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Gesellschaft

Seehofer will Sicherheitsmaßnahmen an Bahnhöfen verstärken

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Bei der Pressekonferenz des Innenministeriums zur Ermordung des Achtjährigen durch einen Eritreer erklärte Seehofer, er wolle die Sicherheitsmaßnahmen an Bahnhöfen verstärken.

Berlin. – Unter anderem wolle er die „personelle Präsenz“ erhöhen. Die Kosten würden hierbei eine untergeordnete Rolle spielen.

Auch „Flugsicherheit“ sei einmal ein Thema gewesen

Der Innenminister sagte, dass noch vor einigen Jahren die Flugsicherheit aufgrund von „Anschlägen, Entführungen und Ähnlichem“ ein großes Thema gewesen sei. Er erklärte: „Hier wurden konsequente Sicherheitsmaßnahmen schrittweise umgesetzt und haben vieles erreicht bei uns in Deutschland und weltweit.“

Deshalb halte er es für sinnvoll, auch für Bahnhöfe generell über eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen nachzudenken. Diese sollten jedoch wirklich „wirksam“ umgesetzt werden – „Nicht nur mit schönen Äußerungen.“ Auch auf die Kosten für die Veränderungen kam Seehofer zu sprechen. Diese würden eine untergeordnete Rolle spielen.

Das ist kein Argument“

Bei der Pressekonferenz erklärte der Innenminister: „Wenn es um Menschenleben geht, dann akzeptiere ich das Argument mit dem Geld nicht.“ Horst Seehofer bezeichnete das Verbrechen mehrmals als „kaltblütigen Mord“. Es sei unmöglich, nach einer solchen Tat einfach zur Tagesordnung überzugehen.

Wie die „Zeit“ berichtete, wolle Seehofer gemeinsam mit der Regierung außerdem „alles tun […], damit der mutmaßliche Täter einer gerechten Strafe zugeführt wird“. Von der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt es bis dato keine Stellungnahme zu der Ermordung des Achtjährigen. Sie befindet sich derzeit im Urlaub, eine Unterbrechung scheint nicht geplant zu sein.

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Nakaya

    1. August 2019 at 11:03

    Es ist immer einfach Probleme mit Geld, das Andere erwirtschaften müssen, zu lösen.
    Es ist eines der markantesten Merkmale von Sozialisten genauso zu handeln.

    Horst Drehhofer ist offensichtlich zum Sozialisten gemerkelt. Scheint ihm nicht schwer gefallen zu sein.
    Übrigens mit einer Ministerialverordnung den Grenzschutz wieder einführen, wäre viel günstiger und würde wirklich helfen.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    1. August 2019 at 14:09

    an Bahnhöfen vetstärken“

    Ist sowas von einer Weichspüler Attitüde, dass man es kaum fassen kann.
    Eine Luftnummer.
    Politik ohne Kopf.
    Für Kopflose.

  3. Avatar

    Rainer Seifert

    1. August 2019 at 14:39

    Selbst wenn man alle Bahnhöfe sicher gegen deratrige Morde machen würde, was schier unmöglich ist (Menschen dürften dann erst auf den Bahnsteig, wenn der Zug steht) bliebe immer noch genau das selbe Problem im Straßenverkehr.

    Menschen warten bei Rot an der Ampel. Irgend ein Verbrecher schubst sie vor ein Fahrzeug.

    Der Schlüssel, wenigstens nicht noch mehr Gefährder ins Land zu lassen liegt anderswo, Herr Drehhofer.

    • Avatar

      Klasube

      2. August 2019 at 14:01

      Absolut Ihrer Meinung.
      Haben wir nicht selbst schon genügend Gestörte im Land? Müssen wir die noch personalmäßig aufstocken?
      Genauso schnell, wie man Asylantenwohnheime damals aufgebaut hat, sollte man in bevölkerungsarmen Landstrichen in Grenznähe ebensolche aufbauen und alles dorthin verfrachten, was ausreisepflichtig ist. Von dort per Bahn, Bus und Schiff wieder zurück in die Heimat. Wer keine angeben will, bleibt dort so lange interniert, bis ihm wieder einfällt wo er herkommt.
      Und wenn die außer Landes sind, als nächstes die „subsidiär Geschützten”. Das sind häufig nämlich die, die in unseren Freibädern und anderen öffentlichen Einrichtungen für Randale sorgen, während unsere Soldaten in deren Heimatländern den Kopf hinhalten müssen.
      Das würde deutlich weniger kosten und sehr viel effizienter sein, als die Seehofer-Maßnahmen.
      Rechtextrem und Populistisch? Nein, realistisch…!

