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Gesellschaft

Besuch in Bosnien: Kunasek (FPÖ) bestätigt großen Migrationsdruck

Monika Šimić

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am

Der freiheitliche Ex-Verteidigungsminister Mario Kunasek machte sich vor Ort in Bosnien sein eigenes Bild von der Situation. Bild: Mario Kunasek via Screenshot YouTube, "Droht eine neue Asylkrise [Teil 2]" [@00:58 min]

Der ehemalige Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) begab sich wegen der dramatischen Zustände im Migrantenlager Vučjak nach Bosnien und machte sich dort ein Bild von der Lage.

Graz/Bihać. Bereits vor mehreren Tagen berichteten wir über die Zustände in dem überfüllten Migrantenlager Vučjak, das sich nahe der kroatischen Grenze befindet. Nachdem sich die Lage im Lager, das ursprünglich als Übergangslager gedacht war, zunehmend verschlechterte und die Unterstützung seitens der Zentralregierung in Sarajevo aublieb, kündigte der Bürgermeister von Bihać, Šuhret Fazlić, an, die Versorgung des Lagers ab Montag zu stoppen. Dieser Versorgungsstopp ist mittlerweile eingetreten (Die Tagesstimme berichtete).

Kunasek auf „Fact Finding Mission” in Bosnien

Ex-Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) wollte sich nun selbst ein Bild von der Lage verschaffen und begab sich nach Bosnien und Herzegowina. Dort mache er das, „was ein verantwortungsvoller Politiker machen sollte”, nämlich sich ein Bild vor Ort zu machen. „Mir geht es darum, hier, auf dieser ‚Fact Finding Mission’ die Tatsachen zu sehen und dass wir hier auch die richtigen Schlüsse ziehen”.

Vučjak: Laufend hunderte Ankünfte

In einem zweiten Teil berichtet Kunasek direkt aus dem Lager Vučjak, wo sich aktuell ja mehr als 1.500 Migranten aufhalten. Laut Kunasek seien dort „ausschließlich junge Männer”. Die Masse sei aus Pakistan und aus Afghanistan. Wie der dort anwesende Polizeioffizier Kunasek erklärte, würden täglich 300 bis 400 Migranten in dem dortigen Lager ankommen.

Ggleich viele würden sich aber auch wieder auf den Weg machen, nämlich weiter Richtung Kroatien. Kunasek spricht hier von einer Situation, die zeigt, „wie groß der Migrationsdruck jetzt schon ist”. Es sei zu befürchten, dass der Druck aber noch größer werde.

Kunasek: „Situation wie im Jahr 2015 verhindern”

Auf dem Rückweg nach Österreich hält Kunasek abschließend noch fest, dass vieles von dem, „was wir in den letzten Tagen über die soziale Medien auch in Österreich gesehen haben, richtig ist, nämlich ein immer größerer Migrationsdruck, der hier stattfindet”. Abschließend plädiert Kunasek an alle Entscheidungsträger in Österreich und in der Europäischen Union.

Die Lage in Bosnien sei nämlich seines Erachtens ein Auftrag für einen „endlich funktionierenden Außengrenzschutz” und dafür, „den nationalen Grenzschutz sofort auch entsprechend zu verstärken”. Es müssten Maßnahmen getroffen werden, die eine Situation wie jene im Jahr 2015 verhindern.

Positive Bilanz von Lokalaugenschein

Insgesamt sei Kunasek froh, diese Reise angetreten zu haben und dass sie „zum Unterschied von anderen Politikern uns hier vor Ort auch die Situation angesehen haben”. Er empfhielt auch anderen Politikern, sich eine Lage direkt vor Ort zu machen, „die richtigen Schlüsse zu ziehen und letztlich auch die richtigen Entscheidungen für unsere Heimat Österreich zu treffen.”

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    24. Oktober 2019 at 14:54

    Ist ja schon länger bekannt ‚aber bei unserer „Gutmenschen” Allianz in unseren „unabhängigen„Medien & „hohen” Politik kaum „bekannt”! Ein Schelm der.…

  2. Avatar

    MauerBauer

    24. Oktober 2019 at 15:22

    Tja, die Wahl ist gelaufen und die ÖVP hat den regierungsbildenden Auftrag.

    Ich bin schon gespannt, was dem mit diesen Erkenntnissen heimkehrenden Kunasek von seiner Parteispitze als neue Parteilosung für die dann sogenannten „unter Migrationsdruck leidenden Flüchtlinge” unter die Nase gerieben wird, um den europäischen Brudervölkern Bosnien und Kroatien hilfreich zur Seite zu stehen …
    Nachdem er umprogrammiert wurde, erklärt uns Kunasek dann, er habe mit Grenzzäunen, die Zäune um die Häuser gemeint, in denen nun Geflüchtete Menschen mit uns leben und die leider nötig sind, um die Geflüchteten vor schon länger hier lebenden rechtsextremen Nazis zu schützen.

    Ich halte mittlerweile alles für möglich.

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Gesellschaft

Merkel: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“

Joshua Hahn

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Angesichts der aktuellen Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bis nach Ostern zu verlängern. Die Bundeskanzlerin forderte außerdem die Bevölkerung dazu auf, auf Familienbesuche zu verzichten.

