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Gesellschaft

Neues von rechts: Gedenken 1683, Medien & AfD-Wahlerfolge

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Am kommenden Samstag veranstaltet die Plattform Gedenken 1683 ihren jährlichen Gedenkzug am Kahlenberg, um an die Befreiung Wiens zu erinnern. Die neue Ausgabe des Freilich-Magazins beschäftigt sich mit dem Aufstieg freier und alternativer Medien. Und die AfD konnte in Sachsen und Brandenburg ordentlich abräumen.

Bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen hat die AfD große Erfolge erzielen können (Die Tagesstimme berichtete). Auch wenn es in beiden Ländern nicht für den ersten Platz gereicht hat, kommt die AfD in Sachsen hinter der CDU auf starke 27,5 Prozent und in Brandenburg hinter der SPD auf 23,5 Prozent der Stimmen. Besonders großen Rückhalt erfährt die Partei in beiden Bundesländern von Arbeitern – über 40 Prozent von ihnen machten ihr Kreuz bei der AfD (Die Tagesstimme berichtete).

Wende 2019

Kräftig unterstützt wurde der AfD-Erfolg von der Bürgerinitiative Ein Prozent, die mit ihrer Großkampagne „Wende 2019” eine Wahlbeobachtung organisiert und viele Bürger über die verfehlte Migrations- und Asylpolitik der beiden Landesregierungen aufgeklärt hatte. Am vergangenen Montag sprach Ein-Prozent-Leiter Philip Stein bei Pegida in Dresden und stellte die Kampagne vor:

Ein Prozent muss sich aktuell aber auch mit Zensurmaßnahmen im Internet herumschlagen. So wurde die Bürgerinitiative etwa auf Facebook und Instagram gesperrt. Folgen kann man der patriotischen NGO jedoch weiterhin auf Twitter und Telegram.

15 Jahre Blaue Narzisse

Am Sonntag hatten jedoch nicht nur AfD-Anhänger einen Grund zur Freude, sondern auch das konservative Jugendmagazin Blaue Narzisse (BN) feierte sein 15-jähriges Bestehen (Die Tagesstimme berichtete). Bereits vor einigen Tagen hatte die Blaue Narzisse dazu auf ihrem Blog ein Interview mit ihrem Gründer Felix Menzel veröffentlicht.

Felix Menzel: „Wir haben gesät, was die AfD heute ernten kann”

Info-DIREKT zieht Regierungsbilanz

Die neue Ausgabe des patriotischen Magazins Info-DIREKT ist mittlerweile bei den Abonnenten angekommen und auch im Handel erhältlich. Darin ziehen die Macher eine kritische Bilanz der vergangenen Regierung aus Sicht der patriotischen Zivilgesellschaft. Daneben finden sich im Magazin einige Interviews, u.a. mit Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und dem Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer, die in der letzten Woche auch für einigen Medienrummel gesorgt haben. Als weitere Themen behandelt Info-DIREKT Hausdurchsuchungen als Mittel im „Kampf gegen rechts”, die italienische Organisation Casa Pound, den Bürgertreff Mühle Cottbus und die Plattform Gedenken 1683.

Freilich-Magazin: Der Aufstieg der patriotischen Gegenöffentlichkeit

Ebenfalls in den Startlöchern steht bereits die neue Ausgabe des Freilich-Magazins aus Graz, das sich diesmal mit der deutschsprachigen Medienlandschaft auseinandersetzt. Dazu führte etwa Arndt Novak ein Interview mit dem Medientheoretiker Norbert Bolz und Freilich-Chefredakteur Ulrich Novak sprach mit Christian Seibert über die Arbeit des Wochenblick. Weitere Beiträge befassen sich mit dem Erfolg der neuen „freien” bzw. „alternativen” Medien. Freilich stellt weiters in einer Infografik verschiedene Projekte vor und nimmt auch kritisch Bezug auf die sogenannten „Mainstream-Medien”. Darüber hinaus geht es in der aktuellen Ausgabe u.a. um das „Brüsseler Postengeschacher”, die FPÖ-Historikerkommission, die deutsche Wirtschaft, die Plattform Gedenken 1683 und den Umgang mit der Identitären Bewegung.

Hat sich Salvini verpokert?

