Verbinde Dich mit uns

Österreich

FPÖ-Chef Hofer will nicht mehr von „Bevölkerungsaustausch” sprechen

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild: FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer / Ailura, CC BY-SA 3.0 AT [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Norbert Hofer möchte den polarisierenden Terminus nicht mehr verwenden – kritisiert aber dennoch die demographische Veränderung im Land.

Wien. – Wie der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer in einem Interview mit dem linksliberalen Standard darlegte, will er „dieses Vokabular sicher nicht verwenden”. Sein Vorgänger – der langjährige Parteiobmann Heinz-Christian Strache – gebrauchte diesen Begriff, um die Umkehrung der demographischen Verhältnisse zu Ungunsten der autochthonen Bevölkerung zu kritisieren. Diese Positionierung brachte jenem einigen Applaus aus der patriotischen Zivilgesellschaft ein.

Fortsetzung der einwanderungskritischen Politik

Trotzdem wollen die Freiheitlichen auch unter Hofer die „Änderung der Struktur der Bevölkerung” weiterhin thematisieren. Wenn sich etwa der Bewohner eines Gemeindebaus mit niemandem mehr unterhalten könne, „weil keiner [seine] Sprache versteht”, müsse die Politik auch entsprechende Antworten liefern.

Damit einher geht laut Hofer auch die konsequente Weiterführung des bisherigen Kurses in der Einwanderungspolitik. Für ihn „lautet die richtige Antwort, dass wir besser darauf schauen, wer neu ins Land kommt”. Auf telefonische Anfrage der Tagesstimme bestätigte Volker Höferl, Pressesprecher des ex-Infrastrukturministers, die Richtigkeit dieser Aussagen und auch der gleichbleibenden inhaltlichen Ausrichtung.

Hofer will keine Identitären bei Veranstaltungen

Gleichzeitig bemühte sich Hofer neuerdings um eine deutliche Abgrenzung von den Identitären, welche – unter dem Namen „großer Austausch” – die Veränderung der demographischen Verhältnisse ebenfalls kritisieren. Er habe bereits 2016 gesagt, dass er „mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben” wolle.

Dies bedeutet, so Hofer gegenüber dem Standard, dass er sie auch auf keinen seiner Veranstaltungen haben, auch sonst keinen Kontakt haben will. Auf Nachfrage erklärte sein Pressesprecher, dass dies insbesondere vor allem – etwa durch ihre Kleidung oder gesellschaftliche Exponierung – erkennbare Sympathisanten beträfe.


Weiterlesen:

Kampf gegen Bevölkerungsaustausch”: Kommt Strache zur Besinnung? (Kolumne, 28.4.2019)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmüller

    26. Juni 2019 at 11:46

    Eigenartig diese „Kehrtwendung”,schon länst sich & hörbar auf unseren Strassen ‚Parks,etc.,
    Hat sich vielleicht Hofer damals bei TV „Duell” Mit van der bellen geirrt,wie er sagte:„Schauen sie doch einmal nach Ottakring”,zu VdB!

  2. Avatar

    Widerstand

    26. Juni 2019 at 12:42

    Das wäre etwa so ähnlich, wie, wenn ein Grüner nichts mit dem Begriff „Klimawandel” zu tun haben wollte, und das von einem Parteivorsitzenden. DAS IST UNTRAGBAR.
    Wegen der Wahlen werden diese Äußerungen nicht öffentlich kritisiert, sollten die Wahlen positiv für die FPÖ unter Hofer ausgehen, wird es ebenfalls nicht viel Kritik geben. Man muss sich allerdings fragen, wie ernst es einer Partei bezüglich „Bevölkerungsaustausch” ist, wenn ihr Vorsitzender diesen Begriff UND die Identitäre Bewegung ablehnt. Man könnte alles noch irgendwie unter dem Begriff Wahltaktik verstehen, Kickl spielt den Bösewicht, Hofer den Versöhnlichen und Strache im Hintergrund den „Bevölkerungsaustauschler”, so kann man alle möglichen Wählerschichten ansprechen. Wenn man sich allerdings die feinen Nuancen ansieht, muss man feststellen, dass Herr Hofer auch in der Vergangenheit sich lieber über Ampeln und Luftfahrt unterhalten hat, als über die massenhafte, illegale Migration. Ampeln und Luftfahrt sind UNINTERESSANT, wenn die Gesellschaft ZERSTÖRT ist.
    Herr Hofer stimmt Herrn Fellner zu, wenn dieser sagt, dass die Migration nicht mehr dieses Thema im Wahlkampf sein wird, sondern das Klima, und er als leidenschaftlicher Umweltschützer auf das Thema Klimawandel ebenfalls aufspringen will. Herr Hofer würde besser zur ÖVP passen. Auch wenn man den Medien durch eine Meidung der IB und dem Begriff Bevölkerungsaustausch keine Munition für Angriffe bieten will, ist diese Strategie FALSCH, weil man damit nicht nur den Medien, sondern vor allem der Öffentlichkeit signalisiert, dass dieses Vorgehen RICHTIG ist. Ein TOTALER FEHLER und ich hoffe, dass solche Leute wie Hofer sich möglichst schnell anders orientieren.

