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Gesellschaft

Leipziger Bioladen-Kette streicht Öko-Produkte von AfD-Funktionär

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Nachdem der Besitzer der „Spreewälder Hirsemühle” für die patriotische Alternative für Deutschland (AfD) tätig ist, sind seine Produkte in den Leipziger Bioläden von BioMare nicht länger willkommen.

Leipzig/Kolkwitz. – Wie die Junge Freiheit am Dienstag berichtet, argumentiert das Unternehmen BioMare, welches in Leipzig drei Filialen unterhält, die Entscheidung mit den Positionen der Partei zum Klimaschutz. Im Jargon des Ladens heißt das: „Produkte aus einem Hause, das sich gegen mehrere wichtige Kriterien der Nachhaltigkeit stellt [haben] keinen Platz”. Deshalb will man keine Produkte mehr von einem Unternehmer, der gleichzeitig AfD-Beisitzer im Spree-Neiße-Kreis ist, beziehen.

BioMare-Chef: Verstoß „gegen Werte der Bio-Branche”

BioMare, dessen Chef Malte Reupert seines Zeichens selbst Vorstandssprecher der Grünen im Kreisverand Nordsachsen ist, unterstellt der AfD nämlich, den „menschengemachten Klimawandel” zu „leugnen”. Alleine durch seine Mitgliedschaft stelle sich Jan Plessow, der Betreiber der Spreewälder Hirsemühle in einem Ortsteil von Kolkwitz, einer Nachbargemeinde von Cottbus, somit „gegen die Werte von BioMare und der gesamten Bio-Branche”.

Wie Reupert in einem auf der eigenen Homepage publizierten Mail an Plessow außerdem schreibt, vertrete die AfD „gesellschaftspolitische Standpunkte”, welche viele BioMare-Mitarbeiter „ganz persönlich ausgrenzen und herabwürdigen” würden. Eine Mitgliedschaft in der AfD setze ein „klares politisches und menschliches Statement”, welches Plessow als ökologischen Unternehmer „höchst unglaubwürdig” mache. Dies mache eine „weitere Zusammenarbeit […] unmöglich”.

AfD-Unternehmer Plessow sieht „totalitäres Weltbild”

Die Korrespondenz, welche bereits im Juli stattfand, fand daraufhin eine ausführliche Beantwortung von Plessow, welcher damit hoffte auf ein „Fünkchen demokratisch-freiheitlichen Restverstandes zu stoßen”. Bereits eingangs kritisiert der AfD-Mann ein vermeintlich „totalitäres Weltbild”, welches eine „offensichtlich linksradikale persönliche Einstellung” von Reupert zur Schau stelle.

In seinem Antwortschreiben weist er auf den geringen Anteil Deutschlands zum weltweiten CO2-Ausstoß hin. Ein vorschneller Kohleausstieg würde zudem seine heimatliche Lausitz strukturell bedrohen. Seine Partei sei zwar der Ansicht, dass „anthropogene Einflüsse günstigerweise aus Risikogründen minimiert werden sollten”, plädiere dabei aber für eine „realistische Politik”. Windräder würden sich zudem jedenfalls mit Bestrebungen zum Artenschutz vertragen.

Schlagabtausch über politische Positionierung

Mit dem Zitat von Zeitungsartikeln versucht er darüber hinaus die ebenso vorgeworfenen migrationspolitischen Themen seiner Partei zu untermauern. Es sei nämlich eine „Entwicklung hin zu multiethnischen Verhältnissen und tribalistischen Clanstrukturen”, welche die Gesellschaft spalte – nicht die AfD. Abschließend wundert sich Plessow auch „was ein Engagement eines Menschen in einer Partei mit dem Produkt zu tun hat”, das in seinem Unternehmen zur Herstellung käme.

Darauf die postwendende Antwort von Reupert, welcher Plessow unterstellt „hochgradig gekränkt” zu sein. Außerdem habe dieser offenbar ein „sich als roter Faden durch alles durchziehende Bedürfnis, sich für eine gefühlte Kränkung rächen zu wollen”. Plessow würde sich an „Wut, gewalttätige Sprache, Diffamierungen” bedienen und sei damit eine „Blaupause der gewaltaffinen Linksradikalen”, welche er kritisieren.