In Italien haben sich Sozialdemokraten und Fünf-Sterne-Bewegung auf eine neue Regierung geeinigt. Damit wird es voraussichtlich keine Neuwahlen geben und die Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini ist vorläufig nicht mehr in der Regierung. Hat Salvini die Lage falsch eingeschätzt oder verfolgt er einen genauen Plan? Der österreichische Medienberater und Journalist Stefan Magnet geht dieser Frage in einem neuen YouTube-Video nach und betont: „Matteo Salvini pokert hoch und möchte aus der aktuellen Krise als absoluter Sieger hervorgehen.”

Sellners YouTube-Kanal wurde gelöscht

Vergangene Woche hatte YouTube den Kanal des österreichischen Identitären-Chefs Martin Sellner kurzzeitig gelöscht. Nachdem dieser gemeinsam mit einem Grazer Medienanwalt Einspruch gegen die Löschung erhoben hatte, gab YouTube den Kanal schließlich wieder frei (Die Tagesstimme berichtete). „Bei der Masse an Videos auf der Seite treffen wir manchmal eine falsche Entscheidung. Wenn wir darauf hingewiesen werden, dass Videos oder ein Kanal fälschlicherweise von der Plattform genommen wurden, reagieren wir schnell und schalten es wieder frei. Wir ermöglichen es Kanal-Betreibern zudem, einer Löschung zu widersprechen, was zu einer erneuten Prüfung der jeweiligen Inhalte führt”, teilte laut FAZ-Bericht ein Sprecher des US-Konzerns am nächsten Tag auf Anfrage mit.

Identitäre Zone in St. Pölten

Daneben gibt es auch eine weitere Neuigkeit von den Identitären. Am vergangenen Samstag waren die Aktivisten mit einer „Identitären Zone” in St. Pölten vor Ort, um laut eigener Aussage „mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen”. In ihrem Telegram-Kanal veröffentlichte die IBÖ Fotos von der Aktion.

IB-Zone in St. Pölten. Bild: Identitäre Bewegung

Gedenkzug am Kahlenberg

Am kommenden Samstag, den 7. September 2019, veranstaltet die Plattform Gedenken 1683 ihren jährlichen Gedenkzug. Vergangenes Jahr nahmen bis zu 400 Menschen aus dem gesamten patriotischen Milieu an der Veranstaltung teil, um der Schlacht am Kahlenberg und der Befreiung Wiens im Jahr 1683 zu gedenken. Treffpunkt ist diesmal um 18:3 Uhr vor der Josefskirche am Kahlenberg. Die Anreise ist mit PKW oder einem Shuttlebus möglich.

Buchvorstellung in Berlin: „Deutscher Herbst 2015”

Alexander Meschnig stellt am kommenden Mittwoch sein aktuelles Buch „Deutscher Herbst 2015 – Essays zur politischen Entgrenzung” in der Berliner Bibliothek des Konservatismus vor.

Im Veranstaltungshinweis heißt es dazu: „Die Grenzöffnung im Herbst 2015 war ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Der Beginn der sogenannten „Flüchtlingskrise“ markiert eine massive Spaltung quer durch Familien und Freundschaften und eine unversöhnliche Polarisierung der politischen Lager. Praktisch alle Parteien, Medien, Kirchen, Künstler und zivilen Organisationen haben sich dabei von Anfang an geschlossen auf die Seite eines moralischen Universalismus gestellt, der jedes partikulare Interesse als nationalistisch, rassistisch oder ‚rechts’ verortete und seine Protagonisten als ‚Pack’, ‚Dunkeldeutschland’ oder ‚Hetzer’ in das gesellschaftliche Abseits stellte.

Im Kern bleibt der moralische Universalismus unpolitisch. Denn seine abstrakten Forderungen reflektieren weder seine historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen noch die größtenteils irreversiblen Folgen seines eigenen Handelns. Ob die mit der Grenzöffnung bereits angestoßenen Entwicklungen noch eine Umkehr ermöglichen, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen. Hauptbedingung für eine politische und vor allem mentale Wende ist aber eine nüchterne Analyse und Darstellung der Gegenwart, die sich an der Wirklichkeit, also an dem, was ist, und nicht an dem, was sein soll, orientiert. Die hier vorliegenden Essays wollen dazu einen Beitrag leisten.”

Datum: Mittwoch, 4. September 2019. Beginn: 19 Uhr. Der Eintritt beträgt fünf Euro an der Abendkassa. Anmelden kann man sich via E‑Mail unter „[email protected].

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    2. September 2019 at 19:29

    Gratulation für Euer Bemühen ‚gegenüber den links-grün lastigen „Modetrend„Flagge zu zeigen”!
    Ihr seid notwendiger denn je!

