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Gesellschaft

ÖH forderte Entlassung: Wirbel um Höbelt-Auftritt bei patriotischer Tagung

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Der FAV Steiermark übte scharfe Kritik an der Skandalisierung eines geplanten Auftritts des Historikers Lothar Höbelt bei einer patriotischen Tagung in der Steiermark durch Studentenvertreter.

Wien/Graz. – Der renommierte Historiker soll bei einer gemeinsam vom Freiheitlichen Akademikerverband Steiermark (FAV) und dem deutschen Institut für Staatspolitik (IfS) in Semriach veranstalteten Herbstakademie-Tagung von 22. bis 24. November einen Vortrag halten. Das Vorsitzteam der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Universität Wien forderte daraufhin am Mittwochmorgen in einer Aussendung die „Entlassung von Lothar Höbelt aus dem universitären Betrieb”.

ÖH Wien: Höbelt-Anstellung „ein Rätsel”

Dabei sprachen die Studienvertreter unter anderem von einer „Schande für eine österreichische Universität”, dass diese vermeintliche „Rechtsextreme” versorge. Es sei ihnen „ein Rätsel”, wie Höbelt eine Anstellung an der Universität erhalten haben könne und diese auch weiter innehabe. Sie kritisieren dessen kolportierte einstige Nähe zum früheren FPÖ-Chef Jörg Haider sowie auch frühere Beiträge Höbelts in patriotischen Periodika wie der Aula oder der Jungen Freiheit.

Die ÖH jedenfalls stehe für einen „konsequenten Antifaschismus”. Man sei sich daher sicher, es gäbe „besser qualifizierte Personen für diese Lehraufträge”. Vermeintliche „Rechtsextreme und deren Ideologie” hätten „keinen Platz” an einer heimischen Hochschule – „oder sonst wo”. An der Universität Wien amtiert eine linke Koalition aus sozialistischen Studenten (VSStÖ), Grünen (GRAS) und Kommunisten (KSV-LiLi).

FAV: „Klare Kante gegen linksextreme Ideologien”

Die Reaktion des mitausrichtenden FAV Steiermark folgte auf dem Fuß. Wie das Freilich-Magazin berichtet, griff Heinrich Sickl als Verantwortlicher der freiheitlichen Akademiker dabei auch den Wortlaut der ÖH-Vertreter auf: „Es ist eine Schande, dass das extrem links verortete Vorsitzteam der ÖH Wien einen hochgeschätzten Historiker in einer Weise angreift und damit die Freiheit der Forschung in Frage stellt.”

Er sei deshalb auch ” überzeugt davon, dass es besser qualifizierte Personen für die Vorsitzführung der Hochschülerschaft” gebe. Weiters sei ihm „ein Rätsel, dass Personen, die aus der linksextremen Ecke kommen, für die ganze Studentenschaft sprechen wollen“. Man fordert daher „klare Kante gegen linksextreme Ideologien an der Universität”, insbesondere wenn diese in der ÖH Unterschlupf fänden.

Sickl ruft ÖH-Vertreter zur „offenen Diskussion” auf

In die Richtung der kommunistischen Vorstandsvorsitzenden stellt der FAV Steiermark ein Zitat von Rosa Luxemburg heraus. Deren Losung, dass Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden sei, sei dieser „ins Stammbuch geschrieben”. Im Namen der Meinungsfreiheit müsse man „der Tyrannei, immer dann entgegentreten, wenn sie ihr Haupt erhebt”.

Daher halten die freiheitlichen Akademiker das Vorsitzteam der Wiener ÖH für „nicht weiter tragbar”. Die Ausführungen schließen nichtsdestotrotz mit einer Einladung zur offenen Diskussion mit Höbelt. Damit könnten sich die Studentenvertreter auch aus ihrem „ideologisch monokulturellem Sumpf” befreien, so Sickl abschließend.

FPÖ-Graf: „Schlägt dem Fass den Boden aus”

Zuvor hatte bereits FPÖ-Wissenschaftssprecher Martin Graf kritisiert, dass die Anstellung eines Forschers aufgrund seiner „politisch ’nicht-linken’ Einstellung” in Kritik geriet. Die Entlassungsforderung schlage „dem Fass den Boden aus”. Es sei daher Zeit für „ernste Konsequenzen”.

Es könne jedenfalls „nicht Sinn und Zweck einer Studentenvertreung sein”, wenn man „mit Geldern der Studenten eine linksradikale Zeile” finanziere, die ÖH halte er in dieser Form für „obsolet”. Pro Student fällt derzeit ein ÖH-Pflichtbeitrag von 20,20 Euro pro Semester an. Dieser ist zu entrichten, andernfalls erfolgt die Exmatrikulation.

