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Österreich

NEOS‐Chefin als Hündin: Empörung über JETZT‐Karikatur

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (NEOS-Klubobfrau Meinl-Reisinger, 2013): Nicole Heiling / NEOS Das Neue Österreich via Wikimedia Commons [CC BY-SA 2.0] (Bildausschnitt)

Für einigen Unmut zwischen den kleinen Parlamentsparteien sorgt derzeit eine Karikatur, welche die NEOS‐Chefin Beate Meinl‐Reisinger als nach einer Wurst schnappenden Hündin darstellt.

Wien. – Das Sujet, welches auf dem neuen Online‐Magazin Zackzack.at der Liste JETZT erschien, spielt auf die Debatte rund um die Reform der Parteienförderung an. Eine Hündin mit dem Gesicht der pinken Parteichefin hechelt dabei nach einer Wurst, welche vom wichtigsten NEOS‐Großspender, dem Bauunternehmer Hans‐Peter Haselsteiner, gereicht wird.

Pilz: NEOS machen „Großwurst zum Mitglied”

Zuvor hatte sich bereits JETZT‐Listengründer Peter Pilz darüber echauffiert, dass die liberale Partei die neue Gesetzeslage damit umgehen möchte, ihren prominenten Geldgeber zu einem Parteimitglied, dessen Spende zu einem Mitgliedsbeitrag, zu machen. In einer Aussendung bezeichnete Pilz diese Vorgehensweise als „offenen Aufruf zur Spendenwäsche”.

Er habe jedenfalls „noch nie eine derartig offene und unverschämte Umgehung eines Gesetzes gesehen”. Wenn man einer „Großwurstpartei die Wurst wegnimmt”, ernenne diese einfach die „Großwurst zum Mitglied”. Am parteieigenen Medium verstärkte man dies nun durch eine entsprechende Karikatur.

NEOS‐Donig: „Frauenfeindlicher und respektloser Cartoon”

Die Reaktion blieb nicht aus. Wie der ORF am Montag berichtet, zeigte sich NEOS‐Generalsekretär Nikola Donig „fassungslos” über den seiner Ansicht nach „frauenfeindlichen und respektlosen Cartoon“ des Zeichners Othmar Wicke. Der „alte weiße Mann” Pilz, so Donig, habe „auch im Abgang nichts gelernt”.

Dies beträfe sowohl dessen Zugang zur „anständigen politischen Debatte” als auch seinen „Umgang mit Frauen” – eine Anspielung auf die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Pilz. Mit der Darstellung von Meinl‐Reisinger als Hündin bewege sich die Liste JETZT „noch unter FPÖ‐Niveau”.

Unterschiedlicher Umgang mit Mensch‐Tier‐Vergleichen

Mit letzterer Spitze erinnerte Donig an das berüchtigte „Rattengedicht” des ehemaligen Braunauer FPÖ‐Vizebürgermeisters. Dieser schilderte darin die sich auch demographisch verändernde Stadt aus den Augen einer Stadtratte. Weil damit auch Migranten als Tiere dargestellt wurden, sorgte das Werk für bundesweite Kritik und führte letztendlich zum Rücktritt des Urhebers.

Als ein Zeichner der OÖN dann in der Vorwoche einen Cartoon publizierte, der ÖVP‐Landeshauptmann Stelzer als Kammerjäger zeigte, welcher identitäres „Ungeziefer” mit Giftgas vernichtet – Die Tagesstimme berichtete – blieb der Aufschrei in der politischen Landschaft hingegen aus. Einzig die Salzburger FPÖ‐Chefin Marlene Svazek distanzierte sich von der Darstellung, auch die NEOS schwiegen dazu.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Zickenschulze

    8. Juli 2019 at 15:52

    Bravo Dackel, kriegst eine Wursthaut trifft aber leider nicht zu.

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Österreich

Vilimsky: ÖVP geht „in Richtung einer schwarz‐grünen Koalition”

Stefan Juritz

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am

ASDF Bild: Harald Vilimksy / Franz Johann Morgenbesser [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Die ÖVP schließt eine Koalition mit Kickl (FPÖ) als Minister aus. Die FPÖ vermutet dahinter einen Vorwand und sieht die ÖVP bereits am Weg Richtung Schwarz‐Grün.

Wien. – Am Wochenende hat die ÖVP eine Neuauflage der türkis‐blauen Koalition ausgeschlossen, sollte die FPÖ auf Herbert Kickl als Minister bestehen. Eine Ankündigung, die bei den Freiheitlichen überhaupt nicht gut ankam.

Vilimsky: „ÖVP‐Strategie wird nicht aufgehen”

Noch am Sonntag reagierte FPÖ‐Generalsekretär Harald Vilimsky auf ein Interview des Wiener ÖVP‐Chefs Gernot Blümel. „Die gezeigte Strategie, die Freiheitliche Partei und ihre Wähler in einen Hofer‐ und einen Kickl‐Block auseinanderzudividieren, wird nicht aufgehen”, betonte Vilimsky. Kickl habe als Innenminister „fantastische Arbeit” abgeliefert.