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Gesellschaft

Analyse: Was wollen die Grauen Wölfe eigentlich?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Seit Ausschreitungen zwischen rechtsgerichteten Türken und linksgerichteten Kurden-Gruppen und heimischen Antifa-Aktivisten vergangene Woche sind die „Grauen Wölfe” in aller Munde. Dabei wissen viele Menschen weder über deren Hintergründe noch Betätigungsfelder und Relevanz in Österreich Bescheid.

Unter den „Grauen Wölfen” – die sich selbst als „Idealisten” bezeichnen – versteht man mehrere türkisch-nationalistische Ausläufer. Dabei wird auf den Wolf als wichtiges mythologisches Tier der türkischen Ethnien verwiesen. Heute begreifen sich vor allem Anhänger der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und der weitgehend unbedeutenden Großen Einheitspartei (BBP) darunter. Erstere aber verfügt über 50 Sitze im türkischen Parlament und befindet sich im Wahlbündnis mit der AKP von Präsident Erdogan.

Bewegte Geschichte, diverse Feindbilder

Die Ideologie der „Grauen Wölfe” ist diffus und vereint unterschiedliche nationalistische Strömungen. Neben der Einheitsbewegung aller Turkvölker zwischen Balkan und Ostasien, dem sogenannten Turanismus, finden sich vor allem islamistische und offen rechtsradikale Topoi. Die Feindbilder der Anhänger können divers sein und reichen von Kurden und Armeniern bis hin zu Israel, dem Vatikan und den USA. Einige Kritiker werfen ihnen auch eine faschistische Ausrichtung vor.

Historisch galten die „Bozkurtlar” als paramilitärischer MHP-Arm, Scharmützel und Kämpfe gegen Kurdengruppen – insbesondere solche mit sozialistischer und kommunistischer Ausrichtung – waren in den 70ern und 80ern an der Tagesordnung in der Türkei. Nach der Aufhebung eines zeitweiligen Parteiverbots mäßigte die zugehörige Partei ihren Auftritt und trat seriöser für ihre Ziele ein. Heute versteht man darunter vordergründig eine Sammelbezeichnung für ihr ideologisches Spektrum.

Zunehmende Bedeutung in türkischer Diaspora

In der Renaissance türkisch-nationalistischer Sichtweisen unter Angehörigen der türkischen Diaspora gewannen auch die „Grauen Wölfe” an Bedeutung. Sowohl der klare ideologische Vaterlandsbezug als auch die Heroisierung der einstigen Kämpfer – gerade vor dem Hintergrund des auch in den Gastländern aufkeimenden Dauer-Konflikts mit linksgerichteten Kurden-Gruppen – dürfte zur Attraktivierung beitragen. In Österreich gilt die Türkische Föderation als MHP-Sprachrohr.

Das strategische Bündnis mit der einst verfeindeten AKP spricht radikale und erzkonservative Türken aller Altersgruppen an.  Somit sind Sympathien fließend, auch bei Erdogan-Auftritten ist der unter Türkis-Blau in Österreich verbotene Wolfsgruß eine beliebte Geste. Seit geraumer Zeit versuchen „Graue Wölfe”-Sympathisanten sich in Parteien und Zivilgesellschaft zu betätigen – sowohl in Österreich als auch in Deutschland kam und kommt es in der Folge zu unwahrscheinlichen Bündnissen.

Zweckbündnisse zu linken Parteien

Viele vaterländisch denkende Türken unterstützen die AKP oder MHP samt „Grauer Wölfe”. Gleichzeitig bevorzugen sie hierzulande Parteien, die eigenen Wertvorstellungen diametral gegenüber stehen. Da sich linke Politik aber für die Belange der Migranten einsetzt, kommt es zu Zweckbündnissen. Die Parteien stellen Kandidaten aus der Community auf – und gewinnen dafür an Stimmgewicht: das Prinzip der „ethnischen Wahl”. Sehen sich linke Kurden den Grünen oder der KPÖ näher, ist es bei nationalen Türken die SPÖ.

Auf derartige Seilschaften wies bereits der weit links stehende Publizist Thomas Rammerstorfer in mehreren Beiträgen auf seiner Homepage hin. Demnach soll im Linzer „Graue Wölfe”-Hauptquartier sogar das Bild der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hängen. Diese ist zwar selbst für keine Nähe bekannt – der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger geriet aber immer wieder aufgrund mutmaßlicher Verbindungen in die Kritik. Radikale Türken nahmen dort an SPÖ-Veranstaltungen teil – und umgekehrt.