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Gesellschaft

Wiener Akademikerball: Platzverbot und Gratisbus zur Demo

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Am Freitag findet in der Hofburg der Wiener Akademikerball statt, gegen den linke Akteure demonstrieren wollen / Bild: Bwag [CC BY-SA 3.0 AT] (Bild zugeschnitten)

Gegen den Wiener Akademikerball wollen neben der „Offensive gegen Rechts” auch die „Omas gegen Rechts” demonstrieren.

Wien/Graz. – Am Freitag findet in der Wiener Hofburg der Akademikerball statt – und wie eine Woche zuvor auch schon in Graz will man von linker Seite dagegen demonstrieren. Zum Protest gegen den Ball hat etwa die „Offensive gegen Rechts” aufgerufen. Um den Ballgästen eine sichere Zufahrt zum Veranstaltungsort zu ermöglichen, hat die Landespolizeidirektion Wien ein Platzverbot rund um die Hofburg verordnet.

Wirbel um Sellner-Teilnahme am Ball

Beim Wiener Akademikerball werden FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer und der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) eine Rede halten. Erst vor wenigen Tagen sorgte die mittlerweile bestätigte Teilnahme Martin Sellners am Akademikerball für Kritik. Der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Martin Engelberg warf der FPÖ eine fehlende Distanz und „keine klare Haltung” gegenüber der Identitären Bewegung vor. Sellner schrieb daraufhin auf Twitter: „Wie peinlich. Meine Ballbesuche sollten nicht Thema der Innenpolitik sein”.

Zwei Demonstrationen angekündigt

Wie schon in den Jahren zuvor demonstrieren linke Gruppierungen auch heuer wieder gegen die traditionelle Ballveranstaltung. In der Beschreibung der Facebookveranstaltung zur Demonstration heißt es seitens der „Offensive gegen Rechts”, dass die FPÖ nicht nur einen Ball feiern, sondern auch „die Grundsteine für ihre nächsten Angriffe auf unser Sozial- und Gesundheitssystem, sowie auf die Rechte von Arbeitern und Migranten” legen würde. Auch nach Ende der blauen Regierungsbeteiligung solle der Protest damit weitergehen. Neben der „Offensive gegen Rechts” rufen auch die „Omas gegen rechts” zum Protest auf.

Gratisbus der ÖH nach Wien

An den Demonstrationen dürften aber nicht nur Personen aus Wien und Umgebung teilnehmen. Erwartet werden auch Teilnehmer aus der Steiermark. Denn das Kulturreferat der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Graz hat einen Bus organisiert, für den man sich im Vorhinein zwar anmelden muss, dafür dann aber gerade am 24. Jänner gratis nach Wien und zurück nach Graz fahren kann. Im Beschreibungstext der Facebookveranstaltung „Kultref goes Wien” und auch im ÖH-Newsletter, der in der Regel an alle Studenten der Karl-Franzens-Universität Graz ausgeschickt wird, schreibt das Referat: „Nicht nur Graz hat ein reiches, kulturelles Angebot, sondern auch Wien”.

Neben fünf kulturellen Veranstaltungen findet sich allerdings auch der Hinweis auf die Facebookveranstaltung zur Demonstration der „Offensive gegen Rechts”. Im ÖH-Newsletter wurde sogar direkt darauf verlinkt. „Wer genug von rechter Provokation hat, kann sich der Demo gegen den Akademikerball anschließen”, heißt es seitens des Kulturreferats sowohl im ÖH-Newsletter als auch in der Beschreibung der Facebookveranstaltung. Auch der Kommunistische Studentenverband (KSV) weist auf seiner Facebookseite auf die Busfahrt nach Wien hin: „Antifa heißt Busfahren. Am 24. Jänner gratis nach Wien zur Demo gegen den FPÖ-Burschiball!”