Politische Auslistung’ polarisiert Twitter-Gemeinde

Die Reaktionen im Internet auf den Aushang und Briefwechsel fanden in der Folge höchst unterschiedlichen Anklang. Während manche Nutzer die Entscheidung des Ladenbesitzers verteidigten, die Produkte auszulisten, übten andere heftige Kritik.

Besonders viel Zustimmung fand dabei ein Tweet, welcher den „populistischen Unsinn einer offensichtlich undemokratischen Geschäftsleitung” beklagt. Für diesen Kommentator ist das sogar ein Grund, keine Produkte aus dem Laden mehr zu verwenden.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    M.Radke

    1. Oktober 2019 at 17:30

    Hier kann man nur selbstbewussten und vernuenftigen Menschen raten diese 3 Bioläden Bio Mare zu maiden.Nur diese Sprache hilft ihm demokratisch mit seiner Umgebung umzugehen.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    1. Oktober 2019 at 18:02

    Bio Mare. Schon der Name ist suspekt.
    Deutschland zeigt sich nicht nur gespalten. Die Ausgrenzung des eigenen Fleisch und Blutes schreitet voran.
    Soll untergehen solch paranoides Menschenmaterial.

  3. Avatar

    Heimatvertriebener

    1. Oktober 2019 at 22:06

    Gemeint ist damit also: Kauft nicht bei AfD Mitgliedern und Funktionären. An welche verbrecherische Regierung erinnert uns nun ein ähnlicher Irrsinn?

    Zum Thema Windräder erschien im Straubinger Tagblatt am 01.07.2017 folgender Artikel unter der Überschrift: „Wegen Windrädern Angriffe auf Adlerhorste”

    Im Norden Brandenburgs häufen sich nach Angaben von Umweltexperten Angriffe auf Adlerhorste. Der uckermärkische Umweltdezernent Karsten Stornowski vermutet, die Tiere sollen wegen dem Bau von Windrädern vertrieben werden. Diese müssen nämlich einen Mindestabstand zu den Horsten einhalten. Laut Vogelschutzexperte Lars Lachmann vom BUND kommt es bundesweit immer öfter zur Nestschädigung im Zusammenhang mit dem Windradbau”.

    Sollte nicht jedes Insekt, jede Biene und jeder Vogel wissen, dass die Truppe von G.E. und Konsorten sie schützt? Nestraub gehört aber wohl nicht dazu, ist außerdem in diesem Fall extrem strafbar. Und das mit vollem Recht. Hauptsache, schön pathetische Worte formulieren. die Anhänger der Grünen lieben das. Welch schlimme Steigerung: Unehrlich, verlogen, grün.

  4. Avatar

    Heimatvertriebener

    1. Oktober 2019 at 22:38

    Hätte ich so einen Saftladen in meiner Nähe, würde ich reingehen und versuchen den Chef oder wenigsten seine Vertretung zu sprechen. Haha, falsch, bei dunkelgrünen muss das ja anders heißen. Aber wie jetzt? Das ist gar nicht so einfach. Eine/n ihn Vertretende/n, Vertreter*in, Vertretung? Naja egal,lange würde ich mich da ohnehin nicht aufhalten.

    Jedenfalls würde ich den Leutchen da sagen, dass sie nun nicht nur eine Kunden wenige rhaben, sondern auch mein ganzes Umfeld.

  5. Avatar

    WAK

    10. Oktober 2019 at 6:32

    Unser solidarischer Beitrag zum Thema:
    https://www.bitchute.com/channel/wak

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Gesellschaft

Neues von rechts: Ares, Klonovsky & linke Gewalt

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Vergangene Woche ist das erste Album des Rappers Chris Ares erschienen. Michael Klonovsky hat ein neues Buch veröffentlicht. Und das Freilich-Magazin dokumentiert ab sofort linke Gewalt in Österreich und Deutschland. 

Auf der Plattform www.linke-gewalt.info werden künftig alle linken Angriffe, Überfälle und Sachbeschädigungen gesammelt und dokumentiert.

„Gewalt gegen Andersdenkende, Hass und Hetze, schwere Sachbeschädigung bis hin zu Mordversuchen. Linke Gewalt findet täglich an vielen Orten statt. FREILICH macht diese Gewalt nun sichtbar”:

Neues Album von Chris Ares

Mit seinem ersten Album schafft es der patriotische Rapper Chris Ares auf Anhieb auf Platz drei der deutschen iTunes-Charts. Probleme gibt es aber mit Amazon: Der US-Konzern hat sämtliche Produkte des Rappers aus seinem Sortiment gestrichen.

