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Österreich

NEOS-Chefin als Hündin: Empörung über JETZT-Karikatur

Julian Schernthaner

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Für einigen Unmut zwischen den kleinen Parlamentsparteien sorgt derzeit eine Karikatur, welche die NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger als nach einer Wurst schnappenden Hündin darstellt.

Wien. – Das Sujet, welches auf dem neuen Online-Magazin Zackzack.at der Liste JETZT erschien, spielt auf die Debatte rund um die Reform der Parteienförderung an. Eine Hündin mit dem Gesicht der pinken Parteichefin hechelt dabei nach einer Wurst, welche vom wichtigsten NEOS-Großspender, dem Bauunternehmer Hans-Peter Haselsteiner, gereicht wird.

Pilz: NEOS machen „Großwurst zum Mitglied“

Zuvor hatte sich bereits JETZT-Listengründer Peter Pilz darüber echauffiert, dass die liberale Partei die neue Gesetzeslage damit umgehen möchte, ihren prominenten Geldgeber zu einem Parteimitglied, dessen Spende zu einem Mitgliedsbeitrag, zu machen. In einer Aussendung bezeichnete Pilz diese Vorgehensweise als „offenen Aufruf zur Spendenwäsche“.

Er habe jedenfalls „noch nie eine derartig offene und unverschämte Umgehung eines Gesetzes gesehen“. Wenn man einer „Großwurstpartei die Wurst wegnimmt“, ernenne diese einfach die „Großwurst zum Mitglied“. Am parteieigenen Medium verstärkte man dies nun durch eine entsprechende Karikatur.

NEOS-Donig: „Frauenfeindlicher und respektloser Cartoon“

Die Reaktion blieb nicht aus. Wie der ORF am Montag berichtet, zeigte sich NEOS-Generalsekretär Nikola Donig „fassungslos“ über den seiner Ansicht nach „frauenfeindlichen und respektlosen Cartoon“ des Zeichners Othmar Wicke. Der „alte weiße Mann“ Pilz, so Donig, habe „auch im Abgang nichts gelernt“.

Dies beträfe sowohl dessen Zugang zur „anständigen politischen Debatte“ als auch seinen „Umgang mit Frauen“ – eine Anspielung auf die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Pilz. Mit der Darstellung von Meinl-Reisinger als Hündin bewege sich die Liste JETZT „noch unter FPÖ-Niveau“.

Unterschiedlicher Umgang mit Mensch-Tier-Vergleichen

Mit letzterer Spitze erinnerte Donig an das berüchtigte „Rattengedicht“ des ehemaligen Braunauer FPÖ-Vizebürgermeisters. Dieser schilderte darin die sich auch demographisch verändernde Stadt aus den Augen einer Stadtratte. Weil damit auch Migranten als Tiere dargestellt wurden, sorgte das Werk für bundesweite Kritik und führte letztendlich zum Rücktritt des Urhebers.

Als ein Zeichner der OÖN dann in der Vorwoche einen Cartoon publizierte, der ÖVP-Landeshauptmann Stelzer als Kammerjäger zeigte, welcher identitäres „Ungeziefer“ mit Giftgas vernichtet – Die Tagesstimme berichtete – blieb der Aufschrei in der politischen Landschaft hingegen aus. Einzig die Salzburger FPÖ-Chefin Marlene Svazek distanzierte sich von der Darstellung, auch die NEOS schwiegen dazu.

1 Comment

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  1. Avatar

    Zickenschulze

    8. Juli 2019 at 15:52

    Bravo Dackel, kriegst eine Wursthaut trifft aber leider nicht zu.

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