Berlin. – Laut Bericht der „Tagesschau“ gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder bekannt, dass die Maßnahmen bis mindestens zum 19. April gültig seien. Insbesondere in Bezug auf die anstehenden Feiertage richtete die Kanzlerin den dringenden Appell an die Bürger, auf Familienbesuche zu verzichten: „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“.

 „Weit entfernt“ von Zielen

Merkel zufolge sei man „weit davon entfernt“, die vorgesehenen Ziele bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erreichen. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Maßnahmen auch nach der aktuellen Frist fortbestehen müssten. Aktuell zumindest sei eine Lockerung der Maßnahmen „bei weitem“ nicht denkbar.

Laut Bericht der „Bild“ bestätigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) diese Tendenz und warnte vor „voreiligen Exit-Debatten“ – trotz dem teils positiven Trend in Deutschland. Bislang sind in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern trotz teilweise hoher Zahlen von Erkrankten vergleichsweise wenige Patienten an Covid-19 verstorben.

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Gesellschaft

Grazer Volkskundemuseum sucht Objekte aus dem Corona-Alltag

Monika Šimić

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Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und die verschiedensten Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen.

Graz. – Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hat, merkt man schon an der von diesem Thema dominierten medialen Berichterstattung. Weil der Einfluss so groß ist, hat sich das Grazer Volkskundemuseum dazu entschlossen, seine Dauerausstellung neu zu konzipieren. Das Museum will nun Dokumente und Objekte sammeln, die den Alltag in Zeiten des Coronavirus sichtbar machen.

Notizen, Tagebücher, Fotos

Corona erfordert von uns allen neues Alltagshandeln und auch Strategien, mit dieser schwierigen und sich tagtäglich ändernden Situation zurechtzukommen. Das Volkskundemuseum möchte den aktuellen Umgang mit der Pandemie dokumentieren und sammelt deshalb Notizen und Objekte, die den Alltag in Zeiten von Corona sichtbar machen”, beschreibt Kuratiorin Birgit Johler den Aufruf. Es sei ein wichtiges Anliegen, auch Veränderungen und Einschnitte in die Gesellschaft zu dokumentieren, wie es auf der Website des Volkskundemuseums heißt. Gesucht werden daher die unterschiedlichsten Dinge, die den neuen Alltag der Menschen wiederspiegeln. Laut Beschreibung auf der Website fällt eine Aufmunterung für Mitbewohner ebenso darunter wie ein Zeichen nachbarschaftlicher Unterstützung, eine Dankesbekundung für geleistete Hilfe, ein Tagebuch oder Auszüge davon, ein Foto von getroffenen Schutzmaßnahmen in der Arbeit oder ein Familienvideo an die Großeltern.

Jeder kann mitmachen

Auch wenn das Museum seit 7. Jänner geschlossen hat, schlafen die für die neue Ausstellung Verantwortlichen nicht. Man baue bereits um und eröffne im Frühjar 2021, heißt es auf der Seite weiter. Themenbereiche der Ausstellung sollen zunehmender Wohlstand, steigender Konsum, Herkunft, Veränderungen in der Arbeitswelt, Mobilität und Migration (in die und aus der Steiermark), Umwelt, Gegenkultur und Gegentrends oder etwa „richtig wichtig ‚Steirisches” sein.

Wer dem Museum Objekte für die „Corona-Ausstellung” zur Verfügung stellen möchte, kann über ein Webformular Kontakt mit dem dafür zuständigen Mitarbeiter aufnehmen und dabei auch gleich Objektvorschläge einreichen. Hier geht’s zum Formular!

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BKA-Chef nennt Attentat von Hanau „eindeutig rechtsextremistisch”

Stefan Juritz

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Das Bundeskriminalamt (BKA) hält das Attentat von Hanau doch für rassistisch motiviert. Medienberichte über einen anderslautenden BKA-Abschlussbericht wies der Chef der Behörde zurück.

Berlin/Hanau. – Vor wenigen Tagen hatten mehrere deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und der NDR unter Berufung auf einen Abschlussbericht des Bundeskriminalamts (BKA) berichtet,  dass die Ermittler den Anschlag von Hanau nicht als rechtsextremistisch bewerten. Demnach hätte der Schütze Tobias R. seine Opfer so ausgewählt, um größtmögliche Aufmerksamkeit für seinen Verschwörungstheorien über Geheimdienste zu bekommen, Rassismus sei jedoch nicht das Hauptmotiv gewesen. Auch die Tagesstimme übernahm diese Informationen in ihrer Berichterstattung.

BKA-Chef dementiert

Am Dienstag wies BKA-Chef Holger Münch entsprechende Meldungen zurück. Auf Twitter dementierte er, dass einen solchen Abschlussbericht derzeit gebe und betonte, dass die Ermittlungen weiter andauerten. Trotz der laut Münch weiter laufenden Ermittlungen ist für ihn jedoch klar: „Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.“

Attentat von Hanau

Mitte Februar hatte Tobias R. an mehreren Orten in der hessischen Stadt Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später fand die Polizei ihn und seine Mutter tot in seiner Wohnung auf. Die Ermittler gehen davon aus, dass er zuerst seine Mutter und dann sich selbst erschoss. In einem 24-seitigen Bekennerschreiben fanden sich fremdenfeindliche Passage und verschwörungstheoretische Ansichten, die auf eine psychische Störung hindeuten. So glaubte Tobias R., er werde von einem Geheimdienst überwacht, der sogar Gedanken lesen („mind controll”) und Menschen steuern könne.

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