„Warum Parlamentspatrioten immer verlieren” Teil 2

Der identitäre YouTuber und Aktivist Martin Sellner stellt in einem Video weitere strategische Überlegungen zur Politik an:

TUMULT ruft zu Spenden auf

Die Zeitschrift TUMULT hat auf Facebook und Twitter einen Spendenaufruf veröffentlicht:

„Unser Verein ‚Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT e. V.’ mit Sitz in Dresden fungiert als Verlag des Magazins TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung. Das Magazin finanziert sich durch die Verkaufserlöse und durch Spenden. Das interessiert auch die Künstlersozialkasse.

Vor Kurzem hat sie eine umfangreiche Betriebsprüfung durchgeführt. Obwohl unser Verein als gemeinnützig anerkannt ist (somit keine Gewinne erwirtschaften darf) und alles seine buchhalterische Ordnung hat, hält die Künstlersozialkasse ihn für abgabepflichtig und fordert rückwirkend für die in den Jahren 2016 bis 2019 gezahlten Autoren- und Gestaltungshonorare einen höheren vierstelligen Betrag. Kaum haben wir es geschafft, etwa der Hälfte der Textbeiträge – vorzugsweise von Autoren ohne Festanstellung – anständig zu honorieren, werden wir nun dafür bestraft.

Wir werden brav zahlen – auch künftig. Für die, die uns dabei unterstützen möchten: bei PayPal sind wir unter [email protected]‑online.de erreichbar.

Für Spenden über 200 Euro stellen wir selbstverständlich Spendenquittungen aus.”

+++BITTE TEILEN+++SPENDENAUFRUF+++Unser Verein „Freunde der Vierteljahresschrift TUMULT e. V.“ mit Sitz in Dresden…

Gepostet von Tumult Vierteljahresschrift am Sonntag, 5. Juli 2020

Laut Gedacht: Türken vs. Antifa

Die aktuelle Folge des Satire-Formats Laut Gedacht erschien am Donnerstag: „Hatte man sich vorher noch für Migration ausgesprochen, wünschten sich viele stramme Antifaschisten nach diesen Szenen wohl doch die geschlossenen Grenzen wieder her. In Wien kam es in den vergangenen Tagen zu Straßenschlachten zwischen Antifa und Türken. Warum? Seht selbst! Derweil erklären Philip und Alex euch noch, wieso ein Pädophilen-Skandal hier mitten unter uns einfach niemanden interessiert und wo ihr künftig eure Mitmenschen verpetzen dürft.”

 

Jung, weiblich, rechts

Die junge patriotische Aktivistin Reinhild spricht in ihrem neuesten Video darüber, wie es ist, als junge Frau rechts zu sein und was ihre Beweggründe sind:

Podcast: Antifa-Angriff in Stuttgart

Vergangene Woche führte die Polizei mehrere Durchsuchungen in der linken Szene Baden-Württembergs durch. Die Razzia stand im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart. Es kam zu einer Festnahme, ein Tatverdächtiger befindet sich aktuell in U‑Haft.

Das patriotische Bürgernetzwerk Ein Prozent sprach mit Oliver Hilburger, dem Vorsitzenden der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil, über den Fall und den Stand der Ermittlungen:

Petition gegen Gender-Deutsch

Die konservative Wochenzeitung Junge Freiheit hat die Petition „Nein zum Gender-Deutsch bei Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen!” gestartet. Bisher haben über 7.600 Personen unterschrieben (Stand: 6.7.2020, 15:50 Uhr).

