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Österreich

Norbert Hofer kündigt höhere Hürden für FPÖ-Parteimitgliedschaft an

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Wir werden uns die Mitglieder viel genauer anschauen”, kündigt der Parteichef an. „Es muss etwas Besonderes sein, Mitglied der FPÖ sein zu dürfen. Und so wird es auch sein”.

Wien. In einem Interview mit der Austria Presse Agentur (APA) kündigte FPÖ-Obmann Norbert Hofer höhere Hürden für Mitgliedschaften und Funktionen in seiner Partei an. Einer der Gründe dafür seien die anhaltenden Zwischenfälle, die in jüngster Zeit auch zum Ausschluss von Funktionären geführt haben, erklärte Hofer im Interview.

Vorschläge zur Parteireform im Dezember erwartet

Bereits Anfang Oktober hatte der FPÖ-Vorstand beschlossen, Arbeitsgruppen zur Parteireform einzusetzen. Die erarbeiteten Vorschläge sollen laut APA im Dezember bei einer Vorstandsklausur präsentiert werden. Auch der Einstieg in die Partei soll schwieriger gestaltet werden. „Wir werden uns die Mitglieder viel genauer anschauen”, kündigt der Parteichef an. „Es muss etwas Besonderes sein, Mitglied der FPÖ sein zu dürfen. Und so wird es auch sein”. Auch habe man oft in Gemeinden bessere Ergebnisse gehabt, wo keine Ortsgruppe tätig war als dort, „wo ein schwacher oder schlechter Ortsobmann war”.

Hofer gibt Zanger weiter Rückendeckung

Im Interview mit der APA sprach Hofer auch über den ehemaligen Parteichef Heinz-Christian Strache und über die aktuelle „Liederbuchaffäre”, in die der Nationalratsabgeordnete Wolfgang Zanger involviert ist.

Dass Strache in die Politik zurückkehrt, schließt Hofer im Interview aus, selbst wenn dieser juristisch freigesprochen wird. Direkten Kontakt zu Strache gebe es derzeit keinen mehr. „Ich weiß es nicht, was dabei rauskommen wird”, meint Hofer zu den strafrechtlichen Vorwürfen gegen seinen Vorgänger als Parteichef, „aber die Laufbahn in der FPÖ ist beendet”.

Betreffend die „Liederbuchaffäre” meinte Hofer, dass er mit Zanger gesprochen habe. Diesem gibt er auch weiterhin Rückendeckung. Denn er vertrete die Meinung, „dass man sich nicht vor jenen fürchten soll, die Bücher haben, sondern vor jenen, die Bücher verbieten wollen.” Auch wenn der Inhalt natürlich nicht in Ordnung sei, so Hofer.

Dann treten wir in Regierungsverhandlungen ein”

Zur Sprache kam weiters die Annäherung zwischen ÖVP und Grünen, die Hofer wenig aufregt. „Man wird sehen, wie die Verhandlungen wirklich laufen werden”. Er glaube, dass Sebastian Kurz und Werner Kogler „gut miteinander können”. Die FPÖ könne dabei nur gewinnen.” Kommt diese Koalition, dann werden diese Wählerstimmen, die ab 2017 in Richtung Türkis abgewandert sind, wieder zur FPÖ zurückgehen. Kommt es nicht, dann treten wir in Regierungsverhandlungen ein.”


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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    15. November 2019 at 10:45

    Die FPÖ könne dabei nur gewinnen.” Kommt diese Koalition, dann werden diese Wählerstimmen, die ab 2017 in Richtung Türkis abgewandert sind, wieder zur FPÖ zurückgehen.”

    Sehe ich nicht so. Der Kern FPÖ Wähler ist kritisch und hält sein Erinnerungsvermögen wach. Er beharrt auf die Umsetzung von Wertevorstellungen. Eine Bühne für Clowns spricht dem entgegen.
    Wir leben in einer Epoche schneller Veränderungen.
    Erstens kommt es häufig anders und zweitens als man denkt.
    Was, wenn eine neue Rechte aufsteht?
    Derzeit betrachte ich alles als offen.

  2. Avatar

    Widerstand.

    15. November 2019 at 13:21

    HOFER, und leider auch, KICKL sind POLITISCH TOT.
    Sie haben und verraten weiterhin die Werte der Partei, sind zudem parteitaktisch Versager, sogar, wenn sie wieder in eine Regierung kommen sollten.
    Ich würde der FPÖ raten, sich von HOFER, KICKL, HAIMBUCHNER und ABWERZGER zu trennen, zudem ist und war die FPÖ bisher kein verlässlicher Partner für ihre Wähler.
    Das Volk kann sich von Systemparteien NICHTS erwarten, von der Mainstreamlügenpresse schon gar nicht.
    Das Volk hat nur sich selbst, und das heisst
    AKTIV werden, alles andere hilft NICHTS.
    Es wird ja nur auf Zeit gespielt, ob mit oder ohne FPÖ, Tag für Tag werden Fakten geschaffen, die kaum umkehrbar sind.
    Das Volk hat nur sich selbst, und das heisst
    AKTIV werden, alles andere hilft NICHTS.
    Das österreichische Volk ist zurzeit NICHT AKTIV, weil die breite Masse keine Ahnung hat, was gespielt wird.
    Das Volk hat nur sich selbst, und das heisst
    AKTIV werden, alles andere hilft NICHTS.

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