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Gesellschaft

Uni-Rampe besetzt: Linksextreme werfen Tampons auf Burschenschafter

Stefan Juritz

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am

ASDF Linke und Linksextreme gegen den WKR-Bummel an der Uni Wien. Bild: privat.

Die Polizei hatte am Montag eine Kundgebung gegen den Bummel der Wiener Studentenverbindungen untersagt. Die linke Szene reagierte am Mittwoch mit einer Sitzblockade an der Uni-Rampe.

Wien. – Heute Mittag haben verschiedene linke Gruppen, darunter die ÖH Uni Wien, aber auch Linksextreme von der autonomen antifa w, die Rampe der Universität Wien besetzt, um gegen den wöchentlichen Farbenbummel des Wiener Korporationsringes (WKR), dem vor allem schlagende Studentenverbindungen angehören, zu protestieren.

Linke werfen mit Tampons

Laut Augenzeugenberichten beteiligten sich etwa 30 Personen an der Sitzblockade an der Uni-Rampe, 50 weitere Linke protestierten an der Treppe davor. Die Demonstranten hielten Schilder wie „Gegen Rechtsextremismus und Polizeiwillkür!” und „Niemand hat das Recht zu gehorchen” hoch und riefen Parolen. Aus der Sitzblockade wurden rot angemalte Tampons auf die Verbindungsstudenten geworfen.

Eines der Tampons, das Demonstranten auf die Korporierten warfen. Foto: privat

Mutmaßliche Einschüchterungsversuche

Wie die Tagesstimme erfuhr, habe es darüber hinaus auch Einschüchterungsversuche gegen jenen Burschenschafter gegeben, der am vergangenen Mittwoch von Linksextremen gewalttätig angegriffen und leicht verletzt worden war.

Nach Ende des Farbenbummels eskortierte die Polizei die Korporierten zu ihrem Ausklang auf ein Wiener Verbindungshaus.

Seit Dienstag hatte die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die autonome antifa w zur Besetzung der Uni-Rampe aufgerufen. Zuvor hatte die Polizei bereits am Montag eine für Mittwoch geplante Kundgebung der ÖH gegen den WKR-Bummel untersagt.


Weiterlesen:

„Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen” (22.01.2020)

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

„FPÖ verurteilt ‚linke Gewaltexzesse’ an Uni Wien scharf” (15.01.2020)

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Gesellschaft

Gegen Burschenschafter: ÖH will heute Uni-Rampe besetzen

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten an der Universität Wien geht am heutigen Mittwoch weiter.

Wien. – Die ÖH Uni Wien, die Plattform Radikale Linke und die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen haben gemeinsam für heute Mittag um 12 Uhr die Besetzung der Rampe an der Universität Wien angekündigt. Damit wollen die linken und linksradikalen Studenten gegen den dort mittwochs stattfindenden „Farbenbummel” der Studentenverbindungen des Wiener Korporationringes (WKR) protestieren.

Polizei untersagt ÖH-Kundgebung

Eine geplante Kundgebung der ÖH sei am Montag untersagt worden, berichtet die Studentenvertretung auf ihrer Facebook-Seite: „Diese skandalöse Entscheidung reiht sich ein in eine lange Kette von Diffamierungsversuchen, Demoverboten und anderen Formen der Repression gegen antifaschistische Proteste!”

RFS spricht von „Mega-Skandal”

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ortet in der angekündigten Besetzung der Uni-Rampe einen „Mega-Skandal”. „Der linksextreme Schlägertrupp der ÖH Uni Wien, der bereits letzte Woche mehrere Verletzte zu verschulden hatte, ruft dazu auf sich gegen die Untersagung der Polizei zu stellen und den Aufgang zur Universität zu blockieren!”, kommentierten die blauen Studenten den ÖH-Beitrag auf Facebook.

Linksextremer Überfall in der Vorwoche

Vergangenen Mittwoch hatten Linksextreme an der Universität Wien einen Burschenschafter tätlich angegriffen. Der junge Studenten erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wurde anschließend im Krankenhaus behandelt. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige vorübergehend festnehmen. Die beiden wurden „nach sofortiger Vernehmung über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt”, wie eine Pressesprecherin der Polizei auf Anfrage der Tagesstimme mitteilte.


Weiterlesen:

„Steirische Burschenschaften reagieren auf ‚linksextreme Einzelfälle’ ” (16.01.2020)

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