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UNO fordert Europäer zu neuen Rettungsaktionen im Mittelmeer auf

Monika Šimić

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Die Rückführung von Migranten nach Libyen müsse indes gestoppt werden.

Genf. Nach Überzeugung der Vereinten Nationen müssten die Zustände für Flüchtlinge und Migranten in Libyen die Europäer und andere Aufnahmeländer zum Umdenken zwingen. Die Europäer sollten ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wiederaufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen. Das verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Fillipo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino, am Donnerstagabend.

Organisationen sollen Arbeit wieder aufnehmen

„In der Vergangenheit haben staatliche europäische Schiffe bei Such- und Rettungsaktionen Tausende Leben gerettet, auch, indem sie die Menschen sicher ans Land brachten. Sie sollten diese wichtige Arbeit wieder aufnehmen“, so Grandi und Vitorino. Hilfsorganisationen dürften nicht wegen der Rettung von Menschen bestraft und Handelsschiffe nicht angewiesen werden, die Menschen nach Libyen zurückzubringen. Zudem seien auch dringend mehr Aufnahmeplätze für in Libyen Gestrandete nötig. Indes müsse man die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer aufgenommen werden, stoppen.

Mehr als 800.000 Migranten in Libyen

Das Land sei keine Option. Dort gerieten die Menschen in Lager mit unhaltbaren Zuständen, ihnen drohe Misshandlung und Ausbeutung durch Menschenhändler. Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf. Hinzu kommen weitere 800.000 weitere Migranten. Grandi und Vitorino forderten, dass die Geflüchteten, die sich derzeit in Zentren in ganz Libyen befinden, geordnet freigelassen werden und ihr Schutz gewährleistet wird. Ihre Forderungen richten die UNO-Chefs direkt an die italienische Regierung und die EU-Politik.

Italiens neuer Deal mit libyscher Küstenwache

Denn die Regierung in Rom hat erst am Mittwochabend angekündigt, dass sie die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache ausbauen will. Um Menschenschlepperei zu bekämpfen, werde die italienische Regierung die Küstenwache mit Material und Training noch mehr unterstützen. Der von der EU unterstützte Deal sieht vor, dass die Libyer Migranten auf dem Weg nach Europa auf dem Mittelmeer abfangen und wieder in das Land zurückbringen.

Seit der Vereinbarung ist die Zahl der Ankünfte von Migranten in Italien drastisch zurückgegangen. Es kommen jedoch immer mehr Menschen mit kleinen Booten selbstständig an den italienischen Küsten an – vor allem aus Tunesien. Ministerpräsident Giuseppe Conte werde daher Gespräche mit dem tunesischen Premier Youssef Chahed aufnehmen. Er möchte besprechen, wie man die Küste des nordafrikanischen Landes besser schützen könnte, hieß es in einer Aussendung.

4 Comments

4 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    12. Juli 2019 at 16:59

    Null Respekt vor dem demokratischen Willen der betroffenen Wähler.
    Die Italiener haben klar NEIN gesagt.
    Ihre Entscheidung wird aber von den „Hütern“ der Demokratie sabotiert
    Demokratie je nach Beliebigkeit. Eeinmal mehr als reine Farce vorgeführt.

  2. Avatar

    Klasube

    13. Juli 2019 at 11:23

    Mit welchem Recht mischt sich die UNO hier ein? Die Aufgaben der Uno bestehen in erster Linie aus der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, der Förderung der Zusammenarbeit und Löung von internationalen Problemen und der Menschenrechte. Beruft sie sich also auf die Wahrung der „Menschenrechte“?
    Das ist eine Beugung der Interpretation, denn kein Mensch hat das Recht, dort zu leben, wo er will. Das hat mit Menschenrechten nichts zu tun.
    Diese Menschen – so leid mir jedes Einzelschicksal tut – müssen endlich lernen für sich selbst verantwortlich zu sein und sich vom lebenserhaltenden Tropf der westlichen Nationen zu befreien. Und wir müssen endlich lernen, dass alles was nicht unmittelbar Hilfe zur Selbsthilfe ist, diese Menschen zurück in die Abhängigkeit treibt und somit kontraproduktiv ist.
    Die UNO soll sich gefälligst um ihre vordringlichen Aufgaben kümmern – aber auch das kann dieser zahnlose Tiger nicht…!

  3. Avatar

    Mark

    13. Juli 2019 at 20:38

    Die UNO/UN hat überhaupt nichts zu sagen. Sofort austreten: EU und Uno

  4. Avatar

    Rainer Seifert

    18. Juli 2019 at 17:58

    Die UN sind – nicht erst seit heute – meilenwert vom Sinn ihrer ehemals gedachten Aufgabe entfernt.

    Um zur Minderheit im eigenen Land zu werden bedarf es ihres Engagements gar nicht. Das schaffen unsere Volkszertreter schon ganz allein. Sieht man mal vom Millionenheer der Gutgläubigen, der Dummen und der bewussten Deutschlandabschaffer ab.

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