Universität will sich vorerst nicht äußern

Die Universität selbst will sich dem Standard zufolge vorerst nicht konkret zum Fall äußern. Sie verweise auf ihre allgemeinen Werte, welche sich Rassissmus, Sexismus und Diskriminierung aller Art richten würden. Meinungsfreiheit sei jedenfalls „ein hoher Wert für den akademischen Diskurs”. Gleichwohl sehe man seine Angehörigen allerdings „aufgefordert, sich für eine freie und offene Gesellschaft einzusetzen”.

 

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Hofmueller

    31. Oktober 2019 at 14:32

    Der linke Gesinnungsterror ‚feiert immer mehr fröhliche Urständ!

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Gesellschaft

Wegen Coronavirus: Islamrat fordert Geld für Moscheegemeinden

Joshua Hahn

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Aufgrund der anhaltenden Krise hat der Islamrat in Deutschland die finanziellen Folgen für seine Gemeinden bemängelt und Hilfe von der Regierung gefordert.

Berlin. – Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici, gegenüber der „Islamischen Zeitung“, dass die gegenwärtig geltenden Einschränkungen des Alltagslebens die Moscheegemeinden hart treffen würden: „Sie brauchen jetzt finanzielle Unterstützung, um die nächsten Wochen und Monate zu überstehen“. Trotzdem unterstütze man die Ausgangsbeschränkungen „uneingeschränkt“. Man habe bereits vor der offiziellen Einführung eigene Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus getroffen, denn „der Schutz des Lebens und die Gesundheit sind uns von Allah anvertraut und genießen höchste Priorität“.

Kein Geld mehr wegen ausbleibenden Gebeten

Seitdem die Gemeinden geschlossen sein müssen und somit auch die Freitagsgebete entfallen, sei ein „beträchtlicher Teil der Spenden“ weggefallen. Folglich sorge man sich um die künftige Finanzierung der Imame und die Bezahlung von Mietkosten. Um größeres Übel abzuwenden, solle nun die Bundesregierung handeln: „Viele Moscheegemeinden leisten einen unschätzbar wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft, tragen zum Zusammenhalt bei und engagieren sich in Städten und Kommunen“. Die muslimische Gemeinde nun finanziell alleine zu lassen, wäre „fatal“.

Kesici ist seit 2015 Vorsitzender des Islamrates für Deutschland. Außerdem ist er tätig im Beirat für islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen.

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Gesellschaft

Österreich: Ab Mittwoch gilt Maskenpflicht in Supermärkten

Stefan Juritz

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 „Es ist die Ruhe vor dem Sturm”, fasst Bundeskanzler Kurz die Situation zusammen.

Wien. –  Die österreichische Bundesregierung weitet ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus weiter aus. So will die Regierung gefährdete Personen besser schützen, indem sie beruflich freigestellt oder verpflichtend ins Homeoffice müssen. Die bisherigen Maßnahmen werden außerdem rigoroser kontrolliert und zusätzlich setzt man auf das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekannt gab.

Masken in Supermärkten

Bei Einkäufen in Supermärkten wird künftig jeder Kunde eine Schutzmaske (Mund-Nasen-Schutz) tragen müssen. Verteilt werden sollen die Masken an den Supermarkt-Eingängen voraussichtlich ab Mittwoch. Dies hängt noch davon ab, ob bis dahin genügend Masken in Österreich vorhanden sind.

Kurz betonte außerdem, dass das Tragen der Masken kein Ersatz für Abstand zwischen den Menschen ist, sondern lediglich die Übertragung des Virus durch die Luft eindämmen soll. Außerdem sollen die Masken in Zukunft überall getragen werden, wo man an Menschen vorbeigeht.

Weiters werden in Österreich touristische Übernachtungen untersagt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gab bekannt, dass alle Hotels schließen müssen.

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Gesellschaft

Neues von rechts: Ernst Jünger, Anbruch & Podcast

Stefan Juritz

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Ernst Jünger wäre heute 125 Jahre alt geworden. Die erste Ausgabe des Anbruch-Magazins ist erschienen. Und es gibt nun einen rechten Podcast zur Corona-Krise.

Heute vor genau 125 Jahren wurde der deutsche Schriftsteller, Insektenkundler und Kriegsveteran Ernst Jünger in Heidelberg geboren. Am Online-Blog der konservativen Jungen Freiheit schreibt deshalb Ingo Langner über Ernst Jünger und  „Das Rätsel der Konversion”. Am Blog Sezession veröffentlichte Chefredakteur Götz Kubitschek einen „ungeschliffen[n] Text über eine Lesung in Sarajewo zum Tod Ernst Jüngers”: „Der Herr im Eigenen – Jünger zum 125. Geburtstag”

Wer gerne E‑Books liest, sollte jetzt übrigens auf Amazon zugreifen. Dort gibt es aktuell sämtliche Werke in 22 Bänden für 29,99 Euro.

