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Gesellschaft

Facebook: FPÖ nimmt Strache-Seite offline

Monika Šimić

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Heinz-Christian Strache kritisierte die „aktuell gelebte Zensur der FPÖ-Funktionärsspitze“. Die Stilllegung der Seite sei „jedenfalls nicht im Sinne der Freiheitlichen Gemeinschaft und auch nicht im Sinne unserer Freiheitsideale“, so Strache.

Wien. Am Freitag hat die FPÖ die offizielle Facebook-Seite ihres ehemaligen Parteichefs Heinz-Christian Strache stillgelegt. Zuvor hatte Strache von der Partei die Herausgabe der Zugangsdaten und Administrationsrechte gefordert und ihr dafür ein Ultimatum bis Freitagnacht gesetzt. Der Forderung kam die Partei jedoch nicht nach.

„Eigentum der FPÖ“

In einer Aussendung erklärte die Partei, sie könne Straches Forderung „aus rechtlichen Gründen“ nicht nachkommen. Stattdessen gab man bekannt, die „HC Strache“-Fanseite auf Facebook sowie weitere Soziale-Medien-Seiten, die Straches Persönlichkeitsrechte verletzen würden, stillzulegen. „Nachdem sich auf den Seiten auch persönlich erstellte Fotos und Texte von Heinz-Christian Strache befinden, ist die Stilllegung die einzige Möglichkeit, dessen Rechte zu wahren und damit zugleich die Interessen der FPÖ als Medieninhaber“ zu sichern. Die Seiten selbst seien nämlich „Eigentum der FPÖ“.

Strache kritisiert Stilllegung

Auf seiner privaten Facebook-Seite bezog Strache nun Stellung zu den Geschehnissen rund um seine Fan-Seite und bedankte sich bei allen „aufrichtigen und treuen“ Usern und Unterstützern auf seiner „HC Strache Fanseite“. „Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Keine Sorge, ich komme nicht nur auf der Facebookfanseite wieder“, schreibt der ehemalige FPÖ-Parteichef dort. Wichtig sei es, sich selbst treu zu bleiben. Kritik übt er an der „aktuell gelebten Zensur der FPÖ-Funktionärsspitze durch die Stillegung“ seiner „persönlich aufgebauten HC Strache Seite“. Diese Stilllegung sei „jedenfalls nicht im Sinne der Freiheitlichen Gemeinschaft und auch nicht im Sinne unserer Freiheitsideale“, erklärt Strache.

Strache-Anwalt: „Zeichen von Hilflosigkeit“

Wie der ORF berichtet, wertet Straches Anwalt Ben Irle die Deaktivierung der Facebook-Seite in einer ersten Reaktion als „Zeichen von Hilflosigkeit“. „Die FPÖ beweist mit ihrem Vorgehen abermals das Fehlen jedweden Konflikt- und Krisenmanagements“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Strache werde seine Ansprüche nun „mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen“.

Die FPÖ verliert mit der Facebook-Seite jedenfalls eines ihrer zentralen Kommunikationstools. Bis vor Kurzem war Straches Fanseite der reichweitenstärkste politische Account auf Facebook in Österreich. Mittlerweile hat die Seite von Wahlsieger und ÖVP-Chef Sebastian Kurz mehr „Gefällt mir“-Angaben (über 800.000). Mit rund 786.000 „Gefällt mir“-Angaben hat der offizielle Facebook-Auftritt von Strache aber nach wie vor fast doppelt so viele Fans wie jene Hofers (340.000) und der FPÖ (131.000).

3 Comments

3 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    19. Oktober 2019 at 10:30

    Sehr schade ,diese Entwicklung bei der FPÖ!Auch ein großer Schaden für die freiheitliche Wertegemeinschaft& für Österreich,da die FPÖ geschwächt ist,wurde & jetzt die links-linke „Gesinnungsgemeinschaft“ frei Bahn hat!Immer mehr Einwanderung & noch mehr schleichende Islamisierung Österreichs!

  2. Avatar

    Zaber

    19. Oktober 2019 at 11:28

    Hofer reibt sich wahrscheinlich die Hände und denkt: „So, jetzt müssen sie mir huldigen!“

  3. Avatar

    Widerstand.

    19. Oktober 2019 at 14:05

    Die FPÖ hat offensichtlich Angst vor einer Facebookseite bzw. vor Strache. Was sich in der FPÖ abspielt, ist erbärmlich. Dass Hofer in der FPÖ nichts zu suchen hat, ist klar, aber,so wie es aussieht, spielt auch Kickl mit. Schade. Die Gegner werden sich freuen, ihre Strategie ist voll aufgegangen, das Problem ist aber nicht Strache, was er gesagt und getan hat, ist nichts Besonderes. Wenn aber Herr Hofer etwas Besonderes daraus macht, ist es etwas Besonderes im Sinne der Dummheit und Entgegenkommen der politischen Gegner. Hofer will ja auch mit der IB nichts zu tun haben und am liebsten wäre ihm eine neue CSU. Er sollte ganz schnell zur Österreichischen Volksverräterpartei (ÖVP) wechseln, dort passt er besser hin.

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