In Wahrheit geht es der ÖVP auch gar nicht um die Person des Herbert Kickl, sondern es geht um das, was seinem scharfen Blick im Innenministerium entzogen werden sollte”, vermutete der FPÖ‐Generalsekretär. Den ehemaligen Koalitionspartner sieht er bereits voll auf einem „schwarz‐grünen Kurs”. „Schwarz‐Grün steht auch für eine Politik der offenen Grenzen, der Belastungen für Pendler, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, für den Angriff auf den 13. und 14. Gehalt für pflegebedürftige Menschen und sie ist schlussendlich ein Freifahrtschein für die weitere Islamisierung Österreichs – aber jetzt ist der Wähler am Wort“, betonte Vilimsky in seiner Aussendung.

Blümel (ÖVP) für Hofer, aber gegen Kickl

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview hatte der Wiener ÖVP‐Chef Blümel gegenüber dem Kurier eine Absage an Kickl erteilt: „Die FPÖ hat sich entschieden, den Weg nicht mit uns, sondern mit Kickl zu gehen – gegen uns. Wenn dieser Weg weiter verfolgt wird, ist völlig wurscht, auf welchem Sessel Kickl sitzt, das geht sich dann einfach nicht aus.“

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Österreich

Akt der Verzweiflung”: Vilimsky kontert SPÖ‐Attacke

Stefan Juritz

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ASDF FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. Bild © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS [Bild zugeschnitten]

Der Wiener Bürgermeister Ludwig (SPÖ) hatte die FPÖ „rechtsextrem” genannt – für FPÖ‐Generalsekretär Vilimsky ein „Akt der Verzweiflung und an Unseriosität nicht zu überbieten”.

Wien. – Beim heute stattfindenden SPÖ‐Bundesparteirat hat der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig die FPÖ scharf angegriffen und als „rechtsextrem” bezeichnet. „Das sind nicht Rechtspopulisten, das sind Rechtsextreme!“, wird Ludwig in den Medien zitiert.

An Unseriosität nicht zu überbieten”

Die FPÖ reagierte nach Bekanntwerden der Rede umgehend und wies die Vorwürfe des SPÖ‐Politikers zurück. In den Augen von FPÖ‐Generalsekretär Harald Vilimsky ist der „Rundumschlag” Ludwigs ein „Akt der Verzweiflung und an Unseriosität nicht zu überbieten”.

Der Vorwurf, Freiheitliche seien Rechtsextreme, ist schon alleine vor dem Hintergrund lächerlich, als die FPÖ in zwei Bundesländern Teil einer erfolgreichen Regierung ist – unter anderem im SPÖ‐geführten Burgenland. Ich weise Ludwigs undurchdachten Rundumschlag in aller Schärfe zurück“, erklärte Vilimsky in einer Aussendung am Samstag.

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Österreich

ÖXIT‐Plattform: EU‐Gegner wollen bei Nationalratswahl antreten

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild (CC0)

Bis Ende Juli müssen die EU‐Gegner die notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen sammeln.

Wien. – Die ÖXIT‐Plattform für Heimat & Umwelt, Neutralität und Direkte Demokratie möchte an der kommenden Nationalratswahl teilnehmen. Dazu müssen die EU‐Gegner bis zum 31. Juli mindestens 2.600 Unterstützungserklärungen sammeln. Zentrale Forderung der Plattform ist der EU‐Austritt Österreichs.

EU‐Austritt & Direkte Demokratie

Ein Überleben Österreichs als eigenständiger Staat in volkswirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und außenpolitischer Hinsicht ist nur möglich durch einen schrittweisen Austritt Österreichs aus der EU”, erklärt die Spitzenkandidatin Inge Rauscher.

Dies gelte insbesondere auch für die massive Zuwanderung in die EU und Österreich, die durch die „vorwiegend Konzern‐gesteuerte EU‐Politik mitsamt dem EuGH über Jahre forciert und durchgesetzt” werde. Auch eine „echte Demokratie nach Schweizer Muster” sei ohne EU‐Austritt nicht möglich.

Wir sind keine EU‐Kritiker, sondern Austritts‐Befürworter”

Robert Marschall, Obmann der EU‐Austrittspartei, plädierte erst vor wenigen Tagen im Interview mit der Gratiszeitung Heute für einen „raschen, aber schrittweisen EU‐Austritt Österreichs”. Aus der europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) könnte man seiner Ansicht nach sofort aussteigen, der Euro‐Ausstieg würde hingegen „etwa zwei oder drei Jahre” dauern.

Der FPÖ hält Marschall vor, sie habe mit dem EU‐Austritt immer nur „geliebäugelt”, sei aber nie für den „Öxit” gewesen. „Die Freiheitlichen waren immer Pro‐EU – einmal mehr, einmal weniger. Wir sind keine EU‐Kritiker, sondern EU‐Austritts‐Befürworter. Wir wollen die Europäische Union auch nicht abschaffen, sondern einfach raus”, so Marschall zur Heute.

Die ÖXIT‐Plattform für Heimat & Umwelt, Neutralität und Direkte Demokratie besteht aus der Initiative Heimat & Umwelt und den zwei Kleinparteien Neutrales Freies Österreich (NFÖ) und EU‐Austrittspartei (EUAUS). Die neue Plattform ging aus der Liste EU‐NEIN hervor, die bei der jüngsten EU‐Wahl antreten wollte, aber an den ebenfalls erforderlichen 2.600 Unterstützungserklärungen gescheitert war.

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