Erste Ausgabe des Anbruch-Magazins erschienen

Passend zum 125. Jubiläum hat auch das Anbruch-Magazin in seiner ersten Ausgabe Ernst Jünger zum Paten des Heftes auserkoren. „Wir widmen ihm nicht nur einen ausführlichen Beitrag, der ihn als prototypischen Abenteuer beleuchtet, sondern zeigen auch seine anderen, weniger bekannten Seiten: Der Eros, die Kunst, der Waldgang und auch der Tod rücken in unserer Blickfeld.”

Die erste Ausgabe des Magazin kann hier bestellt werden: MAGAZIN #01 – Abenteuer

Thor Kunkel: „Wörterbuch der Lügenpresse”

Mittlerweile ist auch das neue Buch von Thor Kunkel erschienen. Es ist beim Kopp Verlag erschienen und trägt den Namen „Wörterbuch der Lügenpresse” und erklärt, „warum eine ideologisch manipulierte Sprache unser Denken blockiert – und was wir dagegen tun können”.

In der Verlagsbeschreibung heißt es: „Dieses Buch ist auch eine Einladung an alle, sich aktiv der Infantilisierung ihrer Sprache – und ihres Denkens – zu widersetzen und selbst zu Aktivisten zu werden. Es ist auch ein »Trainingslagerbuch« mit vielen Tipps aus der Praxis. Holen wir uns unsere Sprache zurück!”

Das Buch kann beispielsweise hier bestellt werden: „Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpresse”

Podcast zur Corona-Krise

Das patriotische Bürgernetzwerk Ein Prozent, die Zeitschrift Sezession, der Verlag Antaios und das Magazin Freilich haben gemeinsam ein neues Podcast-Projekt namens „Lagebesprechung” ins Leben gerufen und informieren ab sofort über die Corona-Krise. „Dabei wollen wir breit aufgestellt sein: Wirtschaft, Gesundheit, Bürger- und Verbraucherrechte – wir informieren sachgerecht und mit verschiedenen, kompetenten Gästen”, heißt es am Freilich-Blog dazu. Die ersten beiden Folgen „Das Ende der Globalisierung?” und „Ausgangssperren – sinnvoll oder gefährlich?” sind bereits online. Man kann sie auf den Blogs von Ein Prozent und Freilich, aber auch auf Spotify, iTunes und anderen Portalen anhören.

Ebenfalls auf Podcasts setzt jetzt übrigens der oberösterreichische Wochenblick. Da aufgrund der aktuellen Corona-Krise das TV-Programm nicht mehr umgesetzt werden kann, gibt es nun von den Redakteuren kurze Podcasts als Ersatz. Hier: https://www.wochenblick.tv/kanal/podcast/

 „Jutta Ditfurth im Corona-Fieber”

Ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Krise steht die neue Folge Laut Gedacht:

Die AfD und ihr „Flügel”

Die parteiinterne Strömung in der AfD, „Der Flügel”, wird bis spätestens Ende April alle eigenen Aktivitäten einstellen. Das hatte zuvor der AfD-Bundesvorstand gefordert und wird nun offenbar auch umgesetzt. Die „Flügel”-Mitinitiatoren Björn Höcke und Andreas Kalbitz veröffentlichten am Dienstag eine gemeinsame Erklärung dazu. Die Tagesstimme veröffentlichte den Text ungekürzt: „AfD-‚Flügel’ gibt Ende der Aktivitäten bekannt”

Darin heißt es etwa deutlich: „Grundsätzlich kann nicht aufgelöst werden, was formal nicht existiert. Um die Einheit der Partei zu wahren und das Projekt einer politischen Alternative für Deutschland nicht zu gefährden, haben Björn Höcke und Andreas Kalbitz jedoch entschieden, diesem Wunsch nachzukommen. Wir fordern alle, die sich der Interessensgemeinschaft angehörig fühlen, auf, bis zum 30. April ihre Aktivitäten im Rahmen des Flügels einzustellen.”

Pro & Contra „Der Flügel”

Die Diskussion um den „Flügel” wurde auch auf der Tagesstimme geführt. Dazu ließ die Redaktion zwei Autoren mit zwei völlig unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen.

Patrick Pana, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Alternative Hessen, stellt sich demonstrativ hinter den „Flügel” und fordert einen solidarischen Umgang: „Es ist dem Flügel zu verdanken, dass die AfD noch eine Alternative ist”

Georg Pazderski, Berliner AfD-Fraktionschef, lässt hingegen kein gutes Haar am „Flügel”. Er kritisiert Rhetorik und Grenzüberschreitungen: „Ohne den Flügel wird die AfD erfolgreicher sein”

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