die Sitzungen von Parteipräsidium und -vorstand bei den Sozialdemokraten. Spitzenkandidatin für die kommende Nationalratswahl wird Parteichefin Pamela Rendi-Wagner.

Wien. – Obwohl die SPÖ bei den EU-Wahlen am Sonntag trotz der Regierungskrise das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte bei bundesweiten Wahlen einfuhr, ändert sich an der Parteispitze nichts. Die Genossen werden mit Parteichefin Rendi-Wagner in die Nationalratswahlen im Herbst gehen. Das berichtet die Kronen Zeitung am Dienstagnachmittag.

Nichts Neues in der Löwelstraße

Noch ist unbekannt, wann überhaupt gewählt wird – Bundespräsident Alexander van der Bellen favorisiert einen Termin im September. Die Sozialdemokraten stellen dabei der Bundesparteivorsitzenden im ORF-Report zufolge den ambitionierten Anspruch auf den ersten Platz. Um dieses Ziel zu erreichen, legte man sich nun fest: An der Spitze gibt es keine Ablösen und keine Überraschungen.

Als Spitzenkandidatin wird die Parteichefin höchstpersönlich auftreten. Und – auch Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda bleibt vorerst im Amt und Würden. Er möchte zeitnah ein Team aufstellen, welches dem Ruf nach breiterer Aufstellung nachkomme. Die eigentliche Wahlliste steht allerdings erst nach einem Bundesparteirat, voraussichtlich etwa zwei Monate vor dem Urnengang.

Parteiinterne Kritik wächst

Zuletzt war innerhalb der Partei einige Kritik lautgeworden. In einigen Landesorganisationen gab man nämlich Rendi-Wagner und Drozda eine größere Schuld am schlechten Abschneiden bei der Europawahl als dem eigentlichen Spitzenkandidaten Andreas Schieder. Eine Ablöse stand allerdings offenbar dennoch nie im Raum – nach Einschätzung des Kurier wohl auch mangels personeller Alternativen.

Dennoch übte insbesondere der Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer in den vergangenen Tagen wiederholt herbe Kritik an der Kommunikation der Gesamtpartei. Auch die burgenländische SPÖ unter Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil äußert immer wieder Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Parteilinie. In Umfragen hinkt die Partei schon seit Monaten etwa zehn Prozent hinter der ÖVP her.

1 Comment

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  1. Avatar

    Peter Lüdin

    28. Mai 2019 at 19:20

    Der SPÖ ging es nur darum, dem Bundeskanzler S. Kurz eines auszuwischen, weil sie die Niederlage 2017 einfach nicht verkraftet hat und in Ermangelung eigener Ideen nicht weiss, was sie tun soll. Die Rechnung durch den Wähler wird ihnen dafür im Herbst präsentiert. Selbst Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat dafür kein Verständnis.

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