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Kultur

Keine NS-Symbolik: Öllinger blitzt mit Anzeige gegen Künstler Wiesinger ab

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (Wiesinger 2013): Franz Johann Morgenbesser via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Staatsanwaltschaft Ried stellte die Ermittlungen, ob es sich beim Steinmetzzeichen des patriotischen Künstlers Odin Wiesinger um ein verbotenes Symbol handelt, ein.

Ried i. I. /Schärding. – Linker Innviertler ex-Politiker zeigt bekannten Innviertler Künstler an und scheitert grandios: Die von Karl Öllinger, früher Nationalratsabgeordneter der Grünen, initiierte Plattform „Stoppt die Rechten” sah in der Künstlersignatur des Malers Odin Wiesinger eine Odal-Rune. Das altgermanische Schriftzeichen hätte in einer Abart als Abzeichen der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen” fungiert, und Wiesingers Emblem zeige dazu angeblich eine große Ähnlichkeit, so die Ansicht der Einrichtung.

Anzeige ursprünglich bei falscher Behörde

Auf Basis dieser gewagten Argumentationsschiene erstattete man deshalb eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding – in deren Gebiet befindet sich Wiesingers Atelier in Andorf – nach dem Abzeichengesetz. Die Behörde erklärte sich allerdings für nicht zuständig und leitete die Anzeige weiter an die Staatsanwaltschaft Ried. Diese prüfte in der Folge wegen eines möglichen Verstoßes gegen §3g des NS-Verbotsgesetzes.

Nun kam die Staatsanwaltschaft aber zum Schluss, die Ermittlungen einzustellen, wie der Blog Unzensuriert am Dienstag berichtete. Von der Tagesstimme darauf angesprochen zeigte sich Wiesinger erleichtert. Er wunderte sich auch über die formellen Fehler Öllingers, dieser hätte wissen müssen, dass eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft „nichts bringt”.

Anzeige sollte „einfach Aufmerksamkeit erregen”

Er sieht das Vorgehen insgesamt als taktisches Manöver, man habe damit wohl „einfach Aufmerksamkeit erregen” wollen. Diese Bewertung ist wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen – denn die Anzeige geschah wenige Wochen, nachdem die FPÖ Wiesinger für den Landeskulturbeirat in Oberösterreich nominierte – Die Tagesstimme berichtete.

Nach einer Welle der Empörung vor allem von linker Seite, entschied der Künstler dann in der Folge von sich aus, dafür nicht zur Verfügung zu stehen. Im Tagesstimme-Interview im Juni erzählte Wiesinger von „Unterstellungen und ungustiösen Beschimpfungen”, welche ein Ausmaß angenommen hätten, dass sie sein Familienleben beeinträchtigten.

Signatur laut Wiesinger ein „Steinmetzzeichen”

Bereits damals legte Wiesinger sein Unverständnis für die Anzeige dar. Diese zeige ein „Denunziantentum” nach Muster der DDR und „damit verbundener Stasi-Methoden”. Er bezeichnete die Anzeige seitens Öllinger und seiner Plattform seinerzeit auch als „widerlichen Polit-Aktivismus”. Auch am „leider immer mehr politisch agierende Kulturbetrieb”, welcher ein „Feindbild” brauche, ließ er dabei wenig gute Haare.

Das Symbol selbst wiederum habe er bereits vor 25 Jahren als „Steinmetzzeichen” im Stil der gotischen „Dombauhütten“ entworfen, um damit seine Skulpturen zu signieren. Es bestehe aus einem O, einem W und zwei I-Punkten. „Irgendein Spinner” habe dann irgendwann versucht, einen Bezug zur Odalrune herzustellen, so der Künstler bereits 2016 gegenüber dem Szenemagazin Vice.

Kaum Ähnlichkeit zu historisch belasteter Form

Übrigens: Selbst, wenn es sich mit Bedacht um eine Runenform handeln würde, sähe Wiesingers Zeichen der altgermanischen Version ähnlicher als der zeitgeschichtlichen Variante. Erstere findet sich auf zahlreichen Kulturdenkmälern weltweit sowie weiterhin in heraldischem Gebrauch. Auch als Hausmarke kennt man sie vor allem im ländlichen Raum, aber sogar im kirchlichen Bereich, etwa im berühmten Straßburger Münster, findet sich das Symbol an Steinen und Skulpturen.

Außerdem sind beispielsweise in der neuheidnischen Szene, insbesondere im englischsprachigen Raum, beide Versionen – sowohl mit als auch ohne Serifen – heutzutage ohne politischen Hintergrund in Verwendung. Der Gebrauch auch weiterer Runen im NS-Staat stößt in diesen Kreisen auf besonders große Ablehnung. Zum Vergleich der Symbole:


Weiterlesen:

Wiesinger: „Brauchen mehr Ehrlichkeit in der Kunst!” (Interview, 21.6.2019)

Oberösterreich: FPÖ nominiert Maler Wiesinger für Landeskulturbeirat (13.5.2019)

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    21. August 2019 at 14:42

    Was werden diese Spinner morgen ausgraben?