Offener Brief von Gerald Grosz

In Graz streiten sich aktuell KPÖ und FPÖ über den richtigen Umgang mit der Grazer Stadtgeschichte (Die Tagesstimme berichtete). Während die Kommunisten im Zuge einer „Entnazifizierung” u.a. sogar ein Urnengrab exhumieren wollen, sprechen sich die Freiheitlichen gegen solche Änderungen aus. Aus ihrer Sicht soll der Schloßberg den Grazern seine Vergangenheit weiterhin „unverfälscht erzählen” können. „Denkmäler sind das Abbild unserer Geschichte. Um aus der Vergangenheit lernen zu können, muss eine objektive Darstellung historischer Personen und Ereignisse möglich sein. Das ist gelebter Bildungsauftrag“, erklärte FPÖ-Klubobmann Armin Sippel. In die Diskussion eingebracht hat sich am Freitag auch der frühere Politiker und heutige Publizist Gerald Grosz. In einem offenen Brief an den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) nimmt Grosz den Vorschlag, Straßen und Denkmäler einer „historischen Kontextualisierung” zu unterziehen, auf. Grosz regt in diesem Zusammenhang an, die Büros der KPÖ ebenfalls mit Zusatztafeln zu versehen, um auch an die Millionen Opfer des Kommunismus zu erinnern.

Kohlmarkt 4

Bei Kohlmarkt 4 führten Christoph Pöchinger und Robert Willacker „ein (langes) Gespräch über die Natur von Untersuchungsausschüssen, Pöchingers kürzlichen Freispruch und erotische Momente in der Politik”:

Der schwarze Faden: Die ÖVP verliert die Kontrolle

Vergangene Woche diskutierten Susanne Fürst, Martin und Graf und Hans-Jörg Jenewein über den Ibiza-U-Ausschuss: „Die Befragung im Ibiza-Untersuchungsausschuss hat das Image von Kanzler Kurz und Finanzminister Blümel – und damit der gesamten ÖVP – schwer angekratzt. Was sagt eine Regierungsspitze über sich aus, wenn sie nichts sagt, weil sie sich nicht erinnern kann oder will? Darüber diskutieren die freiheitlichen U‑Ausschuss-Mitglieder Susanne Fürst und Martin Graf mit Hans-Jörg Jenewein. Und schon vor der Befragung der FPÖ-Politiker Norbert Hofer und Hubert Fuchs ist klar: den behaupteten ‚FPÖ-Novomatic-Deal’ kann es gar nicht gegeben haben.”

Die neuesten Streiche der Schuldbürger

Am 6. Juli 2020 ist das neueste Buch von Michael Klonovsky erschienen:
„„Im sechsten Band seiner Chronik Acta diurna vervollständigt Michael Klonovsky das Portrait jenes »Epöchleins des Schreckens«, das Deutschland an den Rand seiner Möglichkeiten brachte – mit besten Aussichten, schon bald darüber hinauszuschießen.

Band eins begann passenderweise im Jahr 2012, als das Bundesverfassungsgericht das Asylrecht vermenschlichte und so den ersten, weltweit einzigen Vollversorgungsstaat schuf. Von hier aus spannte sich der Bogen zum Willkommensbacchanal der mittleren bis späten Zehnerjahre und zu den jüngeren Exzessen merkeldeutscher Irrwege, etwa der Erlaubnis zum Schuleschwänzen for Future.

Vierzehn Greta-Einträge im Register des vorliegenden Bandes zeigen an, was 2019 noch das Nebelkerzenthema Nr. 1 sein konnte; danach ward ein Virus neuen Kalibers implantiert. Ob es in Deutschland mehr verändern wird als die zugspitzhohen Staatsschulden, bleibt abzuwarten.

Sicher ist dagegen schon jetzt, dass Michael Klonovskys Acta diurna 2012–2019 die tiefgründigste, kunstreichste und mit mehr als 1,5 Meter Abstand vergnüglichste Analyse dieser Ära darstellen.”

+++ Der neue Klonovsky: Erscheint am 6. Juli! +++Im sechsten Band seiner Chronik Acta diurna vervollständigt Michael…

Gepostet von Manuscriptum am Mittwoch, 24. Juni 2020

„Der Aufsieg der Neuen Rechten”

Alexander Markovics hat sein neues Buch „Der Aufstieg der Neuen Rechten” im Arcadi Verlag veröffentlicht.


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Gesellschaft

Gender-Mainstreaming: Niederlande streichen Geschlecht aus Ausweis

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Die Debatte um ein „drittes Geschlecht” finden seit Jahren in ganz Europa statt. In der Niederlande greift man dabei jetzt zu einer radikalen Lösung.

Den Haag. – Die linksliberale Bildungsministerin Ingrid van Engelshoven erklärte, dass die Regierung Menschen entgegenkommen will, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren. Man solle die „unnötige Registrierung des Geschlechts” vermeiden – und zwar, indem der Eintrag zum Geschlecht überhaupt ausfällt.

