Verbinde Dich mit uns

Gesellschaft

Erneuter Angriff auf Burschenschafter in Jena

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Denkmal für die Urburschenschaft vor dem Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena): Thomas Guffler via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Nachdem bereits in der vergangenen Woche Linksextreme einen Burschenschafter in Passau attackiert hatten, kam es am Sonntagvormittag zu einem erneuten Angriff – dieses Mal in Jena.

Jena. – Insgesamt wurden drei Verbindungsstudenten der Burschenschaft Germania Würzburg überfallen, welche am vergangenen Wochenende das Stiftungsfest ihres Freundschaftsbundes, der Jenaer Burschenschaft Germania, besuchten. Letztere hält es für „beschämend”, dass „Verbrecher […] mittlerweile sogar am hellen Tag so ungeniert agieren” würden.

Tritte in Rücken und Bauch

In einer Stellungnahme der Jenaischen Burschenschaft Germania auf Facebook erklärte diese, dass drei ihrer „Freundschaftsbrüder” der Germania Würzburg von insgesamt vier Angreifern attackiert worden seien. Die Opfer des Angriffs hätten am Sonntagvormittag einen Spaziergang gemacht.

Plötzlich hätten vier mutmaßlichen Linksextremisten die Verbindungsstudenten aus dem Hinterhalt überfallen. Dabei sei einem der Studenten in den Rücken und in den Bauch getreten worden. Außerdem sei ein Band sowie ein Bandknopf – Erkennungszeichen der Verbindung – gestohlen worden. 

Polizei nahm bereits Verdächtige fest

Die Burschenschaft gibt an, die Polizei habe bereits drei Verdächtige festgenommen.  Wie die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet, habe es bei der Festnahme der Tatverdächtigen kurzzeitig Schwierigkeiten gegeben. Ein Sympathisant der mutmaßlichen Angreifer soll versucht haben, die Abfahrt des Polizeiautos zu blockieren.

Die Burschenschaft Germania fordert nun in Folge der zunehmenden Überfälle auf Verbindungsstudenten ein Umdenken in der Politik. Denn erst im April wurde ein Alter Herr des Corps Saxonia Jena überfallen, als dieser mit „Couleur” (Band und Mütze der Verbindung) spazierte. Er musste aufgrund seiner Verletzungen ins Krankenhaus eingewiesen werden. Die Germania mahnt nun: „Verbindungsstudenten dürfen nicht zu Vogelfreien werden! Wir haben das Recht auf die Ausübung unserer Traditionen und Rituale!”

Wirbel um Relativierung durch SPD-Stadtrat

Anstatt sich von linksextremen Umtrieben in Jena zu distanzieren, relativierte SPD-Stadtrat Marcus Koman in der Folge derartige Vorfälle. In einer Sitzung im Mai meinte er, wenn Personen die „Schärpe tragen […] in einer Stadt, die zum Glück hauptsächlich linksgerichtet” sei und „mit Insignien von Burschenschaften” herumliefen, sei es angesichts deren Zugehörigkeit zu „eher dem rechten Rand […] klar”, was man tue.

Die CDU – sie erlitt ebenso wie die Sozialdemokraten bei der jüngsten Gemeinderatswahl herbe Verluste – verurteilte diese Äußerung daraufhin in einer Aussendung. Man distanziere sich „mit aller Deutlichkeit von dieser menschenverachtenden Weltanschauung”. Den Verbindungsstudenten „die Schuld zuzuschieben” für einen Angriff aufgrund eines Bekenntnisses zu ihrer Mitgliedschaft sei „mit Demokratie und Rechtsstaat nicht vereinbar”.

Regelmäßige Angriffe auf Burschenschafter

Immer wieder kommt es im ganzen deutschen Sprachraum zu Angriffen auf Burschenschafter. Erst verangene Woche griffen vermummte, mutmaßliche Linksextreme einen Studenten der Akademischen Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf auf dem Universitätsgelände in Passau an – die Tagesstimme berichtete. Im Vormonat attackierten ebenfalls Vermummte zwei Verbindungsstudenten in einem Wiener Lokal.


Mehr zum Thema ‚Gewalt gegen Burschenschafter’:

Passau: Mutmaßliche Linksextremisten attackieren Burschenschafter (13.6.2019)

Vermummte Linksextreme griffen patriotische Studenten in Lokal an (4.5.2019)

Braunschweig: Mutmaßliche Linksextreme verprügeln Burschenschafter (22.11.2018)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Klicken zum Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Deutschland: Erntehelfer aus Osteuropa dürfen teilweise doch einreisen

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Die Bundesregierung hat die Bestimmungen für die Saisonarbeit während der Corona-Krise zumindest teilweise gelockert.

Berlin. – Wie unter anderem „rbb24“ berichtet, haben sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) darauf verständigt, dass insgesamt 40.000 Osteuropäer zur Hilfe bei der Ernte einreisen dürfen – unter strengen Bedingungen. So dürfen diese nur arbeiten, wenn sie einer Gesundheitsprüfung einwilligen. Außerdem dürfen sie nur in Gruppen und per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen. Nach ihrer Ankunft müssen die Helfer für 14 Tage getrennt von anderen Gruppen arbeiten und werden weitestgehend isoliert.

Migranten mit Flüchtlingsstatus sollen ebenfalls helfen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat außerdem beschlossen, dass in Deutschland lebende Migranten mit Flüchtlingsstatus ebenfalls bei der anstehenden Ernte helfen sollen, um den Mangel an Arbeitern zu kompensieren: „Wir wollen diese Flüchtlinge in Arbeit bringen – Arbeit dient der Integration“, erklärte Agrarminister Peter Hauk.

Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer zeigte sich laut Bericht der „Welt“ ob dieser Forderung wenig begeistert. Da die genannte Gruppe sozialversicherungspflichtig sei, hätten die rumänischen Arbeiter klare Priorität. Sollten diese nicht ausreichen, könnten beispielsweise Studenten, Schüler und Hausfrauen aushelfen.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Werbung

Beliebt