    Mein heißer Tipp: Belagert die Stadt Wolfsburg. Eine noch deutlichere Nazi-Wortschöpfung für einen Ortsnamen ist doch kaum denkbar. Siehe zum Vergleich den „wölfischen Nazi-Sprachgebrauch”: Wolfsschanze, Werwölfe.

    Im kleinen Kreis nannte Hitler sich nach Aussagen seines Umfeldes auch gerne mal „Wolf”.

    Nun werden also weiter die Nachfolger des „Kraft durch Freude Wagens”, Kurzform „KdF” in der Stadt mit dem von Nazis erfundenen, bzw. zugeteiltem Namen gebaut und verwaltet.

    Wie können die Nazisymbol-Jäger da auch nur eine Nacht ruhig schlafen.

    • Avatar

      Zickenschulze

      22. August 2019 at 0:23

      Las nur die Moslems kommen, die sie gerade hofiern.
      Die werden diesem Spuk schon ein Ende bereiten.

      Die Gesellschaft der Gegenwart hat sowieso fertig. Wenn die Spinner in der Rolle der „Kings”, wird das nicht ewig gehen.

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Kultur

Statt „Hoamatgsang”: IG Autoren fordert neue OÖ-Landeshymne

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die Interessensvertretung der heimischen Schriftsteller sprach sich aufgrund der Vita von Franz Stelzhamer für einen Ersatz der beliebten Landeshymne aus – und erntete prompt Kritik dafür.

Linz. – Wie die Presse und der Wochenblick berichten, hat die Generalversammlung der „IG Autorinnen Autoren” die oberösterreichische Landeshymne ins Visier genommen. Sie setzen sich für eine Neuausschreibung des patriotischen Textes ein. Grund ist, dass sie in anderen Werken des Innviertler Autors Franz Stelzhamer (1802–1874) antisemitische Ressentiments entdeckt haben wollen. Das Land brauche stattdessen eine „zeitgemäße Hymne”.

Landeshymne ohne antisemitische Versatzstücke

In ihrer Presseaussendung rechtfertigt die Gruppe den Vorstoß mit einem angeblichen „alarmierenden Erstarken von Rechtsextremismus und Antisemitismus”. Man halte es für „unhaltbar, wenn selbst die offizielle Website des Landes Oberösterreich Franz Stelzhamer als untadelige Persönlichkeit” darstelle. Gleichzeitig würde sich dort kein Wort finden über dessen vermeintlichen „Judenhass, der in einem nur dürftig verbrämten Genozidverlangen gipfelt”. Die Vorwürfe beziehen sich wohl vor allem auf Ausschnitte aus seinem Werk „Das bunte Buch” von 1852.

In der Hymne selbst finden sich freilich keine derartigen Versatzstücke. In unaufdringlicher Weise bekundet es die Verbundenheit zur eigenen engeren Heimat. Der Mundarttext aus dem Jahr 1841 wurde 1952 zur offiziellen Landeshymne erklärt. Stelzhamer selbst stammte aus dem kleinen Ort Großpiesenham (Gemeinde Pramet). Er gilt als bedeutendster Mundartdichter seiner Zeit und zeichnet sich durch ländlich-bäuerliche Sichtweisen aus. In mehreren Städten, darunter in Ried im Innkreis und in der Landeshauptstadt Linz finden sich Denkmäler zu seinen Ehren.

FP-Haimbuchner kritisiert Vorschlag scharf

Kein Verständnis für eine Ablöse der Hymne haben unterdessen Vertreter von FPÖ und ÖVP. Vize-Landeshauptmann Manfred Haimbucher (FPÖ) erteilte dem Ansinnen auf Facebook eine Absage. Der Hoamatgsang schaffe es „wie vielleicht keine andere Landeshymne, den Menschen den Wert der Heimat nahezubringen”. Gerade durch seinen „emotionsgeladenen, vordergründig kindlich wirkenden” Charakter sei es ein „besonders tiefgründiges Werk”, welches „untrennbar” mit dem Bundesland verbunden sei.

Eine „aufgeklärte und erwachsene Gesellschaft” müsse in der Lage sein „unverdächtige Werke […] die unserer Heimat kulturelle Identität gegeben haben, wertzuschätzen”. Dies gelte auch dann, wenn Stelzhamer offenbar „wie viele bedeutende Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts ein Weltbild vertreten habe, das nicht dem der heutigen europäischen Zivilisation entspräche. Den Kampf gegen links- und rechtsextremen sowie islamistischen Antisemitismus gelt es „im Hier und Jetzt zu führen und nicht dadurch, dass man seine Kräfte auf Dichter richtet, die seit fast 150 Jahren tot sind.”

