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Gesellschaft

Passau: Mutmaßliche Linksextremisten attackieren Burschenschafter

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Philosophicum der Universität Passau): Aconcagua via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Im Umfeld eines von einer linksgerichteten Studentengruppe organisierten Vortrages soll es zu gewalttätigen Handlungen gegen einen Burschenschafter gekommen sein.

Passau. – Am 6. Juni lud die linke Liste der unabhängigen und kritischen Student*innen (LUKS) zu einem Vortragsabend an der Universität. Als erster Teil einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema Studentenverbindungen sprach dabei der Wiener Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) zu vermeintlich rechtsextremen Umtrieben in diesem Milieu. Dabei soll es auch zu unschönen Szenen gekommen sein.

Vermummte attackierten Burschenschafter mehrmals

Dies bekundet zumindest die Akademische Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf in einer Pressemitteilung. Ein Mitglied des Bundes sei auf dem Universitätsgelände mehrfach von einer „Gruppe zum Teil vermummter Linksextremer” attackiert worden. Bei der ersten Attacke forderten diese angeblich dessen Telefon und bedrohten den Mann. Nachdem er sich aus dieser Situation lösen konnte, hätten ihn allerdings die „fünf bis sechs Angreifer” im Philosophicum in der Innstraße neuerdings „abgefangen”.

Dabei wurden diese der Verbindung zufolge auch „handgreiflich” und fügten dem Studenten Verletzungen an Hals und Oberkörper zu. Man habe die Beschreibungen der Tatverdächtigen und des Sachverhalts an die Polizei übermittelt und eine Strafanzeige erstattet. Die Beantwortung einer Anfrage der Tagesstimme an das zuständige Polizeipräsidium zur Bestätigung des Vorfalls ist allerdings noch ausständig.

Sammelbecken linksradikaler und linksextremer Studenten”

Insgesamt erhebt die Burschenschaft schwere Vorwürfe zum politischen Klima am Campus. Beim LUKS handle es sich um ein „Sammelbecken linksradikaler und linksextremer Studenten”, welche mit der Antifa und der Partei „Die Linke” zusammenarbeiten würden, es gebe dort personelle Überschneidungen.

Man halte es jedenfalls für einen „Skandal, dass Kommilitonen durch gewaltbereite Extremisten durch die Universitätsräume gehetzt und zusammengeschlagen werden. Der von der Hochschulgruppe LUKS „gewalttätig durchgesetzte” „Einlassvorbehalt” sei „mit Demokratie, Weltoffenheit und […] Hausordnung der Universität” kaum vereinbar.

Linke Studentengruppe reagiert auf Twitter

Die LUKS wiederum erklärte auf Twitter, man wisse von keinen Zwischenfällen vor, während oder nach der Veranstaltung. Es habe entsprechend auch keinen Angriff beim Versuch eines Burschenschafters, den Veranstaltungsraum zu betreten, gegeben. Man verweist auf ein gemischtes Publikum, auch Vertreter einer liberalen örtlichen Burschenschaft hätten teilgenommen.

Gleichzeitig verstehe man sich als „linke, offene Studentengruppe”, welche sich gegen ihrer Ansicht nach „menschenverachtende Positionen” engagiere. Man sehe hier allerdings seine Aufgabe in der „politischen Bildung”, nicht jedoch in physischen Auseinandersetzungen. Dass sich die Thematik ihrer gegenwärtigen Kampagne insbesondere gegen die „Verbindungen” der Markomannia richte, bestätigte man darin aber.

Regelmäßige Angriffe auf Burschenschafter

Immer wieder kommt es im gesamten deutschsprachigen Raum zu Attacken auf Burschenschafter und deren Verbindungshäuser. Erst im Vormonat griffen mutmaßliche Linksextreme in einem Wiener Lokal zwei patriotische Korporierte an. Ebenfalls in Wien kam es im Rahmen einer Demonstration im Winter zum Beschuss eines Verbindungshauses mit Pyrotechnik – Die Tagesstimme berichtete.

Im November beschimpften ebenfalls Linksextremisten einen farbentragenden Korporationsstudenten in Braunschweig als „Burschenschafterschwein” und schlugen diesen blutig. Die Problematik ist keinesfalls neu: Im niedersächsischen Göttingen beklagte die Polizei bereits vor drei Jahren eine Zunahme der Angriffe auf Burschenschaften, deren Einrichtungen und Personal.


Mehr zum Thema ‚Angriffe auf Burschenschafter’:

Vermummte Linksextreme griffen patriotische Studenten in Lokal an (4.5.2019)

Wien: Linksextreme beschießen Verbindungshaus mit Pyrotechnik (25.1.2019)

Braunschweig: Mutmaßliche Linksextreme verprügeln Burschenschafter (22.11.2018)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    13. Juni 2019 at 17:02

    Schoßhündchen contra Deutscher Schäferhund.

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Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

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am

Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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am

Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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