Heimische Politiker wegen angeblicher Nähe in der Kritik

Erst nach einem Eklat über einen Wolfsgruß in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen flog der umstrittene Verein „Avrasya” aus dem Linzer Integrationsbeirat. Dass es sich dabei um keine örtliche Besonderheit handelt, zeigt ein Pressespiegel der vergangenen Jahre. Vor einigen Jahren wurden etwa mutmaßliche Verbindungen des Ex-SPÖ-Ersatz-Bundesrats Hasan Duran in Tirol zu den „Grauen Wölfen” publik. Aber auch Vertreter anderer Parteien stießen immer wieder an den „Grauen Wölfe” an.

Kurz vor der Gemeindewahl 2018 leistete sich die Innsbrucks Alt-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer einen Wahlkampfauftritt bei einem angeblich „Graue Wölfe”-nahen Kulturverein. Sie selbst trat für die ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck” an. Im Feber 2019 wollte Rammerstorfer sogar wissen, dass eine Salzburger FPÖ-Kandidatin auf Facebook mit der „Creme de la Creme der hiesigen grauen Wölfe” befreundet sei. Die Tagesstimme berichtete über den Eklat um türkische Wahlwerbung im Umfeld der Frau.

Einfluss auf die Jugend in Vereinen

Aber nicht nur in der Politik finden sich immer wieder Schlagzeilen rund um den Einfluss der „Grauen Wölfe”. Kurz nachdem das Nachstellen einer Schlachtszene mit jungen Kindern einer Moschee der AKP-nahen ATIB publik wurde, thematisierte das linke Wiener Stadtmagazin Falter das Zeigen des Wolfsgrußes in Wiener Koranschulen und weiteren religiös-kuturellen Vereinen.

Die Tagesstimme recherchierte daraufhin weiter und stieß auf eine Kampfsport-Schule, wo Sympathisanten der „Grauen Wölfe” mit jungen Kindern trainierten. Obwohl das Gym abstritt, dass die Ideologie im Training präsent gewesen sei, waren auf Fotos Kinder zu sehen, die den Wolfsgruß in der Sporthalle zeigen.

Kritiker auf beiden Seiten des Spektrums

Ebenso divers wie jene, denen ein Naheverhältnis zum politischen Wählerpotential im besagten Umfeld nachgesagt wird, sind auch deren Kritiker. Neben Rammerstorfer traten kürzlich auch andere Personen aus dem linken Spektrum als Kritiker auf. Darunter befanden sich sowohl der umstrittene Politologe und mutmaßliche Denkmalschänder Thomas Schmidinger von der Uni Wien sowie die frühere Grünen-Politikerin Berîvan Aslan, die ihrerseits aufseiten der Kurden-Demo auftrat.

Gleichzeitig ärgern sich auch freiheitliche Politiker regelmäßig über die Umtriebe. So kritisierte etwa der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp im Vorjahr das angebliche Auftreten des Wolfsgrußes bei Busfahrern der Wiener Linien. Und nach der Absage eines Konzerts im Dunstkreis der „Grauen Wölfe” monierte der blaue Tiroler Landesparteichef Markus Abwerzger, man dürfe auch künftig „radikalen türkischen Nationalisten in Innsbruck keine Bühne bieten”.

Irgendwo dazwischen stammte wiederum die Kritik von Ex-Grünen- und Ex-ÖVP-Politiker Efgani Dönmez her. Dieser empfahl türkischen Nationalisten bereits vor einigen Jahren ein „One-Way-Ticket” in die Türkei.


Weiterlesen:

Wien: „Graue Wölfe” attackierten erneut Kurden und Antifa (26.06.2020)

Graue Wölfe trainierten Kinder an Wiener Kampfsportschule (25.04.2018)


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Gesellschaft

Versuchter Totschlag: Razzien und Festnahme in der linksextremen Szene

Stefan Juritz

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Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart.