Stelzer: „Kein einziges verwerfliches Wort”

Ähnlich fiel der Tenor von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) aus. Dieser unterstrich, dass sich in der Landeshymne „kein einziges verwerfliches Wort” finde. Mit den umstritteneren Teilen seines Schaffens hätte sich die landesnahe Forschung bereits in der Vergangenheit auseinander gesetzt. Außerdem sei der Dichter im Kontext seiner Zeit zu betrachten, auch wenn man dessen Ausführungen über Juden „weder schönreden, noch gutheißen” könne.

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Kultur

Graz: Mehrere Tausend Besucher beim Steirischen Bauernbundball

Monika Šimić

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In der Grazer Stadthalle präsentierten am Freitag wieder mehrere Tausend Besucher ihre schönsten Trachtengewänder.

Graz. – Am Freitag fand in Graz der 71. Steirische Bauernbundball unter dem Motto „Bis der Hahn kräht“ statt, der wieder Tausende Besucher in die Grazer Stadthalle lockte. Auf einem der größten Bälle Europas tanzten Jung und Alt standesgemäß in Dirndl und Lederhose bis in die frühen Morgenstunden. Neben namhaften Gästen aus der Kunst- und Kulturszene waren beim Ball auch Politiker aus der Landes- und der Bundesregierung vertreten.

Bis der Hahn kräht“

Das Motto des diesjährigen Balls haben die Veranstalter nicht zufällig mehrdeutig gestaltet. „Wir wollen zum einen damit die heimische Geflügelwirtschaft vor den Vorhang holen und zeigen, welche tollen Gerichte aus Huhn gezaubert werden können und zum anderen würde es uns natürlich freuen, wenn die Besucherinnen und Besucher mit uns feiern bis sprichwörtlich der Hahn kräht“, führte Bauernbunddirektor Franz Tonner schon im Vorfeld der Veranstaltung aus. Ein Teil der mehr als 16.000 Besucher folgte seinem Wunsch.

Wie der Bauernbunddirektor außerdem betonte, ist eine wichtige Säule des Balls auch, die Kluft zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung weiter zu schließen. „Bei uns sind alle Bevölkerungsschichten und Berufsgruppen vertreten. Unser Ball trägt dazu bei, dass Stadt und Land sich näherkommen. Wir sehen uns als Botschafter der bäuerlichen Welt in der Stadt und darauf sind wir stolz“, so Tonner.

Großes kulinarisches sowie musikalisches Angebot

Bei der Veranstaltung selbst war dann auch für jeden etwas dabei. Kulinarisch deckte das Angebot passend zum Motto alles rund ums Huhn ab. „Der Steirische Bauernbundball ist für uns eine großartige Möglichkeit, mit gutem Beispiel voran zu gehen und heimische Produkte zu veredeln. Wir unterstützen damit unsere Bäuerinnen und Bauern. Diesmal ganz besonders die heimische Geflügelwirtschaft“, erklärte Bauernbundobmann Hans Seitinger.

Musikalisch konnten die Besucher zur Schlagermusik vom Nockalm Quintett, Claudia Jung oder Melissa Naschenweng tanzen. Außerdem waren auch mehrere DJs für die musikalische „Verpflegung“ der Gäste zuständig, darunter DJ Peter Wurzinger, der mit seiner Musik bereits seit Jahren für Abwechslung sorgt.

Bauernbundball kurbelt Wirtschaft und Tourismus an

Mit seiner Vielseitigkeit ist der Steirische Bauernbundball ähnlich wie das „Aufsteirern“ ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region. Der Gesamtumsatz sowie die Umwegrentabilität mit rund fünf Millionen Euro fördern eine Vielzahl von Branchen und Firmen, die zum Teil schon seit Jahren Partner bei diesem Großereignis sind.

Auf den Besuch des Bauernbundballs selbst freuen sich auch Politiker jedes Jahr aufs Neue. Am Freitag waren neben Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der den Ball eröffnete, etwa auch die Ministerinnen Christiane Aschbacher und Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) und auch FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek unter den Besuchern.

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Kultur

Andreas Hofer: Sandwirt, Volksheld und zeitloses Leitbild

Julian Schernthaner

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Am heutigen Donnerstag jährt sich der Todestag des bekannten Tiroler Volkshelden Andreas Hofer zum 210. Mal. Dennoch bleibt seine Geschichte stets aktuell.

Kommentar von Julian Schernthaner.