  3. Avatar

    Zickenschulze

    27. Juni 2019 at 1:54

    Den Freiheitlichen fehlt der Ideologe im eigenen Hause.
    Gradlinig und messerscharf.
    Seit Haider haben sie keinen mehr! Ist so. Der Erfolg wird deshalb auch mässig bleiben.

    Die IB hat einen eigenen im Hause. Will ich einmal gesagt haben.
    Man kann zu Sellner stehen wie man will, aber er ist astrein.
    Die Freiheitlichen hingegen widerum nicht.

    Glaubt‚s ihr wirklich, ein freitlicher Wähler ist wischiwaschi bleed?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Österreich

Wien-Wahl: HC Strache tritt für DAÖ an

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Gemeinsam mit DAÖ-Klubobmann Karl Baron will Strache in den nächsten Wochen die Neugestaltung der „neuen Bürgerbewegung” präsentieren.

Wien. – Beim gestrigen Aschermittwoch-Treffen der FPÖ-Abspaltung Die Allianz für Österreich (DAÖ) verkündete Heinz-Christian Strache in der Wiener Prater Alm, dass er bei den Wien-Wahlen für die neue Partei ins Rennen gehen wird: „Es wird einen Neustart mit mir geben”. Strache kehrt damit endgültig in die Politik zurück.

Änderung des Namens höchstwahrscheinlich

Sagen wir dem Politestablishment den Kampf an. Überwinden wir demokratiepolitisch die rot-grüne Mehrheit”, forderte der ehemalige FPÖ-Chef seine Fans gestern auf. Nach den Anwürfen gegen ihn sei die Entscheidung in ihm gereift, bei der Wahl als Herausforderer gegen Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) anzutreten. Der Name der Liste wird sich aber wohl noch ändern. Das deutete Strache zumindest an. Er wolle aber noch nicht alles verraten: „Es braucht ja immer wieder Überraschungen”. Allerdings erklärte DAÖ-Klubobmann Karl Baron bereits letzte Woche, dass man derzeit an einem neuen Namen feile und unter anderem „eine Ergänzung um den Namen HC Strache” möglich sei.

 „Ich bin das Original”

In den nächsten Wochen will Strache gemeinsam mit den DAÖ-Verantwortlichen klären, wie die „neue Bürgerbewegung” gestaltet werde. Diese soll dann gemeinsam mit Baron präsentiert werden, wie er auf seiner Facebook-Seite mitteilte. „Mit euch und eurer Unterstützung können wir SPÖ-Ludwig und das rot-grüne Wien erfolgreich herausfordern!”, so Strache.

In seiner Rede erinnerte er an Jörg Haider, der die FPÖ verlassen habe. „Bei mir ist es umgekehrt.” Ihn hätten seine Nachfolger – „ehemalige Sekretäre” – verlassen und damit eine Spaltung herbeigeführt. Er sei jedoch das Original, so Strache. Egal wie viele Fallen man ihm gestellt habe, „manchmal ist es wichtig, diese Hindernisse wegzuräumen und sich nicht aufhalten zu lassen”, sagte der einstige Vizekanzler gestern zu seinen Unterstützern, von denen es bereits Tausende gebe, wie er versicherte.

Strache hat „ein reines Gewissen”

Mit der neuen „Bewegung” wolle man jedenfalls Menschen aus unterschiedlichsten Fachbereichen ansprechen. Außerdem müsse man keine „Ochsentour eines Funktionärs” durchlaufen, warb er um tatkräftige Unterstützung. Gemeinsam müsse man „unsere Werte” wieder stärken. „Da geht’s um soziale Fairness und Gerechtigkeit, um unsere Kultur und Identität. Dagegenzuhalten ist das Entscheidende.”

Auch die gegen ihn laufenden Ermittlungen schnitt Strache in seiner Rede kurz an. „Ich habe ein reines Gewissen, ich sehe dem gelassen entgegen.” Er verzichtete gestern auf allzu harsche Kritik an der FPÖ. Er habe nicht vor, groß mit seinen ehemaligen Mitstreitern und Nachfolgern abzurechnen. „Das werde ich nicht tun.” Auch wenn es in der FPÖ einige gebe, die dort „kopflos herumschlingern” würden: „Da fehlt’s sowohl am Master als auch am Mind”, so Strache.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Österreich

FPÖ bringt Antrag ein: Steirisches Kulturerbe soll in Verfassung

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Für die gewünschte Änderung ist allerdings eine Zweidrittelmehrheit nötig. ÖVP und SPÖ müssten dem Antrag der FPÖ also erst noch zustimmen.