Auch Register und öffentliche Stellenanzeigen betroffen

Geht es nach van Engelshoven, ist das nur der erste Schritt. Denn sie möchte die Geschlechtsangaben auch in Amtsregistern streichen lassen – oder bei öffentlichen Stellenausschreibungen. Wie die FAZ berichtet, zielt auch diese Idee in diese Richtung. Es gelte, Bürger dabei zu unterstützen, „selbst ihre Identität erschaffen zu können und diese in aller Freiheit und Sicherheit auch zu leben”.

Die angekündigten Änderungen kommen aus Praxisgründen erst gegen 2024 oder 2025. Auch wird sich in offiziellen Reisepässen nichts ändern – die EU-Richtlinien sehen hier einen Geschlechtseintrag vor. In Österreich und Deutschland behalf man sich nach Erkenntnis der jeweiligen Verfassungsgerichte hingegen mit der Schaffung eines dritten rechtlichen Geschlechts.

Vorstoß polarisiert im Netz

In sozialen Medien ergab sich nach Bekanntwerden der niederländischen Änderung eine rege Diskussion über Sinn und Unsinn der künftigen Regelung. Einige Befürworter führen ins Feld, dass die Angabe auch auf dem deutschen Personalausweis fehle, ohne dass dies jemanden störe.

Kritiker hingegen verweisen darauf, dass auch Geburtsurkunden betroffen wären oder fürchten weitere politisch-korrekte Eingriffe. Diese Sorgen wiederum beeindrucken Befürworter des geschlechtslosen Eintrages ebenso wenig.


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Gesellschaft

Wien: Rechte Aktivisten hissen Banner auf Antifa-Zentrum

Stefan Juritz

Veröffentlicht

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Identitäre Aktivisten setzten heute Morgen ein eindeutigen Zeichen gegen Linksextremismus.

Wien. – Am Montagmorgen haben identitäre Aktivisten am Dach des linksextremen Ernst-Kirchweger-Hauses (EKH) ein Transparent entrollt. Die klare Botschaft lautete: „PKK abschieben, EKH abreißen – Wien ist nicht Istanbul.” Außerdem zeigten die Aktivisten eine schwarze Lambda-Fahne der Identitären. Fotos von der Aktion wurden am Montagvormittag auf Twitter veröffentlicht.

Hintergrund der Aktion sind die jüngsten Auseinandersetzungen in Wien-Favoriten zwischen türkischen Nationalisten und kurdischen PKK-Anhängern. Wobei letztere auch von türkischen Kommunisten und österreichischer Antifa unterstützt wurden.

EKH – „Linksterroristische Brutstätte im ‚Kampf gegen Rechts’ ”

Im „Zentrum des Geschehens”, so heißt es in einem veröffentlichten Aktionsbericht, stehe die „Antifa”, die seit Jahrzehnten im Wiener EKH residiere. „Das ‚besetzte’ Haus hält sich die Stadt Wien als steuerkostenfinanzierte linksterroristische Brutstätte im ‚Kampf gegen rechts’ ”, kritisieren die identitären Aktivisten. Weil die „Antifa” selbst aber großteils aus „geschlechtslosen Lauchs” bestehe, habe sie sich dort mit Kurden und der kommunistischen Terrororganisation PKK verbündet.

„Wir verlangen eine sofortige Abschiebung importierter Terroristen und Straftäter, ein Verbot fremder imperialistischer Vereine, und eine Entfernung aller linksterroristischer Akteure aus dem EKH. Stattdessen soll das Haus zu einer Gedenkstätte für die Millionen Todesopfer des Marxismus und zu einem Dokumentationsarchiv gegen Linksterrorismus werden”, lautet die Forderung der Aktivisten.

ÖVP-Politikerin spricht sich für Schließung des EKH aus

Erst vergangene Woche hatte die Wiener ÖVP-Abgeordnete Caroline Hungerländer die Schließung des EKH gefordert. „Mit der Schließung des Ernst-Kirchweger-Hauses helfen wir nicht nur, das Grätzl wieder lebenswerter zu machen. Wir setzen damit auch ein klares Zeichen, dass Parallelgesellschaften nicht gefördert werden”, betonte sie in einer Aussendung (Die Tagesstimme berichtete).


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