Es sind die oftmals verzwickten Umstände, welche einfache Menschen zu unwahrscheinlichen Heldenfiguren machen. Die Lebensgeschichte von Andreas Hofer ist eine solche Geschichte – mit einer Strahlkraft, die bis heute anhält. In den Wirren der napoleonischen Kriege wurde der Wirt aus dem Südtiroler Passeiertal zum Anführer der kämpfenden Tiroler Schützenverbände – und lange nach seinem Tod zum Sinnbild für den Widerstand des einfachen Volkes gegen die herrschenden Zustände.

Hofer: Ein Volksheld wider Erwarten

Man möge mir als gebürtigem Tiroler den etwas schwulstige und theatralischen Einstieg verzeihen – in der heute mittelfernen Heimat ist er allgegenwärtig. Denkmäler, Straßen – ja auch die Landeshymne ist dem sanften Riesen gewidmet. Dabei deutete eigentlich nichts auf eine solche ‚Karriere’ des „Sandwirts” hin, der nach Lehr- und Wanderjahren in Welschtirol das verschuldete Familiengasthaus übernahm, zum Schützenhauptmann wurde und sich in den offenen Landtag wählen ließ.

Dann fiel Tirol nach der Niederlage Österreichs im dritten Koalitionskrieg im Jahr 1805 an die mit Napoleon verbündeten Bayern. Diese machten sich als Landesherren aber keine besonderen Freunde. Eine im tiefgläubigen Tirol höchst unbeliebte Kirchenreform trübte die Stimmung. Als das seit 1511 bestehende Landlibell, das den Tiroler Schützen zusicherte, nur zur Verteidigung der engeren Heimat einrücken zu müssen, gekippt wurde, lief das Fass über – es kam zu insgesamt vier Schlachten am Bergisel südlich von Innsbruck.

Tapfer auch im Angesicht des Todes

Am Ende des Aufstandes stand das Scheitern und ein gebrochener Anführer, der sich im Gebirge versteckt hielt. Dort wurde er schließlich von einem einstigen Getreuen verraten und kam nach Mantua, wo seine Hinrichtung bevorstand. Seine legendären letzten Worte – „Franzosen! Ach, wie schießt ihr schlecht!” – halfen, das Bild eines furchtlosen Mannes zu prägen, den auch im Angesicht des sicheren Todes mit nur 42 Jahren und trotz Frau und Kindern zuhause die Pflicht nicht verließ.

Rein inhaltlich war sein Aufstand in der Nachbetrachtung vielleicht ein fruchtloses Aufbegehren gegen Veränderungen, die kaum aufzuhalten waren. Und auch Kampfschauplätze betrafen auf beiden Seiten am härtesten das einfache Volk. Im blutig von Tirolern und Vorarlbergern unter Hofer geplünderten Allgäu etwa funktioniert die Heldengeschichte der verjagten Besatzer andersrum. Aber weitaus größer als der direkte realpolitische Effekt blieb die Symbolkraft.

Eine Geschichte, die bewegt

Andreas Hofer und sein zeitloser Aufruf – „Mander, s’ isch Zeit” – bewegen zeitlos Jung und Alt gleichermaßen. In Erinnerung an den Tiroler Aufstand wird jeder zum Patrioten mit Herzblut. Zum Landesfestumzug zum 200. Gedenken kamen 70.000 Tiroler. Die Dornenkrone als Zeichen der schmerzvollen Teilung Tirols wurde damals mit Rosen bestückt. Nur einzelne Unkenrufe von den Grünen, die in Hofer eine Art Taliban sehen wollten, trübten die allgemeine Erinnerung.

Aber nicht nur in der engeren Heimat wurde er zum gefeierten Volkshelden. In zahlreichen Städten in Österreich erinnert man mit Straßen und Plätzen des bärtigen Hünen aus dem Passeier. Und selbst im katholischen Irland rezipierte man seine Geschichte. Der frühe irische Nationalismus instrumentalisierte das Vorbild eines einfachen, katholischen Mannes vom Land, der sich gegen verhasste Besatzer auflehnt.

Ein Leitbild, das zu begeistern vermag

Was bleibt, ist also ein Symbol für Generationen, auch 210 Jahre danach. Und vielleicht ein klein bisschen der Wunsch von Patrioten jeder Zeit, dass sich Männer vom Kaliber Hofers, Speckbachers oder Haspingers unter uns befinden, sich – friedlich, aber bestimmt – von deren Beispiel leiten lassen, und sich für die Verteidigung von Heimat und Tradition einsetzen.

Zu Mantua in Banden, der treue Hofer war – und im widerständigen Andenken jener, die nach ihm kommen lebt sein Opfer weiter. Vielleicht auch deshalb, weil er seinen Zeitgenossen zufolge immer bodenständig blieb und somit genauso gut einer von uns sein könnte. Im tapferen Herzen ist er es ohnehin schon lange. Und mit ihm sein Land Tirol.

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