Stuttgart. – Laut Medienberichten hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Razzien in Baden-Württemberg durchgeführt. Demzufolge durchsuchten mehrere Hundert Polizisten insgesamt neun Objekte in sieben verschiedenen Städten. Wie die Stuttgarter Nachrichten und Tag24 berichten, beschlagnahmten die Ermittler Beweismaterial und nahmen einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Tatverdächtigen bestehe ein Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Brutaler Antifa-Angriff auf Andreas Ziegler

Hintergrund der Polizei-Aktion ist ein brutaler Antifa-Angriff auf einen Daimler-Betriebsrat. Am 16. Mai hatten etwa 50 vermummte Linksextreme den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler und zwei seiner Begleiter mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackiert. Laut Augenzeugenberichten soll dem am Boden liegenden Ziegler sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt worden sein. Der 54-Jährige war bei dem Antifa-Angriff so schwer verletzt worden, dass er in Lebensgefahr schwebte. Erst einen Monat nach der Attacke konnten die Ärzte ihn aus dem künstlichen Tiefschlaf holen.

FREILICH dokumentiert linke Gewalt

Damit  linksextreme Gewalttaten wie diese künftig auch umfassend dokumentiert werden, hat FREILICH am Mittwoch eine neue Homepage (www.linke-gewalt.info) präsentiert. Auf dieser Seite werden ab sofort linksextreme Fälle aus Österreich und Deutschland gesammelt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.


Die Plattform Linke Gewalt bietet die Basis für die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung linksextremer Straftaten und schafft ein öffentliches Bewusstsein für den ausufernden Linksextremismus.  Wenn Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, helfen Sie uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende:

 

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Gesellschaft

PKK-Hetzschriften”: FPÖ-Kritik an Förderungen für linken Verlag

Stefan Juritz

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Der Wiener Mandelbaum Verlag vertreibt Bücher eines in Deutschland verbotenen PKK-Verlags und erhält offenbar Förderungen vom Bundeskanzleramt und der Stadt Wien. Kritik kommt vom Wiener FPÖ-Abgeordneten Leo Kohlbauer.

Wien. – Der Mandelbaum Verlag ist ein linker Verlag mit Sitz in der Wipplingerstraße. Im selben Gebäude befindet sich weiters das w23, welches beispielsweise Gruppen wie der Rosa Antifa Wien Räumlichkeiten bereitstellt. Doch auch das Verlagsprogramm zeigt mehr als nur eine räumliche Nähe zur radikalen Linken: Der Mandelbaum Verlag gibt etwa gemeinsam mit dem aus der Antifa-Szene stammenden Münchner Unrast Verlag die Edition Mezopotamya heraus. Dort werden Werke aus dem seit Februar 2019 in Deutschland verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag veröffentlicht. Der Verlag war von den deutschen Behörden als Teilorganisation der bereits seit 1993 verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) eingestuft worden. Das deutsche Innenministerium sah es nämlich als erwiesen an, dass der Geschäftsbetrieb des Verlags allein der Aufrechterhaltung des organisatorischen Zusammenhalts der PKK diene.

Linker Verlag mit staatlichen Förderungen

Unter den bisher veröffentlichten Werken der Edition Mezopotamya finden sich u.a. drei Bücher des PKK-Gründers Abdullah Öcalan, der auf der Homepage des Mandelbaum Verlags als „Vordenker und wichtigster politischer Repräsentant der kurdischen Freiheitsbewegung” bezeichnet wird. Dass es sich bei der PKK um eine militante Untergrundorganisation handelt, die für zahlreiche tödliche Terroranschläge verantwortlich ist und von der EU als Terrororganisation eingestuft, findet hingegen keine Erwähnung.

Dessen ungeachtet wird der Mandelbaum Verlag laut eigenen Angaben im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt; für einzelne Buchprojekte zudem von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich.

FPÖ-Kohlbauer: Stadt Wien fördert Verlag von „PKK-Hetzschriften”

Die freiheitliche Nachrichtenseite Unzensuriert berichtete am Dienstagvormittag darüber. Stunden später reagierte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer. „In Deutschland wird der Verlag dieser offenbar problematischen Schriften bundesweit verboten, in Wien mit Steuergeld gefördert. Das muss man erst einmal sickern lassen“, zeigte er sich in einer Aussendung erbost. Da der Mandelbaum Verlag sich nach eigenen Angaben durch Spenden finanziert, will der Freiheitliche nun wissen, ob auch staatliche Gelder geflossen sind. „Die FPÖ wird jetzt genau nachschauen, ob auch die MA7 und die Regierung Kurz gespendet haben, um die Ausbreitung der Konflikte radikaler Kurden in Wien weiter zu fördern“, kündigte Kohlbauer an.


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