Graz. – Am vergangenen Freitag brachten die Freiheitlichen einen Antrag in den steirischen Landtag ein, in dem die Abgeordneten, allen voran Kultursprecher Marco Triller, eine Änderung der Landesverfassung fordern. Demnach soll der Schutz des steirischen Kulturerbes künftig im Verfassungsrang, also hierarchisch über einem „normalen” Gesetz stehen, wie die Kronen Zeitung berichtete.

Zweidrittelmehrheit nötig

Ein „langfristiger Erhalt“ der landestypischen Brauchtümer und Traditionen sei „besonders erstrebenswert“ – so steht es in dem Papier, das im Europaausschuss am 3. März behandelt werden soll und wohl für lebhafte Debatten sorgen wird. Triller stellt außerdem fest, dass man sich selbst im türkis-grünen Regierungsprogramm zum kulturellen Erbe der Heimat bekenne und dieses als schützenswertes Gut in der Bundesverfassung verankern wolle. „Wenn es sogar den Grünen möglich ist, eine solche Forderung zu unterstützen, so dürfte es auf Landesebene für ÖVP und SPÖ überhaupt kein Problem darstellen, dem freiheitlichen Antrag die Zustimmung zu erteilen”, so Triller. Für die Verfassungsänderung ist eine Zweitdrittelmehrheit im steirischen Landtag nötig, weshalb es dieses koalitionäre Abnicken in jedem Fall braucht.

Triller fordert Verdoppelung des Volkskulturbudgets

In diesem Zusammenhang kritisiert die FPÖ das grobe Ungleichgewicht der Landeshaushaltsmittel. Denn 2020 stünden der Volkskultur 2,3 Millionen Euro zur Verfügung, während das Kulturbudget – beide Ressorts sind neuerdings in der Hand von ÖVP-Landesrat Christopher Drexler vereint – 62 Millionen betrage. „Es muss eine klare Umschichtung erfolgen – und zwar von den Mitteln der freien Szene hin zur identitätsstiftenden und breitenwirksamen Volkskultur“, fordert Marco Triller. Eine Verdoppelung des Volkskulturbudgets sei daher das Gebot der Stunde. Aus dem Büro des Landesrat Drexler hieß es dazu, dass eine starre Budgettrennung in Kultur und Volkskultur schwer möglich sei.

So sei etwa das Freilichtmuseum Stübing im Jahr 2019 vom Volkskultur- in das Kulturbudget gewandert. Zudem seien im Budget für die freie Szene (rund 10 Millionen Euro) zahlreiche regionale Kulturinitiativen und Veranstaltungen inkludiert. Auch das Volkskundemuseum sei ein Beispiel, das man inhaltlich wohl eher der Volkskultur zuordnen würde, aber budgetär im Kulturressort abgebildet sei.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Österreich

FPÖ startet Online-Petition zur Abschaffung der GIS-Gebühr

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die FPÖ setzt sich auch in der Opposition weiter für Abschaffung der GIS-Gebühren ein. Auf www.wegmitgis.at können sich Bürger online eintragen.

Wien. – Am Montagvormittag hat die FPÖ ihre neue Kampagne zur Abschaffung der GIS-Gebühr öffentlich präsentiert. In den kommenden Monaten wollen die Freiheitlichen mit einer „Informationskampagne” bundesweit aufklären, wie man sich die GIS-Gebühr sparen kann. „Wir glauben, dass sich die Gebühr überholt und überlebt hat”, erklärte FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer.

ORF-Volksbegehren möglich

Zentraler Punkt der Kampagne ist zum einen die seit heute online abrufbare Online-Petition zur Abschaffung der „ORF-Zwangsgebühr” (www.wegmitgis.at). Zum anderen kündigte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in der Pressekonferenz parlamentarische Anträge zur Abschaffung der GIS-Gebühr an. Außerdem sei auch ein Volksbegehren möglich, sollte die Bundesregierung der Forderung nicht nachkommen.

Kritik übte Schnedlitz etwa an der „fehlenden Transparenz” bei den Geldern und Gehältern im ORF sowie an der Qualität und der Ausgewogenheit der Informationssendungen. Diese lasse dem FPÖ-Politiker zufolge „zu wünschen übrig”.

Als Gegenmodell zur jetzigen GIS-Gebühr für den ORF schlägt FPÖ-Chef Hofer die Förderung öffentlich-rechtlicher Inhalte vor, die jeder Sender beantragen könnte.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Werbung

Beliebt