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Österreich

Graz: Schwarz-Blau stellt 30 Millionen für Klimaschutz-Projekte bereit

Stefan Juritz

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ÖVP und FPÖ wollen Graz zur „Klima-Innovationsstadt“ machen. Dafür stellt die Regierung 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Graz. – Am Freitag haben Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) im Grazer Rathaus ihre Pläne für den Klimaschutz präsentiert.

Erste Projekte

Die angekündigten 30 Millionen Euro für den Klimaschutz waren eigentlich für den Bau der Plabutschgondel geplant, sollen aber vorerst doch in den Fonds für Klimaschutz-Projekte fließen, wie bereits am Mittwoch bekannt gegeben worden war.

Als eines dieser Projekte möchte die schwarz-blaue Koalition öffentliche Gebäude vollständig mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Weiters sollen in den kommenden zwei Jahren 1.500 großkronige Bäume im öffentlichen Raum gepflanzt werden. Darüber hinaus sichert die Stadt die Unterstützung für Umwelttechnologie-Unternehmen zu.

Klimaschutzfachbeirat gegründet

Unterstützt und begleitet werden die Pläne künftig von einem Klimaschutzfachbeirat unter dem Vorsitz von Stefan Schleicher (Wegener Center Graz). Weitere Mitglieder des Beirates sind Bernhard Puttinger (Green Tech Cluster), Andrea Gössinger-Wieser (Klimaschutzkoordinatorin Stmk.), Franz Maier (Präsident des Umweltdachverbands Österreich), Karl Friedrich (Montanuniversität Leoben) und Florian Maringer (Erneuerbare Energien Österreich Dachverband).

Des weiteren wird die Stadt einen eigenen Klimabeauftragten ernennen. Derzeit sucht man aber noch nach einem geeigneten Kandidaten.

Bis zu 15.000 Euro Förderung für Kleinprojekte

Neben all den Plänen sollen aber auch Kleinprojekte mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden. Der freiheitliche Vizebürgermeister Eustacchio betonte dabei, dass für diesen Fördertopf etwa Privatinitiativen, Vereine und Bezirke infrage kommen, weil die „vor Ort sind und genau wissen, wo kann man etwas tun, wo drückt der Schuh“.

Um möglichst viele Bürger einzubeziehen, präsentierte Eustacchio auch eine Onlinebefragung, an der seit Freitag alle Grazer teilnehmen können.

Klimadebatte ohne „Zwangs- und Verbotspolitik“

Über das erste Maßnahmenpaket erfreut zeigte sich auch FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. „In der aktuell stattfindenden Klimadebatte geht es darum, Bewusstsein zu schaffen, Eigenverantwortung zu fördern, Partizipation zu ermöglichen und auf Zwangs- und Verbotspolitik zu verzichten“, schrieb Sippel am Freitag auf seiner Facebook-Seite.

Grazer Grüne: „Es geht voran!“

Die Grazer Stadträtin Judith Schwentner (Grüne) wiederum verbuchte die Ankündigung der schwarz-blauen Koalition auch als Erfolg ihrer Partei. „Protest wirkt. Es geht voran!“, schrieb sie ebenfalls auf Facebook. Es gebe jetzt nicht nur 30 Millionen für den Klimaschutz, sondern auch einen Klimaschutzbeirat und bald auch einen Klimaschutzbeauftragten. „Aber wir kennen den Bürgermeister … und wir werden deshalb ganz genau darauf achten, dass von dieser Offensive nicht nur einige wenige wirtschaftlich profitieren, sondern alle Menschen in Graz etwas davon haben!“, so Schwentner weiter.

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